ALVA Powder 02 – der echte Test!

Ich habe sowohl den hellen als auch den dunklen Puder von ALVA in meiner Kosmetiktasche- die Sommer- und Winterversion.

Die Verpackung ist unter aller Würde, das Produkt allerdings macht es wett. Mangels Konkurrenz zum einen (talkumfreie, gepresste Produkte, wo seid Ihr?) und aufgrund 100%er Einhaltung der sog. Werbeversprechen.

Nach gut zwei Jahren oder länger darf ich sagen: Ja, der Puder pflegt die Haut, er trocknet sie nicht aus, verursacht keine Unreinheiten, passt sich dem Hautton einigermaßen an, deckt und kaschiert leicht (ausreichend mit einem Abdeckstift oder Concealer) und ist ein gute Grundierung für ein (konventionelles, talkumhaltiges…) Puderrouge.

Ein Manko neben der Verpackung ist das viele Glitzer, das jedoch das Licht reflektiert. Nichts zum Mattieren also – aber der Effekt ist einfach super. Seit ewig und drei Tage der Winner.

Nachkauf: Garantiert.

Ärgern: Garantiert – spätestens wenn der Puderstein wieder rausfällt, määääh.

Der Duft des Bösen – kann ein Duft politisch sein?

Einer der führenden französischen Parfumeure, Bertrand Duchafour, hat sich von einem Diktator anheuern lassen, für seine Möchtegern-berühmten Tochter einen Duft zu entwerfen.
Islom Karimovs Usbekistan ist ein Land, das nach den Einschätzungen der Vereinten Nationen systematisch foltert und dessen Oberhaupt in der dritten, im Landesgesetz nicht vorhandenen Amtszeit befindet (Wahlerfolg stets über 80% – man munkelt von einem Zusammenhang zwischen den vielen toten Oppositionellen? und diesen Zahlen?!) – natürlich vom großen Bruder Russland wohlwollend toleriert. In der Familie darf das obligatorische “Papa, kauf mir das!” – Mitglied nicht fehlen: Jetsetterin Gulnara Karimova (es gibt fast nichts online über sie… braucht nicht suchen!)

Papa Diktator kaufte ihr also neben einer Karriere nun einen eigenen Duft, den sie mit einer Riesenparty feierte (angeblich soll sie ein Popstar sein… sie kann alles sein, da ihr papa Dich sonst erschießt, Darling!) und der Herr Duchaufour nahm dankend das Geld und entwarf irgendwas.

Wenn er es nicht getan hätte, hätte es ein anderer – könnte man denken. Oder aber das ein Duft unmöglich politisch sein kann. Überhaupt findet man in der High Society leider häufig genug Menschen, deren Gold in Blut schwimmt, sei es Erben des zweiten Weltkriegs oder Multis, die sich garantiert nicht durch soziale Arbeitsbedingungen und ethisches Verhalten in ihren Unternehmen verdient gemacht haben. Spätestens bei den Öl-Dollars sollte man beide Augen fest verschließen.

Diese Leute bedauern es sicherlich allesamt sehr, dass es eine öffentliche Meinung gibt und vor allem dieses blöde Internet. Und diese Scheissblogger, die jeden Scheiss weitertratschen, als ob sie was zu sagen hätten… Weiterlesen…

SHISEIDO Sammlerstück Camellia Compact

Shsieido wird dieses Jahr 140 Jahre alt – ich gratuliere!

Für uns Kunden wird es eine schönes Sammlerstück geben, das leider nur an Shiseido-Countern erhältlich ist (und ich komme in nächster Zeit an keinen ran, buuuuh! blöde Provinz!) das erfreulicherweise eine der wenigen (oder keinen?) limitierten Produkte von Shiseido ist. Kostenpunkt knapp unter 40 Euro.

Bilderrechte Shiseido, Bild bei Fatzebuk geklaut. I say PURE LOVE!

Hier noch ein Real-Life-Bild:

http://www.thenonblonde.com/2012/10/shiseido-camellia-compact-sneak-peek.html

AKTION: EINE WOCHE MARKENFREI

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Es geht auch ohne Marken, Brands, Logos. Ich freue mich über sämtliche Pressemuster, aber wir sind nicht die Meerschweinchen der PR-Firmen (streicheln, ins Laufrad setzen, sterben lassen und durch ein Neues ersetzen).

Blogs sind kreativ und ehrlich, und sie sind unabhängig.

Ein Beweis hierfür sind die Unmengen an Posts, die ohne jegliche Markennenung auskamen – watch this: Weiterlesen…

Fashion versus Beauty

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Vor nicht allzulanger unterhielt ich mich mit anderen Beautyblogerinnen über die Fashionbloggerszene. Die sind viel bekannter als unsereiner und haben sogar schon mal eine eigene Nagellackreihe bekommen (warum nur?!)
Fashionblogger, so munkelt man, sind cooler, hipper und deutlich interessanter für die Marken, die sich durch Blogs kostenlose Werbung versprechen. Und leider auch bekommen…

Als stilsichere Frau von Welt (ha!) und Kulturwissenschaftlerin kenne ich mich nicht nur mit Marken aus, mit Kunst(-geschichte) (die Inspiration aller Designer) sondern kann auch aus einer Handtasche das Konzept der Trägerin, der Marke, des kapitalistischen Systems und die Umweltbelastung herauslesen.

Doch empfinde ich Mode nicht als Herausforderung – Mode ist Fashion ist kein Stil, ist etwas, was gerade in den populären Blogs ausschließlich durch finanzielle Kaufkraft interessant wird. Viel Geld kauft einem viele Klamotten kauft einem viele unterschiedliche Looks.
Es gibt also die reichen Kids, die in Geld ersticken und noch mehr Dinge zugesandt bekommen und die normalen Kids, die mittels Verschuldung die bekannten Low-Budget Ketten leerkaufen, um jeden Tag einen neuen Blogbeitrag zu schaffen.

Statte mich mit einem monatlichen Budget von zehn15?20? tausend Euro aus und ich zeige Euch, was ein Fashionblog ist! Anna Wintour würde mich als Beraterin einstellen! (Es gibt noch eine nennenswete Ausnahmen: Die Do-It-Yourself-Szene, die eine Nähmaschine bedienen kann – mein Neid sei Euch gewiss…).

Beauty? Beauty hingegen ist demokratischer. Fordernder. Interessanter. Weiterlesen…