Willkommen auf dem ersten Beautyblog weltweit – seit 2005

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Wie eine amerikanische Telemedizin-Therapie-App zur Kündigung führte – der Fall Jennifer Kamrass

Ich habe mich reichlich über tausend Sachen in letzter Zeit aufgeregt, Faschismus, Tech-Bros, Menschen die chatGPT nutzen, andere Eltern, aber heute hat#s mit dann doch aus den Socken gehauen, weil dieser Fall zeigt, was uns die neue schöne Welt bringen wird.

Jennifer Kamrass wurde in der Schwangerschaft gekündigt, im 9. Monat. Würde hier nicht gehen, aber USA und Frauenrechte bzw. Angestelltenrechte sind eh ein Sonderthema. Der richterliche Beschluß zu diesem Fall ist sogar online, das Ganze ist ein bisschen komplexer, aber nun denn. Kamrass nutzte die erfolgreichste, an der Börse gelistete Therapie-App namens TALKSPACE, die von ihrer Versicherung kostenlos angeboten wird, analog irgendwelchen Apps hier in Deutschland, die von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten werden.
So weit, so harmlos, die App dient dem Zusammenbringen von Therapeut*innen und Patient*innen, und das bereits ab 13, also auch für Teenager.

Im Falle Kamrass wurde von ihr Klage wegen der Kündigung aufgrund ihrer Schwangerschaft eingereicht. Vor Gericht gab es ein Hin und Her wegen ökonomischer Abwägungen des Arbeitgebers und anderen Angestellten, die schon länger da waren, alles ganz normal. Allerdings nutzten die Anwälte des Beklagten Chat-Daten, die in dieser App aufgezeichnet wurden. Und zwar ging es speziell um Chat-Nachrichten zwischen ihr und der Therapeutin. Diese fallen scheinbar aus dem Datenschutz raus, in Europa kann man die Vorratsdatenspeicherung noch ablehnen, auch dieses Recht wird gerade staatlich erodiert.
Die Chat Nachrichten wurden aufgezeichnet. Grundsätzlich werden in solchen Apps künstliche Chatbots anhand der Nutzerdaten trainiert, um solche Gespräche ebenfalls führen zu können und therapeutische Gespräche zu ersetzen. Keine Menschen mehr bezahlen, nur noch ein Datacenter!

Ja, aber es gibt Datenschutz! Zumal medizinische Daten und speziell Therapie unter besonderen Schutz fällt! Allerdings wirbt das Unternehmen mit exakt diesen Aufzeichnungen zwecks Weiterentwicklung einer “KI”. Diese Daten von außen zu “bekommen”, entschlüsseln, aggregieren, nutzen, und zuordnen ist nicht erlaubt, aber technisch möglich.

Unabhängig von diesem speziellen Fall, wo es andere Rechtsbereiche geht, zeigt dieser Fall etwas, was gerne unter dem Tisch fallen gelassen wird:
Aggregierte Daten eines Nutzers können und werden gegen diesen Nutzer vervendet werden.
Die Legislatur schützt uns nicht nur nicht, die Legislatur ist überfordert und mittlerweile auch nicht mehr neutral der Technologie gegenüber.

TALKSPACE hat des weiteren Daten von Teenagern mit Plattformen von META und ALPHABET geteilt sowie Amazon und Microsoft.
Auf einer Investorenkonferenz gab der CEO Jon Cohen an: “the platform had compiled 8 billion words, 140 million messages, 6.2 million assessments.” Die Entwicklung von Chtabots solle natürlich keine Therapeuten ersetzen, sondern ihren Einflussbereich/Reichweite ausdehnen. Hm…

Therapeuten fürchten nicht nur um ihr Brot, sondern auch um Patienten, denn es gibt bereits bekannte Selbstmordfälle, wo “KI” mitgewirkt hat. Und ganz sicher viele, von denen wir nichts wissen.

Umso brisanter ist die Kürzung der Gelder für Psychotherapueten hier in Deutschland, denn so werden sich viele technischen Lösungen , die scheinbar kostnelos doer kostengünstig sind, zuwenden. Diese Möglichkeiten zu nutzen bedeutet weitere Daten zu einer Person zu aggregieren, womit der gläserne Bürger bereits Realität wird, sondern auch verwertbar bzw. bewertbar.

Wir nähren uns also dem bereits bekannten Begriff des “unwerten Lebens”, was man heute sicherlich anders bezeichnen wird, diesmal jedoch angeblich objektiv quantifiziert wird.

Weil ich nichts mehr als Verschwörungstheorien liebe, kommt in diesen Beitrag der massive Rückbau von Behindertenrechten – sollen alle ins Heim, keine Betreuung mehr; der massive Rückbau von Arbeitnehmerrechten wie Arbeitszeit und Kündigungsschutz, die Kürzung der Krankenversicherungsleistungen sowie Erhöhung der Beiträge durch die Hintertür, und das alles gestützt von Software, die Palantir baut (ja, das ist jetzt ein bisschen übertrieben, Deutschland ist digital noch nicht soweit).

Zusammenfassung:

Nutzt keine künstliche Intelligenz für Therapie oder als Ersatz und Ergänzung zwischenmenschlicher Kommunikation. Okay für die Mathe-Hausaufgabe der 7. Klasse, nicht okay um die Nachricht der Freundin zu “entschlüsseln”.

Seid Euch immer gewahr, dass jede Sprachnachricht und jedes Bild, das ihr auf einem digitalen gerät habt, quasi öffentlich ist.

Die ganzen kostenlosen Apps, die Instagram Trends die eure alten Bilder haben will, das Handy: Das sind Werkzeuge, die zum Guten, aber eben auch zum Schlechten genutzt werden können.

Ironie, das im Internet zu lesen…

HAMBURGER STAATSOPER – Die große Stille, keine eine Oper

Der feste Kulturkritiker des NDR, Peter Helling, lässt wenig gutes Haar an diesem Stück, und ein bisschen schmunzeln muss ich schon, ich kann ihm aus seiner Warte als professionellem Kunst-Connaisseur recht geben.

Aber, aber!

Nun huldige ich der Kunst ganz anders, differenzierter und reflektierter. Natürlich nicht! Ich gehe zur Oper OHNE Hintergrundinformationen und begebe mich unwissend in die Hände der Künstler*innen und des gesamten Teams der Veranstaltung. Dazu zählen Garderobe und Bühnentechnik, alles, alles an dem Abend wird eingeatmet und erlebt. Wer intellektuelle Masturbation erwartet, möge woanders lesen, denn ich bin dessen überdrüssig.
Wir haben 2026 und die erste bürgerliche Oper Deutschlands, die Oper in Hamburg, erfüllt ihre Rolle genau in dieser Nische: Sie ist eine Oper für alle.
Und somit sind wir beim Thema: Die große Stille ist keine Oper und das sollte mensch auch nicht erwarten. Aber es ist ein guter Einstieg in die Opernwelt.

Das was es jedenfalls ist: Eine großartige Reise der Gefühle, ich hatte Spaß, wurde unterhalten und fand es gut, großartig sogar! Alle Register wurden gezogen, ich habe gegrinst, bewundernd die Augenbrauen hochgezogen, war aufgeregt, war abgelenkt (ich hatte Hunger!), war entzückt und auch mal gelangweilt. Inhaltlich sogar kurz richtiggehend getriggert, aber das ist zu persönlich.

Der Plot ist nicht sonderlich aufregend und ehrlich gesagt auch nicht so wahnsinnig unterhaltsam, wie er uns verkauft wird. Das mit dem Raumschiff, naja, ganz sweet, aber keinen “vom Hocker Reisser”, und dem Gesicht des Teenagers in der Reihe vor mir nach zu urteilen, auch nicht spannend. Bin froh, meinen Teenager dorthin NICHT mitgenommen zu haben.

Die Inszenierung fand ich trotzdem knorke, auch und weil da einige seltsame Komponenten waren. Zum Besipiel: Eine rituelle Anbetung bzw. Besingung, toll ausgeführt vom Chor; dazu eine Nahrungsaufnahme von Brei?? warum frage ich mich, das ist nämlich nicht gespielt gewesen, wie man denken könnte, nein, die Leute mussten sich wohl tatsächlich etwas reindrücken. Mich erinnerte das Ganze an das Hass-Ritual in Orwells 1984, was aber wohl dem geschuldet ist, dass ich das Buch derzeit lese.

Die Handlung kann gut verfolgt werden, die Darsteller*innen bekamen fünf Minuten ununterbrochenen Applaus, und die Bühnentechnik hat mal wieder 100/10 geleistet. Die Kostüme did some people dirty though.

Der Anfang ist erstmal ein bisschen Theater mit ein paar musikalischen Einsätzen. Dann folgt die eigentliche Oper: Apollo und Hyacinthus wurde von Mozart im Alter von elf komponiert und ist auf Latein. Man hat das Libretto etwas abgeändert und statt Apollo eine Außerirdische eingesetzt, die Aliena (höhö), die echt was für ihr Geld tun musste. Also während der Vorstellung musste sie richtig schuften: Ana Durlovski hat ihren Part mit Bravour gesungen, und ich fand sie sehr passend in der Rolle. Das abgefahrene Outfit war… abgefahren.

Weil es natürlich eine Liebesgeschichte ist, gibt es einen Bösewicht namens Zephyrus (ihr wisst schon, der Wind…), der diesmal weiblich ist: Kayleigh Decker. Ein bisschen queeres Rumgeknutsche durfte nicht fehlen und wurde vom Publikum mit einigermaßen Unbehagen quittiert, was mehr aufs Publikum schließen lässt. Ja, wir haben 2026 und ein knutschendes Frauenpaar erzeugt immer noch “EINE GROSSE STILLE” im Raum.

Als König optisch bestens geeignet, ist der Tenor Gregory Kunde vermutlich unterfordert mit der Rolle und wirkte ein bisschen abwesend, – hätte er nebenher noch Wäsche sortiert, hätte es gut gepasst. Der Australier Rebgetz, ein Paradiesvogel aka Performer, war sympathisch. Völlig unterschätzt der Bass Kowalczyk, der quasi nur zehn Sekunden sang, aber dafür die ganze Zeit durch die Gegend gurken musste, keine Ahnung wie er das hinbekommen hat, ach, das muss man selbst sehen!

Das Ganze geht sich lustig-interessant-keine Ahnung, hab’s nicht kapiert, aus, dazwischen gibt es allerlei kleine, spannende Komponenten, die natürlich dem versierten Operngänger bekannt sind, wie der Chor im Zuschauerraum oder der Dirigent auf der Bühne.

Ja, es ist keine klassische Oper, hier entzündet sich immer wieder der Streit, was muss eine Oper eigentlich bieten, wer ist die Zielgruppe und wie sehr drückt der wirtschaftliche Schuh – und warum Hamburg ein Dorf bleibt, dass Grandezza nicht nur IN der Oper fehlt, sondern auch im Publikum, und was genau das aber auch für Demokratisierung und breiteren Zugang zu Kultur bedeuten kann.

Könnte.

Dem ist nicht so: Oper und Kultur allgemein sind elitäre Betriebe, in dem ohnehin nur wenige viel Geld verdienen; die Konsument*innen von Kultur, die gerne unter sich bleiben, was auch beim jungen Volk so ist, die jungen “Intellektuellen”, das ist schon alles sehr klassistisch. Glamour, Glanz und Gloria – so ist die Realität nun mal nicht, und das ist auch gut so, aber bourgeois bleibt es, und zwar mit dem Geschmäckle des “open-minded” Anstrichs, was sich in der plakativ-performativen Ausübung von Diversität und gefakter linkspolitischer Ausrichtung zeigt.

Fazit: Ich fand’s großartig und sehenswert, eine gute Verbindung zwischen modern und klassisch, unterhaltsam und künstlerisch betrachtet auch “intelektuell” genug. Leider habe ich einen anderen Geschmack als das breite Publikum, sei es drum – wer noch hingehen kann, sollte!

Was ist Perimenopause?

Wenn…

deine Augenbrauen aufs Kinn wandern

dein Haarausfall auf zehn Haustiere im Haushalt schließen lässt

die Tränensäcke zum Plissee werden

dein Mund so trocken ist, als hättest du die Sahara eingeatmet

dein Mund den Daumen nach unten hält – dauerhaft und wahrheitsgemäß

deine Ohrlöcher dich hängen lassen

dein Hals ganz konkret auf deinen Hormonstatus schließen lässt und auf die Mahlzeit am Abend zuvor

dein Dekolleté eine extra Portion Creme braucht, und Serum, und Peeling, und perlige Bodylotion, und noch mehr Serum und noch mehr Toner und noch mehr mehr mehr

deine Haut ohne Bodylotion sich wie ein Schleifpapierkostüm anfühlt, das Schleifpapier ist aber innen angerauht

deine Brüste den Physikunterricht, Teil Schwerkraft, nachholen

die Hüften dich stets daran erinnern, dass der untere Lat ein wertvoller Muskel ist, den du trainieren solltest

deine Oberschenkel endlich einen Vertrag beim TÜV bekommen, um professionell den Abrieb von Hosen zu testen

die Knie dich erinnern, dass Muskeln essenziell für ihren Einsatz sind und dich deswegen laut anklagen und nein, du hast nicht plötzlich Rheuma

deine Schienbeine eine eigene Bodylotion brauchen

deine Füße platzeinnehmend werden, aber in einer Form, die von Schuherstellern scheinbar nicht vorgesehen ist

und du einen Scheiß drauf gibst, dir eine andere Frisur, Bodylotion, Hose und Birkenstocks besorgst und deinen Mittelfinger stets lackiert zum Ausstrecken bereit hältst.

Wer Symptome der Perimenopause verspürt und beim Arzt wegen “zu jung” abgewimmelt wird, empfehle ich nicht nur einen anderen Arzt oder Ärztin, sondern auch einen anderen Art oder Ärztin, und zwar so lange, bis man symptomatisch behandelt wird, denn es ist Kassenleistung, niemand muss privat extra extra zahlen.

LISA ELDRIDGE Baume Embrace Melting Lip Colour in der Farbe Épanoui

Machen wir es kurz & knackig: Sehr schöner Lippenbalsam, der den Namen auch verdient.

Leider wurden die Preise angehoben, wodurch der Balm jetzt mit 33Euro zu Buche schlägt.

Pflegend, nicht klebrig, sehr schöner Glanz, ohne Lippenfalten bzw. trockene Lippen zu betonen.
Der Duft ist leicht vanillig, ähnlich wie Tom Ford, verfliegt aber schnell.

Die Verpackung ist leicht und etwas naja, “fimschig”, aber das wandert ja irgendwann in den Müll, reduziert ist also nicht das schlechteste.

Die Farbe ist bei mir ein YLBB – your lips, but better.

Würde nachkaufen.

Ich trage hier noch die Foundation von Lisa Eldridge in der Farbe 6 und Mascara.

LISA ELDRIDGE The Foundation No. 6 – the hype is real

Ich werde ewig der feinen New Yorker Dame dankbar sein, die mir Lisa Eldridge empfahl. Sie schwört auf alle ihre dekorativen Produkte, und so habe ich nach und nach einiges bestellt. Man kann sich sehr gut online beraten lassen und man bekommt auch Muster gesendet, was bei 40 Nuancen zur Auswahl nicht das schlechteste ist.

Schwärmen will ich! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll <3

– Die absolut nicht spürbare Textur? Als ob man nichts im Gesicht hätte!

– Die traumhaft gute Haut am Abend nach dem Gesicht waschen? Keine Pickel und keine schuppige Haut, keinerlei Hautprobleme, egal wieviele Tage hintereinander sie verwendet wurde.

– Die krasse Ergiebigkeit? Ein Tropfen reicht aus, um drei Gesichter zu tünchen, weshalb ich sie mir in einem winzigen Container abgefüllt habe, denn ich brauche davon sehr wenig, und kann sie mit den Fingern auftragen.

– Das Finish? Eine leuchtende Haut. Nicht glänzend, nicht glossy, nicht speckig, nicht weich, einfach von innen heraus glänzend.

Ich höre ja schon auf…

Natürlich liegt es auch an der guten Hautpflege vorweg, gut gecremte, regelmäßig gepeelte Haut, und ordentlich feuchtigkeitspendender LSF. Ja, diese Foundation verträgt sich sogar mit meinen Sonnenschutz, bzw. mit allen drei davon, die ich so nutze; und auch mit drölfzig Cremes darunter. Ich nutze das Produkt mittlerweile ein halbes Jahr und habe noch nie so gerne und so oft eine Foundation benutzt.

Das einzige, meines Erachtens aber völlig irrelevante Manko ist die fancy Verpackung. Der ovale Glasflakon ist nervig. Trotzdem, bestens investierte 53 Euro, denen ich keine Träne nachweine. Wird zum Sommer in einer weiteren Farbe nachgekauft, sollte ich “bräunen”.