CHANEL Les Beiges – Palette, Rouge Stick 21 und Baume a Levres Medium

Irgendwie habe ich mich selbst angefixt mit den Sachen… die Palette ist ein Standardteilchen, die findet man in ähnlichen Farben zehnfach bei mir. Mir gefile sie auf Anhieb, neutrale Töne, sehr dezent, aber ich konnte mich nicht hinreissen, dem kleinen Teilchen ein neues Zuhause zu geben.
Dann kaufte ich den Rouge Stick. Der ist ja so so gut! Bis auf den Duft, der latent an Reiniger erinnert, ist das definitiv eines der besseren Produkte von Schanelle.

Die Palette in graubraun, der korallige Cremeblush und der getönte Lippenbalsam für unverschämte 37 Euro gehören zusammen, und so gab ich ihnen zusammen ein Zuhause!

Nun, wer unter dem Motto „Dezenz ist Schwäche“ schminkt, kann hier gleich abwandern. Die eher leichten Pigmentierungen der Produkte sind für alle Schminkfaulen, für alle ewig Unausgeschlafenen, und alle ewig jungen Frauen ab sechzig und siebzig.

Tatsächlich gewinnt der Lippenpflegestift auf ganzer Linie: Grandios schöne Verpackung, ein natürliches, saftiges Erdbeerrot, dabei herrlich transparent und minimal schimmernd, eine gute Pflegewirkung und ein Wermutstropfen: Der Preis. Übrigens ist der helle Baume a Levres von anderer, schlechterer Qualität, pflegt nicht und setzt sich gruselig ab. Die schöne rosige Farbe ist schön, aber ja nun.

Über den Rouge Stick habe ich genug geschwärmt, der ist in dieser Farbe (21) sehr gut und preislich in Ordnung. Die günstige und auch teure Konkurrenz (NARS) glitzert in der Regel einfach zu stark. Dieser hier tut es nicht, und die Gefahr von Sonnenbrand-Effekten sind ebenfalls begrenzt. Dafür kann man sich die limitierte Farbe 25 zulegen, die rot ist. Das mit dem Sonnenbrand-Look habe ich dann für Euch ausprobiert und so.

Die Palette hat fünf Un-Farben, eine neutrale Grundierung, zwei sehr helle Schattierungstöne, einen guten Anthrazit und einen hervorragenden Schimmer. Man kann damit alles machen, aber tatsächlich ist der Effekt sehr dezent. Mir kommt es entgegen, denn stärker pigmentierte Sachen habe ich bereits und hiermit endlich eine kühl bis neutrale Nude Version für jeden Tag und zu roten Lippen gefunden. Mit einer Base holt man da auch smokey eyes raus, noch besser finde ich die Mischung mit den cremigen Lidschatten von Schanelle-dazu andermal mehr. Ich bin irgendwie auf den Chanel-Pfad gekommen und uff, ist es das Alter?! Es gefällt mir!

Zusammen passen sie bei meiner eher hellen als medium getönten Haut einfach super. Geschminkt, aber nicht angemalt, dazu eine halbe Tonne Paföng – tatsächlich immer noch Paris Deauville, Coco Mademoiselle oder Gabrielle oder sogar eine Mischung – und fertig ist die Chose. Perfekt für ein aufregendes Outfit oder ein langweiliges Wochenende.

Bei Instagram habe ich dann ein todschickes Photo reinstellen wollen, aber nach drölfzig Verrenkungen und der Feststellung, dass ich ohne ein Kilogramm Foundation, Ringlicht und Bildbearbeitung nun mal nicht wie Instagram aussehen werde, gab ich auf. Und lachte, weil es mir scheißegal war-ich hatte zuvor eine grandiose Zusammenfassung von sechs Seiten geschrieben und fühlte mich GEIL. Weil ich nun mal geil bin. Affirmation und so.

Ach ja: Die Chanel Mascara ist Hassliebe. Effekt ist mega, sie hält, aber bis ich ein Reiniger gefunden habe mit dem sie abgeht… nicht mit Clinique Balm, nicht mit Öl, nicht mit teurem AMU Entferner, nicht mit Zwei-Phasen, nein. Erst ein Mizellen Wasser von Avene tat es. Ich hoffe die nächste Mascara ist etwas leichter zu entfernen.

Und natürlich ein Link für weiterführende Lektüre:
beautylookbook blog chanel les beiges kollektion

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SHISEIDO – kompletter Relaunch der Make-up Linie

Alter Verwalter! Alles, aber auch alles neu?! Verpackungen und Produkte, und zwar in einer neuen und interessanten Art der Unterteilung: Dewy-Produkte für Glanz&Gloria, Inks-kräftige Farben, wasserfest denke ich, Gels-Lippenstifte, Blushes, Powders-alle Puderprodukte. Die Marke hat sich einer Verjüngung unterzogen, wie man bereits an der letzen Pflegeserie sieht. Etwas flippiger, wesentlich jünger, sportlicher und vermutlich eher an die Millenials gerichtet (die haben doch kein Geld?!)

Der Ansatz lautet, dass man alle Produkte aufgrund ihrer Textur verwendet und nicht aufgrund ihrer (limitierenden) Produkteigenschaft. So neu ist das nicht, so hat Chanel mit dem Blush und Gloss Gedöns mit einer Gelee-artigen Textur schon was ähnliches auf den Markt gebracht.

Die Produkte werden im September in Italien verfügbar sein, also auch bei uns dann. Heißt für mich zum Counter laufen und noch schnell mit den Favoriten eindecken! Erinnert sich jemand, dass mein von Dick Page designter Lippenstift ins Klo gefallen ist? Diese Sache erschüttert mich bis heute, den Lippenstift werde ich jetzt aber endlich nachkaufen. Die Farbe war einmalig schön… Toffee Apple <3

Wie gefallen Euch die neuen Verpackungen? Ich denke die Sachen werden schon gut sein, aussehen tun sie rein optisch nicht so ansprechend. Wenn die Preise angehoben werden, muss ich sagen: Nope. Sieht nicht mehr aus wie Premiummarke. Sieht aus wie Prada Sport, oder?!

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CARTIER PARFUMS neuer Duft Carat

Via Fragrantica gelesen und für sehr interessant befunden: Ein neuer Duft von Cartier von Mathilde Laurent, bei dem man sicher gehen kann, dass sie die Entsprechung eines Diamantes wunderbar uminterpretiert und komponiert hat.
Sie ist die Meisterin der „kalten“ Düfte, daher paßt ein Diamant als Konzept ganz wunderbar.
Die Duftnoten werden sein:
Veilchen, Lilie, Hyazinthe, Ylang-Ylang, Narzisse, Geißblatt, Tulpe.

Mehr dazu, inklusive Bilder:
https://www.fragrantica.de/Neuigkeiten/Cartier-Carat-4643.html

Der Duft wird im September lanciert und dann leider erst im Oktober im Handel sein. Passend zu Weihnachten! Da ich mir definitiv zu diesen Lebzeiten keine rote Cartier Schachtel leisten werde*, tut es dann wenigstens der Duft.

*Denn ich schmachte ein kleines Panther mit Onyx an, das günstigste, für nur 60k. Schnäppchen!

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CHANEL Paris-Deauville Review

Chanel, meine Haßliebe. Ich fasse es nicht, daß ich nun absolut auf deren Düfte abfahre. Erst der Gabrielle-Duft, der zwar nicht genial, aber wunderbar erfreulich ist, dann die neue Komposition von Beige, die ich sicher auch vorstellen werde, und dann diese 125 ml-Pulle Eau de Toilette namens Paris-Deauville.

Der Duft ist wahnsinnig leicht und verfliegt schnell, er ist nicht besonders originell, muss man dazu sagen, aber er hat was. Nach einigen Tagen bei 37 Grad und regelmäßigem Einsprühen erkannte ich den Grund: Nach der sehr angenehmen, fruchtigen und bitteren Grapefruit-Kopfnote kommt nicht viel, aber die Basis ist eine angenehme, transparente und auch leicht wässrige Moschusnote. EDIT: Es ist nicht Grapefruit – man denkt sofort dran, aber es ist eher Orange-Zitrone-Mandarine. Der Duft schließt an den fruchtigen Noten von Gabrielle an, und fügt reichlich Zitruszeste und leichte Bitterkeit hinzu, erinnert allerdings keine Sekunde an klassische Eaux de Cologne. Die ganzen fiesen, ich meine frischen! Chanel Düfte a la No 19 finde ich hier nicht wieder, und für mich persönlich ist das auch gar kein Verlust. Ich mag die nicht soo gerne.

Grapefruit -und Zitruszeug!- hingegen liebe ich, und hier hat man jede Menge BAMM BUMM PENG, das ungefähr so schnell weg ist, wie jegliche Feuchtigkeit aus unserem Körper, bei den derzeit vorherrschenden 37 Grad Celsius.

Die 125 ml Flasche ist abgerundet, billig verpackt, ohne magnetischen Deckel wie die Les Extraordinaires Reihe, aber hey – man kann das Zeug auf dem Klo als Lufterfrischer nutzen, man kann sich damit regelrecht eindieseln, man kann es teilen oder… ja, da fällt mir nix mehr ein.
Ich liebe das Zeug, allerdings in Kombination mit Gabrielle, ein Duft der etwas länger hält als zwischen zwölf und Mittag, und bade mich ausgiebig darin.
Den Preis von 112 Euro kann man verschmerzen, wenn man einfach die bessere oder originellere Variante des Duftes kauft: Guerlain Mandarine Basilic, das für 125ml für etwa 60 Euro verfügbar ist. Mehr Sillage und das für den halben Preis!

Chanel allerdings ist Chanel und bietet ein bisschen Name und Pseudo-Exklusivität. Ich stehe dazu, dass ich hierbei einen reinen Lustkauf getätigt habe. Wer Chanel liebt, sollte sich die Reihe ansehen, die Düfte sind sehr leicht, aber schön gemacht. Sehen auf dem Klo, wie gesagt, auch Bombe aus!

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If I was a man I would be president

Das ist eine Liedzeile von Madonna, die sehr schön singt, wenn sie jemand wäre, wäre sie das, was sie heute ist: Erfolgreichste Popsängerin der Welt. (Ist sie doch?!)
Wenn sie ein Mann wäre, wäre sie Präsident.

Ja, und weil ich eine Frau bin, schreibe ich trotzdem ohne zu recherchieren (geht nicht!) und provokativ (geht nicht!), denn ich sollte eigentlich, wie alle anderen Frauen, die 120% bringen, die es nach wie vor braucht, um gegen männliche Dummbratzen, die ein großes Forum haben, zu bestehen. Habe ich aber gerade keine Lust zu. Weil, und das fasst es so schön zusammen:

Das meine ich gar nicht unfreundlich, ich will nur darauf aufmerksam machen.

Übrigens habe ich für mansplaining und solche allgemeinen Beiträgen einen Tipp: Sätze anfangen mit: Es gibt eine Studie nach welcher 34 Prozent, oder waren es 36, [hier was auch immer einfügen].
Was ich sage, wird hinterfragt, aber eine Studie, gel, das ist natürlich etwas anderes. Dass ich mir diese Studie ausgedacht habe, erzähle ich häufig trotzdem am Ende des Gesprächs – ja, ich habe wenig Freunde.

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Edition F – Frauen ficken finanziell Frauen mit Feminismus

EDIT: Der Titel ist clickbait, ist klar…

Ich breche die erste Lanze nicht für, sondern gegen ein Magazin von Frauen für Frauen.
Anfangs, als Edition F auf dem Markt kam, dachte ich: Geil. Auch: Schon wieder hat es jemand geschafft, meine total geniale Idee [hier geniale Idee für eine Veröffentlichung einsetzen] vor mir auf den Markt zu bringen. Na gut, Kohle habe ich nicht, das verdammte Geld verdienen muss ich selber, Mama und Papa lassen ewig nix springen und so kann man eben nicht mal was auf die Beine stellen.

Ich war neidisch, und ich fand es geil. Anfangs, und der Anfang ist nicht lang her.

Dann kam, nachdem man dort als Frau für lau schreiben durfte, für andere Frauen versteht sich, die Anzeigen nach nicht bezahlten Praktikanten, die Werbeschaltungen* (YAY) für Nestlé (NEIN?!!) und als ich dann schon etwas die Augenbrauen runzelte: Die Akademie! Irgendwie sowas – ich weiß gar nicht mehr wie es sich nannte, ist auch unwichtig.
…irgendeine Veranstaltung, wo man hinkommt, netzwerkt und ein paar Euronen zahlt (250 waren es) und sich ein paar Vorträge anhört, namentlich von den natürlich nicht ehrenamtlich dort tätigen Frauen, die erstens noch nie einem richtigen Arbeitsverhältnis nachgegangen sind noch einem erfolgreichen Arbeitsverhältnis nachgegangen sind. Meistens. Coaching nennt sich das, und ich fände es wunderbar, wenn es nicht ähnlich wie diese hyyge Geschichte reine Augenwischerei und reine Geldmacherei wäre. Es zielt auf Frauen, von Frauen, und es bringt genau betrachtet nichts. Mentoring Programme: Nichts. Vorträge: Nichts.

Alle guten Artikel, aller guten Texte, die man bei Edition F findet, zum Trotz: Wenn Frauen aus der Not der Frauen ein Geschäft machen, das ihnen NICHT hilft, sondern sich nur in der Reihe der kapitalistischen Maschinerie einreiht, dann ist das kein Feminismus.
Wir können es alle: Das Richtige sagen. Im Fernsehen auftreten und das Richtige sagen. Aber etwas TUN, das bleibt den Frauen überlassen, und damit werden sie wieder ver-lassen, bis zum nächsten Event, bis zur nächsten Abbuchung auf der Kreditkarte.

Nein, im Ernst: Feminismus hat ein Problem. Das Problem heißt: privilegierte Feministinnen. Feminismus kann nicht gedacht werden ohne die $$$ Komponente, ohne Kapitalismus, und wer könnte da besser ins Feld geführt werden als die gute Alice Schwarzer, die früher BHs verbrannte und heute nur noch Yohji Yamamoto trägt, Designerkleidung im vierstelligen Bereich… gut so, Geld ist wichtig, aber mehr für mich, weniger für die (nicht den) anderen ist halt, nach wie vor, nicht besonders emanzipiert.
Privilegierte Feministinnen setzen sich ein für: Ihre Rechte. Niemand setzt sich für die untere Einkommensschicht ein, immerhin sind die Alleinerziehenden nicht mehr unsichtbar dank der Arbeit von unter anderem Christine Finke, die ihr Privileg genutzt hat und etwas macht, was andere nicht machen: Sie ist in die Politik gegangen. Aktive Teilnahme mit all ihren Tücken, Zeitaufwand, Langeweile, Formalitäten, Papierkrieg…

Edition F hat die Kurve nicht gekriegt, ist den Weg gegangen den man halt geht, und sich den zweiten Porsche zu finanzieren, und das ist auch okay. Irgendwo und irgendwie schon, und wer sagt schon nein zu Schotter, fällt ja nicht vom Himmel und mehr ist mehr. Gier steht Frauen genauso gut oder schlecht wie Männern. Aaaber: Wenn 200 Frauen für 250 Euro oder mehr den Raum füllen, die Rednerinnen ein paar Tausender absahnen, die Getränke und der Raum abgezogen werden und es bleibt am Ende ein Gewinn und ganz viele begeisterte Frauen, ganz viel heiße Luft die sie eingeatmet haben, die sie vielleicht auch
belebt, für ein paar Tage bis sie sehen dass eine Selbständigkeit doch nicht mal eben gewuppt werden kann wenn Rechnungen bezahlt werden müssen und Kinder neue Schuhe brauchen, also dieser Gewinn – cui bono?

Ähnlich wie die Plattform utopia.de, die den LOHAS Trend aufgriff und den finanzstarken Luxusökos eine Plattform bot, ist das Ganze eine, sagen wir mal, sloppery slope. Du kannst nicht mit dem Kapitalismus ficken und dann rausgehen uns sagen: Fickt den Kapitalismus. Also, man kann schon, ist halt…
…kein Feminismus**. Es ist auch nicht nachhaltig.

Fun fact zusätzlich ist, dass das Team von Edition F aus rein weißen Frauen mit langen Haaren (das fiel mir sofort auf!) zwischen 20-40 besteht. Ich wette nun, dass mindestens 50% von den Damen zusätzlich von Mama und Papa finanziert werden (alternativ Partner/Erbe/…). Alles Spekulation natürlich. Angeheizt von meiner Erfahrung mit gut versorgten, gut betuchten AkademikerInnenkinder, die bis Mitte 30 promovieren und sich mit einem Gehalt von 1300 netto Kleidung von Burberry kaufen können und privat versichert sind. Ihr versteht.

*Wer TSCHAKKA hören möchte, kann mich gerne anrufen, ich bin ein Tasendsassa und kann motivieren; zusätzlich zeige ich Euch wie ihr unter zehn Minuten ein super tolles ICH mit ein bisschen Farbe zaubert, das Euch einfach motiviert so GEIL ZU SEIN WIE IHR GEIL SEID. Nebenbei singe ich ein Lied für OB Tampons (das Geld muss rein), sage aber vorher Bescheid damit ihr den Ton ausstellen könnt. Ich habe nämlich nichts gegen Werbung.

**Boah, und ich kotze, weil ich wünschte dieses Wort wäre nicht überall, wäre nicht nötig, wäre nicht noch eine Hürde die wir nehmen müssen. Frauenrechte wurden die letzten Jahrzehnte regelrecht abgebaut, und keiner hat genau hingeguckt. Wir haben Nazis in der Politik – in ganze Europa! – und in der Reihe Menschen zweiter Klasse stehen wir Frauen ganz vorne an. Erinnert Euch dran, wenn es uns an den Kragen geht.

UND JETZT KÖNNEN MICH ALLE STEINIGEN! Noch lieber: Diskussion 🙂

EDIT DREI:
Die Akademie heißt Future Female Force. Ihr könnt ein T-Shirt davon kaufen!
Ich finde, dass es angebracht ist die andere Seite der Medaille zu zeigen, denn mich erinnern solche Dinge an eine riesige Merchandising-Maschinerie, mit der man T-Shirts, Bücher, Videos und wer weiß, irgendwann eine eigene Kosmetiklinie verkauft (das hier ist durchaus selbstironisch). Es zeigt sich, dass solche Veranstaltungen wirkungslos bleiben, sie werden als allgemeine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme einerseits gehandelt, als ablenkende Beschäftigung andererseits.
Meine Intention ist die andere Seite der Medaille zu zeigen. Was frau damit macht, bleibt ihr selbst überlassen. Persönlich finde ich das nicht schlecht, eine tolle Sache, aber eben mit schalem Beigeschmack, wenn ich meine privilegierte Sicht, in der ich heute bin, verlasse.

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L’Oreal Paris La Petite – Griff ins Klo – Palette

Es gibt zu dieser Produktreihe absolut bescheuerte Namen wie Nudist, Fetishist (aber sicher!!) und dem ganzen wirklich die Krone aufzusetzen: Feminist.

Der Wiederaufguss einer Armani Palette von 200X oder Anno dazumal, ich habe sie in ähnlicher Form ja hier, hat natürlich keine Aussage, aber was an Körperverletzung grenzt, ist das dazugehörige Video mit Lena wie auch immer, die mit aufgeklebtem Wimpern und „frechen“ Sprüchen und street credibility erheischendem Ghettosprech (ist das nicht eine wohlsituierte, gutbürgerliche Tochter?! ist sie…!) die Nullaussage richtig schön aufnimmt. Weil die Farben sich so gut kombinieren lassen! FEMINIST!

Und alle Frauen so: DAS HABE ICH IMMER FALSCH GEMACHT! Ich habe mich falsch geschminkt, deshalb war ich nie mit dabei! Deshalb bin ich vielleicht auch gar keine Frau, oder eine Feministin! Oh nein!! Und hier ganz viele, entsetzt blickende, aufgerissene Augen imaginieren und dazu den stockenden Atem, ja die Panik und die Scham und überhaupt… Natürlich nicht. Von wegen. Das ganze Internet lacht Euch aus. Und wenn ich das nicht mit eigenem Augen gesehen hat, sowohl die Palette als auch den Shitstorm Eurer Zielgruppe, ich glaubte an ein Aprilscherz. Wer das freigegeben hat, sollte dringend aufhören zu koksen und mal ein paar bessere Rechercheaufträge vergeben, ihr wißt schon, Trends, Zielgruppen, Marktdurchdringung, Dinge für deren vermeintliches Wissen ihr verdammt viel Geld kassiert. Ich wette 6.000 Euro, dass es ein Mann war.

Liebe L’Oreal Leute, das ist, namentlich zumindest, ein völliger Griff ins Klo. Feminist (nicht Feministin, näh) ist kein Etikett oder ein Label. Nein, es ist nicht modern, nur weil es leider wieder an der Zeit ist, es zu verwenden. Habt Ihr nicht auch eine Agressivst Palette? Oder eine Pazifist Palette? Wie wäre es mit einer IDGAF Palette?
Eine Opportunist Palette? Eine Mitgemeint Palette?

Was ist mit Euch los, ihr Marketeers?
Mir ist bloß nicht zum lachen zu Mute. Setzen, sechs.
Frauen das Geld aus der Tasche ziehen ist das eine, sie dabei verarschen, geht nicht.

Danke an @FemInsist für die Nutzung ihres Bildes.

feminsist-tweet

Quelle:
https://twitter.com/femInsist/status/1014206123157737472

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Vegan, weil ich kann: Risotto mit Tomaten, Zucchini und Dill

Was mache ich eigentlich? Essen. Kochen. Essen kochen. Essen. Risotto ist das perfekte Essen für faule Köchinnen und für Kinder geeignet, denn alle lieben Matschepampe.

Ausnahmsweise mit Mengenangaben – unverzichtbar ist eine sehr gute Dose Tomaten in der Dose (aaaahhhh…), Dill und die kräftig angebratene Spitzpaprika.

400ml Tasse Arborio Reis
Olivenöl
Eine Dose MUTTI Polpa
Eine Spitzpaprika in feinen kleinen Streifen
Eine rote Zwiebel fein gehackt oder eine Stnge Lauch (zwei gehen auch…)
Eine Zucchini, feingewürfelt
Eine Dose weiße Bohnen, gut abgespült
Limetten- oder Zitronensaft
Brühe (ca. 1 Liter)
Dill

Eigentlich ist das eher ein Gjuvetsch als ein Risotto, aber die Reissorte verwandelt es in einem köstlichen und durchaus restauranttauglichem Gericht.

Die Zubereitung ist denkbar einfach – Zwiebel/Lauch und Spitzpaprika ordentlich anbraten, dann den Reis mit anbraten, die Zucchini, mit Saft ablöschen. Tomatendose rein, Hitze reduzieren. Die weißen Bohnen sind nicht nur lecker cremig sondern auch eiweißreich und daher gesund – man kann es stets als Piratengemüse verkaufen (wer Kinder hat). Die mit reinkippen, Dill drauf, Deckel drauf und 20 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren.

Wer mag, kann am Ende nochmal frisches Olivenöl drauf gießen.

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