ETRO – IO Myself Eau de Parfum

Für alle, die jetzt sofort an Io denken, die von Zeus verführt wurde: Nicht ganz. Io heißt auf italienisch „ich“ und für die ganz dummbratzigen Kosmopoliten hat man noch ein wenig Englisch hinzugefügt, rein nach dem Motto „Me, myself & I“.

Ein Duft, der „ich“ sein soll, ist eine ganz schön gewagte Aussage. Umso mehr, als ich mich sofort davon angesprochen fühlte. Alles, was ich an einem Duft liebe, findet sich hier wieder: Licht, Herbe, Stärke, Wärme und etwas irritierendes, aber angenehmes, das einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Erschreckend? Der Duft ist als Herrenduft ausgelobt, möchte ich aber an einen einzigen Mann schnuppern, der da wäre: Io.

Verwirrende Info.

Der Duft startet mit warmer, weicher Orange – wer die Verpackungen von Etro kennt… und nimmt dann eine schräge Richtung an. Kurz davor in einem typischen Herrenduft abzudriften, nimmt der Duft die Abzweigung an der Pfeffer und Styrax-Kreuzung und schaut kurz vorbei bei Serge Lutens, wo er sich mit einem Hauch Amber und Weihrauch beschenken lässt.

Der gesamte Eindruck ist warm, männlich, trocken und bitter. Er ist die Juxtaposition von Etra, und vom Namen her sehr passend und kohärent in der Linie der Etro Düfte.

Angeblich kann man ja die Etro Düfte immer und grundsätzlich layern (was?! unglaublich.nicht), was aber mit diesem eher schwierig wird. Vielleicht mit Lemon Sorbet.

Der Duft hat eine sehr gute Haltbarkeit und kräftige Sillage.
Für Fans von Lutens auf alle Fälle ein heißer Typ. Für Frauen auf alle Fälle ein Winterduft. Sehr Business und sehr „get the fuck off my way“.

Der Sommer ist weg!

Was war das?! Ich sitze in Jacke und dicken Socken am Schreibtisch und sehne meinen Urlaub herbei. Überhaupt sehne ich mich nach Sonne und blauem Himmel, doch ach, ach…

Ich habe Heuschnupfen! Das ist auch der Grund für die lange Abwesenheit. Heuschnupfen ist eine richtige Plage, die Haut juckt, die Augen fühlen sich an wie Sandpapier, die Nebenhöhlen hämmern dumpf den Schmerz mitten in dein Gesicht. Welches jenes dieses aussieht wie eine Naturkatastrophe, die weder mit Cremes noch mit Schminke in Zaum zu halten ist. Viel schlimmer geht es nicht – doch, immerhin outen sich viele Leidende in meiner Umgebung. Es gibt ein effektives Mittel, wenn es ganz schlimm wird: Nicht raus gehen.
Fenster zu.
Die Sonne nicht wirklich spüren, den blauen Himmel und die Ferne nicht genießen können, das Licht und die Gerüche, der Staub, die Hitze, die gefühlte Verlangsamung der Zeit. Alles weg.

Ersatzweise?

Dies hier. Weiterlesen…

MONTBLANC Emblem EdT – ein Herrenduft…

Eigentlich sollte dies so ein „Zum Vatertag“ Dingsi werden, aber ehrlich – ich habe den blöden Vatertag auch vergessen. Warum gibt es denn überhaupt? Was haben die meisten Väter denn schon getan, um einen Feiertag zu bekommen? Sich vor Elternzeit gedrückt? Ihre Hobbies nicht sausen lassen? Jeden Besprechungstermin angenommen? Die Wäsche nicht zusammengelegt? Auf den Spielplatz/Kindergeburtstag/Arzt- und Impftermin nicht erschienen?
Nicht witzig – solche Typen gibt es viele. Die haben so eine Flasche höchstens über den Kopf gezogen verdient, und den Frauen, die da mitspielen, kann man nur gratulieren (Ironie! Vorsicht!)

Ähm – zurück zum Thema.

Der Duft ist eine gute und recht getreue Kopie von Chanel Egoiste Platinum. Etwas süßer, etwas dunkler und herber, ansonsten die gleiche Autobahn.

Jedoch besticht der dunkle Flakon durch wunderbare schwere, schöne Proportionen sowie das weitbekannte Emblem des Hauses. Sonst nichts. Stylish!