Offener Brief an die Partner

Liebe Partner,

es gibt Dinge im Leben einer Frau, die Ihr vielleicht nicht nachvollziehen könnt. Zum Beispiel warum wir so fasziniert sind von allen diesen Sachen, die glitzern und glänzen. Wir bleiben seufzend vor dem Juwelier stehen (genauso übrigens vor einem Tekkie-Laden!) und schauen uns jede Adelshochzeit an. Die Kleider, und erst der Schmuck! Wir kaufen bei Hess-Natur und träumen von Prada oder Chanel, wir leisten uns mal eine Tasche von Longchamp und träumen von Hermès, wir haben Schmuck aus Silber und manchmal auch Gold und träumen von Südseeperlen in Schwarz, Rosé oder Goldgelb*.

Ich für meinen Teil verstehe es auch nicht wenn mein Partner seufzend und ächzend, nahezu verzweifelt ist, womöglich noch herumspringt, flucht und stöhnt – während Bayer Leverkusen mal wieder die Fresse poliert kriegt (O-Ton mein Papa…). Weshalb kann ein unförmiges, schwarzes Teil mit viel Plastik und vielen Platinen bei Euch nahezu sexuelle Erregung auslösen? Wegen 4 Gigabyte?! DualCore Prozessor? 450 PS? 80DD?

Versteht mich nicht falsch, natürlich sollen hier nicht wieder Klischees breitgetreten werden. Ich liebe RAM, PS und Pamela Anderson, aber ich liebe eben auch Sachen die glitzern. Und weil die Südseeperlen so weit weg sind von unserem Konto wie die 450PS Karosse, begnügen wir uns eben mit kleineren Glitzersteinchen, nämlich solche die uns aus der Gloss-Tube entgegenfunkeln. Sie kommen nie aus der Mode, sie passen immer ob Kleidergrösse 34 oder 54; sie verbrauchen keinen Strom und landen nicht auf den Müll, sie haben keine Unterhaltskosten und schummeln und schön, ohne dass wir dafür auf den OP-Tische gelegen haben.

Sie tun uns erfreuen und glücklich machen – die Hetzjagd und der Sammeltrieb, da kommt alles zusammen. Und weil Frauen die stärkeren Männer sind, geben sie sich dann auch mit dem Besitz, ausführen und anschauen von kleinen Dingen** zufrieden. Lidschattenpaletten, Lipglosse, Puderdöschen.
Mein Gold, meine Perlen.

*Schuhe habe ich explizit ausgenommen.
** Gilt unter Umständen nicht für die Sexualorgane des Partners.

FOTD mit CLARINS – Barocco, Rouge Joli Rhubarb und Skin Illusion Honey

Ich habe nicht so viele CLARINS Sachen – aber es reicht für ein komplettes Face Of The Day oder FOTD wie es die Beauty-Nerds so schick sagen. Bedenkt ich sitze eigentlich am Schreibtisch, es ist verdammt schwer mit einer kleinen Pixe gute Photos von sich selbst zu machen, das ist Kunstlicht und es schluckt etwa 40% der Farbe. Aber für ein bissel Smokey-eyes mit Gold und einem frischen Lippenstift (der ist irgendwie besser als die Chanel Glossimer, nicht ganz so klebrig, und auch “feuchter”!) hat es gereicht. Dazu trage ich das neue Clarins Make-up, wie immer ohne Puder, ohne Concealer diesmal!! und beachtet die ungeschminkte Stirn als Vergleich für mit/ohne Foundation.

Das erste Photo fand ich irgendwie schick, man kann aber nicht viel drauf erkennen… Weiterlesen…

Die Beauty-Highlights 2010

Ein Trilliarde neue Düfte, eine Million neue Make-up Looks und eine Zilllion mehr an Pflegeprodukten sind auch dieses Jahr erschienen. Ich habe ehrlich gesagt aufgegeben, mir alles anzuschauen und versuche daher mittlerweile nur die Highlights heraus zu picken. Natürlich ist es auch eine Frage des Geldes, denn ich bekomme leider nicht alles frei Haus, ganz im Gegenteil. Jedes Jahr wird es also weniger und weniger, wofür ich bereit bin das Geld auf die Theke zu legen. Es muss alles stimmen, Farben, Verpackung, Qualität, Firmenphilosophie am liebsten auch noch.

Gerade was Beauty betrifft, brauche ich nicht die hundertste schillernde, grüne Farbe. Ich mag gerne Make-up, aber ich muss und will es auch benutzen. Ohne wie eine Drag-Queen auszusehen! Frau will schöner aussehen und mit zunehmenden Alter geht die Experimentierfreudigkeit nicht mehr dahin, sich möglichst “shocking” zu schminken, sondern lieber “richtig” gut und frisch oder aber gut und sexy auszusehen.

Was kam und was blieb – Voilá! Weiterlesen…

Countdown to Christmas – Hurra Weihnachtsstress!

Oh du ruhige, besinnliche Zeit… Pustekuchen, ganz offenbar, denn um mich herum sind gerade alle dabei, einen Kreislaufkollaps zu bekommen. Mit gesenktem Kopf und kämpferischer Miene stürmen sie durch die Stadt; sie kämpfen sich von Weihnachtsfeier zum nächsten Meeting, sie stürmen kurz vor Ladenschluss die Geschäfte (besonders gut für den Blutdruck) und spreizen dabei die Ellenbogen, den Gegnern in die Seite rammend. Die sich eigentlich auch nur an der gleichen Kasse anstellen wollten.

Wo zum Teufel ist die Besinnlichkeit? Na, zum Teufel! Ich bekam heute morgen eine SMS die genau das beklagte – meine beste und schönste und klügste aller Freundinnen. Die muss beruflich noch ins Ausland, weiß es immerhin schon seit heute, und die Wahrscheinlichkeit dass sie im Schneechaos irgendwo stecken bleibt ist nicht gering. Wie ich sie kenne, hat sie ihre Weihnachtsgeschenke schon seit dem Frühjahr unterm Bett versteckt – oder?

Nein, das war mal. Je älter man wird, desto plötzlicher stehen solche Feste wie Weihnachten vor der Tür. Man hat im Alltag eigentlich gar keine Zeit daran zu denken. Es kulminiert zuweilen in halbgare Geschenkideen, dessen Einfallslosigkeit nur von den irrsinnigen Summen auf den Kreditkartenauszügen getoppt wird.

Wie schön, wie schön… wie schön war doch Weihnachten! Früher hat man sich zwei Tage mit LEGO-Kram, Büchern oder einfach mit Leuten verschanzt und die Zeit und die Ruhe, ja Besinnlichkeit, genossen. Heute steht man nahezu in der Pflicht, als Erwachsener standesgemäss zu feiern. Essen gehen oder selber kochen, einen Tannenbaum, Familienbesuche, und reichlich Geschenke. Den Tannenbaum und die Geschenke mag ich ehrlich gesagt auch, aber nicht um jeden Preis.

Keine Geschenke ist die übliche und sehr erwachsene Methode mit dem Streß umzugehen. Es werden trotzdem hier und da kleine Päckchen getauscht, und die Erwartung die man nicht haben darf und doch hat ist umso schöner, aber auch wieder – Streß. Sie nicht zu erfüllen wäre schade, man will seine Nicht-Erwartung schließlich auch erfüllt haben.

Es geht also um Vorfreude. Nicht um das Erreichen von Zielen, abgekämpft auf der Zielgerade, im Einlauf kollabierend. Vielleicht muss man sich Weihnachten auch mal selbst etwas schenken. Zeitinseln. Tagträume. Ein schönes Gespräch. Lächeln, Freude.