Willkommen auf dem ersten Beautyblog weltweit – seit 2005

Du willst Sichtbarkeit?
Ich arbeite als Stilberaterin aka Personal Stylist & Beauty Coachin.
Du willst Entertainment? Scroll runter.
Ich schreibe getreu dem Motto “Das Private ist politisch”.


Die Lippenstiftkasse für die Texte
P A Y P A L ❤️ M E

Transparenz: Die Webseite wird durch Werbeeinnahmen und Spenden finanziert.

Mein Insta:
https://www.instagram.com/andreeatribel/

Wir werden keine Bundespräsidentin bekommen

Das ist alles, das ist schon alles. Ich finde, es ist Zeit auch mal auf die Straße zu geben. Wenn ich recht haben sollte, wird die letzte Möglichkeit, zumindest symbolische Politik für die Bürger*innen zu machen, uns zeigen, dass auf uns ähhhhh das WOrt schreibe ich jetzt nicht. Daher – bestellt Euch schon mal Ausrüstung gegen Tränengas, der bewirkt bei Frauen Blutungen bzw. Verletzungen der Reproduktionsorgane.

…

Komponistinnen und ihre Werke

Eleanor Alberga – Animal Banter for Piano

Grażyna Bacewitz – Piano Quintet

Amy Beach – By the Still Waters

Margaret Bonds – Troubled Water

Lili Boulanger – Trois Morceaux pour Piano

Unsuk Chin – Etudes for Piano

Rebecca Clarke – Sonata for Piano and Viola

Valerie Coleman – Requiem Milonga for Flute and Piano

Jean Louise Farrenc – Piano Quintet

Sofia Gubaidulina – Chaconne for Piano

Donia Jarrar – Gaza Suite

Missy Mazzoli – Bolts of Loving Thunder

Fanny Mendelssohn – Easter Sonata

Angela Morley – Reverie for Violin and Piano

Florence Price – Piano Quintet in A Minor

Clara Schumann – Piano Trio

Undine Smith-Moore – Before I’d be a Slave

Yuko Uebayashi – Sonata for Piano and Flute

Galina Ustvolskaya – Grand Duo Concertant for Cello and Piano

Das sind nur Beispiele für ihre Werke – und so wie wir keine Bücher mehr von Männern lesen, müssen wir auch keine Musik mehr von Männern hören. Es wird schwierig? Ich denke, da oben wird sich was finden… ich nehme auch gerne Tipps entgegen!

Bist du gerne eine Frau?

Ich habe gerade Dream Count gelesen, wie so oft ein einem Atemzug: Chimamanda Ngozi Adichie, einen Namen den ich aus dem Kopf richtig schreibe. Es geht um vier Frauen; keine leichte Kost, obwohl es viel um das privilegierte Leben reicher Frauen geht.

Einmal hat ein Mann versucht, mich zu beleidigen, indem er mir nicht einfach nur Misandrie vorwarf, sondern sagte: “Du wärst wohl gerne ein Mann, hättest wohl gerne einen Schwanz.” Schwanzneid. LOL!
In Dream Count lebt eine Frau ihr Leben wie ein Mann, und ich habe mich an dieser versuchten Beleidigung erinnert, mit der Frage, ob das nicht etwa stimmte. Oh, ich wäre ein guter Mann, ich wäre ein misogynes Schwein und Schürzenjäger, ich würde viel Geld verdient haben und dabei empathielos andere aus dem Weg gekickt haben, ich wäre übergewichtig und kurzatmig und vermutlich in zehn Jahren tot. Das Produkt meiner Sozialisation.

Dabei bin ich gerne eine Frau! In einer ungerechten Welt bin ich es, in der ich für alles mehr zahle, weniger verdiene, weniger Rechte habe und stets leiden muss. Um meine Freundin zu zitieren: Mein Leben ist so viel bunter und schöner, weil ich eine Frau bin. Weil ich Emotionen haben darf, und sie mir keine Angst machen; weil meine Verantwortung so monumental groß ist, dass sie allumfassend ist und die mich deswegen nicht ängstigen kann, weil ich meiner Macht in der Ohnmacht, trotz allem, bewusst bin. Weil diese Macht nun mal andere so sehr ängstigt, dass sie deswegen Religion erfinden und Kriege führen – nicht, dass das etwas Gutes ist. Aber eben, als Mann hat man immer Angst vor anderen Männern, will sich mit denen messen, will Verantwortung tragen und scheitert permanent daran, und heulen ist auch verboten. Eigentlich wissen Männer ganz oft nicht, was sie tun, das wurde auch in diesem Buch ersichtlich, zumindest nicht, wenn es um zwischenmenschliche Aspekte geht. Interessanterweise wissen sie es aber gar nicht.

Ich bin gerne eine Frau, auch wenn das mit Lebensgefahr einhergeht, ich bin gerne eine schöne Frau, auch wenn es kostet, ich bin gerne eine Mutter, auch wenn es schlaucht, ich bin gerne eine Frau. Im chinesischen Alphabet besteht das Zeichen für “gut” aus Mutter mit Kind – ich bin gerne gut. Was die westliche Philosophie als summum bonum bezeichnet, haben andere schon lange vorher verstanden.

Jetzt brauchen wie einfach Frieden zwischen den Geschlechtern, um uns dem eigentlichen zu widmen: Klassenkampf.

All men

Wir haben keine Tischreservierung im Brauhaus, aber nach einem abschätzenden Blick auf unseren Schmuck bekommen wir einen großen Tisch zugewiesen, mit der Vorwarnung, dass sich andere später dazu setzen können. Im immer lauter werdenden Raum und mit Zunahme der nicht abgeräumten Bierkrüge auf unserem Tisch, werde ich zunehmend abgelenkter und beginne, den Raum zu beobachten. Meine sehr schöne Freundin wird von diversen Tischen beäugt, redet aber weiterhin konzentriert mit mir. Ich höre zu, während ich weiter den Raum scanne und zwischendurch auf Leute aufmerksam mache.
Ein Paar setzt sich zu uns, die Dame neben mir, der Partner ihr gegenüber, im respektvollen Abstand zu meiner Freundin. Wir fangen an zu reden und stellen fest, dass die Dame ebenfalls aus Hamburg kommt. Mehr Bierkrüge, eine Gruppe kommt und die Dame verabschiedet sich zu ihren Freund*innen, während der Mann sitzen bleibt, nun in einer Unterhaltung mit meiner Freundin vertieft. Es ist sehr laut, ich verstehe das Gespräch akustisch nicht und lehne mich etwas zurück. Der Mann sitzt mir nun gegenüber und hat sich Richtung meiner Freundin körperlich über den halben Tisch ausgebreitet. Nicht bedrohlich, sondern sehr.. interessiert. Hochgradig irritiert beobachte ich seine aufgerissenen Augen und den nach vorne gelehnteen Oberkörper, die Arme kurz davor zuzugreifen. Meine Freundin hat offensichtlich kein Interesse und wirkt gelangweilt, ohne seine Avancen auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Der Typ schiebt ihr einen Zettel mit einer Telefonnummer zu, ihren Namen hat er schon erfragt. Steht auf und geht zur seiner Lebensgefährtin (!!) zum Tisch und ward nie wieder gesehen. Verblüfft frage ich meine Freundin, ob er sie vor den Augen der Lebensgefährtin angebaggert hat, nur um mir zu bestätigen, was ich dort gesehen habe.

Die Dunstabzughaube geht geräuschvoll an und das dazugehörige Rohr bläht sich auf. “Sehen Sie, die funktioniert doch!” sagt der Eigentümer geringschätzig. Ich halte die Hand darunter, spüre nicht den Hauch eines Luftzugs, will ansetzen und antworten, als mein Mitbewohner einschreitet: “Ja, das Rohr zieht es ja ab wenn es sich bewegt, und da ist auch der Kaminschacht.” Ungläubig drehe ich mich um, und bleibe sprachlos.

Wutenbrannt schleudert sie ihm alle Worte entgegen, in allen drei Sprachen, die sie kennt. Es ist ein Versöhnungsgespräch, begleitet von Freunden. Der Mann kniet auf den Boden und bettelt “lass mich zurückkommen, wir sind doch eine Familie, ich will die Kinder sehen”. Minuten zuvor hat er gestanden, drei Affären mit Kolleginnen gehabt zu haben und auch in der Zeit, wo er auswärts gearbeitet hat, mit einer anderen Frau Sex gehabt zu haben “es war nur Sex”. Sie ahnte, dass er sie bescheißt, und hatte schon längst einen Plan, aber das zu hören, die wahren Ausmaße, dazu die verlogenen Tränen während er sein Gesicht auf ihr Oberschenkel legt, als sei sie Mutter Maria. Wie lange hatte er sie angelogen? Sie, die schon von ihrer Familie gewarnt wurde, sie sei zu gut für ihn? Sie steht auf, schreiend, stößt ihn weg – der andere Man zieht sie zurück und hält sie fest, während Scham und Unglauben aus ihrem Mund erbrechen. “Hey, lass ihn in Ruhe!”

Das sind kleine Sachen. Es sind die Lügen, das Wegschauen, der Vertrauenbruch. Männer, die andere Männer schützen, statt das Opfer. Es sind Männer, die bei misogynen Witzen unangenehm berührt schweigen. Die wissen, dass ihr Kumpel die Frau, die vor ihnen sitzt, betrügt. Die lieber anderen Männern zustimmen. Die Bibelzitate bringen, nach der die Frau den Mann verführt hat, weshalb er unschuldig sei.
Es sind Männer, die eine emotional verletzliche Frauen zu Sex überreden, und ihr Zögern abtun. Männer, die sich nicht einmischen wollen, weil es sie “nichts angeht”. Männer, die ihre Partnerinnen hassen. Männer, die Leichen missbrauchen. Männer, die Verbrechen zusehen. Männer, die ihre Macht missbrauchen. Männer, die andere Männer vergewaltigen, schlagen und umbringen.

Alle Männer. Ich kenne Männer, für die ich früher meine Hand auf die Herdplatte gelegt hätte. Aber würden sie sich auch einmischen oder doch wegschauen? Würden sie Angst haben, den anderen Mann zu “verraten”? Welcher Mann würde wirklich auch vermeintlich kleine Missstände benennen?

“Vertraue keinem Mann” sagt meine Freundin, während sie sich aufmacht. Ich lache höhnisch und werde ernst: “Was machen wir mit unseren Söhnen? Ich habe wirklich Angst, dass sie zu Frauenfeinden werden, gerade weil und wenn sie so starke Frauen wie uns als Mutter haben.” Sie rollt mit den Augen. “Quatsch.”
Sie ist jünger als ich, ich frage mich innerlich ob es ein Generationenproblem ist, während sie schon halb aus der Tür ist. Boomer, Millenials, Gen X. Wann verstehen Männer, dass Frauenfeindlichkeit lediglich ein Instrument ist, um sie gefügig zu halten? Damit sie in den Krieg geschickt werden können? Damit sie sich immer über jemand erheben können, als Ablenkung davon, dass sich andere Männer in Wirklichkeit schon lange über sie erhoben haben?

Ich nehme die Vorhänge ab und stecke sie in die Waschmaschine. “Das Problem ist nicht, was du getan hast, sondern was du nicht getan hast.” Diesen Satz habe ich diese Woche gesagt, getextet, gedacht.

Das Problem ist, was du nicht getan hast.
Meine Vorhänge hängen jetzt höher, sie passen zum Teppich.

Vegan, weil ich kann: Erdnusssauce mit Mie-Nudeln

Das ist natürlich nicht mein Rezept, sondern eine abgewandelte Version aus der chinesischen Küche. Mie-Nudeln gibt es übrigens auch aus Dinkel, kann ich eher empfehlen als Weizen. Udon, Reisnudeln, alles geht.
Die Sauce hält sich in Kühlschrank und kann einfach auf die heißen Nudeln gegeben werden.
Schmeckt auch kalt.

Protein und Eisen? This got you covered.

Zutaten für eine Vorratsportion:
1 Knoblauchzehe (oder mehr LOL)
1/2 Glas Erdnussmus ungesalzen (zB Edeka Bio Eigenmarke)
2-3EL Soajsauce
Limmettensaft
1 EL Ahornsirup
Chilliflocken (nach Geschmack)
Schwarzer Sesam (enthält Eisen!)

Optional: Eine feingeschnittene grüne Zwiebel

Alle Zutaten vermischen. Das war’s!

Hack: Wem Knoblauch und Zwiebel roh zu dolle sind, nimmt diese Zutaten zuerst und gießt ein Hauch kochend heißes Wasser drauf. Danach abgießen. Restliche Zutaten dazu und verrühren, bis die Konsistenz passt. Abfüllen, Kühlschrank, ähnlich wie Pesto nutzen.