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You got the glow – haruharu Wonder Black Rice Probiotics Barrier Essence

Ich habe sehr lange keine Kosmetik mehr thematisiert, aufgrund der Nachfrage muss ich aber zumindest eines der wirklich guten Produkte, die ich nutze, etwas genauer vorstellen. Obwohl mich die Verpackung wahnsinnig nervt – immerhin ist sie sehr stabil, wenn sie einem aus der Hand rutscht und auf Fliesen knallt, geht sie nicht kaputt. Frag nicht, woher ich das weiß…

Die Lotion ist eine sehr stark verdünnte Creme, die schnell einzieht und die Haut sehr glatt macht. Das liegt an den billigen Zutaten, die da wären ein richtig gut emulgiertes Sonnenblumenöl. Passt schon! Am meisten zahlt man eh für den nervigen, schweren Flakon. Ich kombiniere darunter ein Serum mit viel Glyzerin, versigele es quasi mit der Lotion und an manchen Tagen haue ich noch eine zusätzliche Creme obendrauf. Sonnenschutz UND/ODER Make-up gehen hervorragend dazu (ich verwende Beauty of Joseon Aqua und Lisa Eldridge Foundation).

Für eine extrem glatte Nummer packe ich eine Creme mit Silikon darüber, damit erreiche ich dann tatsächlich dieses Glas-Skin Effekt. Dazu noch eine runde glitzernder Bronzer, tadaa, fertig ist das Anti-Winter-Gesicht!

Gerade jetzt im Winter wirkt mensch fahl und grau, das Licht fehlt und die Feuchtigkeit in der Haut. Dazu kommt bei Frauen der Irrglaube, dass Puder ab 40 Jahren immer noch ein Ding sei. Maximal auf Stirn zwischen den Augenbrauen und auf der Nase und das auch nur für Fotos. “Glow” ist kein Hype, sondern bezieht sich auf gesunde, glatte Haut. Geht mit Botox übrigens hervorragend, sind wir ehrlich.

Dieses Produkt ist meiner Meinung nach zurecht gehypt, ich finde es aber nicht ganz günstig. Gekauft habe ich es tatsächlich erst, nachdem ich wirklich viele Berichte und Herzensempfhelungen gelesen habe, denn gehypt wird ja wirklich viel.

Wer das mal ausprobieren möchte kann es hier über meinen bösen A Link bestellen https://link.amazon/B0aNFhmmX – ich muss gestehen, ich nutze das selbst um einzelne Produkte auszutesten. Was dann in meiner Routine bleibt, wird dann erbarmungslos in großen Mengen beim günstigsten Anbieter nachbestellt.

Niemand kauft sich mehr glücklich

Ich bin Niemand. Scherz beiseite, der Umsatz der Luxuskonzerne ist eingebrochen. Die Modeindustrie kratzt an den Bildschirmen der potentiellen Kundschaft, und diese antworten “du kommst hier nicht rein”.

Die Beautybranche? Da gebe ich gerne ein Beispiel: Der Vertreiber von Luxusparfums verklagt gerade Beauty Influencer, die statt 400 Euro Parfums deren günstigeren No Name Geschwister empfehlen. Ist übrigens ein Mann, die Chefin davor hat einfach großzügig Pakete verschickt, was viel besser funktioniert hat.

Insgesamt ist also die Konsumbereitschaft gesunken. Alles, was unnötig ist, wird ausgesetzt, bis auf Urlaub, da bleibt Deutschland Reiseweltmeister.

Physische Läden sind mittlerweile eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme, und bis auf mein Luxus-Edeka, der gerne brechend voll ist, sehe ich nicht mal die üblichen gelangweilten Shopper*innen.

Warum? Weil “Niemand” nun mal die Kaufentscheidungen treffen und es sich dabei um Frauen handelt. Wenn selbst meine Freundin, deren Gesichtspflegeserie vierstellig kostet, sich eine Alternative gekauft hat, was definitiv nichts mit ihrem Budget zu tun hat, dann bedeutet das zwei Dinge: Die Leute haben kein Geld mehr UND der Markt ist an den regulären Konsument*innen vorbeigezogen. Lippenstifte für 60 Euro waren skandalös, jetzt kosten sie regulär 52 – der zuverlässigste Indikator, der Lippenstift-Index, hat die Anzeige deutlich auf Rezession.

Die absolut unverständliche Reaktion des Marktes: Mehr Produktion in schlechterer Qualität.

…ja, da weiß ich auch nicht, macht kaufmännisch nicht mal Sinn.

Wir werden keine Bundespräsidentin bekommen

Das ist alles, das ist schon alles. Ich finde, es ist Zeit auch mal auf die Straße zu geben. Wenn ich recht haben sollte, wird die letzte Möglichkeit, zumindest symbolische Politik für die Bürger*innen zu machen, uns zeigen, dass auf uns ähhhhh das WOrt schreibe ich jetzt nicht. Daher – bestellt Euch schon mal Ausrüstung gegen Tränengas, der bewirkt bei Frauen Blutungen bzw. Verletzungen der Reproduktionsorgane.

…

Komponistinnen und ihre Werke

Eleanor Alberga – Animal Banter for Piano

Grażyna Bacewitz – Piano Quintet

Amy Beach – By the Still Waters

Margaret Bonds – Troubled Water

Lili Boulanger – Trois Morceaux pour Piano

Unsuk Chin – Etudes for Piano

Rebecca Clarke – Sonata for Piano and Viola

Valerie Coleman – Requiem Milonga for Flute and Piano

Jean Louise Farrenc – Piano Quintet

Sofia Gubaidulina – Chaconne for Piano

Donia Jarrar – Gaza Suite

Missy Mazzoli – Bolts of Loving Thunder

Fanny Mendelssohn – Easter Sonata

Angela Morley – Reverie for Violin and Piano

Florence Price – Piano Quintet in A Minor

Clara Schumann – Piano Trio

Undine Smith-Moore – Before I’d be a Slave

Yuko Uebayashi – Sonata for Piano and Flute

Galina Ustvolskaya – Grand Duo Concertant for Cello and Piano

Das sind nur Beispiele für ihre Werke – und so wie wir keine Bücher mehr von Männern lesen, müssen wir auch keine Musik mehr von Männern hören. Es wird schwierig? Ich denke, da oben wird sich was finden… ich nehme auch gerne Tipps entgegen!

Bist du gerne eine Frau?

Ich habe gerade Dream Count gelesen, wie so oft ein einem Atemzug: Chimamanda Ngozi Adichie, einen Namen den ich aus dem Kopf richtig schreibe. Es geht um vier Frauen; keine leichte Kost, obwohl es viel um das privilegierte Leben reicher Frauen geht.

Einmal hat ein Mann versucht, mich zu beleidigen, indem er mir nicht einfach nur Misandrie vorwarf, sondern sagte: “Du wärst wohl gerne ein Mann, hättest wohl gerne einen Schwanz.” Schwanzneid. LOL!
In Dream Count lebt eine Frau ihr Leben wie ein Mann, und ich habe mich an dieser versuchten Beleidigung erinnert, mit der Frage, ob das nicht etwa stimmte. Oh, ich wäre ein guter Mann, ich wäre ein misogynes Schwein und Schürzenjäger, ich würde viel Geld verdient haben und dabei empathielos andere aus dem Weg gekickt haben, ich wäre übergewichtig und kurzatmig und vermutlich in zehn Jahren tot. Das Produkt meiner Sozialisation.

Dabei bin ich gerne eine Frau! In einer ungerechten Welt bin ich es, in der ich für alles mehr zahle, weniger verdiene, weniger Rechte habe und stets leiden muss. Um meine Freundin zu zitieren: Mein Leben ist so viel bunter und schöner, weil ich eine Frau bin. Weil ich Emotionen haben darf, und sie mir keine Angst machen; weil meine Verantwortung so monumental groß ist, dass sie allumfassend ist und die mich deswegen nicht ängstigen kann, weil ich meiner Macht in der Ohnmacht, trotz allem, bewusst bin. Weil diese Macht nun mal andere so sehr ängstigt, dass sie deswegen Religion erfinden und Kriege führen – nicht, dass das etwas Gutes ist. Aber eben, als Mann hat man immer Angst vor anderen Männern, will sich mit denen messen, will Verantwortung tragen und scheitert permanent daran, und heulen ist auch verboten. Eigentlich wissen Männer ganz oft nicht, was sie tun, das wurde auch in diesem Buch ersichtlich, zumindest nicht, wenn es um zwischenmenschliche Aspekte geht. Interessanterweise wissen sie es aber gar nicht.

Ich bin gerne eine Frau, auch wenn das mit Lebensgefahr einhergeht, ich bin gerne eine schöne Frau, auch wenn es kostet, ich bin gerne eine Mutter, auch wenn es schlaucht, ich bin gerne eine Frau. Im chinesischen Alphabet besteht das Zeichen für “gut” aus Mutter mit Kind – ich bin gerne gut. Was die westliche Philosophie als summum bonum bezeichnet, haben andere schon lange vorher verstanden.

Jetzt brauchen wie einfach Frieden zwischen den Geschlechtern, um uns dem eigentlichen zu widmen: Klassenkampf.