CHANEL Le Vernis Nagellack

Es gibt eigentlich keinen Grund einen teuren Nagellack zu kaufen – aber Duty Free und ein paar Euro günstiger gaben mir doch einen Grund 🙂
Für reguläre Euro 21.50 gibt es eine wirklich wunderschöne Farbauswahl, dazu diese umwerfende Verpackung – so macht Nagellack Spass.
Da ich eine Allergie habe, benutze ich Nagellack nur an meinen zarten Füssen – und das im Sommer wie Winter. Bei mir hält eine ordentliche Anpinselung auch mehrere Wochen.

Der Klassiker Rouge Noir, ein dunkles, fast schwarzes Rot, war leider ausverkauft, also habe ich mir die Farbe Magnolia Rose geholt – ein zartes Ballerinarosa mit winzigen Goldpartikeln.
Sehr sommerlich, sehr edel, sehr …blond. Ich finde diese Farbe passt zu zarten elfenhaften Wesen, die sehr hellhäutig sind. Es passt nicht wirklich zu mir, denn meine helle Haut wird schnell braun und die Farbe ist dann zu hell. Aber man kauft nicht immer was einem steht 😉

Ich empfehle ohnehin lieber dunklere Fraben, auch wenn sie pflegeaufwendiger sind. Bei dunkler Haut immer schön, bei heller Haut ein toller Kontrast im Schneewittchen-Look.
Und auch lieber mit Glitzer, dann sieht man Unregelmässigkeiten nicht so stark.
Nagellackprofis beneide ich sehr, die schlichte starke Farben fehlerfrei auftragen können, doch davon bin ich weit entfernt.

Also gepinselt, einmal – zweimal, fertig. Der Nagellack trocknet erstaunlich schnell und ist sehr dünnflüssig. Leider kriege ich es nicht hin, Lack wirklich gleichmässig aufzutragen, aber wenn es ein Profi macht ist es spitze!
Nun hält er schon brav die zweite Woche, trotz duschen, baden, Sandalen und Wintersocken (ja, das Wetter ist echt doof!).

Die Farbe ist wirklich schön und der Glanz gewährleistet, durch die vielen kleinen Goldpartikel. Gesplittert ist nichts, allerdings wird das an Händen anders aussehen, die eine ganz andere Belastung haben.

Insgesamt ein schönes Produkt, aber sehr teuer. Wenn man dort seine Lieblingsfarbe findet, und nur einen Lack hat, okay, aber werden es mehrere, tut es doch ganz schön weh. Da können NIVEA Lacke und L’Oreal mithalten, und auch günstigere Firmen wie Manhattan oder Rimmel…

Die sehr gehypte CHANEL Farbe Blue Satin ist übrigens schön – aber warum soll ich mit nachtblauem Zehen durch die Gegend laufen? Nöööööö…

Dafür habe ich noch die Farbe Marylin mitgenommen – der Name 🙂 ein Himbeerot. ich freue mich schon auf den nächsten Anstrich. Das war es dann aber auch – mein Konto schreit!

Take a walk!

Gestern abend um halb zehn – am Park vorbei, der Geruch der nassen, asphaltierten Strasse, die Welt in blau eingetaucht…
Wie wär’s mit einem Spaziergang?

Statt wie üblich an Parfümtester zu schnuppern, ging ich spät abends los, mit meinem iShuffle bewaffnet, am Park entlang. Der Himmel bewölkt, alles blau, einige Tropfen Wasser intesivierten den Duft der blühenden Pflanzen.
Besser als jedes Parfüm – feuchter Asphalt, weisser, heftiger Jasmin und der fast verblühende Flieder, hier und da eine Fläche Maiglöckchen, die das letzte Tageslicht einfangen…
Der nasse Staub und das bittere Gras, hier und da eine regelrechte Wolke Geissblatt, was mich sehr an Olene von DIPTIQUE erinnert.

So schön!

CHANEL No. 5 Parfum

Chanel No. 5 – kaum ein Duft ist so bekannt wie das Parfüm, das Marylin Monroe nachts trug – und zwar ausschliesslich. Den John F. K. danach zu fragen können wir leider nicht mehr…
Dieser sagenumworbene Duft ist angeblich das erste Parfüm, das mit künstlichen Zusatzstoffen erstellt wurde. Seit 1921 ist der Duft mehrfach verändert und dem Zeitgeist angepasst worden, doch es bleibt ein Love it or leave it-Duft.
Jasmin, künstliche Aldehyde und Vanille bestimmen diesen Duft, der nie blumig ist sondern irgendwie anders, der eine neue Sparte an Düften kreiert hat.

Sind wir mal ehrlich: Ich hass(t)e diesen Duft.
Das ewig Weibliche? Seit wann mufft das nach altem Nerz, nach verschlossenene staubigen Schränken, nach ungewaschen und einparfümiert?

Es gibt jedoch eine geschlossene Front von Chanel No. 5 Liebhaber da draussen, doch diese haben bestimmt nie das Parfüm benutzt, sondern immer nur das Eau de Toilete, dessen Staub- und “Alte Katze”- Duftnoten wesentlich mehr herausragen.

Doch kein Vergleich zum Parfüm: Ein winziges Glasflakon von 7,5ml oder 15 ml, versiegelt mit Wachs, dessen Inhalt eine fast ölige, goldgelbe Flüssigkeit ist.
Ein Mythos, wie Gold eben auch.
Der Duft entströmt sanft, weich und betörend, die Vanille und das Vetiver tragen die Blüten sanft empor, um sie mit der Aldehyde zu begrüssen.
Die aldehydige Note, was für viele aus dem Duft ein No-Go machen, ist eine sanfte Erfrischung und Brücke. Der gesamte Duft ist elegant und schwebend.

Allerdings muss man diesem Geheimnis für bittere 90 Euro auf die Spur kommen, oder als nachfüllbarer Zerstäuber für 97 Euro.

ALTERRA Lippenpflegestift Kamille

Na, was für ein Schnäppchen – 1,19 für ein absolut ökiges Labello, das keine Mineralöle enthält und mit gutem Gewissen in 20 Sekunden Takt auf die Lippen geschmiert werden kann.
So sieht es allerdings auch aus – eine billig aussehende weisse Plastikverpackung, die allerdings kostbares enthält: Rizinusöl, Sheabutter, Kakaobutter, alles was es braucht um Lippen zart und gepflegt zu halten. Und übrigens auch Wimpern!
Einfach mit dem Stift zart über die Wimpernspitzen fahren.

Der Stift ist geschmacksneutral und sehr weich, spendet also auch viel Feuchhtigkeit. Das Billigpendant von Alverde hingegen war hart wie Stein und hinterliess ein merkwürdiges wachsiges Gefühl auf den Lippen. Neee…

Ich bin sonst mit solchen Stiften sehr gnadenlos, der WELEDA Stift ist super, aber teuer und nicht glänzend/feuchtigkeitspendend genug, die anderen enthalten Sachen die süchtig machen und Lippen austrocknen (keine Namen! fängt alles mit L an 😉 ) und
die paar, die auch ein wenig Farbe enthalten, entpuppen sich zum Schluss als steinharte Geschosse.

Dieser Stift hat aber meine sonnenverbrannten Lippen repariert und an der Kasse kein Loch hinterlassen. So soll es sein.

Dazu habe ich zwecks Begleitung im Einkaufskörbchen das Kamillenpeeling und die Aloe Vera Reinigungsmilch von ALTERRA mitgenommen 🙂

Hess Natur

Der deutsche Vorreiter im Bereich ökologische Kleidung, der zu Neckermann gehört und dessen Namensgeber letztes Jahr verstorben ist, hat sich aufgemacht den Markt in Amerika zu erobern. Gut!
Herr Hess, den ich kennenlernen durfte, hätte es sicherlich begrüsst.

Hess Natur wird ein neues Logo haben, ganz grün und modern, und es wird Mode geben die von einem “echten Designer” entworfen wurde – Miguel Androver, ein mallorquinischer Jesus-Alter ego. Vom Aussehen her…

Ich bin gespannt ob es Mode in kleinere Grössen geben wird, und ob der Drang zu Walle-Walle – missverstanden als Ausdruck für ökologisches Bewusstsein, weiterhin so umgesetzt wird.

Es ist und bleibt wünschenswert, Ökologie und Ästhetik erfolgreich zu paaren – das erste sollte keine Alternative sein und das zweite selbstverständlich.

Die neue Kollektion wird ab Juli 2008 bestellbar sein. Ich hoffe auf kleine Grössen und spare schon mal.