Mit wenig Aufwand viel Wirkung erzielen – so geht’s

Aufrecht gehen, stehen, sitzen.

Ja, das ist wenig, aber ich sehe den ganzen Tag schiefe Menschen und bin selbst eine schiefe Person gewesen. Die richtige Körperhaltung und Attitüde sind das billigste und wirksamste Instrument der Welt!

Color blocking.

Dafür braucht man drei nicht gemusterte Farben im Outfit – zum Beispiel rosa Oberteil, grüne Hose und kürbisgelber Schal (für Sommertypen). Schwarz-Weiß ist kein Color Blocking! Ich liebe es, aber wenn es nicht einen krassen Schnitt hat, bleibt es ein Kellner-Outfit. Lippenstift kann als Bestandteil des Outfits das dritte Element sein.

Accessoires.

Einen krassen Schal. Krasse Schuhe (keine Turnschuhe!!) Ein Statement-Ring. Eine bunte Mütze. Eine schräge Tasche oder sogar ein Stoffbeutel mit einem Spruch.

“Unpassende” Kleidung

Klingt schräg, sieht man aber immer mehr und öfter, weshalb ich es gerne vergesse: Kontrastierende Designs. Fließende Kleider mit Boots. Elegante Jacketts mit Jeans und Shirt. Kapuzenpulli zum Anzug mit Krawatte.

Ich mache gerne Color Blocking im Winter, weil es da schon grau(sam) genug ist und im Sommer setze ich auf Schwarz mit Akzenten. Dafür muss man nix shoppen und es ist ein No-Brainer.

Geschenke für Weihnachten – Version unisex und postkapitalistisch

Die Überschrift ist reines Clickbait, also ein Köder, denn es gibt im falschen System kein richtiges Leben blablub.

Und es gibt auch keine Männer/Frauen Sachen, sondern einfach nur Sachen, die gut sein können.
Obwohl wir erst November haben, sollte man sich jetzt um Geschenke kümmern, denn es gibt Engpässe bei allen möglichen Dinge, dazu Lieferschwierigkeiten und auch DHL braucht mehr Zeit. Warum? WEIL WIR EINE FUCKING PANDEMIE HABEN! Immer noch, weil sich die Leute nicht impfen lassen, weil die Kinder nicht geimpft werden und weil Infektionsketten aus Schulen nicht verfolgt werden. Anderes Thema, passt auf Euch und so.

Jedenfalls erstelle ich jährlich eine Liste von Dingen, die ich gut finde, und unglaublicherweise schafft es mein engstes Umfeld es jedes Jahr, diese Liste zu ignorieren oder von deren Existenz gar nicht erst zu wissen. Das muss sich natürlich ändern, weshalb ich mir jetzt einen Drucker gekauft habe und diese Liste postalisch!! versende. Kleiner Scherz: Das beste Geschenk ist eh… GELD. Nein, wirklich, Zeit oder Geld heißt es ja nicht umsonst, und deswegen ist es immer fraglich, wovon man mehr hat. Mehr Zeit? Dann ordentlich aussuchen oder was selbst machen. Mehr Geld als Zeit? $$$ Her mit dem fetten Geschenken $$$

– Fangen wir mit dem Klassikern schlechthin: Bücher. Und zwar aus dem lokalen Buchhandel und von einem kleinen Verlag.
Der Frohmann Verlag hat nicht nur hübsche Bände wie die Reihe “Präraffaelitische Girls erklären…”, sondern auch sehr ausgewählte und innovative Literatur, mit der ich hier und da schon komplette Überforderung ausgelöst habe LOL, wie Lillian-Yvonne Bertram, Farcen-Generator (0x0a).
Desweiteren mag ich den Verlag Friedenauer Presse, der das schöne Band Émilie du Châtelet, Iris Roebling (Hg.) Rede vom Glück – Discours sur le bonheur für 18Euro herausgegeben hat.
Der Schweizer AKI Verlag startet dieses Jahr und bringt ein Band von Audre Lorde raus, EIN STRAHLENDES LICHT.

– Ohne Kosmetik, ohne mich: Jährlicher Klassiker ist das Dr. Hauschka Rosenöl, das man für alles mögliche verwenden kann. Die Lippenpflege in der Tube, das Hauschka Lippengold. Ein Produkt von NKM, die als Kosmetikhersteller ihre Flaschen wieder nutzen, also einen Mehrweg-System entwickelt haben. Natürlich alles, was im Luxus-Bereich liegt, wie Augencremes, Hermès Lippenstifte und Düfte.

– Gourmetkram: Kaffee, das von Elefanten ausgeschieden wurde LOL, japanischer Sansho Pfeffer, guter Safran und grünen Tee. Salz aus Island. Lieferungen von Orangen direkt vom Hersteller.

Support your local dealer und gebt Schmuck in Auftrag, ob es kleine silberne Ohrringe sind oder den fetten Sternenhimmel. Die Konzerne verdienen sich eine goldene Nase, da muss man sein Geld nicht unbedingt lassen. Auch wenn Frau Klerner und Team alle Hände voll zu tun hat, in Lüneburg sollte der Weg nicht zu weit sein und ansonsten vermittler ich gerne, wenn Dich der Stil anspricht.

– Aktien. Kein Scherz, sondern ein politischer Akt nahezu: Der Allbright Bericht zeigt auch dieses Jahr, dass es in Deutschland nur fünf Unternehmen gibt, dessen Vorstand einigermaßen paritätisch besetzt ist. Kauft deren Aktien, das lohnt garantiert. Das sind: Pfeiffer Vacuum, Biffinger, Honrbach Holding, LPFK Laser&Electronics und Demapharm.

– Gesundheit. Ich trainiere schon länger mit Arlow Pieniak von WORK IT Hamburg, der nicht nur fachlich betrachtet unglaublich gut it, sondern auch wie ich ADHS hat, sodass ich mich hier und da besser abgeholt fühle. Vielleicht liegt mir genau deswegen der schwarze, trockene Humor, und ganz sicher ist er, und sein Team natürlich auch, Überzeugungstäter! Es gibt verschiedene Online-Kurse, die man als Anleitung nehmen kann, trainieren muss man allerdings selbst. Wer dazu noch eine Airex Matte verschenkt, ist King. Die digitalen Kurse kosten 40 Euro, eine Trainer Stunde 120 Euro, und auch da muss man selbst arbeiten LOL, sonst bringt es nichts, aber wenn man es tut, geht was. Ich sage es mal so, wer mich als Bewegungslegasthenikerin kennt, das ist nicht mehr, dank ihm.

– …natürlich habe ich das Wichtigste vergessen: Schenkt Stil. Schenkt einen aufgeräumten Kleiderschrank. Schenkt Körpergefühl und Farbe. Zwar hasse ich es wie die Pest, für mich selbst Werbung zu machen, aber Referenzen hätte ich, und leite diese gerne weiter. Ich arbeite gerne mit trans Menschen zusammen und für uns BIPoC mache ich eh Sonderpreise.

– und weil ich mir auch was wünschen darf: Kunst von Isabelle Menin. Ohrringe. Brillanten. Seide. Kaschmir. LOL.

Verlassen tue ich Euch heuer mit diesem wundervollen Zitat von Dorí Varga:
GREATNESS BEGINS AT CHOOSING PLEASURE OVER PAIN

Bock auf

…neue Dinge! Ich möchte ein paar neue Highlights in meinem Kleiderschrank, stelle ich fest.
Auf der anderen Seite müsste ich mal wieder ausmisten, was natürlich erst dann der Fall sein wird, wenn ich sehr viel zu tun habe. Effizienz ist, wenn man A mit B prokrastiniert, oder wie war das (das Zitat ist übrigens von Luhmann).

Seit langer Zeit habe ich mal wieder Interesse an einem Hermés Tuch. Das Modell ist beidseitig in verschiedenen Farben bedruckt und wirklich toll gestaltet. Leider stolze 520€, wobei ich denke, dass man es als Sammlerstück später mit Gewinn loswerden kann. Hier gucken https://www.hermes.com/de/de/product/doubleface-seidentuch-90-hermes-dress-code-H903780Sv04/

Eine schwarze Messenger Tasche ist langweilig, aber “ich brauche die”, wie es immer so schön heißt. Das Modell Marcie von Chloé hat mir sehr lange gute Dienste geleistet, und wird wohl demnächst nochmal angeschafft. Der Versuch, mit einer preiswerten CLOSED Tasche glücklich zu werden, scheiterte an der Qualität. Und ich kaufe gerne “für’s Leben”, da kann ich nichts brauchen, was sich nach zwei Tagen anfängt aufzulösen.

Einen Mantel besitze ich tatsächlich nicht, dabei ist es ein ziemlich elementares Stück. Norddeutsche lachen allerdings über Dinge, die nicht regenfest sind, und so bleibt es erst einmal beim Gucken und Suchen. Wichtig ist die Stoffqualität und ein zeitloser Schnitt, mit wenig Nähten und auf gar keinen Fall mit aufgesetzten Taschen, zumindest was mich betrifft. Im Frühjahr werde ich mich dann auf die Suche machen, antizyklisch shoppen und so.

Schuhe sind und bleiben ein Drama: Schwarze Stiefel, die warm sind und Strumpfhosen nicht ruinieren und trotzdem elegant? Und keine fürchterliche grobe Sohle haben? Modern sind momentan immer noch Combat-Boots und ich bin sicher noch irgendwo welche zu haben, aber ich mag die einfach nicht.

Das schwarze, kurze Strickkkleid Ebony von Iris von Arnim aus dickem Kaschmir bleibt sicherlich auch erstmal im Laden, wobei ich es tatsächlich als sinnvollste Anschaffung sehe. Das ist warm und sehr versatil, und wird nie aus der Mode kommen. Leider ist so etwas permanent ausverkauft.

Die Weihnachtsfrau bin ich dieses Jahr selbst, ich fürchte ich werde mir selbst ein Bild malen und gut is’ LOL Kunst wäre auch auf der Wunschliste, aber ich fürchte die mögen es so gar nicht, wenn man sich aus dem Museum etwas mitnimmt.

Welche It Pieces sollte eine Frau besitzen?

Gnaha. Keins!!
Was sind It-Pieces? Irrsinnig teure Handtaschen? Die modischen Schuhe der nächsten Saison?
Muss da überall ein fettes Label drauf prangen eh?! Und wenn ja, warum und vor allem, welches?

Es ist ein schwieriges Thema, das dazu unscharf ist. Welches Alter, welches Einkommen, und welches Umfeld?

Da finde ich es einfacher, das IT weg zu lassen und den Vorschlag zu machen, welche Stücke frau als Klassikern besitzen könnte. Oder wofür sich eine höhere Ausgabe lohnt. Hint: Eine Chanel Handtasche kommt und käme nie vor.

– Schmuck, der entweder echt ist, oder echt sein gut imitiert. Ein besonderes Stück am Besten, ausgefallene Ohrringe oder ein Armband. “Günstige” Ringe lieber nicht, denen sieht man häufig den Preis anhand des Materials und Verarbeitung an. Vintage Schmuck ist übrigens eine Option, Ebay Kleinanzeigen ist eine echt gute Fundgrube.
– Gute Schuhe. Also heile und saubere Schuhe, nach Möglichkeit keine Turnschuhe, weil es nun mal keine richtigen Schuhe sind (and that’s the hill I will die on!) und wo sich ein Investment richtig lohnt: Winterstiefel und/oder Stiefeletten, die man viel tragen würde.
– Seide und Kaschmir, oder aber gute Wolle und gute Baumwolle. Gute Materialien machen aus dem langweiligsten Kleidungsstück einen Keeper. Fleckenlos und gegebenenfalls gebügelt.

Langweilig?

Wer IT Piece sagt, sagt eben auch etwas über Mode aus; wer Basic sagt, sagt etwas über Stil aus.

Was macht eigentlich ein Personal Private Stylist?

…was ist überhaupt ein Personal Private Stylist?!
Ich dachte, ich plaudere mal aus dem Nähkästchen, weil es für viele ein neuer Begriff ist. Und weil sowas in Deutschland nicht wirklich verbreitet ist, schon gar nicht mit einem Konzept. Ich mache nämlich keine Farbberatung oder gehe einfach nur mit jemanden einkaufen. Das gehört zwar mit dazu, aber das eigentlich Spannende und den Mehrwert für Kunden liegt darin, dass wir gemeinsam an etwas arbeiten. Sich besser darstellen-aber wie? Sich besser verkaufen-aber wem? …und sich besser fühlen.

Und natürlich Zeit sparen!

Als alte Häsin des Internets mache ich ohnehin am liebsten vieles digital. Allerdings ist das zum Teil einfach absoluter Schei** – ich habe einen Tag versucht, etwas bei einem High Street Shop zu bestellen, und zwar Etro. Ich habe es auf dem Handy versucht, es ging nicht. Ich habe mehrere Stunden versucht, eine neue Lieferadresse anzugeben, es ging nicht. Nach etlichen Anläufen, bei denen ich bereits die Zahlung eingegeben hatte, gab ich auf und holte mein Rechner hervor. Ich denke so im sechsten Anlauf hatte ich dann alles, die Bezahlung schön umständlich mit Klarna abgewickelt, ein laden von dem man die Finger lassen sollte, und habe dann drei Kreuze gemacht.

Wie ist die Shopping-Experience denn im Geschäft? Nun, ich kann mich in #Lüneburg nicht beklagen, es ist einfach phantastisch in der Regel, die Leute haben Ahnung und sind freundlich.
…und dann in Hamburg zum Vergleich, natürlich abhängig vom Stadtteil.

Unterwegs im Nobelviertel in Hamburg, für mich privat mit männlicher Begleitung. Gelangweilte Verkäuferin, kein Service, kein Angebot, mir das gewünschte Artikel zu bestellen. Einfach nur eine Fresse vor dem Herren, bis ich an der Kasse stand. Dazu in einem anderen Geschäft, so ich anfangs erst einmal nett geplaudert habe, sehr unverschämte, übergriffige Fragen und Kommentare gegenüber mir und meiner Begleitung. Wo? Beide Geschäfte waren CLOSED in Eppendorf/Winterhude, ein Unternehmen das in Hamburg ansässig ist und sehr viel Geld für Influencer ausgibt. So angepisst war ich schon lange nicht mehr, und ich ärgere mich sehr, dort doch spontan Geld gelassen zu haben. SCHULT EUER PERSONAL VERDAMMT NOCHMAL!
Ob ich den Laden noch mal betrete? Oder weiter empfehle? Wohl kaum, trotz der sehr guten Ware und dem Aspekt der #Nachhaltigkeit. Am Ende des Tages begleite ich Menschen, die einen richtig guten Tag haben wollen, geschweige dass ich selbst als Kundin, die shoppen für sich selbst hasst, nicht auf so etwas abfahre.
Wenn man jedoch trotzdem was shoppen muss dort: Die jungen Damen am Hamburger Jungfernsteig haben eine Engelsgeduld und ein gutes Auge. Es liegt also nicht unwahrscheinlich auch am Stadtviertel.

Die Haltung, dass nur wohlhabend aussehende Leute gut bedient werden, kenne ich zu genüge. Dabei gehe ich grundsätzlich deswegen los, weil ich Geld ausgeben will. Ich “shoppe” nicht, ich besorge Dinge. Die Geschäfte sind ausgesucht und ich weiß, was benötigt wird. In meinem Kopf wird gearbeitet, während ich lustig schnatternd Kleidungsstücke in die Umkleidekabine serviere. Und es ist toll, ich genieße es sehr wenn die Leute auf einmal strahlen, und feststellen, dass sie wirklich gut aussehen können. Alles nur eine Frage der richtigen Kleidung.

Und das ist der Job eines Personal Private Stylist: Blöde Läden kennen und meiden, eine professionelle und nicht wertende Haltung haben, kein Verkaufsdruck aufbauen und eine Dienstleistung im Sinne der individuellen Person erbringen. Und dann eben auch Hausschuhe besorgen oder eine Waschmaschine und Waschmittel empfehlen – Allergiker:innen wissen das zu schätzen.

Ob ich so jemand anheuern würde? Ja. Ich habe gelernt, dass es einen guten Spiegel braucht, und dass man sich selbst am schlechtesten sieht. Schließlich vertraue ich auch meinem Friseur, und begebe mich grundsätzlich in die Hände von Profis und lasse sie machen, ohne Einschränkung.

Weg von Dingen, mehr zu Dienstleistung: So etwas verschiebt sich, wenn man die wirklich guten Dinge zu schätzen gelernt hat. Amen. LOL!