Deutsche Medienlandschaft

So sieht die deutsche Medienlandschaft aus:
– Uninspirierte Homepage, mit allen technischen Funktionen des Mittelalters wie Forum und Blog.
– Viele schlecht bezahlte Leute die daran arbeiten – Praktikanten, Jung-Irgendwas, Assistenten.
– Lauter Frauen und als Chef: Ein Mann.
– Dahinter steckt ein grosser Konzern, der Millionen für diese Sparte verbrennt weil die Papierzeitschriften nicht mehr laufen und sie denken, viel (Geld) hilft viel.

Sehr typisch: Eine Frauenplattform mit lauter Frauen, aber richtig was zu sagen hat nur ein Mann.
Hier der Beweis – aber fragt nicht woher ich das habe 😀

LOHAS Konferenz in Frankfurt

Und wieder ist es soweit: Die elitären Konsumenten – getarnt unter dem Nachhaltigkeitsmantel, treffen sich in Frankfurt zum Ideenaustausch.
Es sind jede Menge interessante Vorträge dabei, die sich hauptsächlich darum drehen wie man Marken positioniert und Nachhaltigkeit kommuniziert. Wer in der Brnache tätig ist oder einen Job braucht, nix wie hin!

Eine gute Sache, wenn der Eintritt von 390 Euro nicht wäre – das ist schon ermässigt.
Plus Anfahrt etc. dürften die Nicht-Angestellten wie ich mal wieder in die Röhre schauen.

Gut, für das Geld tune ich mein Fahrrad, mache einen Grosseinkauf im Bioladen und kaufe mir endlich ein schicke Öko-Jeans. Und die neue Dr. Hauschka Kollektion. Und…

Oder ich fahre da trotzdem hin (Bahnfahrkarten Sponsoring gesucht) – zum GREENCAMP:

Das KarmaKonsum Green Camp, 31. Mai 2008: Der Think-Tank der LOHAS Szene

Das KarmaKonsum GreenCamp ist eine offene Veranstaltung von LOHAS für LOHAS, bei dem nicht die Veranstalter, sondern die Teilnehmer über die Inhalte entscheiden. Im Vorfeld bewerben sich Interessierte als Sprecher mit Themenvorschlägen zu insgesamt 20 Workshops à 90 Minuten. In einer nachgelagerten Abstimmungsphase stimmen die Teilnehmer ab, welche der eingegangenen Vorschläge auf dem Greencamp vorgestellt werden. So werden auf innovative Weise Ideen über den neuen Öko-Lifestyle generiert und kooperativ weiterentwickelt.

Zum GreenCamp werden etwa 200 Teilnehmer wie LOHAS, Trendscouts, Start-Up Unternehmen, Meinungsführer, Blogger und Pressevertreter erwartet. Der Eintritt ist kostenlos, allerdings ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Weitere Informationen sowie Anmeldung und Themenvorschläge
unter www.karmakonsum.de/greencamp.

Öko de Luxe!

La Prairie Skin Caviar Luxe Eye Lift Cream

… da liegt es nun, das Sachet mit der luxuriösen, Faltenfreiheit versprechenden Augencreme.
Einige Tage hebe ich es mir noch auf, bevor ich dem ersehnten Test nicht mehr widerstehen kann. Ich reiße es auf – das übliche Geschmiere an den nervösen Fingern, kurz mal dran riechen – hmm. Riecht eigentlich nach gar nichts, außer nach….. Gesundheit.
Die Textur ist dick und cremig, beim Emulgieren zwischen den Fingern bleibt das Gefühl, die Creme könnte ein wenig zu dick für meine zarte Augenpartie sein. Das erste Auftragen bestätigt den Eindruck. Ich muss die Creme schon wirklich grob einmassieren, damit sie mich nicht für die nächste Dekade vom Verlassen des Badezimmers abhalten kann. Zudem verbrauche ich doch durch die Dickflüssigkeit mehr, als es vielleicht nötig gewesen wäre – der Rest geht einfach in Richtung Schläfe, naja, den Fältchen dort wird es nicht schaden.
Natürlich erwarte ich keine Sofort-Wunder. Der kritische Blick in den Spiegel lässt mich so wie vor der Behandlung aussehen, auch eine Stunde später entdecke ich keine Sofort-Ergebnisse.

Nach einer Woche. Also, ich bin froh, diesen Tester gehabt zu haben. Denn er erlöst mich von einem Luxus-Traum und der Gefahr, eine Menge Geld unnötig ausgegeben zu haben. Die Creme ist zwar angenehm und das Gefühl, sich den puren Luxus ins Gesicht zu schmieren, ist verführerisch, doch stelle ich überhaupt keine Veränderung des Hautbildes im Hinblick auf Trockenheitsfältchen fest. Zudem finde ich die mächtige Textur für das Auge wirklich übertrieben.
Fazit: Mädels, kauft Euch ne günstigere Augenpflege und gebt den Rest für ein Shirt in Frühlingsfarben aus. Mit einem sensationellen Ausschnitt.
Wer sagt, dass einem Männer zuerst in die Augen schauen? 😀


Autorin und Testerin: DottiM.


EDIT: Wie wäre es mit einem ganzen, fantastischen Kleid von Dinane von Fürstenberg? Die Creme kostet nämlich 250 Euro.

Estee Lauder Future Perfect Anti-Wrinkle Radiance Eye Creme

Jaaa. So ist das schön. Mal kein kleines Sachet, wo beim ersten Aufreißen das Gros der Creme bereits vergeudet auf der Folie hängt, sondern eine kleine Tube, aus der genau dosiert werden kann.
Die strahlend weiße Creme glänzt auf meinem Zeigefinger. Der Geruch ist äußerst angenehm frisch, eigentlich ist kaum ein wirklicher Geruch wahrnehmbar. Die Textur ist perfekt. Leicht, ohne zu flüssig zu sein, emulgiert wunderbar zwischen den Fingern.

Jetzt aber ab damit ins Gesicht. Und auch meine supersensible Augenpartie sagt Danke. Meine Haut saugt die Creme in Null komma Nix auf und sieht danach angenehm erfrischt und genährt aus. Weich, zart, optimal. Nach ein paar Stunden kommt der Check im Spiegel. Tatsächlich! Das Bild, was sich mir heute Morgen bot, hält an: Meine Haut rund ums Auge macht nach wie vor einen entspannten, frischen Eindruck. Toll!

Nach einer Woche neigt sich auch die sparsamst verwendete Probe dem Ende zu. Sparsamst verwendet? Ja. Ich habe jeden Morgen tatsächlich nur einen Hauch von Creme gebraucht, da die Textur wirklich optimal abgestimmt ist und sich perfekt auftragen und einarbeiten lässt.
Zudem macht mich die Creme glücklich, weil es hinterher keine Probleme mit dem Schminken gibt, nichts schmiert, krümelt oder klebt, die Haut ist perfekt und gepflegt für lange Zeit.

Von jemandem wie mir, die mit vierzehn schon die ersten Augenpflege-Tester in die Hand gedrückt bekam, inklusive mitleids-vorwurfsvollen Blick der Kosmetikerin, lautet das Urteil in Noten: Sehr gut!

Herstellerinfo und Kosten: 45 Euro für 15ml.
Autorin und Test: DottiM.
Danke 😀

L’Artisan Parfumeur Chasse aux Papillons

Es gibt Beauty-Geheimnisse, die frau für sich behält. Zum Beispiel ihr Parfüm, denn sie möchte bestimmt nicht dass die halbe Stadt auch so riecht.
Auch hier fehlte bisher der Duft, der mich regelrecht “erschüttert” hat, mich dahingehend verdorben hat, jemals bei dem türkisen Riesen aka Douglas etwas zu kaufen (Ausnahmen bestätigen…).

Der Duft hat zum schlichten Glasflakon einen schweren goldenen Verschluss. L’Artisan verwendet die gleichen Flakons für alle Düfte und unterscheidet nur bei der Farbe des Etiketts, was sich als Ansammlung besonders schön macht.

Was ist an diesem Duft so besonders?

Die Jagd nach Schmetterlingen evoziert Kindheit und Frühling, eben diese Unschuld und dabei tausend frische neue Düfte die durch die Lüfte schweben, einzeln nicht greifbar und zusammen eine Erinnerung.

Der Duft ist beileibe nicht kindlich, ganz im Gegenteil, elegant und ein wenig herb druch Vetiver und Tuberose. Bienen summen durch die Luft, irgendwo in der Nähe ist ein Imker, und der Lindenbaum blüht. Es ist ruhig, aber alles lebt und pulsiert: Im Gras, in der Erde, Blätter rascheln…
In der Ferne geht eine schöne, lichte Gestalt vorbei, weissgekleidet, müssig – irgendjemand. Eine vergoldete Gestalt durch Kinderaugen, Sonne und der atemlosen Jagd nach Schmetterlingen…

Eine Geschichte als Duft für 75 Euro 50ml Eau Extreme.