Ok Boomer: Personen des Jahres Greta Thunberg und Sumak Helena Gualinga

Da hängste nun: Zu jung um die Boomer Privilegien bekommen zu haben und zu alt, um bei Fridays for Future noch was zu reißen. Stattdessen geht unsereiner arbeiten und zahlt Steuern und würde wollen, dieses politische Engagement, ist aber erschöpft zwischen Schulkinder und Meetings und Steuererklärungen. Die Boomer genießen das Leben auf vollen Kreuzfahrtschiffen, Greta Thunberg in vollen Deutsche Bahn Zügen, und Sumak Helena Gualinga, die aus Ecuador stammende Umweltaktivistin, im Amazonas Gebiet, so lange es den noch gibt, wenn sie nicht gerade politisch unterwegs ist.

Greta Thunberg und Sumak Gualinga stehen stellvertretend für eine Generation, die nur noch zu verlieren hat. Und sie haben die Schnauze voll. Während die Hippies gegen den Krieg aufmarschiert sind, ist das die Generation, die de facto gegen den Kapitalismus aufmarschiert. Natürlich ist die Ambivalenz vorhanden, Mittel und Strukturen des Kapitalismus zu verwenden um genau das zu tun, aber das ist kein Punkt, den man kritisieren darf, denn er gehört zum Spiel dazu.

Als Personen des Jahres beschämen sie zurecht und mit aller ihrer Wut diejenigen, die am System teilnehmen – und die Boomer! Ich bin auch eine Teilnehmende, und ich weiß darum und finde es gerechtfertigt, beschämt zu werde. Mein Mikrokosmos ist zwar über dem Durchschnitt reflektiert und umweltbewußt, ich arbeite sogar an ein Nachhaltigkeitsthema wie Sustainable Ambient Computing, nichtsdestotrotz ist das ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und es entlässt mich und uns nicht aus der Verantwortung.

Ich verbeuge mich vor dieser Generation, die zwar im Luxus und Wohlstand aufwächst, sich jedoch dafür entscheidet, zu kämpfen und zu verzichten, obwohl sie es nicht tun muss. Und eine gewisse Indifferenz an den Tag legt dem Konsum gegenüber (muss man sich erst leisten können, aber trotzdem verzichten viele Menschen nicht).

Für mich sind alle diese jungen Menschen Personen des Jahres und des angehenden neuen Jahrzehnts.

I got your back. Ich arbeite dafür, dass Ihr es tun könnt. Danke.

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Warum #RegrettingMotherhood eine Gefahr für Deutschland ist

Komme ich jetzt mit einer Verschwörungstheorie um die Ecke? Als 2016 das Thema aufkam, blieb verdammt wenig in den Medien hängen; eine Bloggerin, die als hochsensible Person aus ihrem Leben berichtet, erwähnt das Thema; eine andere Bloggerin versucht die Perspektive eines Kindes aufzugreifen. Die Zahlen sind unterirdisch, das Thema muss also absolut tabu sein, denn laut Aussage einer Anwältin sind es meistens die Frauen, die die Männer verlassen, und aus finanziellen Gründen allerdings die Kinder bei sich behalten (müssen). Und vielleicht nicht immer wollen?

Stellt Euch vor, wie sich alles ändern würde: Auf einmal sind es nicht mehr Millionen alleinerziehende Frauen als Mütter, die von Hartz4 ohne ein Cent und ohne Entlastung des Vaters/Väter der Kinder kämpfen müssen, sondern MÄNNER/VÄTER; es wären nicht mehr Männer, die sich vor Unterhaltszahlungen drücken können, sondern Frauen; es wären Frauen, die am Arbeitsmarkt einfach da wären, während die Männer kürzer treten müssen, weil das System in Deutschland es nicht ermöglicht, Familie und Erwerbsleben zu vereinbaren.

Was wäre los? Was wäre los, wenn Frauen laut ausrufen “ich will diese Familienlüge nicht mehr”, und einfach gehen würden, wie SO EIN MANN?? Was würde passieren, wenn auf einmal die Rollen vertauscht wären?

Das System würde kollabieren.

Ein sehr guter Artikel/Aufsatz ist hier als Podcast zu finden, allerdings auf Englsich. Er benennt in wesentlichen alle Punkte, die damit in Zusammenhang stehen. Die Autorin ist Liza Caruana-Finkel, eine maltesische Feministin und Pro-Choice Aktivistin.

https://www.islesoftheleft.org/on-regretting-motherhood/

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#RegrettingMotherhood und andere schockierende Dinge

Letztes Jahr bin ich vierzig Jahre alt geworden. Meine Kinder sind zwei und sechs.
Alles ist toll. Ein toller Partner, der einem der Rücken frei hält; ein sicherer und gut bezahlter Job, der mit den deutschen Kita-Zeiten vereinbar ist; gute Freunde und ein verlässliches soziales Netz.

Und dann war ich auch noch da. Weiterlesen…

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Das erste Mal: Familienhotel

Familienhotel ist der nackte Alptraum. Wer ein probates Verhütungsmittel braucht oder sich letztmalig für oder gegen Sterilisation entscheiden muss, sollte es mal fünf, nein, besser zehn Tage in so einer Anlage aushalten. Das wäre übrigens ist der erste Ratschlag, den ich geben kann: Ausflüge machen! Am besten alleine… und mit dem Flieger, und auf das nächste Kontinent.
Nein, im Ernst – das ist eine Geschichte von Kulturschock, unerwartet kaltem Wetter und ungesalzenem Pommes. Weiterlesen…

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