CLARINS Baume Corps Super Hydratant

Vor Weihnachten gibt es Sachen von Clarins zu einem guten Kurs und so beschenkte ich mich mit der Bodylotion sowie dem Klassiker schlechthin, der Handcreme. Die ist schön, okay, joa. Es gibt jetzt eine neue Handcreme, an der ich sicher nicht vorbeigehen werde.

Nun, für 35 Euro bei 400ml sagte ich nicht nein und stellte mir die Tube kopfunter ins Bad. Leider ist die Textur so dick, dass es schon an Hanteltraining grenzt, die Creme da herauszuquetschen. Problem No. 1.
Es wird zudem unmöglich sein, die Flasche zu leeren: Problem No. 2.

Die Textur ist nichts weniger wunderbar, zieht schnell ein, duftet dezent und wunderschön, aber: Die Pflegewirkung hält nicht wirklich an. Problem No. 3.

Oder ist es eine sehr subjektive Meinung? Abgesehen von den Inhaltsstoffen, für die ich mich bewußt entschieden habe, ist das luxuriöse Produkt zwar richtig schön und auch gut in der Anwendung, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es meine Haut auch mittelfristig pflegt und schön macht. Bei den bislang verwendeten Ölen, denen leider sämtliche bequeme Handhabung abgeht, habe ich eine deutliche Verbesserung der Haut festgestellt.

Nun ist das Dilemma: NOCH früher aufstehen um sich einzuölen oder die wundervolle Bodylotion morgens verwenden und toll duften… Richtig, die Entscheidung ist jedem klar und wohl auch der Grund, warum konventionelle Texturen nach wie vor über Naturkosmetik obsiegen.

Dieses Produkt wird nicht nachgekauft, aber ich finde es trotzdem schön. Manchmal muss es eben einfach schön sein.

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BOBBI BROWN Luxe Lipcolor Orange Sunset

Der Weihnachtsmann winkte zunächst ab – steht Dir nicht! Und doch hatte er ein Einsehen und legte mir diesen zunächst sehr knallig erscheinenden Lippenstift unter dem Baum. Ich mag diese neuen Lippesntfite sehr und ich schiele Richtung Retro Red, der mir im Laden ebenfalls sehr gut gefiel. Aber – so viele Lippenstifte, so wenig Zeit!

Die Farbe sieht erschreckend aus – wie Leuchtfarbe. Mindestens. Nicht in meinem Gesicht, damit fühle ich mich wesentlich wohler als mit dem einen oder anderen Rotton. Warum? Der Lippenstift sitzt wie eine eins! Mit einer minimalen Parfümierung, Cremigkeit und bombigen Halt muss ich nur einen kleinen Kritikpunkt anbringen: Ein wenig trocknen die Lippen hiervon aus, aber es ist zum einen Winter, zum anderen ein anderer Maßstab, wenn auch aus dem gleichen Konzern, wenn der Vergleich Tom Ford Lippenstift ist.

Aber ich liebe diese Teile!

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SHISEIDO BE213 Nude und Red Carpet Red von Charlotte Tilbury

Die Farbe des Lippenstiftes ist tödlich glamourös. Ein tiefes, himbeeriges Rot, leuchtend und matt zugleich, nicht zu hell, nicht zu düster. Perfekt für eher gedimmtes Lich oder Kunstlicht, weniger für Tageslicht – normalerweise mache ich da keine Unterscheidung, doch hier lohnt es sich, dieser Schönheit den gebührenden Rahmen zu beschaffen.

Ein reduziertes Make-up ist sicherlich nicht vonnöten, aber wer es klassisch mag, wird um Eyeliner und einem gediegenen Trio wie Shiseidos Nude nicht drum herum kommen.
Während diese Farbtöne minimale Schattierung auf’s Auge bringen, halten sie wie nix gutes, schimmern sehr fein und sehr schmeichelhaft und sind auch sonst im Alltag jederzeit und zu allem einsetzbar. Langweilig? Auf gar keinen Fall!


Ein paar bessere Bilder hier:
http://rocaille-writes.blogspot.de/2014/06/effortless-eyes-shiseido-luminizing.html

Dazu habe ich schwarzen Eyeliner verwendet – haltet Euch fest, der ist von meiner Hochzeit und nicht eingetrocknet, und das nach vier Jahren! Ich werde ihn häufiger wieder benutzen, denn der Effekt ist immens und mit ein wenig Übung geht es morgens sehr schnell.

Statt Highlighter, Rouge und Blabla den matten Bronzer Daylight von Kevin Aucoin sehr, sehr zart aufgetragen; als Foundation habe ich eine uralte Armani Silk No. 5 aus dem Schrank emporgefummelt. Gar nicht schlecht, nur die Farbe stimmt nicht ganz.

Gut gespachtelt? Weiterlesen…

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Mütter reiten auf Einhörner durch’s Kita-Land – Erziehen ist Versagen

Teddy wird drei.

Ein Anlass zur Freude! Umso mehr, als das sturste Kind der Welt, in dessen Händen wir wachsweiche Knete sind, schon die Wahrheit dieser Welt in einem Satz zusammen gefasst hat:

Natürlich nicht! Er wird drei! Schwanzlängevergleiche überlasse ich anderen Eltern.

Solange hat man gewartet, dass er spricht und dann steht er morgens um sechs in der Küche und sagt: „Mann ey, scheiße!“ und man ist schlagartig wach und fragt sich, woher er diese un-mö-glichen Worte hat. Von Mami. Womöglich.

Erziehung.
Während wir anfangs jeden Wunsch unseren kleinen Lieblings von den Lippen ablasen, sind wir abgeklärter. Nach einigen Wochen Terror, schlafloser Nächte, und „Nein, ich will nicht!“ als Antwort auf eigentlich alles, zogen wir die Zügel an und zögerten nicht, dem Kind Grenzen aufzuzeigen. In allererster Linie: unsere.
Wer hält länger durch beim wegrennen? Wer muss jetzt doch noch was essen, um nicht ins Bett zu gehen? Wer schreit so lange bis die Decke, nun beide Decken!, das Kopfkissen und der Hasi in richtigem Winkel zueinander für seine Hoheit in seinem (erratum: unser! war es doch mal?!) Bett bereitliegen, damit er seinen Morgentrunk zu sich nehmen exen kann? Wer lässt sich mit der Androhung, Haare gewaschen zu bekommen, dazu bringen, sich doch noch die Zähne putzen zu lassen?

Aber wir bekommen es hin. Eine latente Schwerhörigkeit, bedingt durch die dauerlaufende Waschmaschine, Wasserkocher sowie Dunstabzughaube (Wie kann ein Kind nur so viel essen?!) haben sicherlich ihren Teil dazu beigetragen. Teddy bedankt sich fürs Essen kochen, sagt „Mami ist hübsch!“ und „Papa, hab dich lieb!“ – ohne Essensentzug. Umso mehr ist man wie vom Donner gerührt, wenn solche Perlen seinen Mund verlassen, während man vorher kurz überlegt hat eine Bank zu überfallen, nur um wegzukommen und vielleicht auch mal länger als bis sechs Uhr zu schlafen (Gefängnis=Schlaf).

Gelernt haben wir folgendes:
Lektion eins: Keine Erklärungen, Begründungen und Diskussionen.
Lektion zwei: Ein Eltern/paar, eine Meinung. Diskutiert wird, wenn das Kind komatös nebenan schnarcht.
Lektion drei: Mach deine Fehler nur einmal. Kinder sind verdammt schlau und nutzen alles aus.
Lektion vier: Es gibt Regeln. Solche benennen und sich auch selbst dran halten. (Das ist das schlimmste!)

Natürlich haben wir das alles auf die harte Tour gelernt. Alles andere wäre gelogen.
Und oh ja, man kann ein Kind zu sehr verwöhnen und nein, es gibt nicht immer einen echten Grund, warum es nachts aufwacht und rumschreit. Aber das muss jeder selbst durchmachen.

Die größte Herausforderung jedoch ist, jeden Tag ein Vorbild zu sein. Das schafft man nicht, nur in Ansätzen – natürlich sagt das Kind scheiße, aber dafür auch von alleine Bitte und Danke. Es will im Laden keine Süßigkeiten, sondern Saft oder Tomaten in der Dose für Sauce. Es räumt auf, es hilft im Alltag, und geht alleine aufs Klo. Es ist stolz drauf, selbstständig zu sein, was normal für das Alter ist, aber auch gefördert wurde. Alleine spielen oder ein Buch lesen, nickend die Info zur Kenntnis nehmen dass man jetzt dies&das täte oder hier&dort sei: Das sind die Momente, in denen man durchatmen kann. Und liebevoll das Monster aus sicherer Entfernung beobachten kann, vor Liebe und Stolz platzend (lass es Dir nicht anmerken! es will dann Kekse!)

Und jeden Tag, jeder Kampf, alles, ja alles wird gut wenn ein 3-jähriger sein Hasi auf dein Kopf legt und sagt: „Pssst, Mami schläft! Bis nachher! Guten Appetit!“
Glücklich zur Kita geht, in seinem aufregenden Alltag. Und man ihn dort abholt und er sagt: „Mami, geh wieder arbeiten, ich spiele.“ Aber das ist eine andere Geschichte.

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TOM FORD BEAUTY Something Wild

Kein roter Lippenstift! Hurra! Aber auch keiner, der den Namen entspricht. Der wilde Farbton ist ein pinker Korallton mit grobem goldenem Schimmer, der etwas grenzwertig ist.
Trotzdem, eine tragbare Farbe, sehr frisch, die lange hält und was hermacht – eine ähnliche Farbe habe ich nicht gesehen oder gefunden bislang. Die Bilder sind im winterlichen Tageslicht entstanden, je nach Lichtverhältnissen ändert sich diese Farbe sehr.

Ein No-Brainer, passt zu allem oder zumindest zu vielem.

Der Vollständigkeit halber ein Vergleich mit dem kühlen Red Carpet Red von Charlotte Tilbury, dem sexiesten Rot aller Zeiten, und mit dem Bobbi Brown Luxe Lippenstift Sunset Orange.

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