Wie lange braucht ein Mann im Bad?

…länger als eine Frau! Schon mal an die Warmwasser- und Heizungskosten gedacht, meine Herren?

30 Minuten täglich – Männer verbringen viel Zeit im Bad

Berlin, Hamburg im Juli 2010: Frauen und Männer verbringen täglich gleich viel Zeit im Badezimmer. Das ergab eine Online-Untersuchung von VKE-Kosmetikverband, Berlin, und TNS Infratest, Hamburg, unter 1000 Befragten über 18 Jahren im Juli 2010.

Sowohl die Hälfte der befragten Männer als auch Frauen verbringen täglich durchschnittlich 15 bis 30 Minuten mit Körperpflege. Lediglich vier Prozent der Befragten benötigen mehr als 60 Minuten täglich im Bad und 13 Prozent der Frauen und 19 Prozent der Männer weniger als 15 Minuten.

Unter Körperpflege fallen dabei alle Aktivitäten, die normalerweise im Bad stattfinden, z.B. Duschen, Zähneputzen, Cremen, Styling, Gesichts- und Körperrasur.

„Berührungsängste mit dem Thema „Pflege“ kennen Männer heute nicht mehr. Die neuen Herrenpflegeserien sind genau auf die besonderen Ansprüche der männlichen Haut abgestimmt. Neben den Klassikern wie After Shave und Duft verwenden Männer mittlerweile immer selbstverständlicher spezielle Gesichtspflege wie z.B. Reinigungsschaum und Cremes und auch Selbstbräuner bzw. Pflege mit Selbstbräuner. Dazu kommen zunehmend Spezialprodukte wie Augenpflege, Masken und Seren. Einige kleine Unterschiede gibt es beim neuen Mann übrigens im Vergleich zu den weiblichen Konsumentinnen: Für Männer müssen sowohl das Produkt als auch das Packaging vor allem praktisch und funktional sein.

“Der Cremetiegel der Partnerin ist damit also mittlerweile praktisch tabu“, erklärt VKE-Geschäftsführer Martin Ruppmann.

Laut Pressemitteilung des VKE, der Verband der Kosmetikindustrie.

Wisst Ihr wie man so eine Pressemitteilung nennt? Self-fullfilling prophecy.
Der VKE hofft nun, dass alle Männer laaange im Bad bleiben und sich eine eigene Pflegeserie kaufen 🙂

MARGARET ASTOR Nieves Álvarez

…das habe ich auf der Homepage gefunden über das Gesicht von Margaret Astor, eine Marke des Kosmetikherstellers COTY.
Das Model heisst Nieves Álvarez uns ist Jahrgang 1974, unter anderem hat sie in Buch über ihre Magersucht und ihre Heilung geschrieben.

Ein gute Auswahl als Model!

Und dann das:

om Jahr 2002 wurde sie an Marco Severini, ein Fotograf verheiratet. Sie hat 3 Kinder: Adriano, Bianca und Brando.

Nun, natürlich kommen Fehler, Tippfehler, Grammatikfehler, einfach Fehler… oft vor. Bei mir zum Beispiel, die zwischen drei Tätigkeitsfeldern rumhüpft und oft in arger Windeseile was niederschreibt (ich kann nicht tippen, falls es niemand bemerkt haben sollte…).

Aber an jemand verheiratet zu werden ist entweder eine Google-Übersetzung übelster Art oder ein Audruck des 19. Jahrhunderts.

NO GO, COTY!

P.S. Die PR Abteilung von COTY wurde von mir bereits Anfang 2009 angeschrieben, auf Antwort warte ich heute noch 🙂

Social Media – Kann man das noch ernst nehmen?

Eine Pressemitteilung:

xxxxxxxx sucht über YouTube den schönsten Vampir- und Elfen-Look

xxxxxxxx und YouTube Userin „Zuckerpüppi1234“ suchen per Videowettbewerb auf YouTube die „kühlste Schönheit“. Wer einen Vampir- oder Elfen-Look schminkt und dazu noch ein cooles Video auf YouTube veröffentlicht, dem winken attraktive Preise. Vom 26. Juni bis 10. August 2010 haben User die Chance, die Videobeiträge bei YouTube hochzuladen.

Die Userin Zuckerpüppi ist bestimmt eine mediale Youtube – Grösse, aber ehrlich… wie weit geht diese Social Media Veräppelung denn noch?
Am besten finde ich noch die Einladung, die Arbeit für die Leute zu übernehmen (nennt sich User generated content). Okay, wenn es DAS Portal, DER Blog und DIE Website schlechthin ist… Aber Zuckerpüppi?!

Alles ist gut, aber es gibt einen Punkt wo das Ganze kippt, scheinheilig oder dummdreist wird. Social Media ist gut, aber nur mit ausreichender Transaprenz und Reflexion.

Daher, wenn Ihr mal einen User/Blog/Avatar anlegt, dann denkt dran dass Zuckerpüppi mittelfristig ein echt dämlicher Name ist 😉

EDIT: Heißt es unter Umständen nicht die kühlste, sondern die coolste Schönheit?!