TOM FORD Titanium Smoke Quad – Burn Baby, burn!

Mittlerweile hätte ich überhaupt keine Hemmungen mehr, knapp 70 Euro für ein Tom Ford Quad auf den Tisch zu legen. Es hört sich nach viel Geld an, ist es auch, aber die Qualität ist hervorragend – und ich sehe in meine übervolle Schminktasche, dass die am häufigsten benutzen Produkte die zwei Quads sind: Titanium Smoke wenn ich mich voll geil fühle, oder Silvered Topaz wenn ich es eilig habe und noch nicht wach genug bin, um mir darüber Gedanken zu machen was ich anhabe und was ich dazu schminke (mein Tipp: abends zu rechtlegen, gleich mit dem passenden Lippenstift…)

Momentan fühle ich mich ehrlich gesagt selten geil – ich war wirklich schlimm krank und fühlte mich einfach nur noch überfordert. Dazu jedoch an anderer Stelle mehr. Aber mit ein bisschen Farbe im Gesicht und ein paar Sonnenstrahlen sieht man die Welt zumindest für ein paar Stunden wieder etwas entspannter.

Im Ernst: Seitdem ich an diesen Tom Ford Sachen geraten bin, habe ich die Lust an den vor Ort erhältlichen Sachen verloren. Nicht weil es “schwer” zu kriegen ist, sondern weil es Spaß macht, so gute Produkte zu haben und sie zu benutzen. Und sie sind nicht langweilig. Klar, Kaffee kochen können die auch nicht… oder?! Weiterlesen…

DR. HAUSCHKA Neem Nagelöl Stift – empfehlenswert, aber öko?

Das Produkt gibt es schon ewig. Eeewig! Ich habe es jedoch nie gekauft – eine Flasche Neem Nagelöl mit 30ml nenne ich meins, das langt. Dachte ich. Leider ist die Nutzung aufgrund von… iihbähh bei der Anwendung recht unregelmäßig. Das Öl soll am besten täglich angewendet werden, am besten abends, in die Nagelhaut einmassiert und… gähn! Eingeschlafen. Wer schön sein will, braucht in erster Linie – Zeit.

Ich bin zu faul.

Wie kam ich nach all diesen Jahren überhaupt zu diesem Stift? Die Handcreme war ausverkauft, also gab es ein Geschenkpaket vom Ehemann mit dem Stift und der Handcreme.
Meine beste Freundin nutzt den Stift schon lange, und sie hat recht – er ist echt super!!

Ja, die Anwendung ist um einiges einfacher. Die Stiftspitze verteilt das Öl perfekt, man kann ein wenig Maniküre nebenbei betreiben, ach überhaupt – seitdem ich den Stift regelmäßig anwende, sehen meine Nägel viel besser aus. Ein tolles Produkt.

Mich beschleicht da allerdings angesichts der Alternative in der Flasche aber das schlechte Gewissen: Der Inhalt ist ökologisch und hochwertig. Aber das viele Plastik? Plastikstift, Plastikkappen, gleich zwei davon…

Tja. Schlechtes ökologisches Gewissen auf einem Beautyblog? ERNSTHAFT? Ja. Nein.

Bei vielen Sachen muss ich sagen: okay, Schwachsinn, meinetwegen Luxus – und frag bloß nicht nach irgendetwas, was mit Ratio zu tun hat.

Wenn es aber eine Alternative gibt, wie bei diesem Produkt, ist meine Frage nicht mal was günstiger käme, sondern was sinnvoller ist. Das in der Glasflasche? Der Stift?

Wir wissen es nicht. Oder wissen wir es doch?
Der CO2 Abdruck der Umverpackungen fällt bei Glas schlimmer aus als beim Plastik. Doch Plastik ist eine erdölbasierte Ressource. Das ist leider auch pfui. Am Ende des Tages gewinnt dennoch der Stift: Geringeres Gewicht, (theoretische) Recyclebarkeit (gibt es dieses Wort?! Jesus!) und somit ein geringerer Energieaufwand insgesamt bei der Herstellung, beim Transport und auch beim Recycling.

Also ist etwas, was nicht öko ist, doch öko. Schräg. Deshalb ist die Frage nicht, ob Stift oder Flasche, sondern ob kaufen oder lassen.

Das müsst Ihr dann selbst entscheiden.

L’Oréal shoppt sich CARITA und DECLEOR von Shiseido

Nur 230 Millionen Euro zahlte der weltgößte Kosmetikkonzern an Shiseido für die zwei Premium-Marken, die allerdings in Europa ziemlich schlecht liefen.
Häufig wird Konkurrenz auch nur aufgekauft, um diese zu zerstören und den Wettbewerb zu verringern.
Allerdings hat L’Oréal in letzter Zeit sehr viel aufgekauft, die Geschäfte laufen besonders im West-Europa, wo das Geld sitzt, nicht so prall.
(Quelle: Wall Street Journal)

Ein Widerspruch dabei permanent die Preise zu erhöhen, oder?

Sicher, man kauft und kauft aber überlegt irgendwann doch dreimal. Bei mir ist es so, dass ich mittlerweile so teuer kaufe wie noch nie – nur das beste eben. Dadurch ist es aber auch weniger geworden, weil es an der Spitze qualitativ nicht mehr so viel gibt. Ich bin gespannt wie die Märkte sich weiterhin entwickeln, für mich ist das ein Barometer für die wirtschaftliche Lage der Mittelschicht.

CARTIER La Panthère – ein Duft, ein Konzept, eine Frau: Für Dich

Was ist das Besondere an diesem Beitrag? Ich habe diesen Duft verstanden; ich kann ihn Euch erklären und beschreiben jenseits des subjektiven Gefühls, das letzten Endes Eures sein wird, nicht von mir gemacht oder beeinflusst, sondern bei Eurer Begegnung mit dem Duft entstehend. Das Konzept eines olfaktorisch umgesetzten Kunstobjekts, inspiriert und kreiert von einer Frau.

Nur. für. Dich.

Das Besondere ist sicher die Künstlerin getroffen zu haben, den Menschen gesehen zu haben, eine Ahnung von ihrer Vorgehensweise zu bekommen (und sicher mein Besuch der Seminare zu Kunst, Bildwissenschaft und Zeichentheorie, wo ich zum Teil nicht wirklich freiwillig saß). Jenseits des Marketingsprechs kann immer etwas sein, muss es aber nicht – hier steht stets eine Frau dahinter: Als Inspiration, als Ikone, als Produzentin, als Interpretantin oder meinetwegen kühl ausgedrückt als Zielgruppe (in diesem Kontext passt es nicht, es gibt natürlich eine Zielgruppe und eine Verkaufsstrategie, Zahlen, Marketing, aber das soll hier&heute mal weniger Thema sein). Die Frau kann und wird auch als Marketingsstrategie eingesetzt werden, aber mir ist dieses “Mittel zum feministischen Zweck” recht.
Ich wünschte mir so einen Zugang auch zu anderen Düften zu haben, und werde versuchen einen weiteren Cartier Duft für eine Rezension zu bekommen, jetzt, wo ich die Parfumeurin “kenne”.

Inspiration
Der Duft orientiert sich an das Symbol des Hauses, dem Panther. Nach der Art-Deco Ära, wo geometrische Muster auch das Schmuck-Design dominierten, war der Panther, dessen Fell eine zufällige Anordnung von schwarzen Onyx-Steinen zierte, eine kleine Design-Revolution – aus der Hand einer Frau: Jeanne Toussaint (1887-1978). Sie leitete die Haute Joaillerie des Hauses Cartier und machte deren Design weltberühmt mit Entwürfen von Tieren, allen voran der Panther. Eine Freundin und Zeitgenössin Coco Chanels, ist sie jedoch niemals so berühmt geworden – ihre Werke umso mehr. Ihre Biographie gibt es daher leider nur im französischen: La panthère : Le fabuleux roman de Jeanne Toussaint, joaillière des rois von Stéphanie Des Horts; eine englische Zusammenfassung findet ihr hier.

Ikone

Der Panther ist das einzige Tier, das nicht nur aus Hunger jagt, sondern aus purer Lust. Durch ihren Duft werden die Tiere angezogen, während sie auf Lauer liegt. Elegant, graziös, tödlich. Weiblich?
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