Männerkosmetik – (k)eine Glaubenssache

Wenn der STERN behauptet, Kosmetik für Männer sei Glaubenssache… Hier der Artikel:
http://www.stern.de/lifestyle/mode/541182.html?eid=503767
müssen WIR das nicht nur nicht glauben, sondern näher erforschen.

Warum sollten Männer nicht mehr zur NIVEA Dose greifen (die blaue…, ihr wisst schon, das einzige in eurem Bad, was man nicht als Kosmetik zählen kann, da sie ausser Poren verstopfen nichts kann).
Die blaue Dose gehört zu den habituell gekauften Produkten, also die, die man aus Gewohnheit mitnimmt, weil man sie 1.kennt und 2. sich bewährt haben.

Genauso verhält es sich mit dem Deodorant, und dem Rasierschaum. Keine Experimente!

Doch sollte sich der Herr der Schöpfung pflegen:
1. Deo
2. Eine Gesichts-Creme
3. Augencreme
4. Lippenpflegestift (bitte kein Labello)
5. Duft

Da kommt ihr ziemlich günstig weg, Jungs!

Wer wie was warum erkläre ich Euch natürlich auch.

Armani der Magier

Bei diesem Designer gerät man im Schwärmen: Er macht die besten Anzüge und Smokings, die elegantesten Abendkleider und tolle Pret-a-Porter (die fehlenden accents sein mir verziehen, ich weiss eh immer nicht welche wohin).
Und nicht zuletzt ist er ein Vermarktungsgenie: von Armani gibt es von der Schokolade bis zum Handtuch so ziemlich alles.
Die Kosmetiklinie brauchte lange bis sie nach Deutschland kam, edel eingepackt mit Farben die ganz auf seiner Modelinie sind.
Seine Düfte sind allerdings längst zum Klassiker avanciert. Einige scheinen sogar vom Markt genommen zu werden, also sicherte ich mir eine winzige Flasche Mania. Ein süsser eleganter Duft, mit einer leicht fruchtigen Note der ein wenig an das Gefühl erinnert an einem kalten Winterabend vor dem Kamin zu sitzen, in der Küche wird gebacken, und auf dem Beistelltisch stehen vollreife Orangen.
Seufz.
Ich brauche dringend Urlaub.

Einiges tut sich in der Naturkosmetikbranche

Zum Beispiel gibt es endlich die schicken Duftstäbchen für Raumbeduftung von der Firma The Quint mit netten Namen wie Inspiration, TeddyBear oder Brain Food. Kosten tut das biologisch-korrekte Geschnacksel 😉
knapp 14 Euro und ist damit erschwinglicher als die Produkte namhafter Herrsteller wie Dyptique (die machen Duftkerzen…).

Desweiteren hat Tautropfen seine Sanddorn Produktserie ausgebaut. Ich finde Sanddorn-Likör sehr lecker, speziell von der Insel Hiddensee – diese Insel ist Balsam für die Seele.
Es gibt eine Sanddorngel, sowie ein Gesichtswasser. Leider weiss ich weder Preise noch nähere Inhaltsstoffe… Mein Favorit von diesem Herrsteller bleibt nach wie vor das Rosenöl, für unerschwingliche 30 Euro (!).

Dann ist ein neuer Anbieter auf dem Markt geploppt – Eubiona. Nie gesehen, kaum was gehört, ausser dass sie eine EcoCert Zertifizierung haben und damit vermutlich eine günstigere Pflegelinie anbieten.

Ich habe meine Brieftasche auf alle Fälle zugenäht und die Kreditkarten durchgeschnitten.

Test am eigenen Leibe – La Roche Posay Nagellack

Hier wird nicht nur geplaudert sondern auch am eigenen Leibe ausprobiert.
Schliesslich reizte mich der Nagellack so sehr, dass ich zur nächsten Apotheke rannte und die Farbauswahl begutachtete. Naja.
Schliesslich entschied ich mich für klassisches Dunkelrot ohne Glitzer.
Nach Durchführung des zuvor beschriebenen Pflegeprogramms (es ging schnell!) lackierte ich was das Zeug hielt. Trockenzeit ist annehmbar, die Farbe wurde allerdings recht hell, also gab es eine zweite Schicht gleich obendrauf. Der Lack ist ein bisschen zäh, was sicherlich an den fehlenden chemischen Zutaten liegt.
Dafür glänzt er hervorragend und hält ganz ordentlich. Der Glanz muss besonders hervorgehoben werden, wirklich gelichmässig und ohne abzustumpfen.
Das allertollste kommt noch – keine Kontaktallergie! Sollte sich was zeigen, sagte die Apothekerin, kann ich den Nagellack zurückbringen und bekomme die neun Euro erstattet.
Bin ich froh dass ich es nicht musste, ich wäre untröstlich gewesen.
Beim nächsten Einkauf wird sicherlich noch die nächste Farbe ins Körbchen wandern…

Nagellack

Eine Bekannte sagte mal zu mir: Ohne Nagellack fühle ich mich nackt.
Ich schaute sie genau an – sehr gepflegt, sehr elegant, eine tolle Frau.
Haushälterin und Gärtner inklusive.

Schlussfolgerung: Die Haute-Volée trägt Nagellack.

Nächste Schlussfolgerung: Dann kann Nagellack ja nicht billig aussehen 😉

Es sei die Nägel sind viel zu lang oder unterschiedlich lang, der Lack splittert, der Lack ist schwarz oder in einer grellen Farbe (rot ausgenommen).
Perfekt gepflegte Hände sind also die Eingangsvoraussetzung. Wessen Nagelstudio jedoch nicht ins Haus kommt, kann sich auch selbst helfen:
1.in Form feilen,
2.einweichen (lau-heisses Wasser mit Öl und Zitrone)
3.Nagelhaut zurückschieben, gaaanz vorsichtig,
4. trocknen,
5. lackieren,
6.trocknen
und fertig! Die Wahl des Nagellacks ist da schon komplizierter, viele schwören auf CHANEL, manchen reichen Firmen wie L’OREAL oder NIVEA – es ist eh alles der gleiche Chemieunfall.
Zum testen der Farbe ein Stück Tesafilm auf dem Nagel aufkleben und drüberpinseln und dann raus ans Tageslicht. Vorsicht vor gelbstichigen Tönen!

Gut finde ich den Nagellack der Firma LA ROCHE POSAY, die es in Apotheken gibt.
Dazu der Hersteller:

Eigenschaften:
– Anti-Schock-Film: der gleichmäßige Schutzfilm erhöht die Widerstandskraft der Farbe gegen tägliche Belastungen wie Stöße und Reibungen.
– SiliciumTM-Diffusionstechnologie: SILICIUM dringt bei jeder Anwendung in den Nagel ein und breitet sich aus. Es verbindet sich mit dem Keratin, stärkt die Kittsubstanz und baut die Nagelstruktur wieder auf.
– Perfekter Halt und strahlender Glanz für bis zu 5 Tage.
– Ohne Formaldehyd.
– Ohne Toluol.
– Ohne Kolophonium.
– Ohne Acrylate.
– Ohne Duft- und Konservierungsstoffe.

Hört sich gut, wenn es auch nicht ein Leben hält. Das Allergierisiko wird jedoch deutlich minimiert – Nagellack sollte man nicht unterschätzen.