Rote Lippenstifte mit gelbem Unterton

Was habe ich mir die Finger wundgegoogelt… Nachdem ich in Herbst 2015 einen gelblichen Rotton kaufte und trug, war es um mich geschehen und ich suchte einen ähnlichen etwas helleren und gelberen Ton. Ach, ihr kennt das – das gleiche in Grün oder eben bessere Variationen dieser Farbe.

Leicht ist es nicht – der Farbvergleich auf Temptalia mit den Dupes ist auch ziemlich für den Arsch, wie ich feststellen musste. Ich bestellte auf Geratewohl von ihr empfohlene ähnliche Farben, um festzustellen, dass sie nicht mal in der gleichen Farbfamilie sind.

Weitere Stunden Schwatches angeglotzt und verglichen. Zum Teil habe ich auch Empfehlungen bekommen, z.B. von Sally, die wunderbaren englischen Käse online verkauft: Ihr verdanke ich den Clinique Flamenco.
Stöbern im hiesigen Douglas ergab den Kauf von Chanel Coromandel, den ich als absoluten Lieblingsnagellack bereits besitze.

Es gibt tatsächlich keine Vergleiche über diese scheinbar etwas spezielle Farbe oder eine Sammlung dessen im Netz. Also, here I am!

– Mein am meisten verwendete Lippenstift aus der Reihe ist Chanel Coromandel. Er hält zwar recht schlecht, trägt sich aber gleichmäßig ab und ist hell und leicht transparent aufzutragen, was ihn nicht so grell oder statement-mäßig rüberkommen läßt. Außerdem hat er Goldglitzer (yay!) und kann in der Parfümerie begutachtet werden, was bei manchen Marken schwierig wird. Er hat diese angenehme, leichte und hydratisierende Textur und ich liebe die Parfümierung. Von allen allerdings der am wenigsten Rote und am meisten Orange. Ganz unten im Bild.

Vintage Red von Bobbi Brown hat eine etwas hellere Farbe, ist fast matt, und trägt sich eher trocken, ist aber beim Auftragen schön unkompliziert. Wenn der minimale Duft nicht wäre…! Der Name ist Programm und die Farbe wirkt sehr edel und nicht aufdringlich. Etwas gelboranger als der Rest. Zweiter von unten nach oben.

Parisian Red von Bobbi Brown aus der Luxe Reihe ist schon eher eine Ansage: Stark deckend, glänzend und fabelhaft pigmentiert, ist er auffällig und schön. Leider trocknet er ein wenig aus, was natürlich bei solchen Farben nicht ausbleibt. Vernünftig aufgetragen hält er dafür Bombe. Dritter von unten nach oben.

13 Flamenco von Clinique ist von allem etwas: Matt, haltbar, tolles Rot, und überall erhältlich. Der perfekte tomatige Rotton. Er ist cremig und klebt anfangs ganz leicht, was sich gibt – macht mich allerdings wahnsinnig, wenn ich darauf achte. Dafür bekommt man ihn auch unter 20 Euro. Ganz oben im Bild.

Der leichte Hauch Gelborange muss mit Vorsicht genossen werden – er macht die Zähne gelb und muss gut mit dem restlichen Make-up abgestimmt werden. Am besten ist Bronzer statt Rouge und ein stark reduziertes Augen-Make-up.
Der Vorteil dabei ist eine enorme Zeitersparnis und einen unverwechselbaren Auftritt. Symbolstärke: Hier bin ich, und ich bin eine Frau und möchte auch als solche wahrgenommen werden. Ein wenig wie das Etuikleid – angezogen und geschäftsmäßig, doch gleichzeitig deutlich darauf hinweisend, dass man das Selbstbewußtsein hat, als Frau da zu sein und nicht als unauffälliges Neutrum (und hiermit ein Daumen runter für sämtliche Hosenanzüge diese Welt).

Je nach Lust und Laune mag ich den einen oder anderen tragen, klarer Sieger jedoch in der Kategorie Farbe und der Grund warum ich aufgehört habe weitere Töne zu suche ist … Überraschung: FLAMENCO!

Tragebilder habe ich nicht?! Wie kann das denn passieren? Ach ja, mein Heuschnupfen macht mich zum häßlichen Monster. Später gibt es die auf alle Fälle…

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