Parfumtrends in der Wirtschaftskrise
Bei Stöbern nach neuen Düften, die man testen oder kennen sollte, fällt mir eines verstärkt auf: Der bisher ungehörte Wunsch nach kleineren und entsprechend günstigeren Flakons wird erhört.
Fakt ist, dass keiner mehr bereit ist im Durchschnitt 60 Euro für einen Duft auszugeben, und die Hersteller schlucken diese bittere Pille, in dem sie ihre Düfte als Travel-Size verpacken. Nur – die Preise bleiben gepfeffert.
Dann der unerschütterliche Glaube an Flanker, also neue Editionen oder Variationen – wer zum Teufel kauft denn das? Wer hat überhaupt Düfte wie YSL Young, Sexy Lovely gekauft? Ein unglaublich “netter” und damit todlangweiliger Duft – und sogar den gibt es mittlerweile in sechs oder sieben Versionen, und das innerhalb von zwei Jahren.
Vielleicht denken die Marketingstrategen dass man als Parfümbenutzer, sobald die Pulle leer ist, einer Amnesie anheim fällt. Damit vergessen wir dass wir den Duft schon hatten, oder einen sehr ähnlichen. Also wirklich! Am besten ändern die nur den Flakon ab…
CHANEL hat es sogar geschafft die Printwerbung für Chanel No. 5 für die Neuauflage des No.5 namens Eau Premiere zu reaktivieren – Geld gespart, denn alle haben dann Chanel No. 5 gekauft, manche sollen sogar auch dank der einen oder anderen kompetenten Verkäuferin sogar den eigentlichen, neuen Duft bekommen haben 🙂
Ich werde versuchen erstmal die eine oder andere Flasche zu leeren bevor es an eine neue Anschaffung geht. Und das gelingt mir ja Gott sei Dank recht schnell. Bloss – wo finde ich einen “neuen” Duft und nicht wieder Abklatsch oder modischen Mainstream?
