Aufgebraucht und nachgekauft

Unglaublich, aber wahr – ich habe Lust zu bloggen. Just lief ich an der wunderbaren Kollegin Hanna Schumi vorbei, die in einem Café saß, und dachte hey, es ist so lange her dass wir uns mal kennen gelernt haben, wo ist die gute alte Beautybloggerzeit hin?!

Also meine Zeit gammelt in der Kiste vor sich hin – viele schöne Produkte, die nicht geliebt und nicht benutzt werden; viele Lippenstifte, die nicht geküsst werden, und viele Pinsel, die nicht geschwungen werden… und doch gibt es sie, die Helden des Alltags. Make-up Produkte, die immer und zu allem passen, die ich tatsächlich wie das Klopapier nachkaufe, als schiere Notwendigkeit empfunden.

 

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Ein Beitrag geteilt von Andreea Tribel (@andreeatribel) am


Mein persönlicher Favorit ist der Chanel Bronzer, der in der Farbe Medium ein Hauch von Farbe und ein Hauch von Schimmer auf die Wangen zaubert. Er hat recht lange gehalten, ist aber dann ziemlich zerbröselt. Beim erstbesten Angebot mit Prozenten kaufte ich das Produkt also nach, um festzustellen, dass es sich doch aufbrauchen lässt. Na, das wird jetzt aber auch zuende benutzt, aber sowas von…!

Nicht mehr ganz so angetan bin ich vom Tom Ford Blush Frantic Pink, weil es ein wenig zu doll schimmert und ein bisschen mehr Farbe abgeben könnte. Doch die Reformulierung wird vermutlich genau das tun – ich habe den noch nicht nachgekauft, ich versuche den mal aufzubrauchen. Derweil suchte ich ein Dupe und habe eigentlich mindestens drei ähnliche Produkte, die ich eigentlich benutzen sollte, aber sie sind nicht perfekt, wie das halt so ist.

Da ich von diesen Produkten mindestens eine fünffache Ausführung besitze, spricht es doch Bände, wenn sie aufgebraucht werden. Ich wechsele nach wie vor meine Produkte regelmäßig aus, nach Lust und Laune, nach Hautfarbe und nach Jahreszeiten – diese passen immer.

Somit erfolgt eine klare Kaufempfehlung – nicht so sehr für das Produkt an sich, sondern für die Kategorie: Blush und Bronzer machen sehr, sehr viel aus. Ob drei Euro oder 43 Euro, probiert es aus.

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CHANEL Les Beiges – Palette, Rouge Stick 21 und Baume a Levres Medium

Irgendwie habe ich mich selbst angefixt mit den Sachen… die Palette ist ein Standardteilchen, die findet man in ähnlichen Farben zehnfach bei mir. Mir gefile sie auf Anhieb, neutrale Töne, sehr dezent, aber ich konnte mich nicht hinreissen, dem kleinen Teilchen ein neues Zuhause zu geben.
Dann kaufte ich den Rouge Stick. Der ist ja so so gut! Bis auf den Duft, der latent an Reiniger erinnert, ist das definitiv eines der besseren Produkte von Schanelle.

Die Palette in graubraun, der korallige Cremeblush und der getönte Lippenbalsam für unverschämte 37 Euro gehören zusammen, und so gab ich ihnen zusammen ein Zuhause!

Nun, wer unter dem Motto “Dezenz ist Schwäche” schminkt, kann hier gleich abwandern. Die eher leichten Pigmentierungen der Produkte sind für alle Schminkfaulen, für alle ewig Unausgeschlafenen, und alle ewig jungen Frauen ab sechzig und siebzig.

Tatsächlich gewinnt der Lippenpflegestift auf ganzer Linie: Grandios schöne Verpackung, ein natürliches, saftiges Erdbeerrot, dabei herrlich transparent und minimal schimmernd, eine gute Pflegewirkung und ein Wermutstropfen: Der Preis. Übrigens ist der helle Baume a Levres von anderer, schlechterer Qualität, pflegt nicht und setzt sich gruselig ab. Die schöne rosige Farbe ist schön, aber ja nun.

Über den Rouge Stick habe ich genug geschwärmt, der ist in dieser Farbe (21) sehr gut und preislich in Ordnung. Die günstige und auch teure Konkurrenz (NARS) glitzert in der Regel einfach zu stark. Dieser hier tut es nicht, und die Gefahr von Sonnenbrand-Effekten sind ebenfalls begrenzt. Dafür kann man sich die limitierte Farbe 25 zulegen, die rot ist. Das mit dem Sonnenbrand-Look habe ich dann für Euch ausprobiert und so.

Die Palette hat fünf Un-Farben, eine neutrale Grundierung, zwei sehr helle Schattierungstöne, einen guten Anthrazit und einen hervorragenden Schimmer. Man kann damit alles machen, aber tatsächlich ist der Effekt sehr dezent. Mir kommt es entgegen, denn stärker pigmentierte Sachen habe ich bereits und hiermit endlich eine kühl bis neutrale Nude Version für jeden Tag und zu roten Lippen gefunden. Mit einer Base holt man da auch smokey eyes raus, noch besser finde ich die Mischung mit den cremigen Lidschatten von Schanelle-dazu andermal mehr. Ich bin irgendwie auf den Chanel-Pfad gekommen und uff, ist es das Alter?! Es gefällt mir!

Zusammen passen sie bei meiner eher hellen als medium getönten Haut einfach super. Geschminkt, aber nicht angemalt, dazu eine halbe Tonne Paföng – tatsächlich immer noch Paris Deauville, Coco Mademoiselle oder Gabrielle oder sogar eine Mischung – und fertig ist die Chose. Perfekt für ein aufregendes Outfit oder ein langweiliges Wochenende.

Bei Instagram habe ich dann ein todschickes Photo reinstellen wollen, aber nach drölfzig Verrenkungen und der Feststellung, dass ich ohne ein Kilogramm Foundation, Ringlicht und Bildbearbeitung nun mal nicht wie Instagram aussehen werde, gab ich auf. Und lachte, weil es mir scheißegal war-ich hatte zuvor eine grandiose Zusammenfassung von sechs Seiten geschrieben und fühlte mich GEIL. Weil ich nun mal geil bin. Affirmation und so.

Ach ja: Die Chanel Mascara ist Hassliebe. Effekt ist mega, sie hält, aber bis ich ein Reiniger gefunden habe mit dem sie abgeht… nicht mit Clinique Balm, nicht mit Öl, nicht mit teurem AMU Entferner, nicht mit Zwei-Phasen, nein. Erst ein Mizellen Wasser von Avene tat es. Ich hoffe die nächste Mascara ist etwas leichter zu entfernen.

Und natürlich ein Link für weiterführende Lektüre:
beautylookbook blog chanel les beiges kollektion

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CHANEL Palette Essentielle 150 Beige Clair und Tissé Cambone

Mehr als lauwarm fand ich diese dreier Palette nicht, ich gebe es zu, und daher hat es wirklich lange gedauert, bis ich sie mir in natura angeschaut habe. Ehrlich gesagt habe ich überhaupt nicht gecheckt um was es sich handelt. Nicht auf Anhieb…

Irgendein Video später war das Interesse erwacht und die kurze Recherche vor Ort ergab, dass die Farben mir taugen. Was man damit machen kann? Nicht viel, dafür alles wesentliche: Abdecken, erfrischen, bisschen Farbe, dabei in der Handtasche eine bessere Hilfe als die ewige Puderdose. Für die nächste Reise ist das Döschen mit dabei, neben den unvermeidlichen Basics wie Camouflage und Augenbrauenstift. Dazu etwas Augenfarbe, zwei Lippenprodukte, das war’s – es geht ja auch an den Strand, da braucht man keine Schminke. Es sei denn, man ist in den Lager derer gewechselt, von denen man früher dachte: Oh Gott, wieso geht die denn geschminkt an den Strand?! Heute eben eher: Oh Gott, wie soll ich ungeschminkt irgendwohin gehen?! Einfach weil ich das Zeug doch so liebe, im Gegensatz zu meinen Pickeln und Falten. Ja, die Zeiten ändern sich.

Und was das betrifft, hat Chanel mit Lucia Pica, deren Sachen ich anfangs doof fand, doch gut geschaltet. Diese überteuerte Trio kann etwas, und ist definitiv eine geniale Idee.

-Rouge: neutrale Farbe, leicht korall-orange-rosé, etwas schwach auf der Brust, kann dafür als Basis für Puderrouge dienen. Kaschiert gut gerötete Haut durch den Anteil an Orange, schimmert nicht, und macht keine Pickel.

-Highlighter: cremig, hell, neutral und auch als Lidschatten tragbar. Macht einen erwachsenen Glow, der nicht als Schminke sichtbar ist, und taugt als Lidschatten(base).

-Concealer: cremig pudrig, wenig für die Augenpartie alleine geeignet, mehr darüber über den eigetlichen Concealer, den die Chose setzt sich ab. Dafür kann es die gesamte Augenpartie aufhellen und die ganzen bösen Schatten im Gesicht ebenfalls. Die Haltbarkeit ist okay, es setzt sich etwas ab, aber es ersetzt definitiv eine Foundation, wen die Farbe passt. Und das tut sie, bei hellen Typen.

Maluspunkte gibt es für das Rouge, das geht nicht als Lippenfarbe, und auch die Menge ist sehr sparsam bemessen. Es hätte ruhig mehr Farbe abgeben können, aber in den Händen von Ungeübten mag das Produkt genau richtig sein.

Alle drei zusammen ergeben einen fantastischen, frischen Finish. Insgesamt ist die Textur sehr schön, wenig parfümiert, glänzt nicht, ist nicht zu trocken, und hält im Laufe des Tages gut durch.
Mit 60 Teuronen viel zu teuer, aber es fällt hoffentlich niemandem ein so etwas für den UVP zu kaufen. ODER??

Dazu habe ich das Quad Tissé Cambone kombiniert, das eigentlich weder zu der Palette noch zu mir selbst passt. Eigentlich… Weiterlesen…

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SISLEY Phyto Twist Blush in Petal – so geht das!

Schlaue Füchse werden das Produkt bereits schon online günstig geschossen haben. Nachdem mir meine Freundin die Genialität dieser Teile bestätigte, erinnerte ich mich daran, dass ich den Bericht hierzu MIT TRAGEBILD noch nicht geschrieben habe. Leider pflege ich das, was ich am häufigsten nutze, am wenigsten zu würdigen.
Man wird, wie im Alltag, etwas betriebsblind. Ich könnte jetzt ausholen und über dieses und jenes dozieren, aber wer will das lesen?! Nicht hier und nicht jetzt.

Umm, zurück zum Thema. Wenig Zeit habe ich eigentlich nicht, aber ein vollgeschmiertes Gesicht macht in diesem Sommer null Sinn. Es ist heiß und schwül, es ist schwer nicht zu glänzen wie ein Schweinchen. Ich habe dazu ein äußerst sabberfreudiges Babymädchen, das schon meinen roten oder pinken Lippenstift ertragen muss. Da will ich nicht die vier-Schichten-Spachtelmasse im Gesicht tragen.

Ohne alles sehe ich aber scheiße aus. Punkt. (Mit zum Teil auch….)

Werfen wir also zusammen, was zusammen gehört: Concealer, Blush, Wimperntusche und sehr viel Augenbraue. Nicht fehlen darf die wasserfeste Spachtelmasse (Shiseido, leider discontinued, daher nicht im Bild).

Und so trägt man den Blush auf: Weiterlesen…

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TOM FORD BEAUTY The Ultimate Bronzer TERRA – einfach NEIN

Was habe ich mich geärgert! Im Zuge einer 20% Aktion bei Douglas bestellt, mich irre gefreut, Paket aufgerissen…

An dem Tag hatte ich auch endlich die böse böse Zahn-OP, ein Implantat setzen, das allerdings halb so schlimm war. Ein paar mal leises bohren, nähen, fertig. Vor lauter Päckchen-auspack-Vorfreude vergaß ich allerdings meine Wange umgehend zu kühlen und so schwoll ich ein wenig an. Genauer gesagt: Auf die Größe eines Kürbisses, allerdings nur einseitig. Heute hier – kein Photo!

Da kam der Bronzer da nur recht, um aus den Kürbis einen – GOLDGLITZERNDEN Kürbis zu machen!

NEIN.
Nein, weil das Produkt mitnichten etwas mit dem anderen Bronzer, der auch Terra heißt, etwas zu tun hat. Die Farbe Terra bei diesem Bronzer ist orangig-braun, recht hell, mitnichten kühl.So sehen alle anderen Bronzer ehrlicherweise auch aus, überhaupt fielen mir hundert Produkte ein, die wenigstens eine Sache besser machen.

NEIN. Die Textur ist nicht matt, verspricht auch keiner, wird aber leider nirgends erwähnt. Da der reguläre Terra aber matt ist, erwartete ich zumindest eine seidige Textur, der sichtbare Schimmer jedoch ist viel zu viel.

NEIN. Die gebackene Textur ist an sich toll und enthält kein Talkum – aber leider Bismuthoxichloride. Irgendwie hat sich das nicht gut angefühlt auf meiner Haut, ein wenig pieksig, dabei hatte ich die Hoffnung dass ich dass direkt auf die Haut geben kann, ohne Grundierung verwenden zu müssen. Ist ja auch mal ganz schön, auch wenn ich mein ALVA Puder nach wie vor liebe.

Muss dazu sagen, dass meine Freundin dieses Monstrum ebenfalls hat und es sehr liebt. Und auch gut verträgt. Ich habe hingegen einfach den STINKNORMaLEN BRONZER TERRA nochmals bestellt. Da es nunmehr sechs Bronzer von Tom Ford gibt, wünsche ich Euch viel Spaß beim Shoppen, guckt genau hin!

Übrigens – die Rezensionen im Netz machen meines Erachtens NICHT darauf aufmerksam, dass es sich dabei um völlig andere Farben bei dem neuem Produkt handeln. Temptalia sage ich nur mal so.
So, und jetzt nach so so vielen großen Buchstaben sage ich Tschüssi, bis zum nächsten Mal. Mein Gesicht ist übrigens abgeschwollen, der Tom Ford Bronzer Terra trocken weggepackt (war nur ein Nachkauf!) und ich bis auf weiteres geheilt von Blindkäufen.

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