Und noch ein Duft

Man merkt, ich bin auf der Suche nach einem neuen Freund fürs Leben – das ultimative Parfüm.
Düfte sind ja nun sehr stimmungsabhängig, und ja, momentan bin ich sehr kämpferisch 😉
Zumindest habe ich heute etwas getestet was super zu einem Mann, einer Kampflesbe oder einer herben Intellektuellen passen würde. Igitt – so viele Vorurteile auf einen Haufen 🙂
Mal im Ernst: Ein herber, klassischer Duft von Hermès namens Eau de Orange Verte.
Grüne Orange ist denn auch die Kopfnote, herb aber nicht bitter, sehr frisch. Nach einer Phase die leider ein Tick nach 4711 riecht, also stark nach einem klassischen Rasierwasser (muss an mir liegen, vielleicht bin ich im tiefsten Innern doch eine Kampflesbe, ich hab’s ja gewusst…die Intellektuelle wäre mir lieber 😉 ) wird der Duft sanft und… seifig. Ein bissel.
Sehr sauber riecht man damit – das ist ja auch so eine Sache. Früher hat man sich nämlich mit den Eaux de Cologne gewaschen (sonst eher gar nicht gewaschen, uaaaah!) und man musste entsprechend dann auch sauber riechen.

Es gibt auch hierzu natürlich eine komplette Körperlinie und sogar Bonbons. Schön, aber nur inden Shops erhältlich, sind drei kleine Purse-Grössen die man bequem mitnehmen kann um sich unterwegs zu beduften. Man muss sagen dass der Duft verhältnismässig bezahlbar ist (35 Euro die kleinste Pulle), allerdings handelt es sich dabei immer nur um ein Eau de Cologne, also eine sehr leichte Komposition mit einem Mindestmass an Parfümstoffen.

Für den Sommer ein toller Duft den sich beide im Bad teilen können.

Schatzi! Schaaahatz! Ich glaube Du brauchst mal wieder einen neuen Duft – und guck mal, den kann ma ganz einfach bei Douglas bestellen 😀

Bei Frau Hauschka zu Besuch

Ich habe Frau Hauschka besucht: Es ist nur eine von einigen (nicht vielen…) und sie versteckt sich in einem malerischen Ort namens Emmerthal in Niedersachsen, wo sich die Füchse und auch sonst irgendwelche Hausfrauen Gute-Nacht sagen.

Naturkosmetikpraxis ROSALIE Annette Wellner
Dr. Hauschka Gesichts- und Körperbehandlung
Valentinistr. 16a
31860 Emmerthal
Telefon: 05155-1802
Fax: 05157-1304

Sie müsste auch eine Homepage haben aber ich weiss es nicht mehr…

Die Frau Hauschka aka Wellner ist schon lange dabei, seit 12 Jahren die eigene Praxis und vorher bei LOGONA.

Los ging das mit einem kurzen Gespräch über Haut und Probleme, eine sogenannte Hautdiagnose. Nun, da konnte sie mir nicht viel Neues erzählen 🙂 klaro.
Dazu trug sie ein welche Produkte und vor allem WIE sie angewendet werden sollten – auf einen persönlichen Schönheitspass, den ich mitnehmen durfte.
Während sie mir ein Fussbad verpasste mit anschliessenden Eincremen – das ist Standard! – quatschten wir nett.
Dann gab es das komplette Programm: Gesichtswaschcreme, Bedampfung, Reinigung, Maske ( die Schlamm-Monster Maske aus Tonerde), Eincremen. Natürlich alles mit den “richtigen” Produkten.
Bei über 30 Grad habe ich auf abschliessende Make-up verzichtet.
Und was ist nun so toll dran?
Hmmm… ich schwebte von der Liege runter und fühlte mich total entspannt. Obwohl sie die gleichen Sachen benutzt hat, die eh schon lange mein Bad bevölkern. Es ist wohl die Streicheleinheit der Seele die dabei unbezahlbar ist.

Dabei habe ich ein paar Tricks mitgenommen: Wenn man sich das Gesicht mit Waschgel oder Waschcreme oder oder zum Waschen schon mal eingeschmiert hat, statt mit Wasser mit einem nassen Schwamm sanft abnehmen. So gut wie ein Peeling, nur viel sanfter.
Nicht vergessen: Gut auswaschen und regelmässig einen neuen Schwamm kaufen (2 Stück kosten ein Euro, das geht..)

Und ihr absoluter Geheimtipp: Gesichtwasser bzw. Tonic nicht abnehmen sondern gleich die Creme oder das Öl drauf. Das gibt extra Feuchtigkeit und die Wirkstoffe werden in die Haut rein-emulgiert. Naja, zumindest in die erste Hautschicht.

Und sonst? Viel trinken und sich mit dem Spiegelbild abfinden, denn:
WIR sehen uns ganz anders als unsere Umwelt.

Einen Rat kann ich allerdings nicht befolgen: Die Finger von ständig neuen Produkten zu lassen. Neeeeiiiiinnnnnnn… nein nein nein – DAS GEHT NICHT.

Der Duft der Kaiserin

In Zeiten in denen Düfte sich nur über ausgefeilte Marketingstrategien behaupten können, ist ein historischer Hintergrund eine herausragende Eigenschaft, die erst recht gewinnbringend vermarktet werden kann.
Ich will nicht lästern – ich bin nur kritisch…

Napoleon Bonaparte liess für seine geliebte Josephine einen Duft komponieren. Geschichtsbücher sagen ihm nach, er liebte sie am liebsten ungewaschen. Das Ungewaschen-Sein war ja bis Anfang des 20. Jahrhunderts üblich, entsprechend kamen starke Düfte und beduftete Puder zum Einsatz. Sehr beliebt und kostbar sind bis heute Rosendüfte, zumindest wenn sie echtes Rosenöl beinhalten – und das tun die wenigsten.
So auch Josephine – ein Pfingstrosenduft der voller Jugend, Unschuld und Naivität ist. Man kann sich kaum vorstellen dass eine so mächtige Frau (sie hatte den kleinen Napoleon bestimmt mächtig unterm Pantoffel – schliesslich hat er sie vergöttert 🙂 ) so kleinmädchenhaft duftet.

Tat sie vermutlich auch nicht. Alle Düfte werden überarbeitet und der heutigen olfaktorischen Möglichkeiten angepasst. Man kann heute eben nicht alles riechen 🙂
Als einer der ältesten Parfümkreateure der Welt hat Rancé es in die Parfümerien geschafft.
Der Kaiserin Duft ist: Die Vermarktung als

  • Exklusivduft
  • mit bedeutender Geschichte
  • in ausgewählten Parfümerien
  • mit zahlungskräftiger Kundschaft
  • In einem Wort: Geldesel.

    Aber aber: Mir hat es wirklich gut gefallen! Knapp 80 Euro wieder… Ich werde diese Duft öfter besuchen in meiner Lieblingsparfümerie LIEBE Ich liebe LIEBE.

    Nicht sprühen!

    Der Moschusochse in der Flasche – ich hatte versprochen noch ein Serge Lutens Duft zu testen.

    Ja… das was am Sprühkopf noch als leichter, cleaner Duft herüberkam verwandelte sich beim Sprühstoss in einer Wolke unerträglichen Moschusdufts, intensiv, wenn auch nicht allzu süss und aufdringlich.
    Es ist vielleicht auch die Irisnote, die sehr stark darin wirkt, Bergamotte und Neroli als Herznote konnte ich nicht erschnuppern.
    Der Duft heisst mit vollem Namen übrigens Clair de Musc :

    Dieser klare Moschusduft erinnert an einen Bergkristall, der hoch auf einem Berggipfel in ewigen Schnee zu finden ist. Ein reiner, transparenter Duft, der das Funkeln der Sterne widerspiegelt…

    Es hat mich stark an das Kenzo Duft erinnert in der schlanken Mohnflasche, Flowers. Das ist jedoch nur eine künstliche billige Kopie (ich meine natürlich nur die Duftsubstanz).

    Wer wie ein Moschusochse duften möchte 🙂 kann sich mit der preiswerteren Version eindecken, wer es liebt sollte aber zu Serge greifen. Die knapp 70 Euro sind insofern eien gute Investition als dieser Duft sehr lange hält (ich war den halben Tag ohnmächtig) und sehr edel ist.

    Wunderlicherweise findet der Mann an meiner Seite das Kenzo Parfüm schnupperswert, also kann man dem Duft auf alle Fälle eine anziehende Wirkung auf das andere Geschlecht zuschreiben.

    So viele Berichte die folgen werden…

    … wie da wären der besuch bei Frau Hauschka: Ich habe eine Dr. Hauschka Kosmetikerin gefunden und dort mal die Seele (und Füsse) baumeln lassen.
    Dort habe ich natürlich ein paar ganz tolle Pflegetipps bekommen und mir auch sonst nochmal ein paar elementare Infos übers Haut&Haar geholt.
    Dann habe ich ein paar neue LOGONA Sächelchen getestet – nachdem die Firma meine Lieblingsprodukte aus dem Programm genommen hat, muss ich einen Ersatz finden.
    Und ich habe mich an ein paar neue Düfte rangetraut und war in der tollsten privaten Parfümerie im Norden – Parfümerie LIEBE in Hannover.