Ich bin nicht perfekt

Wahrheit tut auch mir manchmal weh: Als ich mich gestern einer jungen Dame als Beautybloggerin offenbarte, bekam ich einen abschätzigen Blick und ein gehauchtes, zweifelndes: Ohhhhh…

Warum?

Es war Montag – a bloody monday, meine Haare hatten die Frisur verweigert, meine Haut zeigte deutlich dass sie an Sauerstoffmangel leidet und die kümmerlichen Schminkversuche waren schlichtweg gescheitert – ich war trotzdem zu spät bei der Arbeit (ja, sowas tue ich auch manchmal…). Der Lippenstift war ebenfalls längst mit dem Frühstück und dem eilig hinterhergeschobenen Kaffee verschwunen – hatte ich überhaupt welchen drauf?

Natürlich bin ich nicht perfekt, ganz im Gegenteil – aber wer mich ungeschminkt gesheen hat, weiss dass ich mich nahe dran bewege 😉
Und natürlich gibt es einen Grund sich mit Beauty zu beschäftigen – und das ist die Erkenntnis dass man Hautprobleme nicht mit einer 250 Euro teuren Creme löst, die über Nacht einen Schneewittchen-Teint zaubert.
Der andere Grund ist schlichtweg Freude an der Ästhetik, wenn ich auch nicht immer der schlagenden Beweis dafür bin 🙂

Das sind halt die Montage…


EDIT: Nicht perfekt zu sein heisst nicht sich nicht für das Beste zu halten, also ihr da draussen: Wir sind die Besten! Wir verdienen das Beste und wir bekommen das Beste!
Wenn DAS nicht an einem Montag motiviert dann weiss ich auch nicht weiter…

Deutsche Medienlandschaft

So sieht die deutsche Medienlandschaft aus:
– Uninspirierte Homepage, mit allen technischen Funktionen des Mittelalters wie Forum und Blog.
– Viele schlecht bezahlte Leute die daran arbeiten – Praktikanten, Jung-Irgendwas, Assistenten.
– Lauter Frauen und als Chef: Ein Mann.
– Dahinter steckt ein grosser Konzern, der Millionen für diese Sparte verbrennt weil die Papierzeitschriften nicht mehr laufen und sie denken, viel (Geld) hilft viel.

Sehr typisch: Eine Frauenplattform mit lauter Frauen, aber richtig was zu sagen hat nur ein Mann.
Hier der Beweis – aber fragt nicht woher ich das habe 😀

LOHAS Konferenz in Frankfurt

Und wieder ist es soweit: Die elitären Konsumenten – getarnt unter dem Nachhaltigkeitsmantel, treffen sich in Frankfurt zum Ideenaustausch.
Es sind jede Menge interessante Vorträge dabei, die sich hauptsächlich darum drehen wie man Marken positioniert und Nachhaltigkeit kommuniziert. Wer in der Brnache tätig ist oder einen Job braucht, nix wie hin!

Eine gute Sache, wenn der Eintritt von 390 Euro nicht wäre – das ist schon ermässigt.
Plus Anfahrt etc. dürften die Nicht-Angestellten wie ich mal wieder in die Röhre schauen.

Gut, für das Geld tune ich mein Fahrrad, mache einen Grosseinkauf im Bioladen und kaufe mir endlich ein schicke Öko-Jeans. Und die neue Dr. Hauschka Kollektion. Und…

Oder ich fahre da trotzdem hin (Bahnfahrkarten Sponsoring gesucht) – zum GREENCAMP:

Das KarmaKonsum Green Camp, 31. Mai 2008: Der Think-Tank der LOHAS Szene

Das KarmaKonsum GreenCamp ist eine offene Veranstaltung von LOHAS für LOHAS, bei dem nicht die Veranstalter, sondern die Teilnehmer über die Inhalte entscheiden. Im Vorfeld bewerben sich Interessierte als Sprecher mit Themenvorschlägen zu insgesamt 20 Workshops à 90 Minuten. In einer nachgelagerten Abstimmungsphase stimmen die Teilnehmer ab, welche der eingegangenen Vorschläge auf dem Greencamp vorgestellt werden. So werden auf innovative Weise Ideen über den neuen Öko-Lifestyle generiert und kooperativ weiterentwickelt.

Zum GreenCamp werden etwa 200 Teilnehmer wie LOHAS, Trendscouts, Start-Up Unternehmen, Meinungsführer, Blogger und Pressevertreter erwartet. Der Eintritt ist kostenlos, allerdings ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Weitere Informationen sowie Anmeldung und Themenvorschläge
unter www.karmakonsum.de/greencamp.

Öko de Luxe!

La Prairie Skin Caviar Luxe Eye Lift Cream

… da liegt es nun, das Sachet mit der luxuriösen, Faltenfreiheit versprechenden Augencreme.
Einige Tage hebe ich es mir noch auf, bevor ich dem ersehnten Test nicht mehr widerstehen kann. Ich reiße es auf – das übliche Geschmiere an den nervösen Fingern, kurz mal dran riechen – hmm. Riecht eigentlich nach gar nichts, außer nach….. Gesundheit.
Die Textur ist dick und cremig, beim Emulgieren zwischen den Fingern bleibt das Gefühl, die Creme könnte ein wenig zu dick für meine zarte Augenpartie sein. Das erste Auftragen bestätigt den Eindruck. Ich muss die Creme schon wirklich grob einmassieren, damit sie mich nicht für die nächste Dekade vom Verlassen des Badezimmers abhalten kann. Zudem verbrauche ich doch durch die Dickflüssigkeit mehr, als es vielleicht nötig gewesen wäre – der Rest geht einfach in Richtung Schläfe, naja, den Fältchen dort wird es nicht schaden.
Natürlich erwarte ich keine Sofort-Wunder. Der kritische Blick in den Spiegel lässt mich so wie vor der Behandlung aussehen, auch eine Stunde später entdecke ich keine Sofort-Ergebnisse.

Nach einer Woche. Also, ich bin froh, diesen Tester gehabt zu haben. Denn er erlöst mich von einem Luxus-Traum und der Gefahr, eine Menge Geld unnötig ausgegeben zu haben. Die Creme ist zwar angenehm und das Gefühl, sich den puren Luxus ins Gesicht zu schmieren, ist verführerisch, doch stelle ich überhaupt keine Veränderung des Hautbildes im Hinblick auf Trockenheitsfältchen fest. Zudem finde ich die mächtige Textur für das Auge wirklich übertrieben.
Fazit: Mädels, kauft Euch ne günstigere Augenpflege und gebt den Rest für ein Shirt in Frühlingsfarben aus. Mit einem sensationellen Ausschnitt.
Wer sagt, dass einem Männer zuerst in die Augen schauen? 😀


Autorin und Testerin: DottiM.


EDIT: Wie wäre es mit einem ganzen, fantastischen Kleid von Dinane von Fürstenberg? Die Creme kostet nämlich 250 Euro.