DR. HAUSCHKA – neue Bodylotions, neue Verpackungen, neues Make-up, neu, mehr neu…

Veränderung ist de einzige Konstante.

Mag ja sein, aber meine Lieblingsbodylotion zu ändern? Zugute einer viel besseren Verpackung, zugegeben. Die Tuben sind schon länger im Regal, meine brachte der Nikolausi und seitdem dümpelt das Produkt im Schrank vor sich hin.

Der Duft ist minimal anders, die Konsistenz ist anders, die Formulierung deutlich anders meinem Empfinden nach: Die Lotion fühlt sich kühl an bis der Alkohol verflogen ist, dafür zieht sie entsprechend schnell ein.
Vielleicht bin ich zum empfindlich, aber mir gefällt das Produkt nicht mehr. Wird nicht mehr nachgekauft.

Was gibt es sonst neues? Reformuliert wurde ja schon einiges – nun musste auch die Foundation dran glauben.

Die Tuben sind nun dunkel und die Textur ist… anders. Die Farben sind besser, eines davon sogar leicht oliv, allerdings fehlt ein heller Ton. Getestet habe ich bereits eine Farbe, die mir aber immer noch zu dunkel ist – da muss ich noch auf den Sommer warten, dann wird sie passen. Und für mich überflüssig sein, da ich gerade im Sommer kaum Foundation verwende. Aber halt! Was kann ich denn jetzt dazu sagen? Weiterlesen…

TOM FORD BEAUTY – ich finde die Kollektion Lips&Boys NICHT gut

Jetzt mal ehrlich – sämtliche Gründe sprechen dafür: Die Kampagnie, der Name, das Produkt, der Preis ist im Rahmen der Konkurrenz.

NEIN NEIN NEIN! Ich finde es ehrlich gesagt nicht gut – und ich habe diesen stummelschwänzigen Lippenstift hier bekommen, wofür ich mich von Herzen bedanke, aber dennoch nicht gut finden kann.

Keine Frage, es ist einfach ein tadelloser TF Lippenstift, aber hey! Der ist winzig! Der ist nicht mal mehr niedlich, und auch nicht sonderlich toll zu handhaben. So etwas möchte ich als Luxus-Sample sehen, meinetwegen als Sonderedition GESCHENKT für die Pressemeute, die man ständig mit teurem UND besonderem Gedöns bestechen muss, aber es zu verkaufen… ich weiß ja nicht. Geschäftstüchtig? Ja.

Zum einen ist die Zielgruppe bereit, viel Geld für Kosmetik auf den Tisch zu legen. Wer 29 Euro für den Stummelschwanz auf den Tisch legt, legt auch 47 Euro drauf. Wer in Chanel&Co Sphären einkauft, ist nämlich die Zielgruppe, nicht die Essence-Theke Käuferinnen. Einfach mal mit der Marketing-Brille betrachtet.

Die Farben sind meine ewige Ausrede, und hier ist es zumindest nachzuvollziehen, dass es was bestimmtes sein soll.
Hilft nix, das Zeug ist eh ausverkauft.

Ich mag derzeit eine geizige Phase haben, oder aber schlichtweg satt sein, denn so leicht kommen mir die Hersteller nicht mehr davon.

Ich habe trotzdem Photos von Julian und seinen Geschiwsterchen. Und hier muss auch ich zugeben, dass der Preis häufig relativ ist, wenn Farbe+Textur stimmen. Denn ansonsten macht es auch äußerst wenig Sinn, einen TF Lip Shine zu kaufen. Ich liebe meinen und bereue keinen Cent.

Und weil es so schön ist – der schärfste Lipgloss von Tom Ford mit im Bild. Der steht leider nur meinem gebräunten Ich… Pink Guilt.

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SHISEIDO Cream Concealer Stick – neu neu neu

So recht weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, wie das Teil hieß, aber es war Liebe auf den ersten Blick.

Ein Abdeckstift. Nein! Foundation? Nein. Concealer? Nein.
Aber alles das zusammen in einem kompakten, kleinen Stift.

Was kennen wir und lieben wir an SHISEIDO? Die guten Farben und die geilen Texturen.

Auch hier kann man nach seinem üblichen Farbschema vorgehen. Die Textur ist gut deckend, cremig und pudrig, aber ein wenig dünner und pigmentierter als die Foundation-Sticks.

Gekauft habe ich keinen, weil ich derzeit mit einem Hauch Camouflage und Puder zurechtkomme. Ich empfehle das nichtsdestotrotz für den Einsatz in begrenzten Arealen, weil ich die helle Farbe sehr schön im Einsatz zum Kaschieren von Nasolabialfalten bei glänzender oder öliger Haut sehe.

Vegan, weil ich kann – Fenchel-Karotte an Zitronendillsauce

Dieses Rezept klingt grauenvoll, oder? Karotten sind ja schon langweilig, aber Fenchel dazu? Tatsächlich habe ich das auswärts gegessen und meine eigene, vegane und schnellere Version entwickelt und selbstverständlich schon Teddy vorgesetzt.

Gesund und günstig derzeit, dazu lecker, dazu schnell.

Fenchel und Karotten,
Mehl für die Mehlschwitze,
Schalotte oder grüne Zwiebel oder beides,
Olivenöl,
Brühe,
1 Zitrone,
Dill frisch +/ getrocknet

Dazu gibt es Reis oder Getreide wie Couscous oder Bulgur. Oder Kartoffeln.

Karotten in klein Stifte schneiden. Nicht rund! Fenchel ebenfalls in feine Stifte schneiden.
Schalotte anschwitzen, dann Karotten und Fenchel reinschmeissen.
Mit Brühe ablöschen, Dill rein, köcheln.
Mehl sieben und in warmen Wasser auflösen, dann in die Sauce geben, mit Zitronensaft strecken, und zwischendurch probieren, damit es nicht zu sauer wird.

Fertig.

Nicht zu lange kochen! Wer das für zwei Tage kocht, sollte einen Teil rausnehmen und wegstellen, bevor er gar ist, es gart beim aufwärmen dann nach. Bloß nicht zu weich kochen, bäh.

…pimpen kann man das Ganze vielfältig:
Mit Leinenöl direkt auf dem Teller.
Mit Weißwein.
Mit Butter.
Mit Fisch dazu, für Kiddos sogar Fischstäbchen.

Boy’s Club – Dixx only

Eigentlich wollte ich den ersten Beitrag des Jahres mit etwas wesentlich harmloseren bestücken, nämlich Fenchel und Karotten, aber da gibt es etwas, was mir schon sehr, sehr lange auf der Seele liegt.

Wie macht frau eigentlich Karriere? Warum macht frau keine Karriere? Wieso heißt es gläserne Decke? Was ist der Boy’s Club und stimmt es, dass Frauen in Wirklichkeit nicht wollen?

Dazu möchte ich nicht “ranten”, wie es so schön auf hipsterdeutsch heißt, sondern tatsächlich mal etwas ausgewogenerEdit: ausgewogen geht nicht, merke ich gerade… || diskutieren. Ich sage was, und dann kommt ihr.

Fangen wir mit einem grundsätzlichen Gedankenstoß in einer anderen Richtung statt, nämlich die Debatte über den Mangel an qualifizierten Fachkräften. Damit ist jede und jeder mit einer Berufsausbildung bis hin zu einem Studium und gegebenenfalls noch andere Zusatzqualifikationen gemeint. Wo sind sie, diese Menschen? Jedenfalls nicht in der Führungsriege. Die etablierten Führungskräfte sind entweder bereits schon eigene Nachzüchtung (Elitenbildung) und durch den Boy’s Club bereits automatisch dabei oder sie haben schlichtweg nicht mal Abitur, sondern haben sich emsig hochgearbeitet in zwanzig bis dreißig Jahren.
Und diese Leute werden unter keinen Umständen jemanden den Platz freiräumen, der ihnen gefährlich werden kann: Einer hochqualifizierten, ehrgeizigen und gut vernetzten Frau. Natürlich haben auch Frauen ihre Netzwerke und sie arbeiten auch miteinander – wenn sie denn die sogenannte gläserne Decke überwunden haben. Diese ist übrigens ein überkommener Begriff, der impliziert, dass da nix zu machen sei, und vor allem das in der direkten Bedeutung auch Transparenz beziehungsweise Durchsicht bedeutet. Nein, nein.

Also, wo sind die Fachkräfte? Sie arbeiten Teilzeit-/Vollzeit, was aber bei 60 Stunden-im-Meetings-sitzen schlichtweg nicht sichtbar wird. Sie holen Kinder ab, kochen, kaufen ein… genauer teilen sie sich mit dem Partner, mit der Kinderbetreuung, mit dem sozialen Umfeld und dem Alltag allgemein die 24 Stunden, die der Tag hat. Warum trifft dieses Bild überwiegend auf Frauen, und nicht auf Männer? Und warum sollte dieses Bild auf den oder die treffen, die sich das aussuchen kann? Sagen wir mal 50-50, ob Männlein oder Weiblein.

1. Frauen wollen nicht.
Ich habe es häufig gehört, und das auch von Frauen, dass sie gar keinen Bock auf Karriere haben. Lieber die Kinder sehen, lieber Freizeit haben, statt einen schicken Titel an der Tür zu haben und dafür eben die allmächtige, daueranwesende und -arbeitende Maschine zu geben. Der Ehrgeiz fehlt schlicht, oder die Wahl ist pragmatisch, weil frau kein Bock auf die ewigen Konkurrenzkämpfe hat. Frauen sind schlichtweg vernünftig. Eigentlich ein gutes Bild – und eines, das entmündigt.
Frauen wollen bestimmte Rollen also nicht – genauer wird diese nicht beschrieben, und es stimmt eben auch nicht. Vielleicht sind die Antriebsgründe andere, vielleicht ist es nicht Macht, sondern Veränderung; jemanden aufgrund seines Geschlechts einen potentiellen Willen abzusprechen aufgrund einzelner Fälle halte ich doch für sehr… männlich. Quatsch! …es ist einfach dumm.

2. You can’t have it all
Das ist richtig. Man kann nicht Vollzeitmutter sein und 40 Stunden arbeiten, oder 60, das ist aber auch kein Grund. Man kann nicht alles gleichzeitig haben, das ist klar. Wer das behauptet, lügt. Und die nullkommanullkeks Prozent reicher Frauen, die Chefin sind und ihre Zeit frei einteilen, bei optimaler und flexibler Kinderbetreuung, nun ja, die bestücken gerne die Brigitte Seiten, sind aber nicht die Regel.
Wenn man nicht alles haben, wenn Mann auch nichts hat, wer hat dann was wovon? Man kann nicht fixiert sein auf Karriere bis 30 oder 40 inklusive Familie und Haus und Hof, und dafür keine Abstriche machen. Allerdings machen die Abstriche ja auch nur die, die aus diesem Trott rausgehen – und dann per gesetzliche Regelung NICHT wieder mitspielen dürfen. Wer Teilzeit arbeitet, darf nicht wieder zurück auf seine volle Stelle.
Man kann nicht alles haben – oder doch? Unterstützt durch gute Kinderbetreuung auch jenseits von Kindergarten, unterstützt von flexiblen Arbeitsplätzen, unterstützt von Ergebnisorientierung statt Anwesenheitspflicht. Klar, das ist eine Ebene, die einen bestimmten Berufsstand betrifft. Aber da es um die Quote in Führungsetagen geht, die so heiß diskutiert wird, reden wir eben über mittlere Managementebene und höher.

3. Gibt es den Boy’s Club?
Ja. Ich habe es gesehen und gehört. Darauf müsst ihr Euch verlassen.

Bist du erstmal dabei, ist alles gut, du wirst akzeptiert – nur… HIER KOMMSTE NET REIN!!


4. Was ist die gläserne Decke?

Alte, renitente Männer. Junge, total gleichberechtigt und so, in Wirklichkeit ebenso renitente Männer. Kennt ihr das – man sitzt in einer Runde und die Männer unterhalten sich über dein Kopf hinweg, machen Witze, dann bringt frau auch einen lustigen Beitrag und es wird einfach überhört. Oder irritiert geguckt. Das Gespräch findet stets über die Köpfe der weiblichen Anwesenden hinweg. Das habe ich so häufig schon erlebt, dass ich müde geworden bin, mich da einzuklinken. Nicht mal einen blöden Spruch mag ich da mehr bringen.
Ich weiß nicht was diese gläserne Decke ist, sie deutet ein wenig auf Chefetage im Blickfeld, aber das ist wirklich die reinste Lüge. Die Tür ist aus Holz oder was auch immer und du bleibst draußen. Punkt.

Und nun?
Ich weiß, dass diese Dinge kein Neuigkeitswert haben…
Ich weiß, dass wir uns ständig darüber aufregen, darüber selbst ungerecht und sexistisch werden, dass so viel schief läuft und unter dem Deckmantel der Gleichbehandlung doch nur Ungerechtigkeit und Vetternwirtschaft steckt (es heißt ja auch nicht Cousinenwirtschaft, gel).

Die Frau, die nur wegen der Quote zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, aber den Job niemals bekommen wird.
Das bin ich und das bist du.
Und ja, früher dachte ich auch, es stimmt nicht, ich bin ja schließlich besser qualifiziert und überhaupt. Sorry, genau wie die verbrämten oder direkten unerlaubten Fragen im Vorstellungsgespräch – alles eine große Lüge.

Jungs, wenn ihr den Club aufmacht, dürft ihr vielleicht auch was vom geilen Leben einer Frau abhaben. Schon mal überlegt?