Vegan, weil ich kann – Brechbohnensuppe

Billig bio ist in der Küche mein Motto – und schnell gehen muss es auch. Dank einer Laktoseintoleranz koche ich häufig vegan, und kann alle beruhigen: Es schmeckt köstlich. Jenseits von fad, jenseits von Soja (was leider eine Umweltschweinerei ist und schlecht verträglich…) bietet die mediterrane und auch ost-europäische Küche eine breite Auswahl an köstlichen Gerichten, die auch noch bekömmlich und „schlank“ sind.

Das Geheimnis einer guten Suppe ist Mehlschwitze. Diese dient dazu die Suppe ein wenig anzudicken und zu binden, ohne mit Sahne hantieren zu müssen. Stärke ist die faule Variante, allerdings kommt das in meiner Küche nicht zum Einsatz – da bin ich konservativ.

Diese Suppe ist mild, bekömmlich und auch für Kinder geeignet (denke ich mal so!).

Zutaten:
Für die Mehlschwitze:
1 EL Mehl (Type 550)
Olivenöl mild (z.B Bio Planete Olivenöl extra mild)

1 Glas passierte Tomaten (z.B. Denree)
Frische Brechbohnen oder aus dem Glas von DeRit
Frische Kräuter zum mitkochen (alternativ trocken… klassisch: Liebstöckel, Petersilie, mediterran: Thymian)
Brühe oder Wasser (nach Gusto)
Salz
Pfeffer

Die Mehlschwitze: Das Öl leicht erhitzen und das Mehl leicht drüber streuen, währenddessen permanent mit einem Rührbesen umrühren. Das Mehl soll nicht klumpen und darf nicht braun werden- daher vorsichtig mit der Wärmezufuhr.

Dann unter weiteres Rühren die Brühe/das Wasser langsam dazu geben und die passierten Tomaten. Die Konsistenz muss man nach Geschmack auswählen, je mehr Wasser, desto dünner wird das Ganze. Nun die Bohnen und die Kräuter reinschmeissen und kochen lassen.
Bei Bohnen aus dem Glas die Suppe erst aufkochen lassen, und dann erst die abgetropften Bohnen reinschmeissen.
Mit Salz und Pfeffer würzen.

Das war’s. Bedient man sich sogenannter Conveninece-Produkte (Zeug aus dem Glas, fertige Brühe) ist dieses Essen unter zehn Minuten fertig. Für „Notfälle“ oder spät abends eine gute Sache.

Mit frischen Brechbohnen schmeckt es nochmal besser… aber das ist klar. Hier eine Kochzeit von ca. 15 Minuten einplanen.

Credits für dieses Rezept: Mama!

9 Gedanken zu „Vegan, weil ich kann – Brechbohnensuppe

  1. Klingt gut, ich kann es nachvollziehen, dass man nicht ewig in der Küche stehen mag.

    Bezüglich Tofu (und Umweltschweinereien): Würde ich differenzierter sehen, je nachdem, wo die Sojabohnen angebaut werden. Natürlich möchte man keine Sojabohnen, für deren Anbau erst Regenwald abgeholzt werden muss und dann womöglich noch aus gentechnisch verändertem Saatgut. Dass es aber auch anders geht, zeigt die Firma Taifun, deren (Bio-)Bohnen bevorzugt aus deutschem/europäischem Anbau stammen. Ich verlinke die Info dazu einfach mal: http://www.taifun-tofu.de/de/sojaanbau/taifun_tofu_leitlinien.php?NID1=2&NID2=1&NID3=0

    1. Danke Aorta! Leider ist es so dass wegen Soja-Anbau das Land regelrecht gestohlen wird. Auch hier gilt es sich im Konsum zu mässigen (ich weiss wie es aus dem Munde aus BBloggerin klingt 🙁 ) Das Problem ist dass bei großer Nachfrage von bestimmten Dingen (Bio-Baumwolle, Soja, Bio-Landanbau allgemein, Bio-Eier…) die Versuchung groß ist, ein bisschen zu schummeln und die Grenzend es Legalen auszuweiten, zumal es in weit entfernten Ländern kaum Kontrollmöglichkeiten gibt. Klar wird kontrolliert, aber nicht so wie in DE geleistet werden kann. Damit müssen wir uns zu einem Stück abfinden-wie gesagt, hier gitl es den Konsum einzuschränken. Nachdem ich ausschliesslich Bio-Produkte gelistet habe, ist es ja auch klar dass Taifun bei Tofu meine erste Wahl wäre-geräuchert mit Mandeln oder mediterran… 🙂

  2. Ich kenne die Problematik, dass die Kleinbauern regelrecht von manchen Konzernen von ihrem Land verjagt werden, um riesige Monokulturen anzubauen. Du stößt da also durchaus auf offene Ohren. Was mir in dem Zusammenhang auch immer wieder sauer aufstößt: Die Bezeichnung „grüne Gentechnik“, die häufig völlig kritiklos von Medien übernommen wird. Denn so etwas wie „grüne“ Gentechnik gibt es de facto nicht, im Gegenteil. Aber bei Monsanto und Konsorten klöppelt man munter an dem Mythos weiter.

    Falls möglich, greife ich zu Bioland oder Demeter-Produkten. Das EU-Siegel ist eben mehr so eine Art kleinster gemeinsamer Nenner oder Minimalstandard. Ich hab‘ das große Glück, hier auch einen Wochenmarkt zu haben, so dass ich auch oft Sachen aus der Region kaufe. Das ist dann zwar nicht bio-zertifiziert, gerade die kleinen Erzeuger können sich das oft auch gar nicht leisten. Aber man kann auf den Höfen vorbeischauen, um einen Eindruck zu gewinnen, wie dort jeweils so gewirtschaftet wird. Spätestens dann wird einem auch bewusst, wieviel Arbeit in den Produkten drinsteckt. Apropos, hast Du „Taste the Waste“ gesehen? Sehr interessante Dokumentation, kann ich nur empfehlen.

    Um nochmal auf Rezepte zurückzukommen: Räuchertofu schmeckt mir sehr gut in Rührei oder als scharfer Eintopf mit Linsen und Wurzelgemüse im Herbst/Winter, schön wärmend.

    1. Aorta: Dito! Es gibt natürlich keine grüne Gentechnik, genauso wie es Dinge sind, die per se nicht nachhaltig sind-Beton und Bergbau.
      Monokulturen für Bio-Anbau eben auch nicht. Stichwort Desertification.

      Hier hat nach sehr langer Zeit endlich ein Biomarkt aufegmacht-Denn’s-wo wir fast nur noch einkaufen. Manko: Kein Fleisch. Und das esse ich doch gehelegentlich gerne, ahbe da aber Ansprüche (am liebsten Demeter und vom bekannten Hof). Immerhin gibt es Eier vom Bauckhof, ein Demter Hof für den ich lange gejobbt habe. Da weiss ich was ich habe und Fleisch gibt es eben selten (ich esse gerne Aufschnitt, das reicht). Mit den Siegeln kenne ich mich natürlich aus; am liebsten Demter, aber eben auch nicht immer-die konservartive Ideologie ist nicht jederfrau Sache, häufig leiden auch die Produkte drunter. Da ist Bioland ein guter Kompromiss: Hohe Standards, ideologiefrei. Ich meine jetzt auch nicht die Landanbau Ideologie der Demeter Leute sondern die anthroposophische, nicht sonderlich emanzipiert Rolle der Frau. Da stößt es mir sauer auf. Egal wie toll sie tun, wenn man genau hinschaut und nachfragt… aua!

      Letzen Endes können wir auch nur im Konsum ein bisschen greenwashing betreiben-wir überlegen und ein Auto zu holen. Ein Hybrid, gut, aber ehrlich-kein Auto wäre besser, aber dafür eigent sich dieses Land halt schlecht.

    1. Anmari: habe ich gar nicht – koche den Kram frei Schnauze, esse gerne vegan und lecker. Es muss ja auch Bio und billig sein UND gesund also z. B. genug Eiweiß. Ich koche alles zigfach bis ich die perfekte Variante entstanden ist. Gerne stelle ich meine Rezepte online! Die kann man ja super variieren. Die sind nicht Schick aber schnell und lecker.

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