The sheers and the luxurious

Wer fehlt? Chanels Version Rouge Coco Shine, die ich nicht vertrage, Dior, die ich und andere aufgrund der Pressearbeit nicht mehr feature (man munkelt die Qualität sei grausam geworden?!), die üblichen Verdächtigen, die man in der Parfümerie so bekommt.

Doch dafür lese ich keine Blogs – ich will die Schätze! Die Creme de la Creme, den Jahrgangschampagner, die eierlegende Wollmilchsau, die mir auf allen Ebenen Lust bereitet: Verpackungssex, Texturgeilheit und Farbexstase.

In die Endrunde kommen diese, und ich freue mich über weitere Vorschläge!

Leider ist die eierlegende Wollmilchsau genausowenig existent wie nachhaltiger Konsum (manche Dinge sind nun mal per se nicht nachhaltig…), dafür haben diese Preziosen nette Eigenschaften auf Lager, nach denen man sich richten kann.

Nähme frau Guerlain Kiss Kiss. Farbpalette schnarchig tragbar – erfreulich tragbar!, Verpackung erfreulich schön, erstaunlich schrottig für Guerlain (schlecht zu schliessen, wo oben und unten ist lässt sich schwer erkennen), mit einer sehr zarten Textur, parfümiert, pflegend und recht gut haltbar. Insgesamt eine gute Mischung, wenn man unauffällige Farben mag, die zudem glitzern und eine Textur, die leicht aufpolstert. Eine riesige Farbpalette erleichtert die Auswahl und ein paar Frischmacher sind für jede dabei.

Nähme frau Sisleys Stift. Genial verpackt, da leicht und lusig, äusserst präzise, schön schimmernd, wenn es auch mit der Pflege nicht weit her sein kann, was jedoch zugunsten dr Haltbarkeit geht. Hält gut, ohne pornösen feuchten Glanz.

Nähme frau Tom Fords Lipshine. Eine tolle Textur, ausgewogen zwischen Pflege und Farbe, mit einer superduper langweiligen Farbpalette und einem schlichtweg unverschämten Preis. Dazu verbraucht sich der Lippenstfit schon beim Angucken! Die Verpackung ist schlank und schön, schließt aber auch schlecht. Vielleicht habe ich ein Montagsmodell erwischt. Bis auf diese tatsächlich geniale Farbe lohnt es sich kaum, das Geld auszugeben – wir warten au eine bessere Farbpalette.

Es gibt ergo keinen Gewinner.
Das Tolle daran: Es gibt Gründe, von jedem einen zu haben!

Bei KissKiss ist tatsächlich die Tragbarkeit gepaart mit der Textur etwas schönes, und dort findet man auch einen zarten Rotton für jeden Tag. Sisley ist einfach praktisch, zuverlässig und schnell. Tom Ford gewinnt weil es Tom Ford ist, wenn man dort farbloch fündig wird, umso feiner. Trotz des Preises nutze ich den Lipshine sehr gerne und würde mir auch einen zweiten zulegen, wenn ich eine schöne Farbe fände (okay, sobald ich die life swatchen kann, werde ich noch einen kaufen, da bin ich mir sicher!)

Zum Herbst und Wetterwechsel also mehr “shine”, mehr Pflege und bitte auch ein bisschen Farbe. Grau in Grau in Khaki und Braun, wie ich es jeden Tag sehe, ist echt.traurig.genug.

SISLEY Phyto-Lip Twist Cherry 06

Der Lippen-Stift. Davon verkauft Sisley Tonnen, und nachdem ich auch dem Stifthype verfiel und einen Chubby Stick sowie einen Bobbi Brown Holz-Lippen-Stift mein eigen nenne, war ich sehr gespannt ob es in dieser Liga etwas “besseres” gibt.

Der Chubby Stick ist okay, der Bobbi Brown Art-Stick ist es eher nicht, und dabei habe ich mich für die leichteste aller Lippenstiftarten entschieden: Rot.

Sisley schlägt die um Längen, ist aber dennoch noch einiges von Perfektion entfernt.
Pflegend, glänzend, dann aber auch so stark pigmentiert? Es funktioniert sicher as good as it can get. Die Farbe, ja, die Farbe ist geil!

Nun geht bei soviel Farbe und guter Halbarkeit natürlich die megamonster Pflegeleistung flöten. Die Konsistenz ist eher fest und füllt die Lippenrillen aus, das mag hier und da angebracht sein. Preislich fand ich den mit 35 Euro Strassenpreis erst heftig, doch leider haben alle mal wieder die Preise angezogen.

Was definitv gefällt: Dieses Ding ist praktisch. Leicht in der Tasche, nicht zu groß oder zu klein, witzig verpackt, muss nicht angespitzt werden und äusserst präzise. Das wünschte ich mir gelegentlich von meinen Umfeld auch, ha!

Ready to go – das schnellste Make-up der Welt

Vorbei die Zeiten, wo man sich achtfarbige smokey eyes aufs Auge malte?
Vorbei.

Geschminkt, oder auch: Job-Uniform. Oder einfach Farbe und Freude. Versus länger schlafen, versus lieber eincremen, versus das Frühstück in Ruhe essen.

Die schnellste Variante braucht ein bisschen Übung, aber ich garantiere Euch, dass nach einer Woche das Make-up drei Minuten braucht. In aller Ruhe wohlgemerkt!
Teint ausgleichen (sehr empfehlenswert ist die bei Kryolan gekaufte Camouflage Dermablend), vielleicht eine Runde losen Puder, und los geht’s:

1. Die Augen
Augenbrauen mit Puder oder Stift ausfüllen. Puder ist schöner, mit dem Stift geht es schneller und dieser hier, von KANEBO, ist nachfüllbar.
Warum? Das strukturiert das Gesicht ein bisschen besser, sieht gleich nach was aus ohne zu sehr aufzufallen und verzeiht eine schnelle, schlampige Hand.

Concealer. Muss ich nicht erwähnen, oder?

Wimperntusche. Ganz helle Damen werden darauf ohnehin nicht verzichten!

2. Rouge oder Lippenstift
Das ist Geschmackssache und auch eine Frage des Alltags. Ich entscheide mich stets für Lippenstift, weil es einfach an der Kleidung anzupassen ist und stärker betont.
Mund aufreißen, die Kontur ausmalen, mit einem Tuch abtupfen, nachmalen, fertig.

Das war’s.

The proof. Weiterlesen…