Wüstentrockene Haut dank Minusgrade – und nun?

Gestern habe ich mir das halbe Gesicht mit abgeschminkt – die Haut so trocken und schuppig wie es nur geht, reif für einen Auftritt als Werbestar in der Reptilienabteilung zur Häutungszeit.

Wenn man sich nun für den Valentinstag *gähn* schön machen möchte? Nein, das ist nicht korrekt-ich möchte mich einfach in meiner Haut wohlfühlen. Und ein Schuppenmonster-Dasein gehört nicht dazu, zu einem schlechten Teint kann ich zudem schlecht knalligen, roten Lippenstift tragen. Hat was von Auffahrunfall – man muss hinschauen, aber es ist nicht schön.

Also – viel trinken. Das ist und bleibt die Maxime. Gele, Seren, alles schön und gut, aber nur unter einer weiteren, reichhaltigen Pflege. Mir persönlich hat gestern das La Mer Serum (ein Tropfen!) das Gesicht über Nacht wieder “repariert”, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass nun jede LeserIn losrennt und mal eben einen pinken Schein für Pflegeprodukte latzt. I would!

Daher – trinken. Schminken ist übrigens gar nicht schlecht, am besten Flüssig- oder Creme-Make-up. Wer ölige Haut hat, kann sich nun freuen, darf aber ebenfalls nicht auf Pflege verzichten – und auf… ja! TRINKEN!

Das sind meine persönlichen Favoriten, die im Bad gerade als Extra so rumstehen:
La Mer The Radiant
Primavera Rose Sanddorn Bodylotion
Weleda Calendula Babylotion zum waschen…

Mr Mybeautyblog schwört auf die Weleda Malvenpflegemilch.

…und auf dem Schreibtisch: Lebensbaum “Bärchentee” und Leitungswasser.

Viel interessanter wäre jetzt aber für mich zu erfahren, welche äußerlichen Tinkturen in Eurem Haushalt zum Einsatz kommen – es muss ja keine Creme sein, vielleicht ist es einfach nur Lieeeeebbbeeeee…

Es bleibt – Blau!

Clarins zeigt es in seiner aktuellen Frühlingskollektion, Lauder zeigt es – Blautöne bleiben im Trend. Neben der vorhersehbaren zarten, bunten Pastellooks, die aber leider auch nur sehr wenigen Typen stehen, wird Blau in allen Schattierungen, besonders Blau-Grün, uns dieses Jahr begleiten.

Als Mode-Farbe sollte Teal allerdings schon längst auch in den Klamottenläden gewesen sein – aber Deutschland ist weder mutig noch bunt, daher nähert man sich nun über Koralltöne an. Die passen wiederum sehr gut zu den Blautönen eines dezenten Make-ups…

Da Blau aber meine aktuelle Lieblingsfarbe ist – so schön kombinierbar & unkompliziert! freue ich mich auf eine weitere Saison blau.

Tragbare Töne sind das, das und das – je nach Typ.

Mein persönlicher Tipp für Blautöne – bloß nicht zu blauer Kleidung! Monochrom ist monoton.

Bei zarten hellen Schönheiten ist ein transparenter Rotton auf den Lippen machbar, wenn man sparsam mit dem Blau umgeht. Das obige Bild zeigt, wie man es perfekt macht (Copyright: Clarins).
Auch ein schlichtes, reduziertes neutrales Augen-Make-up in Grau oder Braun kann mit ein bisschen Blau ein wenig Farbe gewinnen. Und auch wenn der Frühling noch lange nicht da ist: Bitte bitte – mehr Mut zur Farbe!

P.S. Aber nur solange diese sich nicht als blauer Kajal ausschließlich am unteren Augenlid niederschlägt. Wer das auch immer macht, for your information – es sieht leider nicht gut aus, sondern wie die Schminkreste vom Vorabend.
Wer seine Augen nur zart betonen will, kommt um Mascara in braun nicht drum herum. (Blaue) Striche unterm Auge bringen schlichtweg nichts – weder betont es etwas noch strahlen die Augen, es sieht einfach nur so aus wie das, was es ist: Ich habe keine Zeit gehabt / ich bin zu faul* / ich habe keine Ahnung / ich bin schlampig.
Dann lieber weglassen statt Alibi-Make-up – ja, man kann auch ohne alles schön sein!

*Man zieht sich ja auch nicht nur einen Rock unterum an und geht dann so auf die Straße, nicht wahr?

YSL Rouge Pur Couture 40

Die Überschrift müsste lauten – der namenlose… tatsächlich haben die YSL Lippenstifte ja Namen, dieser hier scheint wie so oft ein Fundstück zu sein, das nicht mehr erhältlich ist?!

Wieder ein Rotton – das war klar, und an diesem ist etwas Besonderes dran, was ich bislang nur an einem Kanebo Lippenstift mal gesehen habe: Die warm-neutrale Farbe hat einen kühlen Schimmer. Der Effekt ist marvellous!

Ich war etwas misstrauisch – diese neue Lippenstiftserie kannte ich nicht, die neue, klobige Verpackung ist nicht gerade mein Fall, auch wenn sie golden ist (und bei Gold sage ich schon mal nix mehr…). Die Tatsache, dass L’Oreal unter seinem Dach so unterschiedliche Brands beherbergt, die unterschiedlich arbeiten, unterschiedliche Qualitäten anbieten und unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, macht es nicht einfach, obwohl ich bei Make-up Produkten im High-End Bereich schon mal sagen würde, ein bestimmter Dachkonzern schafft Vertrauen.

Während also die Lidschattenpaletten mich gruselig anfunkelten (wer trägt sowas?! außer den Parfümerie-Verkäuferinnen unter 25…) – schöne Farben, aber hey, Karneval ist nur einmal im Jahr, sprachen die Lippenstiftfarben eine ähnliche Sprache. Doch die Kombi macht es  – ein kompletter YSL Look wäre sicher großartig und glamourös. Doch wenn man die Kurve nicht kriegt: Grell und billig.

Ergo – alleine ist der Lippenstift ein echtes Tunning-Teil. Und zwar ein hervorragendes!

Die Farbe geht gleichmäßig ab, hinterlässt aber eine perfekt-gleichmäßige Tönung. Man kann den Lippenstift auch nur zart auftupfen, der Effekt mit dem violetten Schimmer ist da, der Halt ist noch besser, die Textur federleicht (und natürlich nicht pflegend). Mal was anderes und wirklich genial, und die Farbe ist sowieso toll.

Weiterlesen…

Der Jojo-Effekt

Meine Make-up Diät sah vor, sich dieses Jahr komplett zurückzuhalten. Keine Make-up Produkte kaufen. Stattdessen ein Sparschwein füttern, der eigens dafür aufgestellt wurde.

Bereits nach zwei Wochen erschnorrte ich mir beim Ehemann einen Lippenstift, kaufte einen dazu, erschnorrte noch einen zweiten, und kaufte… auch egal!

Mein Konsum ist an sich sonst sehr viel bewußter, gerade bei Make-up, und ich verwende alle Produkte, die ich habe. Immer schön abwechselnd. Wenig oder kaum nicht beachtete Dinge finden anderswo ein zu Hause.
Und jetzt?
Ich bin sonst echt starrköpfig und ziehe so etwas durch, doch diesmal habe ich etwas gelernt. Man sollte alles etwas entspannter sehen, und gerade bei sich selbst die Grenzen nicht zu hart ziehen. Der ständige Druck des Alltags einer “modernen” Frau muss nicht ausgerechnet von ihr selbst auch noch verstärkt werden.

Zwischen sich gehen lassen und absolute Verbote muss es auch eine goldene Mitte geben. Diese Einsicht ist so alt wie die Menschheit, und natürlich wird sie vom irrationalen Wesen Mensch regelmäßig Lügen gestraft.

Ergo? In Maßen, und mit Muße. Икони на светци

CLINIQUE Almost Blushwear Cream Peachy Blush – Cremerouge, hurra!

Kalter Kaffee, denke ich immer, wenn ich die Produktrezensionen lange bevor die Produkte erhältlich sind, gelesen habe. Auf der anderen Seite habe ich bei bestimmten Produkten den Anspruch, sie tatsächlich zu testen – sprich sie unter unterschiedlichen Bedingungen auszuprobieren. Und gerade bei Sachen, die ich mir lange wünsche – bin ich skeptisch. Es gibt nicht viele Cremerouges auf dem Markt, gute schon mal noch weniger, und ich freue mich natürlich, wenn die Auswahl größer wird.

Passen wir dazu die Bedingungen an – problematische Haut, jenseits von 25, lange-Tage-Dasein, und schon ist es nicht mehr so schnell zu entscheiden, was taugt und was nicht.

Dieses Cremerouge hat es in meiner Kosmetiktasche geschafft – und aufgrund dieser Selbstverständlichkeit hätte ich ihn fast vergessen! Weiterlesen…