Doing business

Ich muss Euch mal wieder mit einem Schwank aus meinem Leben belästigen, angesichts der mageren Schminkausbeute in letzter Zeit. Zwar gehe ich nicht ohne Gesichtspatte aus dem Haus, das Programm ist jedoch reichlich homogen: Augenbrauenstift, sehr viel Abdeckcreme, Wimperntusche und roter Lippenstift, derzeit am liebsten Chanel Coromandel, ein schöner, warmer Rotton mit Gold, der erbärmlich schlecht auf den Lippen hält. Dazu passend den schönsten Nagellack aller Zeiten, den mir eine Leserin besorgt hat und den ich bereits zur Hochzeit trug – ist auch schon fünf Jahre her?! Meine Güte! Der Lack Chanel Coromandel und der passende Lippenstift. Natürlich alles mit einer Prise Tom Ford, den Bronzer gebe ich nämlich nicht mehr her.

Beim Schreiben hatte ich vor nicht allzu langer Zeit eine Art Zusammenbruch und wollte alles hinschmeißen. Absolut biestig gelaunt und kurz vorm Weinen, rief ich meinen Projektleiter ins Büro (ja, ich ihn!) und sagte: Ich brauche jetzt einen Arschtritt, sonst schmeiße ich.
Er ist ja einiges gewohnt, aber bestimmt nicht sowas und nicht von mir – ein Mensch hinter der ganzen Schminke?! Er atmete tief durch und legte los.

Ich komprimiere es mal in einem Satz. Weiterlesen…

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TOM FORD BEAUTY Soleil Compact, Pipa, Aphrodite und Temptation Waits

Gebündelt!

Das große, fette Compact ist schon ganz geil, aber es gibt einige Kritikpunkte: Schwierig aufzunehmen, der Highlighter ist sehr dezent bis unsichtbar, der Bronzer arg trocken und das Rouge nicht in gewohnter samtiger Qualität. Aber Obacht – für den Sommer sind genau diese trockenen, matten Texturen perfekt. Ölige Haut wird danken! Zudem sind die Farben schon verdammt gut ausgewählt. Man muss ja auch einen Hunni dafür hinblättern, da darf es ein wenig mehr sein. Bei 21 Gramm Inhalt übrigens ist da ein MEHR drinnen…
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….TKK fragt illegal Daten ab?

Ich bin bei der TKK versichert. Mit der Krankenkasse habe ich keinerlei gute Erfahrungen gemacht, und so sollte man dann ja wechseln – tat ich nicht. Ich versicherte sogar meinen Sohn darin, das kostet mich ja nicht extra. Wenn ich viele Leistungen nicht bezahlt bekomme, dann sorge ich eben für Kosten, die sie bezahlen müssen. Eine Krankenkasse, die Überschüsse erwirtschaftet, und mit beispielsweise Akupunktur massiv wirbt, die sie nur in zwei Fällen zahlt, trotz geringer Kosten und nachweislichem Erfolg – die dann aber Schwangeren-Yoga zahlt, oder war es Schwimmen? Akupunktur zur Linderung der Beschwerden in der Schwangerschaft? Nö.

Jüngst bekam ich ein Anschreiben wegen der Familienversicherung, sprich wegen der Versicherung für meinen dreijährigen Sohn. Die Abfrage sei gesetzlich vorgeschrieben und daher werden regelmäßig Daten erhoben.
Ich fing an, das Formular auszufüllen und trug zunächst meine Daten ein. So weit so gut, auch die des Partners, der ebenfalls gesetzlich versichert ist. Doch da sollte ich angeben wo, wie lange schon in der GKV, wo er arbeitet(!) und wieviel er verdient – mit Nachweis.
Ich wurde stutzig.
Als im Anschluß ankreuzen sollte, ob er der leibliche(sic) Vater des Kindes sei, fing ich an, das Schreiben nach dem üblichen Tralala abzusuchen, sprich Hinweis auf Datenschutzerklärung. Nüscht.

Ich machte alle Angaben bezüglich des Ehemannes unkenntlich und beantwortete einiges mehr NICHT. Steckte den Brief ein, der nun nicht mehr maschinenlesbar war, und wartete.

Einige Zeit später wurde ich nervös, ob mein Kind nun wirklich versichert sei. Ich füllte also sicherheitshalber das Online-Formular, das schon mal einige Frage vom Formular NICHT enthielt. Auch hier wurde um ein Einkommensnachweis des Partners gebeten, obwohl dieser in der GKV ist, was ich auch angegeben habe und wofür ich auch hafte als Angabe.
Hatte ich nicht, schickte ich also auch nicht los.

Dann rief ich wieder einige Zeit später an und fragte nach, ob es denn mit der Versicherung geklappt hätte, ich hatte keinerlei Rückmeldung bekommen. Alles in Ordnung, sei ja gesetzlich vorgeschrieben, überhaupt war die Dame am Telefon SEHR nervös. Obwohl ich also nur ein Drittel der abgefragten Daten ausgefüllt hatte, waren diese ausreichend?! Warum fragte man denn alle anderen Sachen ab?!

Der Grund ist offensichtlich: TKK sammelt Daten zwecks gewerblicher Nutzung von Versicherten ab. Denn nichts anderes als eine gewerbliche Nutzung ist möglich, wenn es sich nicht um die eigenen Versicherten handelt. Ein klarer Rechtsbruch?
Ich bin keine Juristin, sondern nur juristisch geschult im weitesten Sinne. Für mich sieht es nach klarem Rechtsbruch aus – doch warum? Warum sollte ein Versicherungsträger so etwas tun?

Richtig, die Antwort liegt nahe – Versicherungen können mit Daten sehr viel anfangen. Natürlich können viele Dinge nicht ausgewertet werden, aber man hofft drauf, und der Bestand wird dann da sein. Zusätzlich dazu sind diese Daten auch für andere Unternhemen bares Geld wert. In anderen Ländern ist der Handel mit diesen sogar legal; in Deutschland jedoch nicht.

Das Ende vom Lied? Nicht einfach Formulare ausfüllen!
Fragen ist unsinnig, selber erkundigen viel zu kompliziert und zeitaufwendig. Aber was man kann, ist stets vernünftig zu sein – machen diese Daten Sinn? Wenn Sie zwingend vorgeschrieben sind, dann wird man um eine Vervollständigung gebeten. Wenn nicht, kann man schon ahnen, was Sache ist.

Big Data ist kein Schreckenswort an sich, jedoch ist die Frage immer, wer was und wem an Informationen gibt und was man dafür erhält.

Ich bin mir sicher, dass die TKK schlichtweg strafbar handelt. Wenn es denn nicht illegal ist, dann ist es illegitim und damit ist das kostbarste Gut, was eine Marke haben kann, potentiell angegriffen: Der gute Ruf.

Welche komischen Fragen sind Euch schon mal bei Formularen aufgefallen? In welchen Bereichen?

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Helft mir!

Ich mache es kurz und bündig. Ich schreibe gerade Doktorarbeit. Dieses mühsame, Wort für Wort und Satz für Satz, manchmal weinend im Büro weil es frustriert; ich bin völlig unkonzentriert, häufig geistesabwesend und manchmal sehr euphorisch. Und ich brauche Hilfe.

Ich brauche Motivation. Ich brauche Eure Geschichte, Eure Texte, von Euch Leserinnen, von den viele erfolgreichen Frauen, die hier vorbeischauen. Erfolg ist manchmal die richtige Wimperntusche empfehlen zu könne, manchmal seinen Alltag zu bewältigen, zB wenn man krank ist; Erfolg ist subjektiv. Ich brauche lustige Geschichten, und welche über sinnlose Frustkäufe; traurige Geschichten und blöde – Deine Geschichte, gerne/natürlich anonym geschrieben. Wohl wissend, dass unseresgleichen es lesen werde – Frauen mit kurzen Haare, Träumerinnen, Kämpferinnen, Anwältinnen, Mütter, Partnerinnen, Lehrende, Wissende. Schmink-Uschis.

Ich habe zwar noch Posts und Bilder, aber ich kann mich zum Teil nicht aufraffen. An machen tagen fühle ich mich wie Gott, an manchen Tagen gescheitert, das Leben eben – dabei läuft es, nur eben wahnsinnig langsam und mühsam. Motivation brauche ich, Motivation, Glitzer brauche ich auch, und Gespräche.

Und nein, ich höre nicht auf zu bloggen – ich muss gelegentlich nur mal die Beiträge auch veröffentlichen… Tom Ford ist hier nicht wegzudenken, genauso wie Naturkosmetik und experimentelle Gesichtspflege. So sehe ich manchmal auch aus, seufz.

Los, mailt mir. Schreibt mir. Teilt Eure Geschichte mit der Leserschaft und lasst es raus – es hat nahezu therapeutische Wirkung, ich habe sowas auch schon mal gemacht und etwas sehr persönliches anonym veröffentlicht. Tat sehr gut.

Und ihr so?

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Lust auf Duft

Ich habe total Lust auf einen neuen Duft. Meine Favoriten waren bislang alle aus dem Hause Hermès, und meine Schublade ist voll von Schätzen wie En Passant von Frederic Malle oder Amyris von Francis Kurkdjian, gegen den ich allergisch bin. Hurra. Ist auch voll billig gewesen. Ich verkaufe den übrigens immer noch!

Zuletzt fand ich Penhaligon’s Vaara nett, ein Werk von Betrand Duchafour. Zufällig grub ich auch meinen Amarathine auch wieder aus, der nicht mehr hergestellt wird, und der recht ähnlich ist. Auch Tralala ist ein wundervoller Duft aus dem gleichen Hause, ebenfalls von Duchafour, der an mir allerdings unerträglich wurde.

Mein liebster Duft ist immer noch Hermessence Rose Ikebana, doch der kostet heuer ein Vermögen. 200 ml sind viel Duft, aber 300-Keks Euro sind gaga!! Der neue Hermessence Duft ist Maiglöckchen pur und ich liebe Maiglöckchen, okay, aber man sollte den auf der Haut testen.

Pluriel Feminine von Maison Kurkdjian ist wunderschön, so schön, dass es wieder langweilig ist; und Sisleys Soir d’Orient gefiel mir zwar, aber ich konnte den nicht genug testen.

Hiris hatte ich mal, wurde verkauft – den gibt es wieder, doch ich kann mich nur daran erinnern, dass er sehr kühl war. Eau de Neroli Doré ist ebenfalls von Hermès und Ellena, der Orange mit Safran verbindet: Klingt toll, ist aber für einen Blindkauf auch zu teuer.
L’Artisan Parfumeur Chasse aux Papillons ist zum zweiten Mal leer geworden und ich würde mir das Eau de Toilette wieder kaufen. Ist auch langweilig (aber wunderschön!) und den kann man günstig schießen…

Tja. Und nun möchte ich am liebsten meinen Ehemann durch die Weltgeschichte jagen, auf der Suche nach einem schönen Duft. Er hat da ein Händchen für. Aber keine Zeit. Und ich? Ich kann mich nicht entscheiden.

Los, her mit Eurem Wünschen!

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Warum ich Snapchat nicht nutze

Bitte sehr, ein Auszug aus deren Nutzungsbedingungen:

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Interessanterweise habe ich mir nie die Nutzungsbedingungen von Facebook (naja, ein wenig) oder von Twitter, wo ich sehr aktiv bin, angeschaut. Geschweige Instagram (da will ich es auch lieber nicht wissen). Doch gleich beim ersten Anlauf Snapchat zu nutzen (letztes Jahr bereits…) stolperte ich über diese AGBs. Der Hype um eine weitere Plattform, die sich monetarisieren läßt, ist das eine – ein Raum für junge Menschen, wo alte Menschen (also ich^^) sich bereits nicht mehr hintrauen, das andere. Das ist gut, dass es diesen Raum gibt und wir „Erwachsenen“ dafür zu blöd sind – es ist gleichzeitig aber gruselig, welche Muster sich für die „digitalen Naiven“ ergeben. Sie sind blöde Content-Schafe, die zahlen müssen, um sich ihren eigenen Content anzuschauen, der dazu von anderen zur Gewinnerzielung genutzt werden darf.

Früher gab es Ländereien und Leibeigene, heute gibt es Server und Nutzer.

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TOM FORD BEAUTY Sommer Kollektion 2016 Vorschau

Schon alleine die Verpackungen sind sommerlich und sexy. Geil! Ich habe diese zwei Schätze schon mal abgebildet und auch schon verwendet, ich habe ein Moisture Core und die Palette mit Blush, Bronzer und Highlighter. Tatsächlich habe ich in letzter Zeit auch fast nix gekauft, war sehr brav also, und habe fleißig meine Sachen aufgebraucht. Rote und orangene Lippenstifte bis der Arzt kommt.

Leiderleider hat Tom Ford diesmal nix rotes und so griff ich zum üblichen Beuteschema: Pink, YLBB und Korall. Rechts oben im Bild ist Aphrodite, ein sommerliches dezentes Fuchsia, links unten im Bild Temptation Waits, das mit Schimmer und einem violetten Unterton einen sehr sommerlichen und sexy Look zaubert, vor allem wenn man sommerlich KALKWEISS ist.
Die Lippenstifte halten sehr gut trotz der dünnen Textur; interessant sind auch die MoistureCore Lippenstifte, die mit Farbe, Schimmer und Pflege bei gutem Halt aufwarten. Die Textur ist wirklich gelungen!

…leider leider sind die Farben totalmente tragbar und langweilig. Bislang für mich ein absolutes Kaufargument, aber nun, da ich fast die komplette Kollektion habe, gelüstet es mir dann doch noch nach ein wenig KRAWUMM.

Ach, und die Preise sind wirklich hoch. Ich weiß um die Qualität und verwende das Zeug täglich, muss aber sagen, dass ich an die Grenze komme, wenn es dreistellig wird. Seufz.

Tragebilder und swatches kommen.

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