Jahresrückblick – Teil 1

Mir ist heute danach. Ich habe frei, liege im Bett zu einer Uhrzeit, die mir bestenfalls aus Studienzeiten noch bekannt ist, habe just online eine Reise geplant (beruflich, aber was schönes mit Wissenschaft und so), und denke die ganze Zeit über mein Jahreshoroskop nach.
Ich lese ja seit Ewigkeiten das Horoskop der VOGUE und finde das immer wieder treffend. Am Jahresanfang weiß ich damit nicht viel anzufangen, zum Ende jedoch klärt sich das, und zwar ohne Interpretationsspielraum.

Dieses Jahr fing nicht so toll an. Zum Ende habe ich gefühlt nichts geschafft, bin aber innerlich stark und zufrieden wie nie zuvor. Viele Kämpfe sind gekämpft worden und viele Narben entstanden, aber auch geheilt. Ich habe gelernt, mich abzugrenzen, und ich habe nicht aufgegeben.

Ich bin als Zwilling eine Gratwanderung zwischen Extremen, doch nie war ich mir selbst mit mir so einig wie jetzt. Heute. Jetzt in diesem Augenblick.

Was ich will, weiß ich immer noch nicht, aber wer ich bin.
Ich finde das einen großartigen Schritt für mich persönlich und danke den vielen Leuten, die mich begleiten.

Davon abgesehen habe ich ein perfektes Kleid, den perfekten roten Lippenstift und die perfekte Pflege. Beautybloggerziele 😉

P.S. Das entbindet meine Umwelt nicht davon, dass ich mich Weihnachten und in Zusammenhang mit Geschenken völlig gaga verhalte. Sorry not sorry! Da habe ich mir das innere Kind bewahrt 😜

ORIGINS Original Skin™ Retexturizing mask with Rose Clay

Eigentlich eine Maske mit Heilerde. In der rosigen Masse sind noch Kügelchen drinnen, die beim Abnehmen schön die Haut massieren. Als Reinigungsmaske war es mir zu trocknend, allerdings ist das ein hervorragendes Peeling! Sehr mild und sparsam im Verbrauch, hinterlässt es eine weiche und zarte Haut, ohne zu stark zu schmirgeln oder auszutrocknen.
Ich verwende sonst nie Peelings, selbst das gerühmte Kanebo Peeling ist sehr aggressiv, da die Enzyme wirklich alles runterputzen. Neee…

Hiermit bin ich glücklich. Um die 20 Euro.

Was wir nicht tun dürfen

Schwierige Zeiten. Zumindest jetzt, wo es greifbar nahe an uns gerückt ist – nicht nur durch eine Flut von Menschen, die um ihr nacktes Leben fürchtend geflüchtet sind, sondern auch durch direkte Angriffe auf uns, in der nächsten Umgebung.

Ich habe sie auch – Angst. Mehr diese unbestimmte Form dessen, das einem die Handlungshoheit aus der Hand entgleitet. Angst vor der Angst – dass man nicht mehr rausgeht, dass man sich von Furcht und Mißtrauen nährt. Nachts träume ich von Konzentrationslagern und wache weinend auf.
Ich habe keine Angst vor Anschlägen, ich habe Angst vor denen, die Ängste schüren und nutzen. Angst vor meinem sonst sehr netten Nachbar, der auf einmal ein Pegida Anhänger werden könnte. Angst vor Leuten, die etwas auf Reinrassigkeit halten. Die andere Menschen pauschal als nicht lebenswert verurteilen.
Das alles passiert permanent die ganze Zeit um uns herum, in Indien, In West-Afrika, in Amerika – jetzt kommt es aber hier spürbar an.
Menschen, die in der Einkaufsschlange ihre Demeter-Milch an die Brust drücken und gegen Flüchlinge schimpfen. Menschen, die sagen, dass wir kein Platz haben und man uns was wegnimmt.
Wir haben alles schon durchexerziert in dieser Weltgeschichte: Kriege, in denen sich die Menschen unter Drogen andere und selbst getötet haben (Kreuzzüge). Genozide.

Eine kleine Menge von Angst, potentiert und angestachelt, kann wüten und sich entladen und alles zerstören, was sich in ihren Weg stellt. Mißtrauen und Geheimnistuerei, Schweigen, Isolation, das sind die Dinge, aus denen Angst entsteht. Zwist. Wenn Radikalisierung eine Waffe hat, dann diese – und deshalb dürfen wir das nicht tun.

Wir dürfen nicht schweigen, nicht wegsehen, nicht tuscheln. Nicht zu Hause bleiben. Nicht vorverurteilen. Nicht Angst um Dinge haben, die eigentlich uns besitzen.

Nicht schweigen, nicht wegsehen. Unsere Kultur ist nicht in Gefahr durch Terrorismus, sie ist stets in Gefahr durch uns selbst.

Business as usual? Ja, und das sehr bewusst.

SENSISANA Kalmus Maske – meine Tagespflege

Nachdem meine letzter Tiegel Sensisana Creme irgendwie brannte und komisch aussah, griff ich beherzt zur Maske, die ich bis dato zwar im Schrank, aber kaum in der Benutzung hatte.

Die Maske basiert auf Mandelöl und hat eine weichere und softere Konsistenz als die Creme. Sie zieht sehr schnell ein und hinterlässt die Haut geschmeidig und matt. Vorausgesetzt, man geht damit sparsam um.

Eines Tages griff ich in meinem Schrank nach dem Deo, stieß es um, und das Schicksal nahm seinen Lauf. Die kleine Flasche kickte aus dem Regal darunter meinen Sensisana Tiegel und ließ ihn in tausend Teile zersplittern.

Das wäre dann auch meine leise Kritik an diesem Artikel.

Die Creme bzw. die Maske habe ich nachbestellt und verwende sie jetzt zum Winter täglich als reguläre Creme. Obwohl ich gesundheitlich grad nicht auf der Höhe bin, sieht meine Haut aus so gut wie sonst nie, ist relativ ausgeglichen und vor allem nicht trocken.

Also – unreine, trockene Haut? Give it a go!

Mütter reiten auf Einhörner durch’s Kita-Land – Gebt dem Kind keinen Zucker

Jeder macht es anders und gut auf seine Art und Weise. Zumindest immer gut gemeint. Das mit seinen Kindern…

Eine winzige Sache sticht mir aber immer wieder ins Auge: Kinder, die “auf Zucker” aufwachsen.

Letztens wurde ein unserem Kindergarten gebeten, den Kindern keine süßen Sachen mehr zum Frühstück mitzugeben. Keine Obst-Quietsche-Tüten, keine Schoko-Pops-Riegel-Pudding irgendwas.
Dabei sind die da beileibe nicht öko!

Diabetes ist die verbreiteste Zivilisationskrankheit der Welt, und sie nimmt auch in Entwicklungsländern rapide zu. Zuckerkrankheit heißt sie nicht umsonst.

Und Vorsicht – die Bio-Label sind kein Garant für Gesundheit!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Zucker: In Säften, in Schorlen, in diesen Quietscheobst-Tüten. Ganz schlimm in Müsli-Riegeln, in Obstgläschen, in Kinderprodukten allgemein. Auch wenn es kein Kristallzucker ist, sind Dinge wie Apfeldicksaft oder Agavensirup nichtsdestotrotz süß und – Zucker.
Gerade die Biobranche ist leider ein schwarzes Schaf, da es mit den Siegeln Gesundheit suggeriert. Kinderprodukte wie Säfte und Kekse sind meist viel zu süß, Bio hin oder her – einfach mal probieren.
Fertigprodukte sowieso, Fabrikbrot usw. Die ganzen Joghurts! Warum können Kinder kein Naturjoghurt essen?! Ein bisschen Müsli rein, fertig.

Kinder brauchen aber viel Zucker bzw. viel schnell verfügbare Energie!
– Ja, und die gibt es in Bananen, Äpfel, und in Vollkornbrot, oder in Müslis mit getrocknetem Obst. In Kartoffeln. Getreide und Reis, in Gemüse wie Karotten oder Hülsenfrüchte.

Mein Kind isst nichts anderes!
-Scheiße, dein Kind ist schon zuckersüchtig. Es wird essen, wenn es wirklich Hunger hat, das braucht allerdings einige Tage Entwöhnung/Entzug. Das Kind wird drei-vier Tage schrecklich sein, schreien, Essen verweigern aber irgendwann lieber eine Banane essen als gar nichts. Du bist der Elternteil, du trägst die Verantwortung (und es kann nicht schaden, mal bei Dir selbst auch mal zu gucken…).

Du spinnst – Du bist ein Zucker-Nazi!
-Nein, ich habe auch Marmelade im Schrank und es gibt auch Schokolade oder ein Keks bei uns. Verboten ist nichts, aber die Menge macht es. Apfelschorle gibt es bei Anlässen, aber nicht jeden Tag. Obstgläschen pimpen gelegentlich Joghurt mit Müsli auf, und Schokolade oder ein schöner Keks können einfach so mal zelebriert werden.

Als Eltern ist man nunmal in der Ausbildung. Sein Leben lang. Machen wir das Beste daraus!