TOM FORD Lip Color Casablanca 03

Worth the hype?

Das ist nicht der teuerste Lippenstift meiner Sammlung. Aber, Holladiewaldfee, mit knapp über 40 Euronen nichts, was man exzessiv blind shoppen würde. Was soll ich sagen… ich mag Lippenstifte. Und diesen mag ich sogar sehr gerne! Zumal mir tatsächlich nicht einfällt, welches andere Produkt eine ähnliche Textur hat.

Zunächst – die Verpackung ist schön. Es fehlt aber das gewisse Extra, um sie wahwahwow zu machen, dennoch ist sie echt schön. Schlicht und edel, nicht zu leicht, nicht zu schwer – und auch auffallend.

Die Farbe… ist sicher nicht ausgefallen. Und das ist gut so. Sie steht mir einfach, sie ist sehr tragbar, sieht edel und gepflegt aus. Und hält. Und hält. Und ist matt. Momentan trage ich den Lippenstift eigentlich ständig, weil er so schnell so viel hermacht – und weil er pflegend ist, trotz der matten Textur. Ich bin die Chanel Allure Texturen gewöhnt, die eine höhere Viskosität haben und aufgrund der fein vermahlenen Pigmente und Glitzergedönse sehr fein auf den Lippen sind. Auch Armanis Lippenstifte sind wesentlich “feuchter” im Auftrag, jedoch ohne einen Hauch pflegend zu sein. Es hört sich blöd an – ab ein gewisses Alter und eine gewisse Trockenheit der Haut sind die Dinger ideal. Lippenfalten sind kein Problem. Halt ebenfalls nicht. Kein Herumrutschen, aber auch kein schweres Gefühl auf den Lippen. Tolle Textur.

Selbst der vanillige-staubig-plastik-MAC-ähnliche Duft hat sich als tragbar erwiesen. Da bin ich sehr empfindlich! Und Vanille geht gar nicht – hier ist es ein leicht süßlicher Duft mit einem Hauch frisch angespitzten Bleistift, der kaum wahrnehmbar ist. Es passt gut zur Textur, finde ich.

Worth the hype? Yes – natürlich nicht, wenn man Lippenstifte sammelt, obwohl… erst recht wenn man Lippenstifte sammelt. Die Farben sind allesamt tragbar und sehr schmeichelnd, ich denke genau das ist es, was den kleinen Unterschied ausmacht. Kein feiner Schimmer, dennoch nicht leblos, matt, aber nicht stumpf, haltbar, verzeiht aber eine ungenaue Hand und trägt sich gleichmäßig und schön ab.

Einfach mal anders – und die INCI sind sehr gut, wenn da nicht irgendwo weit hinten ein Pfui-Phtalat drin wäre. Ich habe drauf geschaut, was ich sonst bei konventionellen Produkten nicht mache, weil mich die Textur doch überrascht hat.

Ich habe den Lippenstift auf den Bildern mit dem Trend der New Yorker Fashion Week kombiniert: Akzentuierte Augenbrauen. Im Gegensatz zu den extrem mageren Models dort habe ich jedoch was gegessen. (Kleiner Exkurs: Ich habe bei Twitter einige (Live-)Bilder der NYFW gesehen und überall, wirklich überall waren diese schönen, aber irgendwie stets hungrig dreinschauenden jungen Frauen zu sehen, mit schweren Augenringen. Und dazu groß und dünn. Ich meine nicht schlank, ich bin schlank, ich meine dünn wie in “ist unterernährt”. Ich fand das furchtbar, die Mode ist mir da gar nicht weiter aufgefallen…)

Bilder? Bilder. Sorry, ich bin darauf nicht geschminkt bis aus Puder, Tusche und fieseste Augenbrauen… Weiterlesen…

CHANEL Les 4 Ombres de Chanel – neue Farben, neue Preise

Ka-TSCHING!!

Neue Fabkombinationen (natürlich wunderschön…), alte gebackene Textur (hoffentlich überarbeitet!) mit viel Schimmer und: Neuer Preis. Satte 50 Euro.

Acht Stück zum sammeln und staunen (hahahahahah…), ab März erhältlich.

Dass die Preise insgesamt wieder anziehen, war klar. Da kann man nur hoffen, dass hier auch qualitativ was geschehen ist – meine Chanel Paletten haben es nie lange bei mir ausgehalten, faktisch habe ich eine einzige, die ich zwar nicht nutze, aber gerne behalten möchte.

Fantastische Farben, gruselige Qualität, das kann sich auch Chanel nicht mehr leisten, denn der Markt ist heiß umkämpft und die Prestige-Marken von Lauder sowie L’Oreal haben im Luxus-Segment mittlerweile die Nase vorn.

Ootd in düster-langweilig

Manche Montage sind einfach zu früh da. Und zwar alle Montage, die am Anfang der Woche stattfinden.
Um die Stimmung zu heben, sollte frau eigentlich bunte Accessoires wählen und einen schönen, fröhlichen Lippenstift.

Eigentlich. Ich bin für düster-düster oder in diesem Falle war es eher ein Hineingreifen im unbeleuchteten Zimmer in den Schrank.
Fürchterlich, aber man kann alles tragen: Eine Frage der Attitüde (…Plattitüde!).

Highlight: Der feine Seideshawl aus Indien. Leider blieb ich an Teddys Klettverschlüsse damit hängen. Alltagstücken.

Was mir daran gefällt? Gar nichts. Die Ärmel des petrolblauen Samtjacketts müssen gekürzt werden, das Shirt (Hess-Natur) war ungebügelt und die Jeans (Levi’s Demi Curve) ist zu dunkel. Lediglich das schöne Tuch und der Dr. Hauschka Lippenstift bewahrten mich vor dem totalen Desaster. Dafür lief es bei der Arbeit gut. Wenn das korrelierte, würde ich immer in Sack und Asche ins Büro gehen. Tut es aber leider nicht.

Ein Tag mit CARTIER

Wie versprochen, der zweite und etwas textlastigere Teil der Berichterstattung.

Ich war krank, ich bin krank – und ich habe Flugangst. Dank Ehemann, der sich frei nahm und Teddy betreute, dank Freundinnen, die mir Mut machten und mir in den Hintern traten, ging ich los. Zu luxuriösen Uhrzeiten, muss ich dazu sagen – ich konnte nahezu ausschlafen, bevor ich zum Flughafen fuhr. Natürlich war alles perfekt organisiert, der Champagner floss in Strömen, es gab eine Lunchbox von Ladurée (ich weiß, sehr hipp, Gott sei Dank waren da Sandwiches drin und nicht nur die von mir leider nicht sonderlich goutierten bunten Zuckerteile… ) und das Wetter war fantastisch. Dazu ein ruhiger Flug mit einem supernetten Sitznachbar, was konnte da noch besser werden?

Ein vollgepackter Tag – sehr viele Eindrücke, sehr viele Leute. Nach der Duftvorstellung (oh weh, ich roch nichts, ich rieche immer noch nichts, so krank bin ich!) ging es ins Hotel. Das Sofitel zählt natürlich zu den besten Adressen in Paris und, Versuchung pur: Hermès auf der Ecke. Verführerisch! Ich zog das warme Bett vor – ich denke das sagt alles über mein Zustand. Am Abend ging es weiter zu einem kleinen, feinen Dinner, und schlussendlich zum zweiten Highlight des Tages: Die Ausstellung.

Ein paar tausend Karat, gut gesichert – ich alter Spießer fand an einem eher viktorianisch angehauchten Stück Gefallen. Dazu ein besonders raffiniertes Stück: Eine vierreihige Perlenkette, deren Verschluß im Rücken lauter Brillanten hinabrieseln lässt. Ein Imitat ähnlicher Art trug übrigens Madonna in ihrem Vogue-Video.

Und weil ich nun mal ein Beautyblog habe, war es für mich spannend wie ich mein eher legeres und vor allem warmes Outfit mit ordentlich smokey-eyes aufpimpte… Eine Stunde lang genoß ich es, ein ordentliches Bettchen für mich ganz alleine zu haben. Während die Pressemeute permanent lästerte und stresste, war ich herrlich entspannt und fand das Ganze nahezu erholsam. Mein Hasenzwilling Leonie (der andere Zwilling heißt Leonhard und blieb daheim) hielt zudem die Stellung und passte gut auf, wie das Bett zur Nacht aufgebettet wurde.

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CARTIER präsentiert: Style and History at the Grand Palais

Die DNA einer Marke – davon spricht man heute. Cartier, Herr Louis-François Cartier um genauer zu sein, war nicht nur ein Künstler, sondern auch ein äußerst geschäftstüchtiger Mensch. Seinen Schmuck passte er an die Kleider der feinen Gesellschaft an (und somit an dem Geist der Zeit) und arbeitete mit dem ersten großen Couturehaus Worth. Seine Söhne trugen die Marke weiter nach Amerika und England, wo es natürlich an Aufträgen hagelte: So entstanden die hier gezeigten Einzelstücke als Auftragsarbeit für einige Königshäuser oder für den (Geld-)Adel.

Die Stücke sind allesamt bombastisch – groß und kostbar. Sie entsprechen natürlich dem Geschmack der Zeit und einer bestimmten Ära. Auch heute werden solche Schmuckstücke in Auftrag gegeben und getragen, sie werden vielleicht auch irgendwann in Museen zu sehen sein und den Zeitgeist illustrieren.

Teil eins beinhaltet alle halbwegs brauchbaren Photos, die ich machen konnte. Teil zwei wird meine Lieblingsstücke beinhalten und ein paar persönlichere Bilder von dem kurzen Paris-Trip beim Maison Cartier.

Mein Dank geht hier an die VeranstalterInnen, die schier unmenschliches geleistet haben (organisatorisch) sowie allgemein für die Einladung, denn Mathilde Laurent kennen zu lernen war ohne Frage sehr inspirierend und die Ausstellung ein einmaliges Erlebnis… nehmt Euch ein wenig Zeit. Die Bilder lassen sich bei Interesse vergrößern.
Die Stücke sind zum größten Teil auch auf der Facebook Seite von Cartier zu finden (in besserer photographischer Qualität natürlich).

Alons y! Weiterlesen…