SANOFLORE Beruhigendes Duschgelee mit Bio-Majoran

SANOFLORE Beruhigendes Duschgel

SANOFLORE ist eine alteingesessene, französische Naturkosmetikfirma, die vor einigen Jahren von L’OREAL übernommen wurde. Natürlich habe ich mich gefreut, als die von ihnen beauftragte Marktforschungsfirma mich anschrieb und ein Paket mit Produkten anbot. Sie schrieben:

Wir würden Ihnen diese Produkte gern zum Testen zukommen lassen.

Sie haben dann 8 Wochen lang, ab Erhalt der Ware, Gelegenheit, das Produkt auf Herz und Nieren zu testen.

Während der Testphase sollen Sie einen unabhängigen Beitrag auf Ihrem Blog verfassen. Was gefällt Ihnen oder was stört Sie an dem Produkt, etc.?

Wichtig ist, dass ein möglichst ausführlicher Testbericht verfasst wird und Sie auf Fragen anderer User zu diesen Produkten eingegangen wird.

Erfahrungsgemäß werden solche Testbeiträge gerne und oft gelesen, was sich wiederum positiv auf Ihre Person und Ihren Blog auswirken wird.

Selbstverständlich dürfen Sie die Produkte behalten.

Wie gesagt, ich darf grosszügigerweise die Produkte behalten, wäre aus Hygienegründen wohl kaum anders vorstellbar. Wenn selbiges Paket an die Presse geht, würde übrigens solch ein Satz niemals fallen, denn “Presse” ist per se legitimiert alles zu bekommen und erst recht zu behalten 😉

Ich muss sagen, SANOFLORE hat superschöne Verpackungen. Die Erwartungshaltung war hoch, als ich mit dem Duschgel, der aus der Flasche angenehm leicht duftete, auf die Teststrecke ging. Namentlich – Dusche.

Tatsächlich schäumt dieses Duschgel wie kein anderes! Mir vollkommen schnuppe, aber ich weiß dass viele darauf beharren. Das Duschgel hat eine (subjektive) Reinigungswirkung und duftet live und in Farbe allerdings bestenfalls leicht medizinisch. Kein Wachmacher!

Nun ist das Produkt nicht explizit für empfindliche Haut ausgeschrieben, oder gar für trockene. Da es stark schäumt und reinigt, kann es nicht gleichzeitig pflegend sein. Das Duschgel wäre somit ein guter Einstieg für Naturkosmetik-Muffel die sagen, sie fühlen sich mit einem Öko-Duschgel nicht sauber. Auf der anderen Seite ist das inkonsequent – dann hätte man auch ordentlich Duftstoffe reintun können, das macht dann wenigstens etwas her.

Für trockene Haut und Allergiker eventuell ungeeignet ist es wegen dem enthaltenen Cocoamidopropyl-Betain. Ich kriege davon kleine Pickel auf der Kopfhaut, wenn es im Shampoo enthalten ist.

Das Produkt wäre somit entweder in der einen oder anderen Richtung verbesserungwürdig: Mehr Duft, oder Betain weglassen.

Das EcoCERT zertifizierte Produkt ist in Apotheken erhältlich und kostet um die 6,45 Euro für sparsame 200ml.

Zu den Verpackungen muss ich hinzufügen, dass diese tatsächlich sehr sparsam eingesetzt werden. Umverpackungen sind mit umweltfreundlicher Farbe bedruckt und aus einem FSC-Mix hergestellt; der einzige Glastiegel lässt sich vom Etikett befreien und so perfekt recyceln oder für etwas anderes benutzen.

Trotzdem – bis auf die Verpackung scheint SANOFLORE in den Gründerjahre stehengeblieben zu sein. Die Produkte sind nicht herausragend, dabei hat sich viel getan in der Entwicklung der Naturkosmetik. Dennoch – jedes Naturkosmetikprodukt am Markt ist ein Plus und findet hoffentlich eher eine Käuferschaft als die benachbarte, konventionelle Marke.

Wer kennt die Marke SANOFLORE und was macht sie für ein Eindruck auf Euch?

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8 Gedanken zu „SANOFLORE Beruhigendes Duschgelee mit Bio-Majoran

  1. Noch nie davon gehört.

    Hey, was bilden die sich eigentlich ein, dir vorzuschreiben, wie du einen Post zu ihren Produkten zu verfassen hast? Sanoflore hat sich doch wohl deinen Blog angesehen, bevor sie dich angeschrieben haben und konnten jawohl feststellen, dass du auf Fragen der User antwortest. Und dann dieses 8 Wochen Zeitfenster, das finde ich unverschämt. DU machst umsonst Werbung, da brauchen sie dich nicht unter Druck zu setzen.
    Und dass du genug Duschgele im Haus hast und somit unabhängig von Sanoflore, davon ist ja mal auszugehen… 😉

    1. @Jana – ich horte doch kein Duschgel 😀 es vermehrt sich von selbst!! Ja, witzig wie die manchmal so schreiben, das ist halt mal richtig schlecht, aber sicher nicht so gemeint. Ob die sich den Blog angesehen habe bezweifle ich, die meisten gucken nicht; immerhin ist es schwer bei über anderthalb Tausend Beiträgen herauszufinden was der Ton ist. Dafür ist der Eintrag über die Autorin, der scheint aber auch schon zu lang zu sein. Na, mir recht, Hauptsache ich muss nicht selbst dafür bezahlen dass ich für die Werbung mache – wie sonst 😉

    1. @Tanja – alle machen (keine) Tierversuche; sie sind nicht erlaubt. Aber wer kontrolliert das sagen wir mal in China? Die grössten Kosmetik-Konzerne sind P&G und L’OREAL – und sie haben so viele Marken, es ist kaum zu vermeiden. Sie machen einen Versuch für einen Stoff – und der kommt dann auch bei The Body Shop zum Einsatz. Konsequent kann man das nur sagen über in DE hergestellte Naturkosmetik, de sich selbst verpflichtet und wo die Zertifizierung bis ins letzte (auf dem Feld…) nachvollzogen werden kann. Schwieriges Thema – das Ganze für Kosmetik ist schlimm, es wird in der Medizin, Forschung gemacht, und jeder der einen Computer verwendet hat Blut, z.B. aus dem Kongo, an den Fingern. Die Welt ist nicht gerecht! Wir können immer nur ein bisschen dazu beitragen sie zu ändern, aber steter Tropfen…

  2. Hallo Andrea, hallo Jana und alle anderen Leser,

    wir führen Produkttests grundsätzlich NICHT mit Journalisten durch. Auch können die Produkte von den Testern meist nicht behalten werden, sondern müssen entweder an uns zurückgeschickt werden, oder können zu einem reduzierten Preis erworben werden. Dies dient der Transparenz des Berichtes und lässt ihn nicht grundsätzlich positiv ausfallen. Dies trifft bei Verbrauchsprodukten natürlich nicht zu und ist auch nicht praktikabel.

    Jana, wir wollen und würden niemanden vorschreiben, wie er einen Beitrag zu verfassen hat. Häufig haben uns jedoch Tester gefragt, wie sie vorgehen sollen, daher versenden wir auch eine kleine “Guideline” die als Orientierung dienen soll. Für Andrea, als erfahrene Testerin, ist diese Guideline natürlich mehr oder weniger überflüssig. Wir möchten also niemanden unter Druck setzen.

    Übrigens schauen wir uns die Blogs, welche wir anschreiben sehr wohl an und es werden auch meist nur ca. 10 Tester angeschrieben.

  3. Sehr geehrter Herr Renger,

    ich danke Ihnen zunächst für Ihre Stellungnahme.

    Sie hätten sich die ganze Aufregung sparen können, wenn Sie die Guideline nur den Bloggern bzw. Journalisten hätten zukommen lassen, die zum ersten Mal einen Produktbericht verfassen. Die Anzahl der angeschriebenen Tester scheint ja überschaubar gewesen zu sein. Da Sie sich Ihren Angaben zufolge eingehend mit diesem Blog beschäftigt haben, dürfte Ihnen wohl aufgefallen sein, dass es hier keiner weiteren Anweisungen bedarf.
    Ein acht-wöchiges Zeitfenster würde ich dennoch als unangebrachte Zeitvorgabe betrachten, wenn ich in der Annahme richtig liege, dass keiner der Tester bezahlt wird. Darüber hinaus ist es im Interesse eines jeden Bloggers selbst, auf die Kommentare seiner Leser einzugehen. Das liegt in der Natur des Bloggens.

  4. Hallo Jana,

    du hast recht (ich hoffe das du ist ok) die Guideline hätten wir uns vielleicht sparen können. Das acht-wöchige Zeitfenster macht unserer Meinung nach Sinn, schließlich handelt es sich um mehrere Produkte, welche ihre eigentliche Wirkung ggf. erst nach einigen Wochen der Anwendung entfalten. Wenn man die Tester die Berichte früher veröffentlichen, ist das auch ok, wir möchten den Testern nur keinen “Druck” machen, wenn wir ihnen z.B. eine zweiwöchige Testphase vorgeben.

    Ich selbst blogge seit mehreren Jahren mehr oder weniger aktiv, bin also recht vertraut mit der “Natur des Bloggens”.

    Noch einmal danke für das Feedback.

    1. So, jetzt aber Frieden hier 🙂 acht Wochen sind ein gutes Zeitfenster für ein Produkt im Naturkosmetikbereich. Es bleibt zu sagen dass ein Guideline sicher nicht schlecht ist, vor allem weil man sich versichern möchte eine ehrliche, authentische Meinung zu haben. Ich habe es soweit befolgt und meinen Senf dazu gegeben was man besser machen kann. ABER: Der Ton macht die Musik – wenn man in der schreibenden Zunft ist, ist man da empfindlich gegenüber miserablen Formulierungen.
      Danke an Jana 🙂

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