Hess Natur

Der deutsche Vorreiter im Bereich ökologische Kleidung, der zu Neckermann gehört und dessen Namensgeber letztes Jahr verstorben ist, hat sich aufgemacht den Markt in Amerika zu erobern. Gut!
Herr Hess, den ich kennenlernen durfte, hätte es sicherlich begrüsst.

Hess Natur wird ein neues Logo haben, ganz grün und modern, und es wird Mode geben die von einem “echten Designer” entworfen wurde – Miguel Androver, ein mallorquinischer Jesus-Alter ego. Vom Aussehen her…

Ich bin gespannt ob es Mode in kleinere Grössen geben wird, und ob der Drang zu Walle-Walle – missverstanden als Ausdruck für ökologisches Bewusstsein, weiterhin so umgesetzt wird.

Es ist und bleibt wünschenswert, Ökologie und Ästhetik erfolgreich zu paaren – das erste sollte keine Alternative sein und das zweite selbstverständlich.

Die neue Kollektion wird ab Juli 2008 bestellbar sein. Ich hoffe auf kleine Grössen und spare schon mal.

Maharishi Ayurveda Vata Shampoo

Ekliges, kaputtes Haar? Willenlos rumhängendes Haar, trocken und fettig?
Es gibt eine Abhilfe: Das Vata Shampoo für nromales bis trockenes Haar.
In Konsistenz und Duft kaum einen Unterschied zum Pitta Shampoo aber scheinbar fehlte mir gerade etwas Vata, und nicht nur Pitta.

Der Härtetest dieses Shampoos erfolgte übrigens im Ausland, wo das Wasser kaum trinkabr ist und Haare normalerweise sofort aufgeben. Dazu jede menge Klimaanlage und trockene Luft… Schlimmer kann es nicht werden? Doch: Dauerndes Frisieren und Herumgezuppele des Haars.
Wo ich war bleibt aber geheim 🙂

So hat das Shampoo ohne Haarkur und Haaröl sein Bestes getan um die armen Haare wiederzubeleben, und das so gut, das die paar Leute die das Vorher/Nachher Ergebnis kennen nun mit der Flasche abgezogen sind.
Ich habe aber bereits Nachschub. Puuuh.

Dr. Hauschka Neem Nagelöl

Nie wieder ungepflegte Männerhände!

Diese Mission spricht natürlich auch Frauen an, aber dieses Produkt kann ich mir so recht nach dem Gusto der Herrenwelt vorstellen.

Ein Öl im Dosierspendern mit einem leichten Geruch nach Garage 😉 – das ist der Neem! der schnell einzieht und einfach schöne Fingernägel macht, ohne Polieren, schnippeln und andere zeitaufwändigen Quälereien (wofür Frauen normalerweise sogar Geld bezahlen ->Maniküre).

Nach zwei bis drei Anwendungen ist die Nagelhaut nicht mehr rissig und die Nägel sehen gesund und gepflegt aus. Wirkt übrigens auch Wunder an den Füssen.

Das Öl kostet zwar knapp 18 Euro, was ich recht viel fand, aber auch hier muss ich gestehen dass die Wirkung es in sich hat, und es ist sehr sparsam anzuwenden.
Leider tropft bei einmaligen Drücken jede Menge Öl heraus – nichts für Bewegungslegastheniker wie mich.

Zu beachten bei empfindlicher Haut

Empfindliche Haut – wer hat die eigentlich nicht?

Empfindliche Haut zu haben ist vielleicht auch ein Zustand – es heisst nicht umsonst die Haut ist nicht nur ein Organ, das für Entgiftung und sorgt, sondern auch unsere Hülle und Schutz zur Aussenwelt.
Dazu ist die Haut unser unmittelbarer, sinnlicher Zugriff auf die Welt, um es mal ganz philosophisch zu sagen – ohne Berührung stirbt der Mensch.

Doch wenn alles kratzt und juckt, Entzündungen und Hautfetzen an der Tagesordnung sind, hat man ein ganz und gar unphilosophisches Problem!

Ich rate im Extremfall zum Psychotherapeuten zu gehen – das raten leider viel zu wenig Ärzte, Cortison verschreiben ist einfach schneller…
Haut zeigt Zustände an, Stress, Phobien, Kummer – aber natürlich manchmal auch nur falsche Pflege.

Doch weil alles juckt heisst es nicht automatisch dass man einen “Knall” hat, sondern vermutlich das falsche Waschmittel?
Gängige Waschmittel sind stark parfümierte Chemiekeulen. Persil sensitiv – einmal dran riechen bitte, da hält kein Douglas mit! So viel Parfüm – wie kann das für empfindliche Haut sein? Da ist Ariel sensitive etwas gemässigter.
Waschnüsse sind ausser für Wolle und Feines auch nicht so toll. Schaut doch mal in der Ökoecke und kauft Sonett oder Ecover.

Selten im Verdacht: Kunstfaser in der Bekleidung.
Endlich eine Ausrede sich in Samt und Seide zu hüllen! Doch Baumwolle tut es auch 😉 Auch T-Shirts mit Elasthan oder Baumwollwäsche mit Elasthan kann für die Haut einen Gau auslösen. Sei es dass man einfach nur darunter schwitzt und der Stoff die Haut reibt… Aua!
Auch alles was brutal und kratzig ist, alles was einschnürt und reibt – reizt die Haut mechanisch.
Das kann auch ein Kragen sein oder die Haare im Gesicht. Immer wieder gerne beobachtet sind Hautunreinheiten und Entzündungen an Stellen wo man den Kopf mit der Hand abstützt.

Öfter mal den Kopfkissenbezug wechseln, Haare aus dem Gesicht binden, mehrere Handtücher benutzen und diese gut trocknen lassen – Kleinigkeiten, die sehr viel weiterhelfen.

Und weil man ein empfindliches Häutchen ist: Wenn man sich das nächste mal ärgert, Mund aufmachen und Krach schlagen!
Ich riskiere lieber einen peinlichen Auftritt statt mich zu ärgern und es in mich hineinzufressen. Denn selbst wenn es peinlich wird 😉 man kann hinterher selbst darüber lachen – und ärgert sich nicht über das, was man witziges und geistreiches nicht gesagt hat – weil es einem erst später einfiel…

Dr. Hauschka Gesichtsöl

Es wird Zeit ein Lobeslied zu singen auf das Produkt, das seit Jahren mein Badezimmer beherrscht.
Mit meiner Sandwich-Haut immer hochunglücklich gewesen, habe ich jahrelang Produkte ausprobiert: Preis egal, Inhaltsstoffe sowieso.

Wie ich auch immer zu Dr. Hauschka kam, es hat sich gelohnt. Wie kann denn ausgerechnet ein Öl unreine Haut regulieren, Fettglanz vermeiden und die Haut dabei nicht austrocknen?
Wir reden über Öl…!

Eigentlich einfach und logisch: Die Haut ist an sich trocken, produziert aber schubweise Fett. Die Poren verstopfen recht schnell weil die Haut eben manchmal zu trocken ist und das Fett nicht abfliessen und sich verteilen kann. Dazu kommt aggressive Renigung und Peelings, weil es uns so suggeriert wird: Pickel müssen ausgetrockent werden. Pickel ja, aber nicht das ganze Gesicht!

Völlig ausgetrocknet und gereizt, produziert die Haut noch mehr Fett, denn das fehlt ja nach einem ordentlichen Abschrubbungsvorgang mit starken Tensiden.

Also ist die Überlegung des Herstelles folgende, angeleitet von der Homöopathie: Gleiches mit gleichem bekämpfen.
Die Haut produziert mehr Fett? Also geben wir ihr Fett, natürlich nicht zu reichhaltiges Fett.

Lange Rede, langer Unsinn: Es funktioniert, und was mich betrifft schon seit drei Jahren.

Tatsächlich stoppt das zugeführte Öl das starke Fetten der Haut, nährt sie aber ausreichend, damit sie geschützt bleibt und nicht faltig wird. Am Anfang muss man lernen, dass eine kaum spürbare Menge ausreicht.
Ein winziger Tropfen zwischen den Handflächen schön warm gerieben reicht schon aus. Der Trick: Auf das feuchte Gesicht auftragen, am besten in Zusammenhang mit einem Gesichtswasser.

Wie immer gibt es einen Hacken: Die Umstellung. Je nach Hautzustand und je nach was für Produkte man vorher benutzt hat, kann es passieren dass die Haut erstmal alles “ausscheidet” und sich reinigt. Ergebnis: Zwischen drei Tagen und zwei Wochen eine bescheidene Haut. Es lohnt sich aber abzuwarten und die arbeitende Haut zu ertragen.

Ich hatte natürlich gleich 2 Wochen – vermutlich weniger 🙂 aber es fühlte sich an wie ein Jahr! Als “Medizin” betrachtet, fiel es mir jedoch nicht schwer zu warten, ich war sicher dass es wirken würde.
Wundercremes hatte ich zur Genüge probiert, die nach drei Tagen schöner Haut eine Wüste oder eine Pickelexplosion bewirkten.

Das Öl duftet herrlich krautig und sexy nach Ylang-Ylang – muss man sich aber auch dran gewöhnen. Dazu reicht eine Flasche für knapp 17 Euro locker ein dreiviertel Jahr.
Am abend soll man nämlich nichts benutzen, weil die Haut entgiftet.

Das spart nicht nur Geld, sondern es stimmt 🙂 und nach einer Eingewöhnungsphase merkt man eine deutliche Verbesserung der Haut.

Man kann das Öl als Probegrösse kaufen. Es reicht eine kleine Ewigkeit, allerdings sollte man sich an das Pflegeprogramm vom Hersteller halten: Mild reinigen, Gesichtswasser dazu, und abends Diät.
Und Geduld.

Hat sonst noch jemand Erfahrungen damit gesammelt oder habe ich einfach nur Glück gehabt? Was sind Eure Tipps?