TOM FORD BEAUTY Scarlet Chinois Nagellack

Die Standard-Bilder für Nagellack sind Hände, die eine Flasche Lack umklammern. Ich habe leider keine lackierten Nägel, sondern nur lackierte Füße, mit denen man nix klammern kann. Lässig ausstrecken kann ich aber! Man bemerke die Streifen Bräune, die von den Birkenstocks kommen. Übrigens sind Birkenstocks schon lange in – ich trage sie im Sommer bereits seit Jahren als Statementwear zu Kleidern und sogar mit Jackett etc. Natürlich ein abgefahrenes Modell und nicht meine Hausschuhe. Mittlerweile sind sie ja an jedem Influencer zu sehen und wenn man ehrlich ist, an jedem übergewichtigen Menschen, mal mit und mal ohne Socken.
Was sagte meine Freundin neulich: Hätte sie bloß Birkenstock-Aktien gekauft!

Doch ich vergaß. Der Lack! Die Farbe fand ich schon immer total klasse, doch angesichts eines kompletten Fachs voller roter Lacke im Kühlschrank muss es nicht noch einer für fast vierzig Euro sein. Also kaufte ich einen sehr ähnlichen Essie. Hm. Nichts reicht an das Original, oder? Richtig!

Nun, das Original ist unglaublich glänzend und lackiert sich sehr einfach. Zwei Schichten mit Unterlack und Nagellack halten so lange, bis selbst ich mir den Lack übergesehen hatte und GLÄNZT. Ein Statement! Der Lack hat keinen Schimmer und ist tatsächlich ein Tick besser als die Lacke von Estée Lauder, die auch in meiner Sammlung zu finden sind, neben Chanel, die meist von zwölf bis mittag halten.

Natürlich kauft man solche Produkte nur wegen der Farbe. Alles andere ist bullshit.

Und diese Farbe ist beyond sexy.

Flattr this!

Ich habe unrecht – Filetsteak vs vegane Küche

#sustainaBLA mache ich auch, bis zu einem gewissen Grad. Hier http://www.mybeautyblog.de/boulevard-klatsch/nachhaltigkeit-sustainabla/ erhob ich den Besserwisser-Finger und sagte: Nanana. Wer es nicht durchzieht und Avocados isst, statt selbst angebaute Karotten, muss nicht mit vegan ankommen.

Ich habe unrecht.

Neulich gab es bei uns (Gäste gab es auch…) ein ganzes gottverdammtes Filet von einem uruguayischen Rind. Fast zwei Kilogramm feinstes Fleisch, das wir liebevoll zubereiteten und auch würdigten. Ehrlich gesagt war es das erste Mal, dass ich so gute Steaks in privater Runde aß; interessanterweise haben wir es das erste Mal zubereitet. Anyway – mehr sustainaBLA geht nicht. Fleisch aus Uruguay!!

Die Woche darauf kochte ich endlich wieder meine veganen Currys und sinnierte bei einem Löffel höllisch scharfem Bio-Gemüse in Kokos ob der Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte nicht doch mehr aufwiegen als die ökologische Sünde der Avocado. Was wir nämlich außer Acht lassen ist die ethische Komponente (das tote Tier schmeckt halt verdammt gut!) und das tun wir ja auch gerne bei anderen Dingen.
Trotzdem, der Vergleich ist sinnfrei. Es ist wie Krankheiten vergleichen – für den Betroffenen ist es immer scheiße!
Für das Bio-Fleisch musste auch ein Tier sterben, ob mit oder ohne Leid, tot ist tot, und es ist nicht einmal notwendig.

Fakt ist, wir leben auf Kosten anderer, das nennt sich Globalisierung und Ungerechtigkeit, und um nachhaltig zu agieren müssen wir in großen Ansätzen als auch auf Makrobene denken. Das können die wenigsten, und noch weniger fangen bei sich an. Daß man nicht hundert Prozent fahren kann, ist klar.

Wer niemals versagt, hat es auch nie ernsthaft probiert.

Flattr this!

EDWARD BESS Big Kiss Lipstick

OH.MEIN.GOTT. Dieser Lippenstift hat es in sich. Satte 32 Gramm, eine fantastiche Farbe und Konsistenz, und wirklich, wirklich ungewöhnlich!

Tatsache ist, dass dieser Freudenspender (Ähnlichkeit mit organischen Vorbildern durchaus beabsichtigt…) in Deutschland nicht erhältlich ist. So machte das Geschenk eine kleine Weltreise aus dem Edward Bess Headquarter nach Texas und nach Hamburg, um dann weiter nach Lünedorf verfrachtet zu werden, standesgemäß in einer luxuriösen übermotorisierten Karre mit schickem Fahrer. Besagter Mensch ist der Ehemann meiner Freundin und er gestand, dieses Monster nicht wirklich zu begreifen und war verwundert bis belustigt, wie wir Damen uns darüber beäumelten.

Ist der Lippenstift ein Gag? Sicher. Ist der Lippenstift benutzbar? JA!!

Man kann ihn einfach so auftragen, verblendet ein wenig die Ränder, fertig. Die Farbe ist ein Pinkrot und leuchtend trotz matter Textur. Wer Tom Ford Vampire Kiss kennt/hat, die Farbe ist fast identisch.
Für die Handtasche ist das nichts, aber trotzdem ein absolut geiles Teil!

Daneben ist der reguläre Edward Bess Lippenstift. Überhaupt finde ich es schade, dass die Marke nicht in Deutschland erhältlich ist, der junge Mann dahinter ist eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte und soweit ich es aus seinen Live-Mitschnitten beurteilen kann, auch sehr sympathisch.

Selbstverständlich trage ich diesen Lippenstift zum Beispiel… in den Wald.

Flattr this!

Marketingfail: CHANEL, Stella McCartney und die Millenials

Mir stieß ja schon die Chanel Werbung für die Lipglosse sauer auf, und davor die Werbung für den Flanker vom Flanker vom Flanker namens Chanel Eau Premiere mit Lilly-Rose Depp.

Heute auf Instagram habe ich die selten dämlich inszenierte Tochter Lourdes von Ma$$ aka Madonna für den Duft von Stella McCartney als Clip angeschaut. Wie ein Unfall, man guckt einfach hin, dazu habe ich mir auch die Kommentare durchgelesen. Wenn schon.

Sie sitzt da mit leer-suizidalem Blick und kämmt sich die Haare. Dabei trägt sie ein sehr schickes Onepiece, man nennt diese Unterwäsche glaube ich Body, vielleicht jetzt auch anders, ich bin ja nicht mehr up to date; ihre Socken haben ein Loch. Sie wirft ihre Haar in die andere Richtung und schaut in die Kamera. Vielsagend, herausfordernd, vielleicht auch einfach nur leer. Sie hält hiernach noch den Duftflakon in die Kamera.

Nun bin ich keine Bildwissenschaftlerin, dennoch ist meine Interpretation vielleicht gar nicht so abwegig: Gezeigt wird Nichts, das Nichts bewirbt das Etwas. Sehr intellektuell, muss man schon sagen. Nun zu der Zielgruppe des Clips: Einhellig kopfschüttelnde Kommentare und #facepalm und #wtf und lauter Verwunderung ob der Intention. Ein bisschen Aufmerksamkeit sei also diesem Beitrag gegönnt, mehr kommt da wohl nicht.

Und wer kauft das Zeug? Die Millenials sicher nicht, aber deren Mütter werden es shoppen, als Geschenk oder für sich, denn das Geld liegt nun mal bei denen auf dem Konto oder unter der Matratze.
Da finde ich minderjährige Rolemodels, die sich öffentlich zu ihrer Magersucht bekennen (müssen?) oder schlichtweg als „Tochter von“ Bekanntheit erlangten, ein wenig… WENIG.

Ich kritisiere nicht die Personen, denn sie haben es nicht leicht und werden trotz ihrer Privilegien kein glückliches Leben führen dürfen. Das hat sich an anderen Kinderstars schon gezeigt, die mit Krankheiten und Entzug den Preis für den frühen Ruhm bezahlt haben.
Ich kritisiere aber eine Branche, die faktisch Kindesmissbrauch betreibt, keinen Anstoß an das Alter der Personen nimmt, und dabei auch noch völlig am Verkaufsziel vorbeischießt. Scheißt. Nichts gegen Marketing, nichts gegen Konsum, aber das geht auch nachhaltiger.

Frage mich weöche bescheurte Werbung ich sonst noch verpasst habe… ich liebe Werbung als historische Zeitaufnahme; in drei hundert Jahren wird man kopfschüttelnd darüber sinnieren, wie wir gelebt haben. Dann aber nicht auf dem Planeten Erde, weil die haben wir kaputt gemacht. Oopsie.

Flattr this!

Was läuft falsch in der Welt? Sophia, der humanoide Roboter, zeigt es Euch

Hallo ICT4S, hallo künstliche Intelligenz *kicher* und hallo Sophia! Sophia ist ein Roboter.

Wir merken an: Es gibt keine Bezeichnung für einen weiblichen Roboter. Dennoch sind Roboter grundsätzlich Nachbauten von Frauen – sie werden für Arbeit eingesetzt und den besten Entwicklungsstand haben derzeit Roboter als Sexpuppen. Ein Schelm der böses und so weiter.

Was ist das Problem mit Sophia? Ihr Aussehen. (Ihr Name! Sophia bedeutet auf griechisch Weisheit.)

Sie ist weiß.
Ihre Nase ist sehr schmal.
Ihre Wangen sind sehr hoch.
Der Busen ist sehr präsent.

Der transparente Schädel soll daran erinnern, dass sie ein Roboter ist und uns unsere eigene humanoide Herkunft hinterfragen lassen, sagt der stolze Entwickler Hanson (männlich, mittelalt, weiß).

Ich wette, einem männlichen Roboter hätte man keinen großen Schwanz aufgesetzt; man hätte eine Kopfbedeckung gehabt, und das Gesicht würde nicht dem Klischee einer Barbiepuppe entsprechen. Die ganze Präsenz erinnert uns daran, wie wir Frauen zu sein haben, was wir jedoch ohne plastischen Eingriffen selbst als weiße Frau gar nicht können. Das Maß der Dinge, reproduzierbar. Übrigens ist der kleinste Teil der Weltbevölkerung weiß.

Von der Debatte um die künstliche Intelligenz wollen wir gar nicht erst anfangen, die schwache KI ist auf dem Vormarsch, keine Frage.

Das Video via Twitter:

Ich fasse zusammen: Sexistisch, rassistisch, und in jeglicher Hinsicht falsch. Falls Euch dennoch ein positiver Punkt hierzu einfällt, bitte ich um Kommentar.

Die Roboter wurde präsentiert im Rahmen der Konferenz AI for Good.

Flattr this!

dasboep – Babycreme und Babyöl

Es lässt sich nicht verhindern – ich schreibe wieder über Babysachen. Hoppla.

Die Babymädchen ist sowas von süß, man kann es sich kaum vorstellen. Ich bin mir sicher, dass sich selbst repliziert zu sehen nochmal anders ist, als einen Sohn zu haben, der mir SO ÄHNLICH ist, es ist wirklich manchmal frustrierend, und so liebe ich mein Alter Ego heiß und innig und bin besorgt um sie, ohne sie dabei wie ein rohes Ei zu behandeln, was man ja beim ersten Kind automatisch tut.

Trotzdem, als ihre Haut nach dem üblichen Baby-Ausschlag nicht besser wurde, fing ich an mir Sorgen zu machen. Zurecht, und darum hieß es cremen, baden, ölen, cremen und REPEAT. Aber womit?

das boep ist neu auf dem Markt und von A bis Z durchdacht. Das Produkt ist top, die Webseite ist top, der Social Media Auftritt ist top, die Verpackungen sind top: Man muss der Marke zugestehen, alles richtig gemacht zu haben.

Und die Produkte? Weiterlesen…

Flattr this!

Das erste Mal: Gärtnern

Das Leben in der Vorstadt hat mich voll erwischt. Es ist eher wie Auto mit 10km/h in der Spielzone als ein ICE auf der Trasse, es ist eher schleichend als mit voller Wucht. Und doch – ich bin eine Vorstadt-Mutti mit Haus und Garten und womöglich…

…höre ich auf, zum Friseur zu gehen, mir die Füße zu lackieren, mir die Achseln zu rasieren und die Beine gleich auch (Feminismus hin und her, ich mag das nicht, bäh), mir die Haare zu waschen und auch mich zu schminken.

Hahaha. NEIN.

Doch solche Dinge passieren schleichend und man muss wirklich aufpassen, dem nicht nachzugeben und sich zu verlieren. Noch wehre ich mich. Mein Baby ist bald vier Monate alt, ich bin noch echt fett, aber auf den Füßen trage ich Chanel Coromandel, mein Friseur und ich hatten schon ein Date und ohne roten Lippenstift sitze ich nicht am Schreibtisch. Und: Ich sitze am Schreibtisch. Noch nicht häufig genug, jeden Tag müsste ich ja, aber immerhin schon meine 4Tage/Woche. Doch gestern, ja gestern, geschah das Unfaßbare: Ich gärtnerte. Weiterlesen…

Flattr this!