VICTORIA BECKHAM Beauty

Selten noch, dass ich bei Beautysachen ein Auge reiße: Victoria Beckham hat es wie angekündigt getan, und eine eigene, schmale Linie herausgebracht mit den perfekten Essentials, die frau so braucht:
Lidschattenpaletten, Kajalstifte, Cremelidschatten, Lipliner und Lippenfarbe sind eine gute Basis. Die Preise sind ähnlich wie Chanel, nur leider kostet der Versand aus den USA ein Vermögen, was mich nun doch abgeschreckt hat.
Nun sind die Meinungen zur Qualität nicht gerade gespalten – selbst gekaufte Produkte schneiden nicht so gut ab, während die üblichen Pressesamples in den Himmel gelobt werden. Ach was!

Was ich richtig gut finde: VB hat sich selbst als Testimonial auserkoren. Sie ist natürlich eine sehr gepflegte Multimillionärin, die Geld mit ihrem Aussehen verdient und entsprechend dafür arbeiten muss, aber sie ist eben auch im Alter ihrer Zielgruppe. In ihrem Video sieht man leichte Fältchen und Poren. Ein Mensch! Damit wird sie sicherlich mehr verkaufen als mit der ganzen Marketingmaschinerie, die die Beauty Konzerne sonst anwerfen. Die Mischung macht es: Die Scheinwelt, immer wieder durchbrochen von ein paar vermeintlich echten Bildern.

Ich mag Victoria Beckham gerne, die ewig belächelt wurde, aber vier Kinder bekommen hat, eine eigene Modelinie am Markt hält, wenn auch mit Schwierigkeiten, und sich weiterhin in dieser Branche durchboxt.

P.S. Eine Pflegelinie ist ebenfalls angekündigt.

Ein paar Swatches gibt es hier:
http://www.prettyismyprofession.com/2019/10/review-victoria-beckham-beauty-smokey-eye-brick-tuxedo.html
und hier
https://www.reallyree.com/victoria-beckham-beauty-review-swatches/

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ELLE kann auch Rassismus

Weil es etwas mit uns zu tun hat, mit uns Frauen, die in Wartezimmern Inhalte konsumieren – ich hoffe niemand von Euch hat ein Abo! – und weil es unsere Wahrnehmung prägt.

ELLE titelte in der letzten Ausgabe “Back to Back” und natürlich ist Schwarz das immerwährende der Mode, seitdem es als Unfrabe erlaubt ist. Doch leider tat die Redaktion noch etwas anderes: Sie wollte wohl auch Diversität propagieren und nahm innen auf eine Seite unter selbigem Titel, nämlich “Back to Black”, eine Liste mit zum Teil falsch benannten schwarzen Models auf. Sehen ja alle gleich aus, oder was?

WHAT THE FUCK kommt aber jetzt: Schwarze/Schwarzsein ist ein Trend!!???? Wer hat Euch ins Gehirn geschissen??
Das Cover ziert übrigens ein weißes Model. So viel zum Thema Diversitöt, ein BIPOC Mensch gab es seit 2014 nicht mehr auf dem Cover.

Das Ganze schlug hohe Wellen, denn selbst Naomi Campbell tweetete wutentbrannt: WIR SIND KEIN TREND. Guess what, Elle Germany, schwarz sein ist kein Trend! Nachem ich meine Kotze weggewischt habe ob dieser unglaublichen Dummdreistigkeit und knallharten Rassismus, kam es allerdings doch noch härter: Ein Stylist, der unterwegs war, berichtete wie er von der ELLE Chefredakteurin in einer Front Row rassistisch angegangen wurde. Doğukan Nesanir darf hier selbst zu Wort kommen:

Wie Doğukan sehr treffend bemerkte, geht es aber nicht nur darum, dass irgendeine reiche weiße Frau rassistisch ist, sondern dass so ein Verhalten von Seiten einer kompletten Mediengruppe toleriert wird. BURDA Medien nämlich, die etwa 600 Marken unter ihrem Dach beherbergen, wie die InStyle oder Bazaar. Wer medien macht, hat Medien macht und auch Verantwortung.

Pfui ELLE, pfui Sabine Nedelchev, pfui BURDA.

Bravo Doğukan Nesanir, der sich so exponiert hat, und linklove…

Und noch etwas ausführlicher und mit mehr Hintergrund bei Das Ding (Angebot des SWR) nachzulesen:
https://www.dasding.de/lifestyle/netztrends/Netztrends-Elle-empoert-mit-Back-to-Black-Ausgabe,shitstorm-elle-100.html

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CHANEL Online-Shop bietet versandkostenfrei bis 22. Mai

…nicht wirklich eine News wert, wer aber nur eine Kleinigkeit wie einen exklusiven Nagellack oder einen Blush haben möchte, kann jetzt fix ohne Zusatzkosten bestellen.

Achtung, erst im letzten Schritt der Bestellung die Option Versand per DHL auswählen, dann werden die zehn Tacken Versand rausgenommen. Schlecht umgesetzt, Chanel. Schlecht umgesetzt.
Dafür habe ich jetzt mit Nina aus dem Customer Service gechattet. Is’ ja auch mal was *eyesroll*

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Wir Instagram Klone

Neulich ging ich abends zum Sport und somit am Fenster eines Kurses vorbei. Ich warf einen kurzen Blick hinein. Etwas ließ mich stutzen. Getarnt von der anbrechenden Dunkelheit, blieb ich stehen und tat etwas, was ich echt schrecklich finde: Ich ging näher ran und – glotzte.

Eine Gruppe junger Frauen machte etwas, was nach Bauch-Beine-Po aussah.

Das war es aber nicht.

Sie sahen alle gleich aus. Sie trugen die gleiche Haarlänge, als Zopf oder sog. Bloggerbun, waren im gleichen Alter, sahen ähnlich hübsch aus, lediglich die Haut- und Haarfarben variierten. A paler shade of white and blond.
Das erschreckende an diesem Bild: Ich kann nicht sagen WIE sie aussahen. Sie sahen sich alle ähnlich, niemand stach heraus, nichts stach heraus, ausser das unangenehme Gefühl einer Gruppe Klone beim Workout zuzusehen. Während ich in die Umkleide ging, ließ mich das Bild nicht los. Wo hatte ich das nur gesehen? Wer waren diese Frauen? Warum waren diese Frauen?

Im Nachhinein war es vielleicht eine Gruppe Cheerleaderinnen, oder ein Zufall, oder oder oder.
Was es ganz gewiss auch war: Der zarte Reminder weshalb die Influencer nun Influenza heißen: Sie sind wie ein (leicht abgewandelter) Grippevirus.

Wann wurden wir zu Instagram Klone? Wann wurde Instagram Ästhetik überhaupt als Ästhetik auserkoren? Die durchtrainierten Bodys, die konturierten Gesichter, die gefüllten Augenbrauen, die langen Haare, die Shirts stets bauchfrei und das leuchtende Lächeln mit 2×1000 Watt Ringlichtlampen verstärkt. Wie ein Weichzeichner legt sich die Bauernschläue dieser Gesichter auf den Weichzeichner der Kamera: Sie halten Dinge in die Kamera und sagen den Rabattcode auf.
Die Plattform mit dem höchsten Suchtpotential hat das Internet zu Ende gespielt: Als sich die Klone selbst klonten, gingen die anderen weg. Und kamen wieder…

(Version 30,40,50up) Wir sind Instagram Klone. Wir haben aufgespritzte Lippen und halten Handtaschen mit erkennbaren Designerlabel in die Kamera. Die Einrichtung zeugt von Geschmack und Geld, denn hier ist nix gesponsert. Der SPA Besuch wird thematisiert, genauso wie zeitaufwendige Friseurbesuche. Wer nicht perfekt ist, perfektioniert sich sichtbar ob es Sport oder Feinkostküche ist. Ehrlich, guckt Euch mein Instagram Profil an! Ich habe zwar nicht alles dabei, weil IKEA und so, aber auch ich entspreche zumeist den geklonten Inhalten.

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SHISEIDO – kompletter Relaunch der Make-up Linie

Alter Verwalter! Alles, aber auch alles neu?! Verpackungen und Produkte, und zwar in einer neuen und interessanten Art der Unterteilung: Dewy-Produkte für Glanz&Gloria, Inks-kräftige Farben, wasserfest denke ich, Gels-Lippenstifte, Blushes, Powders-alle Puderprodukte. Die Marke hat sich einer Verjüngung unterzogen, wie man bereits an der letzen Pflegeserie sieht. Etwas flippiger, wesentlich jünger, sportlicher und vermutlich eher an die Millenials gerichtet (die haben doch kein Geld?!)

Der Ansatz lautet, dass man alle Produkte aufgrund ihrer Textur verwendet und nicht aufgrund ihrer (limitierenden) Produkteigenschaft. So neu ist das nicht, so hat Chanel mit dem Blush und Gloss Gedöns mit einer Gelee-artigen Textur schon was ähnliches auf den Markt gebracht.

Die Produkte werden im September in Italien verfügbar sein, also auch bei uns dann. Heißt für mich zum Counter laufen und noch schnell mit den Favoriten eindecken! Erinnert sich jemand, dass mein von Dick Page designter Lippenstift ins Klo gefallen ist? Diese Sache erschüttert mich bis heute, den Lippenstift werde ich jetzt aber endlich nachkaufen. Die Farbe war einmalig schön… Toffee Apple <3

Wie gefallen Euch die neuen Verpackungen? Ich denke die Sachen werden schon gut sein, aussehen tun sie rein optisch nicht so ansprechend. Wenn die Preise angehoben werden, muss ich sagen: Nope. Sieht nicht mehr aus wie Premiummarke. Sieht aus wie Prada Sport, oder?!

Ein Beitrag geteilt von SHISEIDO (@shiseido) am

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