Willkommen auf dem ersten Beautyblog weltweit – seit 2005

Seit 2005 die Referenz für einen intellektuellen Zugang zu Beauty & Fashion ❤️
Smart Skills wie Humor, kultureller Kontext und eine reflektierte Haltung ergänzen mein Fachwissen als Publizistin und Personal Stylist & Beauty Coach.
Ich schreibe aus und über meinem Alltag und mein Wissen als Frau ende Vierzig, als politische Person, Kulturwissenschaftlerin, und Unternehmerin.

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Testosteron in den Wechseljahren – meine Erfahrung

(Frauen)gesundheit ist bekanntlich nur interessant, wenn man es monetarisieren kann. Also durch Coachings, Nahrungsergänzungsmittel, oder eben kostenintensive Behandlungen von Symptomen.

Neulich hatte ich wieder ein interessantes Gespräch mit einer Dame, paar Jährchen älter, die eine komplette Wechselsjahrsymptomatik herunterratterte, inklusive Medikation, die jeden Ochsen umhauen würde. Interessanterweise keinerlei hormonelle Ersatztherapie. Ich hob die Augenbraue hoch, ich glaube sie klebt immer noch an meinen Haaransatz, und seufzte innerlich.

SECHS!!!! Prozent der Frauen bekommen laut Statistik überhaupt eine Hormonersatztherapie!! Lass es ein paar Prozent mehr sein mittlerweile, und lass es einige Frauen geben, die keine Probleme haben oder aber nicht dürfen – das heißt, dass unglaublich viele Frauen sich durch diese Scheisse quälen. Das ist unmenschlich und führt zur höchsten Suizidrate, vorzeitigen Behinderungen und natürlich auch vorzeitigen Tod im gehobenen Alter.

Ich sehe gar kein Grund, da was zu sagen/machen… (SARKASMUS)

Es gibt von der britischen National Health Service, das staatliche, öffentlich finanzierte Gesundheitssystem in Großbritannien, mittlerweile online und in einfacher Sprache Leitlinie für die Behandlung mit den derzeitig auf den Markt angebotenen Testosteronprodukten für Frauen in der Perimenopause und in der Menopause, also quasi alle Frauen irgendwann. Kann ja nicht so verkehrt sein. Einfach googeln, es gibt verschiedene Quellen.

Ich habe mir also eine Flasche Testosterongel besorgt, was schon an Kriminalität grenzt, und sie entsprechend den obigen Leitlinien verwendet. Grund: Irgendwie war das Ergebnis der Hormonersatztherapie noch etwas unrund, zudem hatte ich sehr trockene Augen, was mitunter zu Bindehautentzündungen führte, sowie Konzentrationsschwierigkeiten.

Nach einer!! Dosis waren meine Beschwerden am Auge weg.
Nach einigen Wochen merkte ich, dass ich mehr Kraft habe und keinen ständigen Heißhunger.
Nach zwei-drei Monaten bin ich quasi beschwerdefrei, solange ich die restlichen Sachen auch nehme.

Testosteron ist in der Produktion schweinebillig. Aber es wird Frauen einfach vorenhalten.

Männern wird es verschrieben ohne Tests.
Oh, und natürlich wegen Libido – wenn “der Mann” sich über die Unwilligkeit der Partnerin beschwert, reagieren Ärzt*innen auch eher.
…fangt mit dieser Information an, was ihr wollt.

Kunst wird uns nicht retten

Kunst ist die Antwort, war ich der Meinung, die Lösung, ein sine qua non, es wird uns retten. Es rettet vielleicht mich persönlich, aber genauso wie Wissenschaft die Welt nicht rettet, wird Kunst es auch nicht tun können.

Kunst und Wissenschaft bleiben Notwendigkeiten, doch sind sie schon immer, wenn man ehrlich ist, eine genuine Form von Ungerechtigkeit.
Wer kann sich Kunst und Wissenschaft leisten?
Welche Personen sind sich ihrer Privilegien bewusst und setzen sie für mehr Gleichheit ein?
Wie kann Kunst und künstlerische Tätigkeit, dem Menschen immanent, zugänglicher gemacht werden?

Wie immer lautet die Antwort: GELD. Geld in Schulen für Kunstunterricht, Geld in Kulturinstitutionen (nicht um es Intendanten in den Arsch zu blasen!) für kostenlose Eintritte, Geld für Angestellte, damit nicht nur Erb*innen sich solche Jobs leisten können.
Und nein, Kommerzialisierung ist nicht der Weg dazu.

Kunst, und Wissenschaft eigentlich synonym, sind grundlegende Infrastruktur, genau wie Gesundheit oder Wohnungsbau. OOps, habe ich den Finger in die mittlerweile schon kurz vor Sepsis stehene Wunde gelegt?

VICTOR PATRASCAN – Stand up comedy in broken English

Of course I need to write this in my broken English, because I have been part of the very international crowd at the show in Hamburg, and I loved it!

Since it was the first time for me visiting a stand up comedy show, and also feeling pretty confident about my Romanian heritage, I did not hesitate to offer to put myself in the front. Not needed though, because another fella Romanian beauty volunteered and gave us loads of stuff to laugh about.
Don’t worry, you do not get picked by chance, you can just raise your hand and submit something. The beginning of the show is nothing less then some lovely, funny match making, and judging from the very good looking crowd, it’s definitely better than any online dating platform. Turns out, fella Romanian beauty was as crazy as me, I am just medicated.

The lovely bunch of people turned out to have interesting jobs and even more interesting origins. Like the palestinian person and the Israelian activist, as well as the Italian, who saves lives on rescue boats in the Mediterranean. That one came from Italy to Hamburg to see the show! I hope by train, otherwise he would have been responsible for the climate crisis, which is one of the major causes for migration. Yeah, I better leave the jokes to Victor Pătrascan, who is an insanely well educated geography and history nerd, very well travelled and also, dare I say, kindly spirited (bă, mă refer la spirit frumos, om bun și așa…).

The show continued with the main question of the season: WHAT THE FUCK or, intelectually put: What is the biggest problem in the world?

We had the usual suspects/denominators: Capitalism, consumerism, the rich, energy supply. Personally I would have added dicks, but fella beautiful Romanian already rode around it a bit.

So we discussed “proper” things, with suggestions coming from the audience: Culture, wars, humanism. Puns? Plenty! This guy got me gasping for sure. And as an elder LOL with a Romanian upbringing, raised with the worst racism, blatant misogyny and utter ignorance of the surrounding world and culture, I am actually not easy to shock. At one point I had to cover my face in utter disbelief! Me! A grown ass woman!!

You might ask: Is it okay to poke jokes around these topics? This reminded me of a lecture called “Is ist okay to laugh after the Holocaust” that I never visited, but I got the essence of it yesterday, and I am very grateful for that. Sorry folks, you need to go and see it yourself, so you will know!

Also – use your fame to raise others up: Victor Pătrascan introduced a guest and second comedian, who brought some really good puns the crowd would have enjoyed more with subtitles – speaking of broken English and yeah, the crowd means me.

In case you need a date, a good laugh, some LOL CRY or a reason to travel:
https://victorpatrascan.com/

Oh, and the solution to all the world problems, which is obviously humans, is, you guessed it, humans.
My scientist ass would love to add redistribution and degrowth to the solutions, but we are humans: We know, we just don’t do it. Same for wars, for violence, yadda, yadda, yadda.

Safe travel, Victor, it was an honour seeing you! Your schedule matched very well with the Deutsche Bahn, I appreciate LOL

Wechseljahre – dein Problem

ich habe beschlossen, Wechseljahre nicht mehr als Tabuthema und vor allem, als mein Problem zu betrachten.

Ich mach sie zu Deinem Problem!!

Wie so ein Mann, rede ich ständig über mich und entschuldige jegliches Fehlverhalten oder Griesgrämigkeit mit dem Stichwort Wechseljahre. Alle Ärzte müssen sich Vorträge darüber anhören. Ich habe kein Bock?! Tja! Wechseljahre.

Tatsächlich ist das die einzige Möglichkeit, wie es thematisiert wird, und irrsinngerweise profitieren davon, schon wieder, die Männer. Weil man jetzt auf die Idee gekommen ist, dass wenn Frauen hormonelle Veränderungen durchleben, Männer dann wohl auch… ach was. Wieder wird der Augenmerk auf die Männer gelegt – der SPIEGEL greift das Thema Hormone auf und bringt was? Einen Beitrag über die Andropause. Finde ich gut, aber wir sind ja immer noch dabei, Organe bei der Frau zu entdecken. In 2026.

Deswegen – wenn ich als 50% der Bevölkerung ein Problem habe, dann hast Du es auch. Und ich meine damit, dass wir mehr Dinge unbequem machen sollen, damit es Lösungen gibt.

Denn das größte Problem ist leider nach wie vor das Unwissen und die Tatsache, dass es dafür Behandlungsoptionen gibt und nicht alle Personen (egal welches Geschlecht) Hilfe bekommen. Stattdessen wird das Gesundheitssystem mit irrsinnigen Untersuchungen und Behandlungen belastet die primär aber eines nicht tun: Wirklich helfen.

Jemand nannte es neulich eine Methode, alte Menschen los zu werden. Euthanasie light für diejenigen, die sich keine private Versorgung leisten können. Tja – war übrigens ein Mann, der das gesagt hat.