LISA ELDRIDGE The Foundation No. 6 – the hype is real

Ich werde ewig der feinen New Yorker Dame dankbar sein, die mir Lisa Eldridge empfahl. Sie schwört auf alle ihre dekorativen Produkte, und so habe ich nach und nach einiges bestellt. Man kann sich sehr gut online beraten lassen und man bekommt auch Muster gesendet, was bei 40 Nuancen zur Auswahl nicht das schlechteste ist.

Schwärmen will ich! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll <3

– Die absolut nicht spürbare Textur? Als ob man nichts im Gesicht hätte!

– Die traumhaft gute Haut am Abend nach dem Gesicht waschen? Keine Pickel und keine schuppige Haut, keinerlei Hautprobleme, egal wieviele Tage hintereinander sie verwendet wurde.

– Die krasse Ergiebigkeit? Ein Tropfen reicht aus, um drei Gesichter zu tünchen, weshalb ich sie mir in einem winzigen Container abgefüllt habe, denn ich brauche davon sehr wenig, und kann sie mit den Fingern auftragen.

– Das Finish? Eine leuchtende Haut. Nicht glänzend, nicht glossy, nicht speckig, nicht weich, einfach von innen heraus glänzend.

Ich höre ja schon auf…

Natürlich liegt es auch an der guten Hautpflege vorweg, gut gecremte, regelmäßig gepeelte Haut, und ordentlich feuchtigkeitspendender LSF. Ja, diese Foundation verträgt sich sogar mit meinen Sonnenschutz, bzw. mit allen drei davon, die ich so nutze; und auch mit drölfzig Cremes darunter. Ich nutze das Produkt mittlerweile ein halbes Jahr und habe noch nie so gerne und so oft eine Foundation benutzt.

Das einzige, meines Erachtens aber völlig irrelevante Manko ist die fancy Verpackung. Der ovale Glasflakon ist nervig. Trotzdem, bestens investierte 53 Euro, denen ich keine Träne nachweine. Wird zum Sommer in einer weiteren Farbe nachgekauft, sollte ich “bräunen”.

Creamblush aus Lippenstift

Eigentlich ein total trivialer Trick, den ich nur aufgegriffen habe, um meine unzähligen Lippenstifte aufzubrauchen, wenn es sehr schnell gehen soll.

Dafür braucht mensch einen Lippenstift und einen flüssigen Highlighter. Wer sich da die Foundation gespart hat, aber nicht den Sonnenschutz, hat bereits eine gut gepflegte Haut.
Dann direkt unter dem Auge Richtung Schläfe ein paar Striche des Lippenstifts malen, und einen Tropfen Highlighter auf dem Wangenknochen hinzufügen.
Finger nehmen und schön nach oben und zum Haaransatz verblenden.

Tadaa, fertig. Wer da ein bisschen zu viel erwischt hat, kann mit einem Hauch Concealer korrigieren.

Zack, Geld gespart, zumal Creamblushes nur in ein paar Farben daherkommen.

GEEK & GORGEOUS A-Game 5 – Retinal, geeignet für empfindliche Haut

Retinol und ich sind keine Freundinnen, aber Retianl und ich schon – wobei auch hier der Start schwierig war.

Das Produkt habe ich definitiv bei Instagram empfohlen bekommen, leider weiß ich gerade nicht von wem. Und das es nicht so teuer ist, habe ich es mal beim bösen A bestellt (ich habe die bösen Links auf der Seite, und verdiene 8 Cent an Deiner Bestellung LOL) und es mal ausprobiert.

Nur ein bisschen nehmen! Joa, aber das bisschen war tatsächlich nur ein Reiskorn und es hat nix gemacht. Ein bisschen mehr – also eine Erbse, eine ordentliche, und vorsichtig auf das trockene!!! Gesicht auftupfen, Hals und Nacken nicht vergessen. Mein Nacken sieht alt aus, da ich kurze Haare habe und nie drana gedacht habe, da LSF drauf zu packen, jetzt wird halt rumgedoktort.

Anschließend kann man sich noch ein bisschen was drauf klatschen oder es lassen.

Und wenn man das Zeug auch NICHT jeden Tag verwendet, ist es super! Am nächsten Tag sah ich frische gebügelt und gebleicht aus. Wahnsinn. Aber einen zweiten Abend auf gar keinen Fall, dann rächt sich meine Haut und zeigt mir alle Mittelfinger, die sie hat.
Todesmutig habe ich das auch auf die Augenfältchen drauf gepackt, und ja, auch da gibt es einen Effekt.

Alle vier Tage ist okay, mehr nicht – und natürlich nur Abends. Als Wudnermittel gegen alles taugt es nicht, ich habe weder alle meine Rötungen, Unreinheiten noch Falten wegbekommen, aber man sieht einen Effekt.

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der nicht durch ein mildes Säurepeeling ebenfalls mittelfristig erreicht werden kann. Sei es drum – ich empfehle es für empfindliche Haut.

Und ab einer gewissen Faltentiefe – präventiv halte ich solche Bomben für nicht sinnvoll, es ist besser, die Haut gut zu pflegen als mit solchen Keulen zu schwingen, zumal in jungen Jahren. Wie es sich auf Akne auswirkt kann ich nicht sagen, dürfte zu reichhaltig sein. Wie gesagt, für wenig Geld ein wirklich gutes Produkt!

Betriebsblind oder einfach verändert?

Nach dem epischen Fail beim letzten Kauf von Foundation (Wandweiß war nicht ganz das richtige…) und auch einigen hellen Oberteilen, musste ich mich etwas besser mit meinem Spiegelbild auseindersetzen.

Irgendwie war ich früher viel heller im Gesicht. Und da habe ich keinen LSF verwendet. Jetzt bin ich zwar mit viel besserer Haut gesegnet, dank unzähliger Produkte wie Retinal, Panthenol und Hyaluron, aber auch… röter im Gesicht, gelber und insgesamt dunkler. Meine Haare sind dunkler, im Licht sieht man jedoch die hellere, rötliche Nuance von früher (ich bin trotzdem kein warmer Farbtyp). Sommerbräune? Eher nicht.

Nachdem ich mich interessiert im Internet rumtrieb und mich eingelesen hatte, holte ich meine Profi-Palette raus, mit der ich Foundations und Concealer für Kund*innen mische.
Ordentlich in den grünen Top reingegriffen, und voilá! ES IST EINE OLIVE!
Moi, ich bin ein olivfarbener Typ, was meine grün-gelben Ellenbogen sehr eindeutig beweisen. Aber eine gelbe Olive.
Desweiteren habe ich viel weniger chemisches Peeling verwendet, wodurch meine Haut viel dunkler wirkt. Auch die Alterung der Haut macht sich im Verlust der Farbe und Leuchkraft bemerkbar.

Ja, frau wird betriebsblind, das weiß ich von meinen Kundinnen, die seit 20 Jahren die selbe Foundationfarbe benutzen, die einfach nicht mehr passt.
Der blöde Spruch: “Veränderung ist die einzige Konstante” ist zwar blöd, aber auch wahr.

…natürlich musste ich mich jetzt meiner eigenen Dienstleistung unterziehen und meine Schminke neu sortieren, die Foundations neu finden, und mir gründlich überlegen welche Optik denn nun passt.

Das war gar nicht weiter schwer, meine Sammlung ist groß genug. Aber die Optik an sich – das ist eine interessante Sache. Es gibt ja nicht wirklich individuelle Styles, denn wir unterliegen in unseren Wahrnehmung der kulturellen Ästhetik, dem “male gaze” und natürlich dem internalisierten Ageismus und Klassismus. Man kann sich davon nicht frei machen, aber man kann sich dessen etwas bewusster annähern und dann überlegen, was einem gefällt. Was man mit bestimmten Dingen assoziiert – gerade bei kurzen Haaren und Brille. Wer man ist – geschenkt, das weiß man, aber wie möchte man wahrgenommenen werden? Damit kann man spielen, aber man kann es auch relativ straight signalisieren.

Neulich sagte mir ein enger Freund, ich würde viel besser wirken – sicher, souverän und stark. Das fand ich sehr interessant, denn das sind alles Sachen, die ich von meiner Warte aus gesehen eher kritisch betrachtet habe, während die Außenwirkung absolut positiv ist. Starr und unflexibel? Nein, sicher und souverän. Dick? Stark – und gesund.
Da sind ganz viele systemische und aufoktroyierte Dinge in meiner Wahrnehmung, die ich gerade dabei bin neu zu sehen und zu bewerten.

Also, es ist vielleicht “nur” eine neue Foundation oder ein neuer Lippenstift, aber es ist auch ein komplettes Seelenleben – lassen wir uns da nix einreden. Dafür braucht es den Lippenstift vielleicht nicht, aber ich, ich mag und “brauche” den als Transitionshilfe.

Die nächste Herausforderung sind die kurzen Haare: Ein Haarschnitt passend zum Alter, aber nicht zu konservativ. Und nicht zu “frech” und flippig oder erzwungen cool. Ich bin nicht mehr cool, ich bin jetzt nämlich waise. Immer noch eine Intelektuelle, aber auch eine Tussi. Elegant, aber mit derben Stiefeln. Würde ich ein Buch schreiben, hieße es “Dazwischen” – nein, ich werde kein Buch schreiben.

Auf alle Fälle wird es mit Ende 40 nicht die einzige Veränderung bleiben, es ist ja eine Transition, die länger dauert; man sollte keine extremen Entscheidungen treffen in dieser Zeit, so viel ist sicher. Und die eigene Betriebsblindheit sollte man immer wieder hinterfragen, mit Freund*innen und mit Profis.

ESTEÉ LAUDER Pure Color Explicit Slick Shine Lippenstift Score to Settle 915 – Review

Was ist das wieder für ein Name?!

Der edle Lippenstift in schmaler, metallisch-gerippter Hülse ist die übersehene, aber viel coolere Schwester des Tom Ford Slim Lippenstifts.

Je nach Farbe schon ab 25 Euro, gibt es die Lippenstifte mit gerade mal UNTER einem Gram in glänzend oder in matter Textur. Leider nicht nachfüllbar.

Absolut nichts auszusetzen: Tolle Textur, tolle Farben, wenn auch nicht so viele, tolles Verapckungsdesign. Edle Haptik und so. Gute Pimentierung, trocknet nicht aus, ist aber etwas zu cremig für meinen Geschmack und hält nicht – da sollte man bei den matten Lippenstiften schauen. Denn ich habe die krasseste aller Farben ausgesucht: Fuchsia!

Score to Settle ist eine Farbe für blasse Gesichter, und so trage ich das im Winter mit Vergnügen. Im Sommer und mit Farbe ist das aber auch nicht so schlecht: