Endlich – Brustvergrösserung mal anders

Jetzt ist es soweit: Einer Pressemeldung zufolge ist es nun möglich, sich den dicken Hintern in die flachen Brüste zu verfrachten, respektive spritzen zu lassen.

Darauf haben wir gewartet – eine neue Methode der Brustvergrösserung, bei der körpereigenes Fett mit Stammzellen angereichert wird und in das Brustgewebe gespritzt wird. Der Körper kann diese Masse adaptieren ohne abzustossen, es gibt keine Narben und keine Komplikationen. Und keine (grosse) Erfahrung – es gibt jetzt erst den ersten Anbieter in Europa, namentlich in Wien (immerhin ein Arzt).

Sehr schön! Der Mensch versucht sich nicht nur durch künstliche Intelligenz selbst zu ersetzen, sondern macht aus sich ein komplettes Kunstprodukt. Das kann man auch Kleidung oder Make-up anlasten, aber wenn es ein schwerwiegender, physischer Eingriff ist, ist das Wort Kunstprodukt doch noch eher angebracht.

Und nachdem alle Hollywood Stars die gleiche Nase haben, können wir Frauen alle die gleichen Brüste haben! Ist das nicht toll?

Quellennachweis nur der redaktionellen Sorgfaltspflicht halber.

MILLER HARRIS Figue Amère

Ich bin immer noch kein Fan von Feigendüften, aber Figue Amère – bittere Feige, ist wie alle bislang getesten Düfte von MILLER HARRIS ein wundervoller komplexer Duft, der sich abhebt und auf jeder Testliste gehört.

Dieser holzige Duft ist ein Unisex – Duft und gefiel sowohl meinem Vater, der eine exquisite Nase hat (und einen teuren Geschmack, habe ich wohl geerbt 😉 ) als auch mir sehr gut.

In der Kopfnote kommt die Feige mit grünen Noten daher mit einer überraschenden Wucht, jedoch ohne Unangenheme klebrige Süsse und “Fruchtfleischigkeit”, wie es beispielweise bei Phylosikos von DIPTIQUE der Fall ist. Die grünen Noten stammen von Veilchenblättern (grün, bitter, dunkel, blumig) und diese bringen eine reich facettierte Hintergrundkomposition mit, den die Herznote wird von pudrigen und blumigen Akzenten beherrscht und vereinigt damit sowhl typische männliche als auch weibliche Duftkomponenten.

Dann wird es doch süss – die bleibende Basisnote ist sehr intensiv, mit sehr guter Haltbarkeit, aber eben auch sehr holzig (gute, schöne Zedernoten) und pudrig.
Während die Feige sich verabschiedet hat, bleibt der Eindruck eines reichen, teuren Duftes der seine Exquisität per Megaphon in die Luft trötet – kein bisschen Understatement, sondern die volle Wucht 🙂

Der Duft ist als sehr gut haltbares Eau de Parfum erhätlich sowie als Kerze und kostet um 100 Euro für 100ml. Für britische Düfte lohnt es sich übrigens beim britischen Eaby reinzuschauen.

IVY WORLD offline

EDIT:
Das Magazin wurde mitsamt Portal bereits am 25.7 eingestampft weil es sich schlichtweg nicht rechnete, wie der BURDA Verlag mitteilt. Etliche freie Mitarbeiter sehen in die Röhre, drei Festangestellte dürfen sich nun neuen Aufgabenbereichen widmen wie anspruchsvollen Ausgaben von TV-Programm-Zeitschriften.

Schade.

Ich habe es bloss zu spät mitbekommen.


Das Webportal für “grüne” Konsumenten, die gleichzeitig als Printmedium gestartet wurde (oder werden sollte, weiss ich aber nicht genau), ist seit zwei Tagen offline.
Ein technisches Fehler kann das nicht mehr sein.
IVIYWORLD gehört zum Hamburger Verlag MAX, der auch TV TODAY rausbringt.

Schade, eine schöne Seite mit sinnvollen Inhalten… mal sehen was dahintersteckt.

L’ARTISAN PARFUMEUR L’Été en Douce

Das einzige womit ich mir das Kranksein derzeit verschönern kann, sind Onlinebestellungen und Parfümproben.
Das erste dauert zu lange – warum git es kein Lieferdienst der es “gleich” vorbeibringt? Gibt es alles, aber nicht für das Budget eines Normalsterblichen, sondern für Inhaber von schwarzen Kreditkarten…

Daher zurück zu meinem Parfüm von heute.
Für diesen Duft braucht es keine schwarze Kreditkarte, sondern eine fein und mutige Nase. Der Duft verströmt sehr feine Duftnoten, und am ehesten wahrnehmbar ist für mich die Duftnote “blau”.
Synästhetiker können bekanntlich die unterschiedlichsten Sinnesverknüpfungen haben, und so können Düfte oder Geschmäcker Farben hervorrufen. Für diesen Duft muss man kein Synästhetiker sein, denn schon die Duftbeschreibung spricht von

blauem Gras

Nach einer starken blauen Note als Kopfnote, die aber auch später wahrnehmbar bleibt, entfalten sich zarte Blütendüfte von Glockenblumen, Linde und frischen, gebrochenen grünen Zweigen. Die Berschreibung des Herstellers dichtet noch Minze und Rose der Kopfnote hinzu, doch bis auf die Andeutung einer Rose kann ich keine Minze riechen.

Der Duft ist sehr zart und hält entsprechend schelcht, bleibt aber für mehrere Stunden auf der Haut wie Seidenvoilé wahrnehmbar.

Die Farbe Blau ist die Farbe der Romantik, und der Name lässt sich als “Sommer der Liebe” übersetzen (wenn meine mageren Französischkenntnisse mich nicht vollends in Stich lassen).

Ein sehr ungewöhnlicher Duft, der Zartheit und Frische anders interpretiert. Ich kann mich nicht entscheiden ob ich den gut finde oder einfach nur besonders – das ist wohl eher eine Beziehung, die wachsen muss.