Vegan, weil ich kann: Buschbohnensuppe mit Liebstöckel

Das Rezept stammt von meiner Mutter, und hat in unserem Haushalt eine erstaunliche Karriere hingelegt. Zum einen recht schnell, zum einen sehr mild, zum anderen ist Liebstöckel weiss Gott nicht das geläufigste Kraut auf der Welt. Altmodisch – und auch bekannt als Maggi-Kraut.

Doch der Ehemann liebt sie!

Billig bio ist es übrigens auch, da die Bohnen aktuell (noch?!) Saisonware sind.

Man nehme:
Buschbohnen (frische…)
Passierte Tomaten
evtl. Tomatenmark
Olivenöl & Mehl für Mehlschwitze
Brühe(-pulver)
Liebstöckel
Pfeffer
Wasser

Die Mehlschwitze kann man auch mit Butter machen, aber eben auch mit einem schönen Öl. Dieses leicht anwärmen und das Mehl (1-2 EL) drübersieben, mit einem Schneebesen anrühren. Langsam passierte Tomaten und Wasser unterrühren.
Brühe und Bohnen (diese von den Ende befreien und in kleinen Stücken brechen, dabei auf Fäden achten!) reinwerfen. Liebstöckel und Pfeffer können schon mit ran.

Die Bohnen garen meist in zehn Minuten, dabei dickt die Suppe leicht an.

Ich bin ja immer sehr versucht, solche Rezepte zu „pimpen“. Nein, braucht es nicht – hier kommen die drei Hauptkomponenten (die Säure der Tomate, die grüne Fruchtigkeit der Bohne sowie die krautige Würze des Liebstöckels) hervorragend zusammen – es braucht tatsächlich nichts mehr!

2 Gedanken zu „Vegan, weil ich kann: Buschbohnensuppe mit Liebstöckel

  1. Im Grunde finde ich daß das super klingt, allerdings hasse ich Liebstöckel. Die Dosis macht, daß ein Ding ein Gift ist, wies so schön heißt… Und meine Schwiegermutter verwendet Liebstöckel für ungelogen 90% aller Gerichte, die sie kocht (sofern man die Art und Weise in der sie Lebensmittel mit brachialer Gewalt – und offenbar mit dem menschlichen Überlebenstrieb als einzigem Zugang zur Zubereitung von Speisen – gar macht, tatsächlich als „kochen“ bezeichnen will), und überdosiert es ebenfalls ungelogen bei jedem einzelnen Mal entsprechend dieser alten Weisheit… Daher werden das Maggikraut und ich DEFINITIV keine Freunde mehr in diesem Leben (was nebenbei bemerkt auch auf alles Andere zutrifft, das meine Schwiegermutter so geil findet, daß sie es überdosiert, egal ob, wie hier, physikalisch, oder auch „nur“ im übertragenen Sinne). ABER – nicht verzagen, Bohnenkraut nehmen! Das macht sich bestimmt auch super. Auch wenns Eurem Rezept dann nicht mehr entspricht, aber wenn man halt kein Maggikraut mag… Wenn ichs mal ausprobiert hab, erzähl ich Dir, wies geworden ist!
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    1. Pahphi: Ich habe bei meiner Ma nur Liebstöckel bekommen, und Petersilie.Sie hat sogar asiatsich damit gekocht *würg* bis sie dann mal davon abkam und auch mal was anderes probierte. Fernsehköchen sei Dank! aber so nach anderthalb Jahrzehnten aus dem Haus kann man sowas mal ertragen. Ich bin ja auch nicht besser, ich ertränke nämlich alles gerne in Oregano.

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