Fashion staples? Classic staples – was frau im Schrank haben sollte… bestimmt sie selbst!

Listicals! Nachdem die Glamour eine reine Werbestrecke unter dem Titel Fashion Staples laufen ließ, sollte ich mir zu fein sein das Thema anzufassen. Weißes T-Shirt und dunkelblaue Jeans? Im Ernst?? Das soll ein Modetipp sein?! Ein kleines schwarzes? Sissi, mir ist so fad!

Tipp Nr. 1: In bleibende Accessoires investieren.
Tipp Nr. 2: Frauen lassen sich ewig schon sagen, was sie tragen sollen. Von Männern, die meist schwul sind und statt der Frau ja auch lieber einen Kleiderständer hätten „as seen in Vogue“ (Zitat Ende).


Nein, da steht nichts. Wirklich! Mach doch, was Du für richtig hältst. Gib das Geld aber ruhig für Dich aus. Schmuck, Pflege, Massage.

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SISLEY Phyto Twist Blush in Petal – so geht das!

Schlaue Füchse werden das Produkt bereits schon online günstig geschossen haben. Nachdem mir meine Freundin die Genialität dieser Teile bestätigte, erinnerte ich mich daran, dass ich den Bericht hierzu MIT TRAGEBILD noch nicht geschrieben habe. Leider pflege ich das, was ich am häufigsten nutze, am wenigsten zu würdigen.
Man wird, wie im Alltag, etwas betriebsblind. Ich könnte jetzt ausholen und über dieses und jenes dozieren, aber wer will das lesen?! Nicht hier und nicht jetzt.

Umm, zurück zum Thema. Wenig Zeit habe ich eigentlich nicht, aber ein vollgeschmiertes Gesicht macht in diesem Sommer null Sinn. Es ist heiß und schwül, es ist schwer nicht zu glänzen wie ein Schweinchen. Ich habe dazu ein äußerst sabberfreudiges Babymädchen, das schon meinen roten oder pinken Lippenstift ertragen muss. Da will ich nicht die vier-Schichten-Spachtelmasse im Gesicht tragen.

Ohne alles sehe ich aber scheiße aus. Punkt. (Mit zum Teil auch….)

Werfen wir also zusammen, was zusammen gehört: Concealer, Blush, Wimperntusche und sehr viel Augenbraue. Nicht fehlen darf die wasserfeste Spachtelmasse (Shiseido, leider discontinued, daher nicht im Bild).

Und so trägt man den Blush auf: Weiterlesen…

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LEONOR GREYL Crème de Soin a L´Amarante – sparsamer pflegespülen

Mir sind die Haare noch nicht komplett ausgefallen, aber zumindest so, dass es sich lohnt demnächst einen Besuch beim Onkel Doc zu machen. Mein Friseur sah mir tief in die Augen und sagte: Irgendwann wächst es nicht mehr nach.
Die restlichen Fiesel hatte er dann auch schon abgeschnitten und ich muss sagen, gut so.

Längere Haare? Sie nerven, sind zeitaufwendig, selten modisch oder kreativ, und wer hat schon Zeit und Bock morgens mit Glätteisen dreiviertel Stunde zu hantieren? Und am Wochenende die Haarmaske nicht vergessen, das Peelingshmapoo, bla bla bla. Haare waren mir nie wichtig, sie sind da, meistens, und unsere gemeinsame Zeit wird versüßt durch gute Tage, gutes Shampoo und gelegentlich bis äußerst selten ein wenig Pflege.

Für 64 Euro würde ich mir nie im Leben ein Haarprodukt kaufen. Oder? Das sagte ich auch schon mal über andere Sachen und habe es doch getan. Diese Spülung ist leider so teuer und trotzdem, ich finde sie ehrlich gesagt echt gut. Vor allem nachdem der Ehemann dachte, es sei Shampoo, und sich damit die Haare wusch. Höhö. 150ml sind nicht wenig, dennoch macht der Preis die Anschaffung nur für Haarfetischisten gerechtfertigt.

Die Textur ist dick und das Produkt sehr reichhaltig. Sparsamer spülen (vergebt mir für die Alliteration, ich stehe einfach drauf!) ist notwendig, sonst hängen die Haare schwer vor sich hin. Sehr wenig hilft sehr viel, wenn man es nur in die Längen verteilt. Das absolut geniale Ergebnis sind duftende Haare, die am nächsten Tag noch dezent duften, sehr schöner Glanz und keinerlei schmierige, fettige Haare bei eventueller Überdosierung.

Als großer Fan von „viel hilft viel“ habe ich der Tube anfangs sehr viel entnommen… das tut nicht Not, man ist mit einer haselnußgroßen Menge tatsächlich bei kinnlangen Haaren bestens bedient.

Mein ultimativer Tipp: Solche Schätze niemals nie in der Dusche stehen lassen. Spätestens wenn jemand anders (…Besuch!!) sich mit der halben Tube eingeseift hat, um zu kommentieren: „Ihr habt aber ein komisches Duschgel!“ werdet ihr verstehen was ich meine.

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TOM FORD BEAUTY Scarlet Chinois Nagellack

Die Standard-Bilder für Nagellack sind Hände, die eine Flasche Lack umklammern. Ich habe leider keine lackierten Nägel, sondern nur lackierte Füße, mit denen man nix klammern kann. Lässig ausstrecken kann ich aber! Man bemerke die Streifen Bräune, die von den Birkenstocks kommen. Übrigens sind Birkenstocks schon lange in – ich trage sie im Sommer bereits seit Jahren als Statementwear zu Kleidern und sogar mit Jackett etc. Natürlich ein abgefahrenes Modell und nicht meine Hausschuhe. Mittlerweile sind sie ja an jedem Influencer zu sehen und wenn man ehrlich ist, an jedem übergewichtigen Menschen, mal mit und mal ohne Socken.
Was sagte meine Freundin neulich: Hätte sie bloß Birkenstock-Aktien gekauft!

Doch ich vergaß. Der Lack! Die Farbe fand ich schon immer total klasse, doch angesichts eines kompletten Fachs voller roter Lacke im Kühlschrank muss es nicht noch einer für fast vierzig Euro sein. Also kaufte ich einen sehr ähnlichen Essie. Hm. Nichts reicht an das Original, oder? Richtig!

Nun, das Original ist unglaublich glänzend und lackiert sich sehr einfach. Zwei Schichten mit Unterlack und Nagellack halten so lange, bis selbst ich mir den Lack übergesehen hatte und GLÄNZT. Ein Statement! Der Lack hat keinen Schimmer und ist tatsächlich ein Tick besser als die Lacke von Estée Lauder, die auch in meiner Sammlung zu finden sind, neben Chanel, die meist von zwölf bis mittag halten.

Natürlich kauft man solche Produkte nur wegen der Farbe. Alles andere ist bullshit.

Und diese Farbe ist beyond sexy.

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Ich habe unrecht – Filetsteak vs vegane Küche

#sustainaBLA mache ich auch, bis zu einem gewissen Grad. Hier http://www.mybeautyblog.de/boulevard-klatsch/nachhaltigkeit-sustainabla/ erhob ich den Besserwisser-Finger und sagte: Nanana. Wer es nicht durchzieht und Avocados isst, statt selbst angebaute Karotten, muss nicht mit vegan ankommen.

Ich habe unrecht.

Neulich gab es bei uns (Gäste gab es auch…) ein ganzes gottverdammtes Filet von einem uruguayischen Rind. Fast zwei Kilogramm feinstes Fleisch, das wir liebevoll zubereiteten und auch würdigten. Ehrlich gesagt war es das erste Mal, dass ich so gute Steaks in privater Runde aß; interessanterweise haben wir es das erste Mal zubereitet. Anyway – mehr sustainaBLA geht nicht. Fleisch aus Uruguay!!

Die Woche darauf kochte ich endlich wieder meine veganen Currys und sinnierte bei einem Löffel höllisch scharfem Bio-Gemüse in Kokos ob der Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte nicht doch mehr aufwiegen als die ökologische Sünde der Avocado. Was wir nämlich außer Acht lassen ist die ethische Komponente (das tote Tier schmeckt halt verdammt gut!) und das tun wir ja auch gerne bei anderen Dingen.
Trotzdem, der Vergleich ist sinnfrei. Es ist wie Krankheiten vergleichen – für den Betroffenen ist es immer scheiße!
Für das Bio-Fleisch musste auch ein Tier sterben, ob mit oder ohne Leid, tot ist tot, und es ist nicht einmal notwendig.

Fakt ist, wir leben auf Kosten anderer, das nennt sich Globalisierung und Ungerechtigkeit, und um nachhaltig zu agieren müssen wir in großen Ansätzen als auch auf Makrobene denken. Das können die wenigsten, und noch weniger fangen bei sich an. Daß man nicht hundert Prozent fahren kann, ist klar.

Wer niemals versagt, hat es auch nie ernsthaft probiert.

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EDWARD BESS Big Kiss Lipstick

OH.MEIN.GOTT. Dieser Lippenstift hat es in sich. Satte 32 Gramm, eine fantastiche Farbe und Konsistenz, und wirklich, wirklich ungewöhnlich!

Tatsache ist, dass dieser Freudenspender (Ähnlichkeit mit organischen Vorbildern durchaus beabsichtigt…) in Deutschland nicht erhältlich ist. So machte das Geschenk eine kleine Weltreise aus dem Edward Bess Headquarter nach Texas und nach Hamburg, um dann weiter nach Lünedorf verfrachtet zu werden, standesgemäß in einer luxuriösen übermotorisierten Karre mit schickem Fahrer. Besagter Mensch ist der Ehemann meiner Freundin und er gestand, dieses Monster nicht wirklich zu begreifen und war verwundert bis belustigt, wie wir Damen uns darüber beäumelten.

Ist der Lippenstift ein Gag? Sicher. Ist der Lippenstift benutzbar? JA!!

Man kann ihn einfach so auftragen, verblendet ein wenig die Ränder, fertig. Die Farbe ist ein Pinkrot und leuchtend trotz matter Textur. Wer Tom Ford Vampire Kiss kennt/hat, die Farbe ist fast identisch.
Für die Handtasche ist das nichts, aber trotzdem ein absolut geiles Teil!

Daneben ist der reguläre Edward Bess Lippenstift. Überhaupt finde ich es schade, dass die Marke nicht in Deutschland erhältlich ist, der junge Mann dahinter ist eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte und soweit ich es aus seinen Live-Mitschnitten beurteilen kann, auch sehr sympathisch.

Selbstverständlich trage ich diesen Lippenstift zum Beispiel… in den Wald.

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Marketingfail: CHANEL, Stella McCartney und die Millenials

Mir stieß ja schon die Chanel Werbung für die Lipglosse sauer auf, und davor die Werbung für den Flanker vom Flanker vom Flanker namens Chanel Eau Premiere mit Lilly-Rose Depp.

Heute auf Instagram habe ich die selten dämlich inszenierte Tochter Lourdes von Ma$$ aka Madonna für den Duft von Stella McCartney als Clip angeschaut. Wie ein Unfall, man guckt einfach hin, dazu habe ich mir auch die Kommentare durchgelesen. Wenn schon.

Sie sitzt da mit leer-suizidalem Blick und kämmt sich die Haare. Dabei trägt sie ein sehr schickes Onepiece, man nennt diese Unterwäsche glaube ich Body, vielleicht jetzt auch anders, ich bin ja nicht mehr up to date; ihre Socken haben ein Loch. Sie wirft ihre Haar in die andere Richtung und schaut in die Kamera. Vielsagend, herausfordernd, vielleicht auch einfach nur leer. Sie hält hiernach noch den Duftflakon in die Kamera.

Nun bin ich keine Bildwissenschaftlerin, dennoch ist meine Interpretation vielleicht gar nicht so abwegig: Gezeigt wird Nichts, das Nichts bewirbt das Etwas. Sehr intellektuell, muss man schon sagen. Nun zu der Zielgruppe des Clips: Einhellig kopfschüttelnde Kommentare und #facepalm und #wtf und lauter Verwunderung ob der Intention. Ein bisschen Aufmerksamkeit sei also diesem Beitrag gegönnt, mehr kommt da wohl nicht.

Und wer kauft das Zeug? Die Millenials sicher nicht, aber deren Mütter werden es shoppen, als Geschenk oder für sich, denn das Geld liegt nun mal bei denen auf dem Konto oder unter der Matratze.
Da finde ich minderjährige Rolemodels, die sich öffentlich zu ihrer Magersucht bekennen (müssen?) oder schlichtweg als „Tochter von“ Bekanntheit erlangten, ein wenig… WENIG.

Ich kritisiere nicht die Personen, denn sie haben es nicht leicht und werden trotz ihrer Privilegien kein glückliches Leben führen dürfen. Das hat sich an anderen Kinderstars schon gezeigt, die mit Krankheiten und Entzug den Preis für den frühen Ruhm bezahlt haben.
Ich kritisiere aber eine Branche, die faktisch Kindesmissbrauch betreibt, keinen Anstoß an das Alter der Personen nimmt, und dabei auch noch völlig am Verkaufsziel vorbeischießt. Scheißt. Nichts gegen Marketing, nichts gegen Konsum, aber das geht auch nachhaltiger.

Frage mich weöche bescheurte Werbung ich sonst noch verpasst habe… ich liebe Werbung als historische Zeitaufnahme; in drei hundert Jahren wird man kopfschüttelnd darüber sinnieren, wie wir gelebt haben. Dann aber nicht auf dem Planeten Erde, weil die haben wir kaputt gemacht. Oopsie.

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