Dr. Hauschka Neem Nagelöl

Nie wieder ungepflegte Männerhände!

Diese Mission spricht natürlich auch Frauen an, aber dieses Produkt kann ich mir so recht nach dem Gusto der Herrenwelt vorstellen.

Ein Öl im Dosierspendern mit einem leichten Geruch nach Garage 😉 – das ist der Neem! der schnell einzieht und einfach schöne Fingernägel macht, ohne Polieren, schnippeln und andere zeitaufwändigen Quälereien (wofür Frauen normalerweise sogar Geld bezahlen ->Maniküre).

Nach zwei bis drei Anwendungen ist die Nagelhaut nicht mehr rissig und die Nägel sehen gesund und gepflegt aus. Wirkt übrigens auch Wunder an den Füssen.

Das Öl kostet zwar knapp 18 Euro, was ich recht viel fand, aber auch hier muss ich gestehen dass die Wirkung es in sich hat, und es ist sehr sparsam anzuwenden.
Leider tropft bei einmaligen Drücken jede Menge Öl heraus – nichts für Bewegungslegastheniker wie mich.

GUERLAIN L’heure bleue

Ein Duftklassiker aus dem Jahre 1912 – ein Duft der entdeckt werden will und Teil jeder Parfumsammlung sein sollte.
Ob er auch tragbar ist, kann man schwer sagen.

Er braucht lange um den Duft zu entwickeln und ist erstmal rauh und flach wie ein Stück altes Metall. Metallisch ist der Duft jedoch nicht, eher der Geruch nach alter Werkstatt wo Metallspäne rumliegen. Dabei auch sanfte weiche Töne, die nicht aus der Natur entstammen – Aldehyde.
Für mich ein absolutes No-Go, hier aber erst der Auftakt zum olfaktorsichen Wahnsinn.

Der Duft ist in der Kopfnote ölig – Bergamotte, und davon nicht zu wenig. Ich liebe Earl Grey, deshalb hielt ich es wirklich gut aus mit diesem sehr gewichtigen, öligen Duft auf der Haut der gelichzeitig alle olfaktorischen Sinne anspringen lässt. Obwohl es nun einige Tage her ist, kann ich genau diesen aromatisch-öligen Duft genau aus meinem Gedächtnis abrufen. Dabei ein Hauch Mottenkugel 😉 also wieder Aldehyde, diesmal im Übergang zu Benzoe. Angeblich begleitet von Blumen wie Veilchen und Tuberose…

Aber es riecht trotzdem nicht abstossend – es duftet einfach faszinierend, wie ein abstraktes Gemälde das man nicht “versteht” auf Anhieb liebt.

Nach Stunden wird der Duft einfach weich und sanft. Tonkabohne und Vanille sorgen für einen hautnahen Duft, sind jedoch überhaupt nicht süss und holzig wie die heutigen Düfte die die einzelnen Ingredienzen rausschreien.

Die blaue Stunde, der Übergang von Tag zu Nacht wenn alles im blauen Licht eingetaucht ist und es langsam stockdunkel wird… Man weiss gerade nicht wo man genau ist, ein Übergang zwischen Wach und Schlaf, man ist jeodch noch unterwegs und lange nicht zu Hause – der Weg liegt vor einem.
Der Duft spiegelt den Übergang zu einer neuen Zeit, zum neuen Jahrhundert. Er wurde sicherlich modernisiert und den heitigen Näschen angepasst, dennoch ist es seltsam faszinierend, abstossend und anziehend zugleich.

Nach ausgiebigen Testen war ich soweit diesen Duft den man ohnehin nur schwer bekommt aus dem Laden zu entführen, wurde aber von meinen zwei liebsten Einkaufsbegleitern wieder auf dem Boden der heutigen Zeit gebracht.

Beide behaupteten gelichzeitig dass der Duft “sauber” rieche wie frischgewaschen, und dass es sie zudem an Omas Seife erinnert. Die aus dem Gästebad. Da sass ich nun: Ein Mann, eine Frau, nicht verwandt, aus verschiedenen Landstrichen, mit ein und derselben Erinnerung: Oma.
Wie soll man sich das so ein historisches Schätzchen gönnen?

Ich habe es gelassen, denn ich denke der Duft ist nicht so tragbar – er würde mich ständig beschäftigen und ablenken. Zu viele Facetten!

Wie findet Ihr den Duft?

FRAPIN Passion Boisée

Der Duft für den Alkoholiker… 😉
Oder für den Schwiegervater – wenn er schon etwas älter ist.
FRAPIN ist ein Cognac-Haus aus der Champagne und hat auch einen Duft, der überraschenderweise nach Trauben, Rum und Gewürzen duftet.

Gar nicht schlecht und auch recht männlich, wobei ich mich frage warum ist ein Duft eines Cognac-Herstelleres dafür nehmen muss… Dann lieber den LUBIN Duft Idole de Lubin, der auch in diese Rumrosinen-Ecke geht.

Die unspektakuläre Verpackung und 92 Euro für 100ml machen es doch zu einem echten Understatement Geschenk. Das riecht zumindest schon mal teuer 😉

Die Haltbarkeit ist sehr gut und der holzige-verbannte Duft ist sehr sehr männlich. Doch, wirklich nett, aber wirklich nix für jüngere Semester.

I&M Olive Shea Family Körperlotion

Ich habe Euch Männer lange genug vernachlässigt, aber ich habe was Gutes für den “Herren” gefunden. Für die Dame natürlich auch, ach, für die ganze Familie!

Nein, im Ernst, diese Bodylotion von I&M aus Berlin ist was für Kerle – nicht nur vom Duft her.
Mich hat diese Bodylotion mit leicht zitroniger Note sehr an Rasierschaum erinnert 🙂
Sie ist pflegend und zieht superschnell ein. Man kann sich wirklich sofort anziehen, nix klebt und schmiert.

Die grosse Flasche lässt sich gut zusammendrücken und quetschen 😉 und kostet 13 Euro – allerdings für volle 400 ml, was eine ganze Weile halten sollte. Ausserdem kann man damit auch gut die Hände eincremen, die Füsse sowieso – machen Männer das eigentlich?

Natürlich ist das Naturkosmetik – die Sachen von der Tankstelle (Paraffine etc.) bleiben den Autos vorbehalten.

Alessandro NailSpa Nagelpolierfeil

Wer hat Zeit wöchentlich zur Maniküre zu gehen?
Ich! aber nur in den eigenen vier Wänden… aus Kostengründen ehrlich gesagt.

Nichts ist so wichtig für ein gepflegtes Erscheinungsbild wie saubere und gepflegte Fingernägel. Das gilt übrigens nicht nur für die Frauen, sondern auch für den Mann.

Da ist eine Investition von 6 Euro für eine Nagelpolierfeile lohnenswert.
Die paar Sekunden Rumpoliererei dazu auch!

Die weiche Feile hat zwei Seiten, eine zum leichten Glätten der Nägel und eine zum polieren. Die Nägel strahlen wie Glas und werden auch nicht brüchig, da die erste Feile die Nägel nicht angreift.

Um die Nagelhaut im Griff zu halten empfehle ich das Neemnagelöl von Dr. Hauschka. Einmassieren und perfekt aussehen! Ist leider recht teuer mit knapp 18 Euro, hält dafür ewig weil man sehr wenig braucht.
Übrigens sind damit auch schöne Füsse garantiert…