Kunst ist die Antwort, war ich der Meinung, die Lösung, ein sine qua non, es wird uns retten. Es rettet vielleicht mich persönlich, aber genauso wie Wissenschaft die Welt nicht rettet, wird Kunst es auch nicht tun können.
Kunst und Wissenschaft bleiben Notwendigkeiten, doch sind sie schon immer, wenn man ehrlich ist, eine genuine Form von Ungerechtigkeit.
Wer kann sich Kunst und Wissenschaft leisten?
Welche Personen sind sich ihrer Privilegien bewusst und setzen sie für mehr Gleichheit ein?
Wie kann Kunst und künstlerische Tätigkeit, dem Menschen immanent, zugänglicher gemacht werden?
Wie immer lautet die Antwort: GELD. Geld in Schulen für Kunstunterricht, Geld in Kulturinstitutionen (nicht um es Intendanten in den Arsch zu blasen!) für kostenlose Eintritte, Geld für Angestellte, damit nicht nur Erb*innen sich solche Jobs leisten können.
Und nein, Kommerzialisierung ist nicht der Weg dazu.
Kunst, und Wissenschaft eigentlich synonym, sind grundlegende Infrastruktur, genau wie Gesundheit oder Wohnungsbau. OOps, habe ich den Finger in die mittlerweile schon kurz vor Sepsis stehene Wunde gelegt?