BURBERRY My Burberry Eau de Parfum

EDIT 10.No.: Liebe LeserInenn, der Duft geht an die letzte Kommentatorin Patricia – YOU GOT MAIL.
Es gibt zwei sehr spannende Dinge an diesem Duft: Er ist von Francis Kurkdjian und – die Kampagne ist mit Kate Moss und Cara Delevingne.

Der Duft selbst ist sehr haltbar, sehr kräftig, einige Noten sind deutlich wahrnehmbar, aber einen deutlichen Wiederekennungswert kann ich dem nicht zusprechen. Macht nichts. Der Burberry Check ist auch nicht geschützt, was guten oder schlechten Kopien Tür und Tor öffnet.
Hier kauft man das komplette Paket: Die schöne, schlichte Verpackung, der auf Anhieb gefällige Duft, der auch wirklich hübsch ist, dazu die bombige Haltbarkeit, die ID der Marke “as british as it can get” mit den angesagtesten Models der Briten Cara Augenbraue und Katja Moos.

Viel interessanter wäre es gewesen, das Gezicke zwischen den Models mitzubekommen. Kate Moss ist seit über 20 Jahren im Geschäft, Cara ist hipp-hipper-am hippsten und derzeit überall zu sehen, ob sie zur Marke passt oder nicht. Es gab garantiert Gezicke! Etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen. Auf der anderen Seite – vielleicht auch nicht, weil Katja Moos es gar nicht nötig hat. Vielleicht haben sie gemeinsam eine Linie gezogen und Spaß gehabt. (Die Linie gerade gezogen. Ich weiß nicht woran Ihr gedacht habt! Pfui!)

Und da das Weihnachtsgeschenke-Geschäft jetzt schon heißläuft, ist es meine (erste) Empfehlung: Für Burberry Fans, die schon alles haben und wo man nicht zu persönlich werden möchte. Am besten im Burberry Store shoppen, da gibt es eine schöne Geschenkverpackung dazu.

Übrigens habe ich in der Tat schon angefangen, Weihnachtsgeschenke zu sammeln! Für Euch!

Kopfnote: Gartenwicke, Bergamotte, Mandarine/Orange
Herznote: Geranie, Freesie, Quitte
Basisnote: Patchouli, Damaszener Rose, Zentifolie

Et voilà: Kommentar hinterlassen und den Duft (90ml) gewinnen – Achtung, er ist angebrochen, aber für den Eigengebrauch macht das nix, oder?
Ich möchte auch was wissen… Welches Kleidungsstück steht ganz oben auf Eurer Wunschliste?

P.S. Eine viele schönere Beschreibung des Duftes bekommt Ihr hier:
http://www.der-blasse-schimmer.de/2014/10/burberry/

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HERMÈS Jour d’Hermès Absolu – absolut schön

Mit dem originären Duft hatte ich meine Schwierigkeiten – der schönste Flakon aller Zeiten, aber ach, Honig! Ich hasse Honig! Dabei war das Bild, das Konzept, sofort vor meinen Augen. Die Wiese, die Blüten, Haut, Unschuld und Sinnlichkeit. Ich verstehe Jean-Claude Ellena.
Ich versteh aber auch, dass Geld verdient werden muss und dass Honig der letzte Trend war, aber hey, ich kann auch nicht alles mögen. Fangirl? Bin ich – ich wollte Jean-Claude als Namen für den Teddy, aber man(n) konnte mich davon abbringen…

Nun, das Absolu dazu ist immer noch mit Honig, aber eher mit dem wachsigen, harzigen Bestandteil. Schon mal eine Honigwabe ausgelutscht? Genau.

Dazu einfach viel – Pfirsich, aber kein echter, sondern die abstrakte Frucht die nach Süße, Reife und Samtigkeit duftet. Tausend und eine Blüte, vor allem süße helle Blüten, Jasmin, Wisteria, Iris definitiv (eine minimale Anlehnung an Iris Ukiyoe – steht hier… herrlich zart und hell!), eine transparente Form von Üppigkeit und Fülle.

Dieser Duft ist das äußerste an Opulenz, was ich mir aus der Feder von dem Herren vorstellen kann, und dabei war er nicht alleine daran beteiligt. Man hält sich mit den Duftnoten auch bedeckt, jede soll sich darunter das vorstellen, was sie will. Ich habe sie, die warme weiche zärtliche Pfirsich-Umarmumg. Sommerlich warm, ein fast süßer Duft, der aber statt Süße treffender die Sonne gespeichert hat.

Ich mag es, dass der Duft gar keine große Geschichte evoziert. Es ist viel mehr eine Leinwand für den Tagtraum, ein so passender Duft zum Namen “die Stunde von Hermès”. Die Stunde der Möglichkeiten, der Verzauberung, des lustvollen Nichtstuns, des Sommers und der guten Dinge des Lebens.
Hier kauft man sich das Stück Luxus, das Hermès für mich ist: Alles, was man für Geld an Schönheit und Qualität haben kann. Und der Rest? Ist alles an Schönheit und Liebe, die ich in mir nur haben kann. Der Leinwand-Vergleich? Ich kann dieses Bild malen…

Randfakten:
Auch hier der herrliche Flakon, diesmal mit Roségold und mehr denn je an einer guten Pulle Whisky erinnernd. Der Duftflakon ist nachfüllbar, und ehrlich, das wünsche ich mir auch für die Jardins-Reihe. Da leere ich die Flakons ja reihenweise…
Das Absolu ist nicht stärker oder länger haltbarer, sondern erst einmal… anders. Ein Duft, den man um sich haben will. Immer wieder nachgesprüht, immer wieder sanft und doch intensiv.

Der Duft ist schon länger in den Läden erhältlich, ihr könnt ihn in jeder guten Parfümerie erschnuppern.

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CARTIER Baiser Volé – zwei Versionen und ein klares Jein

Ich schrieb schon neulich, dass Cartier dick mit Flankern im Geschäft ist und zum Baiser Volé, den ich irgendwie verpasst habe, nun einen fünften?! Flanker herausgebracht hat. Voilá:

Das gute an diesem: Er ist pink. Das ungute daran? Er ist das, was Givenchys Very Irresistible sein wollte, eine süße Rose mit Lilie. Wie immer gut gemacht, kein billiges Wässerchen, aber so ganz und gar nicht meine Baustelle. Das Original, in diesem Falle das Eau de Parfum (es gibt noch ein Extrait, das sehr viel besser sein soll, das man aber nirgends als Tester bekommt…) ist zwar auch nicht meine reguläre Baustelle, aber doch, doch… Irgendwo trifft es meinen olfaktorischen Nerv. Ergo: Wird getragen!

Schwer und hell – ein Widerspruch. Weiterlesen…

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…weitere News!

Bobbi Brown hat wieder die Shimmering Lipsticks aufgelegt, sie heissen jetzt HIGH SHIMMER Lip Color. YEAH!

Tom Ford hat eine riesige Palette mit Lidschatten, Rouge und Bronzer rausgebracht als Sommer LE. Leider mit einem Teal, daher nix für mich.

Giorgio Armani hat die Bronzer und Blushes überarbeitet und neue Farben herausgebracht.

Esteé Lauder wird eine Double Wear BB Cream herausbringen – die hole ich mir auf alle Fälle! Der neue Lippenstift Pure Color Envy wird gehypt, ich bin davon allerdings nicht infiziert worden.

Dior bringt Fluid Sticks raus, angelehnt an die L’Orealschen Produkte wie die YSL Gloss Stains. Ich persönlich finde die zwar schön, aber mag weder Textur noch finde ich sie passend für meinen Typ. Glänzend und viel Farbe, der Trend ebbt nicht ab…

Chanel bringt eine neue Foundation heraus – der Signal, dass der Winter um ist: Statt Foundation zum “leuchten” gibt es die “samtige” Version Richtung Sommer. Dazu gibt es en masse geile Lippenprodukte, und ich werde auf.gar.keinen.Fall am Counter gucken, denn diese beerigen Töne finde ich fast alle total toll.

Clarins hat nun auch Creamblushes – gerade Richtung Sommer hin einen Blick wert.

Shiseido hat neben den neuen Hybridblush/bronzern auch neue Lipglosse herausgebracht.

…Hermès bringt den Jour d’Hèrmes Duft als Parfum heraus, wir dürfen gespannt sein was Jean-Claude sich da nun ausgedacht hat. Weniger Honig und ich bin dabei!

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CARTIER La Panthère – ein Duft, ein Konzept, eine Frau: Für Dich

Was ist das Besondere an diesem Beitrag? Ich habe diesen Duft verstanden; ich kann ihn Euch erklären und beschreiben jenseits des subjektiven Gefühls, das letzten Endes Eures sein wird, nicht von mir gemacht oder beeinflusst, sondern bei Eurer Begegnung mit dem Duft entstehend. Das Konzept eines olfaktorisch umgesetzten Kunstobjekts, inspiriert und kreiert von einer Frau.

Nur. für. Dich.

Das Besondere ist sicher die Künstlerin getroffen zu haben, den Menschen gesehen zu haben, eine Ahnung von ihrer Vorgehensweise zu bekommen (und sicher mein Besuch der Seminare zu Kunst, Bildwissenschaft und Zeichentheorie, wo ich zum Teil nicht wirklich freiwillig saß). Jenseits des Marketingsprechs kann immer etwas sein, muss es aber nicht – hier steht stets eine Frau dahinter: Als Inspiration, als Ikone, als Produzentin, als Interpretantin oder meinetwegen kühl ausgedrückt als Zielgruppe (in diesem Kontext passt es nicht, es gibt natürlich eine Zielgruppe und eine Verkaufsstrategie, Zahlen, Marketing, aber das soll hier&heute mal weniger Thema sein). Die Frau kann und wird auch als Marketingsstrategie eingesetzt werden, aber mir ist dieses “Mittel zum feministischen Zweck” recht.
Ich wünschte mir so einen Zugang auch zu anderen Düften zu haben, und werde versuchen einen weiteren Cartier Duft für eine Rezension zu bekommen, jetzt, wo ich die Parfumeurin “kenne”.

Inspiration
Der Duft orientiert sich an das Symbol des Hauses, dem Panther. Nach der Art-Deco Ära, wo geometrische Muster auch das Schmuck-Design dominierten, war der Panther, dessen Fell eine zufällige Anordnung von schwarzen Onyx-Steinen zierte, eine kleine Design-Revolution – aus der Hand einer Frau: Jeanne Toussaint (1887-1978). Sie leitete die Haute Joaillerie des Hauses Cartier und machte deren Design weltberühmt mit Entwürfen von Tieren, allen voran der Panther. Eine Freundin und Zeitgenössin Coco Chanels, ist sie jedoch niemals so berühmt geworden – ihre Werke umso mehr. Ihre Biographie gibt es daher leider nur im französischen: La panthère : Le fabuleux roman de Jeanne Toussaint, joaillière des rois von Stéphanie Des Horts; eine englische Zusammenfassung findet ihr hier.

Ikone

Der Panther ist das einzige Tier, das nicht nur aus Hunger jagt, sondern aus purer Lust. Durch ihren Duft werden die Tiere angezogen, während sie auf Lauer liegt. Elegant, graziös, tödlich. Weiblich?
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CARTIER Eau de Cartier Zeste de Soleil – krachend fruchtiger Unisex Duft

Ein Flanker, oh ein Flanker!! gerade und ab sofort erhältlich enthält dieser Duft alles, was ich in der kalten Jahreszeit mag: Die Verheißung auf den Sommer; KICK YOUR ASS Frische und Passionsfrucht.
Obstsalat, pflegte jemand zu sagen.

Ich mag Zitrusdüfte, ich mag Obstdüfte, ich mag es nicht wenn diese stechend oder süß sind. Das vorab. Und meine Hautchemie sagt bei 99% der zitronigen Komponenten ganz deutlich eines: WASCHPULVER! SCHNUPFEN! NIESEN! STECHEN! …leider auch hier – aber wozu gibt es Kleidung, Schals und Tücher? Diese kann man auch einsprühen.

Und damit auch den sanften Hauch von Sommer, von lebendiger und sonnig-gelber Frische, gepaart mit kühler Minze, der den Duft davor abhält, der übliche Mainstream-Durchschnittskandidat zu sein. Der Start ist etwas femininer, der Duft jedoch eindeutig neutral – wie ein Cologne vom Typ her, aber wesentlich prägnanter und intensiver. Und wirklich gut gemacht, wenn ich auch keinerlei Angaben zum Parfumeurvon Mathilde Laurent. Es ist wohl auch nicht notwendig – der Name Cartier verkauft sich auch so; und natürlich achtet man auch darauf, dass der Name würdig vertreten wird.
Hier treffen sehr cleane Zitrusfrüchte, reife Passionsfrucht mit der typischen herben Unternote und Minze in einem gelungenen Triumvirat aufeinander.

Seit YSLs In Love Again (ein Duft von Jean-Claude Ellena, der erste Duft, den ich von ihm besaß und den ich mir mit Ach und Krach leistete…) habe ich keine gute Passionsfrucht gerochen. In Love Again wurde neu aufgelegt und kostet ein Vermögen, die Originalflasche geht für fast zwei Hundert Tacken bei ebay über den Tisch, verrückt, oder? Für Obstsalat mit Passionsfrucht!!

Der Auftakt gefällt mir gut, und die Wendung zur Minze statt zu süßerem macht diesen Duft interessant. Tragbar. Sommerlich. Mich hat der Duft irgendwie angesprochen, war es die Farbe? Der Name? Ich wollte ihn unbedingt riechen, und ich hatte eine gute Nase, buchstäblich. Der Name trifft es gut. Zeste de Soleil bedeutet Schale der Sonne, Schale wie in Zitronenschale.

Eine bisschen Sonne nötig? Zugreifen! Um 50 Euro für 50ml – ein bezahlbares Antidepressivum.

Ein Wermutstropfen gibt es bei der Verpackung, die sehr schön und schlicht ist, aber mit einer Plastikkrause den Sprüher durch drehen verschließt. Darauf hätte Cartier verzichten sollen, es sieht zwar ansprechend aus auf den Bildern, ist aber im Touch&Feel, sprich haptisch, leider nicht so schön. Witzige Idee, ja, aber irgendwie…

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VERSACE Versace pour Femme Oud Oriental – BADANG!!

BAWUMM! BADANG BADANG! HUUUUUUUUU!! ROAAAAAARR!

Ein güldner Flakon, edel, elegant, und auch wieder kitschig. Versace ist Edeltrash pur, wenn auch Roberto Cavalli hart um diesen Titel kämpft. Versace hat als Modelabel seine besten Zeiten hinter sich, die 80er waren die Zeiten von zu viel, zu golden, zu grell und zu bunt. Es gibt jedoch immer noch Leute die sich mit Versace Geschirr oder Möbel einrichten – zum Beispiel zuletzt gesehen bei der Familie Gülcan Kamps. You know what I mean.

Die Versace Düfte sind nichts, weshalb frau das Haus in Panik verlassen sollte. Der letzte Duft, der mir unter die Nase kam, war für Herren und hieß Versace Oud. Ich schnupperte Weihnachten erstaunt an meinen Bruder, er roch echt gut – es war der Versace Oud Duft, der ihn tatsächlich nach Jahren von seinem Dior Fahrenheit fremdgehen ließ.

Oud ist in keinem Oud Parfüm drin, ein synthetischer Nachbau immer nur – zu teuer die Zutat. Es soll wohl die arabischen Kunden ansprechen, und das wird dieser Duft hier ebenfalls tun.

Er ist OH MEINGOTT KAWUMM BADONG BAMBAM L E D E R SEHR VIEL HEFTIGES L E D E R und noch ein bisschen Blömsche und erstaunlich un-mainstreamig. Mich hat er aus den Socken gehauen, laut, gut gemacht aber auch zu heftig, irgendwie typisch Versace. Ich liebe die Muster mit dem Medusenkopf und das geschmacklose Gold, es ist eine pornographische Ästhetik, die einen wirklich bannen kann. Aber nur gucken, um Gottes willen!
Die Haltbarkeit ist sehr gut und die dumpfe Herznote angenehm diffus holzig, ohne überzuckert zu sein.
Mit viel Wohlwollen würde ich da Rosen zuordnen, keine Frage. Und ja, der Duft ist opulent, und recht erotisch, sicher auch was für einen Mann, sicher was für den jetzigen Winter aber noch viel, viel mehr für einen schwülen, heißen Sommer mit Sex, schwitziger Haut und …?? (sorry, Leder da einzubauen fällt mir schwer, da mir diese S/M Sachen völlig abgehen…).

In einigen Versace Boutiquen erhältlich, bald auch etwas weiter in der Distribution für 150 Euronen.
Ein perfektes Geschenk und ein megageiles Hinstelle in jedem Master-Bathroom.
Wenn ich (Kriterium: protzig und teuer) zwischen Hermès’ fürchterliches Parfum Extrait Kelly Caleche in Umverpackung eines Schlosses oder Versaces angenehme holzig-sexy Berieselung im güldnen Flakon auswählen müsste – ich nähme Versace.

Oder ich nehme nur den Sommer, heißen verschwitzen Sex und einen Strauß Rosen dazu.

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