TOM FORD Lippenstifte – vergammelt und verdorben

Es ist furchtbar, es ist entsetzlich, und es ist unentschuldbar: 4 meiner Tom Ford Lippenstifte sind schlichtweg vergammelt. Ranzig. Verdorben. Es waren sicher noch mehr, denn zwei habe ich so schon weggeworfen, doch diese vier Stück werde ich einpacken und dem Customer Service schicken.
Die Antwort wird heißen, dass es bei der Verwendung von so hochqualitativer natürlicher Produkte natürlich dazu kommen kann, zudem hätte ich die bestimmt falsch gelagert.

Das erste Argument ist Bullshit, weil die Produkte sowieso konserviert werden. Offensichtlich gibt es Probleme. Die Lippenstifte kosten 55 Euro das Stück, ich rede also von 220 Euro die ich jetzt in die Tonne kloppen muss. Das zweite Argument ohnehin, denn ich weiß wie man Kosmetik lagern muss… ich könnte es aber nicht beweisen, richtig? Richtig.

Auch andere Tom Ford Enthusiastinnen haben sich enttäuscht abgewendet, denn es gibt nix ekligeres und ärgerlicheres, als wenn die geliebte Farbe einfach vergammelt, und der nächste ist auch vergammelt, und der nächste… was!!!

Mich ärgert das ziemlich dolle, weil ich wirklich eines morgens alle meine Lippenstifte rauskramte und einer nach den anderen war schlecht. Ich habe kein großes Farbspektrum und auch nicht mehr viele Lippenstifte, wenn Tom Ford mich in Stich läßt, habe ich keinen Ersatz. So scheue ich Neukäufe und brauche den Bestand so gut es geht auf, weine dennoch meinen Schätzen hinterher.

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Warum #RegrettingMotherhood eine Gefahr für Deutschland ist

Komme ich jetzt mit einer Verschwörungstheorie um die Ecke? Als 2016 das Thema aufkam, blieb verdammt wenig in den Medien hängen; eine Bloggerin, die als hochsensible Person aus ihrem Leben berichtet, erwähnt das Thema; eine andere Bloggerin versucht die Perspektive eines Kindes aufzugreifen. Die Zahlen sind unterirdisch, das Thema muss also absolut tabu sein, denn laut Aussage einer Anwältin sind es meistens die Frauen, die die Männer verlassen, und aus finanziellen Gründen allerdings die Kinder bei sich behalten (müssen). Und vielleicht nicht immer wollen?

Stellt Euch vor, wie sich alles ändern würde: Auf einmal sind es nicht mehr Millionen alleinerziehende Frauen als Mütter, die von Hartz4 ohne ein Cent und ohne Entlastung des Vaters/Väter der Kinder kämpfen müssen, sondern MÄNNER/VÄTER; es wären nicht mehr Männer, die sich vor Unterhaltszahlungen drücken können, sondern Frauen; es wären Frauen, die am Arbeitsmarkt einfach da wären, während die Männer kürzer treten müssen, weil das System in Deutschland es nicht ermöglicht, Familie und Erwerbsleben zu vereinbaren.

Was wäre los? Was wäre los, wenn Frauen laut ausrufen “ich will diese Familienlüge nicht mehr”, und einfach gehen würden, wie SO EIN MANN?? Was würde passieren, wenn auf einmal die Rollen vertauscht wären?

Das System würde kollabieren.

Ein sehr guter Artikel/Aufsatz ist hier als Podcast zu finden, allerdings auf Englsich. Er benennt in wesentlichen alle Punkte, die damit in Zusammenhang stehen. Die Autorin ist Liza Caruana-Finkel, eine maltesische Feministin und Pro-Choice Aktivistin.

https://www.islesoftheleft.org/on-regretting-motherhood/

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Konflikte, die man nicht lösen kann – Mobbing

Über zehn Jahre kannte ich sie, und ihr Tod traf mich, obwohl ich vorbereitet war. Alleinerziehende Mutter mit Selbstständigkeit, dazu noch einen festen Job, immer schon recht introvertiert, und als “schwierig im Umgang” geltend. Sie wird ihre Erfahrungen gemacht haben, dachte ich. Eine normale Frau mit Alltagssorgen, die ihren Beruf liebte. Davon allerdings mindestens zehn Jahre Mobbing, und dann bekam sie Krebs. Als ich sie nach langer Zeit wieder traf, erkannte ich sie nicht wieder. Nach einer Weile vertraute sie sich mir wieder an und ich merkte, wie sehr ihr das Mobbing zugesetzt hatte. Zum Teil hegte sie ganz klar Verschwörungsphantasien, zum Teil war sie unglaublich passiv-aggressiv und sah überall Bedrohung. Mit ihr reden half allerdings, sie beruhigte sich, blieb aber misstrauisch. Dann starb sie, kurz nachdem es für sie, auch mental, bergauf ging.

Natürlich ist meine Bekannte nicht an Mobbing gestorben, aber ich denke, dass es einen sehr großen Anteil an ihrer Krankheit genommen hat. Ihr Beruf hat ihr Leben bestimmt, und somit war es Fluch und Segen zugleich: Sie musste hin, weil es “alles” war, sie hätte weg gemusst, weil es vergiftet war.

Auch ich bin gemobbt worden, und weiß um die traumatisierende Erfahrung. Wenn man darüber spricht, hat jeder zweite eine Geschichte zu erzählen, aus der Schule, aus der Uni, aus dem Beruf.

Ich fange daher gleich mit der Lösung des Problems an: Mobbing ist ein Konflikt, das man nicht zwischen/mit den Betroffenen lösen kann.
Der Konflikt betrifft nämlich nicht die gemobbte Person, diese ist in der Regel nur eine Personalisierung des Konflikts: ein beliebiges Opfer des Mobbenden/der Mobbenden, eine besonders starke/schwache Person, eine auffällige Person. Der Konflikt ist somit nicht auf der Seite des Opfers zu suchen und auch nicht dort zu lösen. Einfach? Jein: Das Opfer muß Schuldzuweisungen an sich ablehnen und Abgrenzung lernen, was aber meist zu spät ist, da diese Grenzen bereits erheblich verletzt wurden. Niemals darf man sagen, die gemobbte Person sei selbst schuld weil a, b, oder c – echte, sachbezogene Konflikte lassen sich unter vernünftigen Erwachsenen anders klären. Mobbing hat jedoch kein Sachbezug!

Mobbing als Konflikt ist somit ein intrapersoneller Konflikt des Mobbenden und muß dort aufgelöst werden, was nicht durch Gegenüberstelleung oder gemeinsame Erarbeitung Gemobbter/Mobbender gelingen kann. Da gibt es bereits ein Art Machtgefälle zwischen den Personen, und das kann auch mit Moderation nicht funktionieren. Die Vermittlung muss anders als gemeinsam mit allen Betroffenen erfolgen.

Hier gilt es natürlich eine starke Führung zu zeigen – #Leadership! – und das Feld so aufzustellen, dass diese Konflikte aufgeräumt werden können, wobei man natürlich die Leute nicht zwingen kann. Allerdings gibt immer die Möglichkeit, entweder direkt oder über Dritte Werkzeuge anzubieten und immer wieder auf den aufflammenden Konflikt zu achten.

Mobbing ist nicht nur ein gewaltiger HR Kostenfaktor, sondern auch eine ansteckende Geschichte und kann ganze Infrastrukturen lahm legen – es ist zwingend, die Zeit zu investieren!

Lösungen:
1. Den betroffenen Personen die Möglichkeit geben, sich aus dem Weg zu gehen, ohne das Opfer einzeln zu isolieren. Niemals darf der Gemobbte alleine irgendwohin gesetzt werden – das ist kein Schutz, sondern eine Schuldzuweisung! Getrennte Büros, keine gemeinsamen Projekte, nach Möglichkeit Besprechungen immer in der Gruppe. Schutz durch die Gruppe oder Peers statt Isolierung.
2. Den Mobbenden auf seinen inneren Konflikt ansprechen und herausfinden, wovor dieser Angst hat, welche persönlichen Probleme eventuell mit an den Arbeitsplatz getragen werden, und kontrolliert ein Aufgabenfeld vorbereiten, das Unterstützung bietet: Leichtere Aufgaben oder andere Arbeit. Die Angst nehmen, indem man sich als Peer erkennbar macht. Hilfe anbieten und damit vom Opfer wegbringen auf Lösung der eigenen Konflikte.
3. Die gemobbte Person in der Abgrenzung unterstützen und das Problem ansprechen: Das Konzept als Opfer auflösen! Auch dort müssen andere Aufgaben her, die die Person stärken können, in der Position oder im Selbstbewußtstein, zum Beispiel durch eine “machbare” Aufgabe und somit Erfolgsgefühl/Aufwertung. Die Möglichkeit geben, interne Coachings oder Weiterbildungen zu besuchen und, etwas heikel aber machbar, auf psychologische Hilfe hinweisen. Häufig reicht es für die Betroffenen zu wissen, daß die Problematik bekannt ist, die Bereitschaft damit umzugehen und Hilfe zu suchen steigt nämlich erheblich, wenn man weiß, dass es Rückendeckung gibt.
4. Nicht der Versuchung erlegen, als Vorgesetzt helfen oder vermitteln zu wollen! Alle an einen Tisch zu bringen kann nur scheitern. Da Mobbing nicht auf Sachebene stattfindet, kann es auch nicht auf Sachebene gelöst werden. Die Sachebene wird nur als Vorwand genutzt.
5. Ultima ratio: Versetzung. Dazu kommt es, wenn die Akteure nicht willens sind, an ihren Konflikten zu arbeiten, und natürlich wenn man zu lange weg geschaut hat. Leider wird das gerne als erstes gemacht, was dazu führt, dass lediglich das Problem verschoben wird. Bequem, aber dumm und teuer.

Solche Fälle ereignen sich überall und ständig, vom Kindergarten bis zum Kindergarten für Große, sprich am Arbeitsplatz. Wer eine Führungsposition inne hat, wird um solche Fälle nicht umhin kommen. Man darf da scheitern, lernen, und sich Hilfe holen, denn es ist ein schwieriges Feld, allerdings darf man niemals solche Dinge von sich weisen und feige sein.

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Essentials für den Alltag – eine Liste für die kommenden Rabattaktionen

Meine Schminkkurse sind eigentlich immer recht einfach und alle Frauen sind erstaunt, wie wenig Produkte und Zeitaufwand notwendig sind, um einen schönen (JA!) Unterschied zu machen.

Was braucht es? Kontur, Schimmer und Farbe.

-Augenbrauenstifte oder -puder: Ich bleibe bei Shiseido (Puder) und Kanebo (Stift) als Produktempfehlung.

-Wimpertusche ist und bleibt ein Muss. Welche? Tja… von 3 bis über 30 Euro ist alles dabei, muss frau testen.

-Schimmer kommt gerade für trockene Haut am besten in cremiger Form daher. Tom Ford Opale Cremelidschatten ist teuer, hat sich jedoch als Lidschatten und Highlighter bewährt und hält auch wirklich schon lange bei täglichen Gebrauch.

-Farbe auf den Wangen und-oder auf den Lippen? Etwas Farbe muss her, da kommt frau nicht mit einem Bronzer davon. Rosige Wangen machen frisch oder aber rosig getönte, transparente Lippenstifte wie sie momentan ohnehin en vogue sind. Da werfe ich die Chanel Cremerouges in den Ring und natürlich deren Lipglosse. Getestet und für gut befunden: YSL Rouge Volupté Shine 88 Rose Nu.

Das Licht im Winter wird knapp, die Haut trocken, die Farben blass. Holt die Kaschmirpullis und den sommerlichsten Lippenstift heraus und kämpft gegen das Grau. Amen!

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VICTORIA BECKHAM Beauty

Selten noch, dass ich bei Beautysachen ein Auge reiße: Victoria Beckham hat es wie angekündigt getan, und eine eigene, schmale Linie herausgebracht mit den perfekten Essentials, die frau so braucht:
Lidschattenpaletten, Kajalstifte, Cremelidschatten, Lipliner und Lippenfarbe sind eine gute Basis. Die Preise sind ähnlich wie Chanel, nur leider kostet der Versand aus den USA ein Vermögen, was mich nun doch abgeschreckt hat.
Nun sind die Meinungen zur Qualität nicht gerade gespalten – selbst gekaufte Produkte schneiden nicht so gut ab, während die üblichen Pressesamples in den Himmel gelobt werden. Ach was!

Was ich richtig gut finde: VB hat sich selbst als Testimonial auserkoren. Sie ist natürlich eine sehr gepflegte Multimillionärin, die Geld mit ihrem Aussehen verdient und entsprechend dafür arbeiten muss, aber sie ist eben auch im Alter ihrer Zielgruppe. In ihrem Video sieht man leichte Fältchen und Poren. Ein Mensch! Damit wird sie sicherlich mehr verkaufen als mit der ganzen Marketingmaschinerie, die die Beauty Konzerne sonst anwerfen. Die Mischung macht es: Die Scheinwelt, immer wieder durchbrochen von ein paar vermeintlich echten Bildern.

Ich mag Victoria Beckham gerne, die ewig belächelt wurde, aber vier Kinder bekommen hat, eine eigene Modelinie am Markt hält, wenn auch mit Schwierigkeiten, und sich weiterhin in dieser Branche durchboxt.

P.S. Eine Pflegelinie ist ebenfalls angekündigt.

Ein paar Swatches gibt es hier:
http://www.prettyismyprofession.com/2019/10/review-victoria-beckham-beauty-smokey-eye-brick-tuxedo.html
und hier
https://www.reallyree.com/victoria-beckham-beauty-review-swatches/

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