Schwangere essen Regenbögen und pupsen Schmetterlinge – Lessons learned I

Hätte ich es doch vorher gewusst…

– hätte ich Sport gemacht. Hätte jetzt keine Rückenschmerzen und wäre von dem tierischen Gewicht völlig erschlagen (aktuell: von 54kg auf 66,5kg)

– hätte ich gleich Tonnen von Magnesium gefressen. Durch regelmäßige Einnahme (ich würde sogar sagen Überdosierung) sind die schlimmsten Schmerzen gemildert. Ja, es kann weh tun wenn alles sich dehnt und wächst. Höllisch weh tun. Bis zur Unbeweglichkeit.

– hätte ich gleich mehrere Gläser Senf gekauft. Der hilft nämlich gegen Sodbrennen (mein Fave: Zwergenwiese). Zwar muss man wirklich viel davon essen, aber meist ist dann Ruhe im Kanal. Ja, Kanal.

– hätte ich nie das Badewasser abgelassen, bevor ich aus der Wanne raus war, denn ich kam dann nicht mehr alleine raus

– hätte ich vorher Urlaub/Urlaub/Urlaub gemacht, denn jetzt habe ich Zeit aber kann mich kaum bewegen, und würde mich ein keinem SPA Bereich der Welt ausziehen

– hätte ich gleich auf (schnödes Totes Meer) Badesalz gesetzt: Endlich ein Gefühl von Leichtigkeit, endlich schöne Haut

– to be continued!

Fakt ist, dass ich nicht die einzige bin, der es so lala geht. Neulich wurde mein Ehemann von einer schwangeren Bekannten gefragt, ob es mir denn auch “so super und traunhaft” ginge wie andere Frauen ihr das so erzählen. Er lachte und musste verneinen – dann verwies er auf meinen Blog.

Ich denke mittlerweile, Frauen haben so gar keinen Mitleid mit ihresgleichen und der größte Druck geht auch von ihnen aus: Die perfekte Schwangerschaft, die perfekte Mutter, die ach so tolle Beziehung bla bla bla. Und alle lügen wie gedruckt – denn nichts ist perfekt.

Ich natürlich schon;-)

Jeans: QueenMum. Pullover: JoJo MamanBébé. Tuch: Hess-Natur.
Lippenstift: Shiseido RD305.

Der Duft des Bösen – kann ein Duft politisch sein?

Einer der führenden französischen Parfumeure, Bertrand Duchafour, hat sich von einem Diktator anheuern lassen, für seine Möchtegern-berühmten Tochter einen Duft zu entwerfen.
Islom Karimovs Usbekistan ist ein Land, das nach den Einschätzungen der Vereinten Nationen systematisch foltert und dessen Oberhaupt in der dritten, im Landesgesetz nicht vorhandenen Amtszeit befindet (Wahlerfolg stets über 80% – man munkelt von einem Zusammenhang zwischen den vielen toten Oppositionellen? und diesen Zahlen?!) – natürlich vom großen Bruder Russland wohlwollend toleriert. In der Familie darf das obligatorische “Papa, kauf mir das!” – Mitglied nicht fehlen: Jetsetterin Gulnara Karimova (es gibt fast nichts online über sie… braucht nicht suchen!)

Papa Diktator kaufte ihr also neben einer Karriere nun einen eigenen Duft, den sie mit einer Riesenparty feierte (angeblich soll sie ein Popstar sein… sie kann alles sein, da ihr papa Dich sonst erschießt, Darling!) und der Herr Duchaufour nahm dankend das Geld und entwarf irgendwas.

Wenn er es nicht getan hätte, hätte es ein anderer – könnte man denken. Oder aber das ein Duft unmöglich politisch sein kann. Überhaupt findet man in der High Society leider häufig genug Menschen, deren Gold in Blut schwimmt, sei es Erben des zweiten Weltkriegs oder Multis, die sich garantiert nicht durch soziale Arbeitsbedingungen und ethisches Verhalten in ihren Unternehmen verdient gemacht haben. Spätestens bei den Öl-Dollars sollte man beide Augen fest verschließen.

Diese Leute bedauern es sicherlich allesamt sehr, dass es eine öffentliche Meinung gibt und vor allem dieses blöde Internet. Und diese Scheissblogger, die jeden Scheiss weitertratschen, als ob sie was zu sagen hätten… Weiterlesen…

Milliardenindustrie verunsicherte Eltern – Schwanzvergleich bei Kinderwagen & Co

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Unter dem Hashtag / (=Motto) #statussymbolkind habe ich schon auf Twitter ein wenig gelästert.
Worum geht es?

Als werdendes Elterntier kommen einige Anschaffungen auf mich/uns zu – Kinderwagen, Bett, Kleidung (durch liebste Freundin Gott sei Dank marginal) und Accessoires wie Thermometer oder Blablubb-Flaschen.

Doch Kinderwagen oder Kleidung sind nicht nur Transportmittel und Schutz – genauso wie die richtige Anschrift, die richtige Handtasche oder der richtige Autoschlüssel am Bund sind es wichtige Statussymbole. Während ich im kapitalistischen Alltag diese durchaus kenne und bewusst einsetze (Montblanc-Kugelschreiber… Hermès-Halstuch… was auch immer) betrete ich im “Statussymbolkind” Neuland.

Verdammt kostspieliges Neuland:-) Weiterlesen…

Schwangere essen Regenbögen und pupsen Schmetterlinge – gelegentlich tatsächlich

-Endlich Teil 4 der Serie zur sehr subjektiven Berichterstattung zum Tabu-Thema “bescheidene” Schwangerschaft.
Teil 1
Teil 2
Teil 3

Hey, ich warte heute mal mit guten Nachrichten auf! Wer hätte das gedacht? Zum einen weil mein Hirn vermutlich total Grütze ist unter den Hormoneinfluss, oder aber weil es doch im Verlauf der Schwangerschaft besser wird. Selbst der “spontane”, nicht freiwillige Besuch des Kreißsaals kann meine aktuell rosige Stimmung nicht trüben. Hierzu mehr… Weiterlesen…

OotD – maternity wear ohne maternity wear

Sprach ich nicht äußerst dankbar über Pullover mit Fledermausärmeln? Eine Nummer grösser gekauft (bei Hess-Natur) und zack, reingewachsen. Das Bild ist schon etwas älter, zeigt aber sehr eindrucksvoll, welche Opfer ich für die Schwangerschaft aufbringe: Unlackierte Zehen. Weil ich micht nicht bücken kann. Und für machen lassen zu faul bin (mir zu umständlich, müsste schon ins Haus kommen…).

Sehr gut kombinierbar ist der Jeansrock, der statt S in Größe L gekauft wurde und unter Umständen nicht mehr lange passt. Liegt an meinen Dehnungsstreifen, sie haben sich so zur Seite gedehnt (HA!!) Weiterlesen…