LCN – kein Nagellack und ich

Irgendwie bin ich im Verteiler von LCN geraten. So weit, so gut. Nagellack. Hm hm. Leider bin ich recht allergisch gegen fast alle Lacke, daher war ich etwas verwundert.
Was mache ich damit? Verteilen, Abnehmerinnen finden sich immer. Ist das Zeug gut, höre ich nie wieder was von – ist das Zeug schlecht, schon eher.

Diesmal war etwas dabei, was mir aber auch sehr gut gefallen hat: Ein Würfel mit vier Lacken, thematisch zusammengestellt. Helloween – und gar nicht gruselig! Die Farben sind sehr schön, und da bereue ich es, keinen grünen Lack tragen zu können (wohl auch nicht zu wollen, ich bin dafür dann doch zu konservativ und bleibe im Rot-Spektrum). Aber schön sind sie, alle vier.

Lachen musste ich allerdings, als ich die Packung öffnete und darin Nagelsticker entdeckte. Tut mir leid, ich weiss diese Fummelei mit Stickern und Nail-Art ist ein tolles Hobby für viele Blogerinnen und allgemein, die geht mir aber völlig ab. Für mich gehört das nach wie vor ins Rotlichtmilieu*, da bin als Hamburgerin einfach so geprägt, denn so etwas hatten früher, so vor 15-20 Jahren, nur die Damen im horizontalen Gewerbe. Die Zeiten ändern sich wohlgemerkt, und es ist heute absolut gängig – auch gerne bei Frauen, die sich gar nicht schminken, ist mir aufgefallen, dann aber wahnsinnig aufwendige Dinge auf den Nägeln haben.


* Entspannt Euch, ich bin einfach nur ehrlich. Heisst nicht dass Ihr Lack-Süchtigen alle Nutten seid. Einatmen, ausatmen. Das war mal vor 20!! ZWANZIG Jahren so! Da waren Tätowierungen nur im Hafen zu sehen!! Heute ist Körperkunst auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

CLINIQUE macht Nagellack – cool!

…eine Pressemitteilung mit Lerneffekt:

Schon gewusst, dass wir den Nagellack der Autoindustrie zu verdanken haben? Diese entwickelte spezielle Pigmente für Lacke. Die Kosmetikindustrie übernahm in den 20iger Jahren das Wissen und entwickelte die ersten Nagellacke.
Und ich sage Euch: Daher ist das Zeug aber leider auch ganz schön böse… Kein Mensch lackiert sein Auto ohne Maske, gel, aber wir Frauen unsere Nägel und wundern uns dann über Migräne.

Und ich gehöre leider auch zu diesen „ich weiss es besser, tue es aber trotzdem“ Leutchen – ohne Nagellack auf den Füßen fühle ich mich schrecklich, mit lackierten Händen fühle ich mich glamourös, warum auch immer.

Wie alle Clinique Produkte wurden auch die Lacke 7.200 mal getestet. Allergiegetestet. 100% Parfumfrei.
Auch für besonders empfindliche
Haut und Nägel geeignet.
Da die Hände oft mit den Augen in Kontakt kommen, haben wir
sie auch augenärztlich getestet.

Die Lacke sind sehr schön verpackt, sympathisch einfach, und kosten 16 Euro. Es gibt klassische und bunte Nuancen – sehr schön ist ein gelber Lack. Warum nicht!

Da ich tatsächlich gegen Nagellack mit Ausschlag im Gesicht reagiere, bin ich jetzt mega-neugierig.

LANCÔME Golden Hat Kollektion – der Nagellack 102 Rouge Madeleine

Auch mich erreichte ein Teil der limitierten Kollektion per Pressepost und so ergab sich, dass meine beste Freundin sich als Testerin zur Verfügung stellte. Völlig erschlagen vom glitzernden Highlighter (schön, aber nun mal nichts für mich) ließ ich ihn mir völlig wehrlos abnehmen. Frecherweise bestand sie noch drauf, den Nagellack zu testen.

Nachdem sie (natürlich absichtlich!) „ungeschickt“ mit dem Lack hantierte, nahm ich es ihr ab und lackierte in zwei Zügen alle Fingernägel. Im Ernst – der Lack ließ sich ganz wundervoll auftragen war in einer Schicht gleichmäßig UND deckend und trocknete… sofort. Wow.

Die Farbe? Fantastique. Ein klassischer Rotton mit orangefarbenen Einschlag. Da bin ich ja immer skeptisch – roter Nagellack kann schnell billig aussehen, und manchmal sind die Töne einfach nicht besonders genug.Tut dieser hier nicht, statdessen ein grand dame Leuchten und eine Freude, solche Hände gestikulieren zu sehen! Trés chic, trés elegante.
Hier auch Bilder:
http://beautydavne.blogspot.com/2011/11/seitdem-der-nagellack-jetzt-in-dieser.html

Kate Winslet macht nicht nur Photoshop-Art für Lancôme, sondern auch sehr gute Filme – ich freue mich auf den „Gott des Gemetzels“, den ich mir mit einem Martini(-ersatz) im plüschigen Independent-Kino ansehen werde!