SHISEIDO – Firmenporträt oder: Zu Besuch bei…

Natürlich kennt Ihr Shiseido. Natürlich wusste auch ich einiges über Shiseido – doch nach einem Besuch im deutschen Firmensitz in Düsseldorf hat Shiseido Deutschland gezeigt, was man unter OMOTENASHI versteht – japanische Gastfreundschaft und Freundlichkeit, gepaart mit deutscher Perfektion & Organisation.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank für die Einladung – Über Shiseido als Unternehmen mit sympathischen Produkten kann ich nun als sympathisches Unternehmen im Ganzen berichten… und wusstet Ihr, dass Shiseido in „essen“ macht?!

Als älteste Kosmetikfirma der Welt, größter asiatischer Kosmetikonzern (Shiseido macht den Hauptumsatz in Japan mit Haarpflege (und recycelt Shampooflaschen von selbst!)) hat Shiseido einen lustigen und spannenden Background. Der Apotheker, der das Unternehmen gründete, warb schon in den 20er Jahren mit dem Sehnsuchtsobjekt japanischer Frauen: Die Europäerin. Plakate mit (gezeichneten) blonden Frauen, die sich auf Chaiselongues räkeln – im Land der Tatami-Matten, Platzmangel, asiatischer, nicht bleichbarer Haare ein Novum. Und eine geniale Strategie, kann man nicht anders sagen.

Nicht nur die Pflegeprodukte trafen den Nerv der zeit – der findige Apotheker war reiselustig, geschäftstüchtig und… ein Gourmet. Mir sehr sympathisch, da ich selbst ein kleiner Fresssack bin…
Er führte also die „Brause“ ein, und später Eiscreme aus Italien. Die Schönheitssalons wurden zum ganzheitlichen Genusstempel – Frauen lieben nun mal Zucker. Der ist übrigens schlecht für Haut und Zähne – der findige Apotheker verkaufte die erste Zahnpasta (nicht allzulange Zeit davor waren in Japan allerdings schwarze Zähne en vogue, damit die Haut weißer erschien) und natürlich Hautpflege. Das nenne ich geschäftstüchtig! Genial!

So ist Shiseidos zweites Standbein heute tatsächlich Feinkost – Restaurants u.a. in Ginza auf jeden (Preis-)Level sorgen für innere Schönheit. Wer die japanische Küche genießen durfte (für einen Europäer zuweilen zweifelhaft…) weiß jedoch warum die Leute so lange leben. Kein Zucker, kein Cholesterin.

Wichtig – mir zumindest wichtiger als ein bei Pressevents „geschnorrtes“ Goodiebag (ich hasse dieses Wort!) ist für mich als Kundin das Unternehmen. Der Geschäftsführer war sogar da und hat uns begrüßt, ein straighter klarer Mann, das professionelle, aber dennoch ausgelassene und supernette Team; die Verpackungspolitik sowie nachhaltiges gesellschaftliches Agieren als verantwortlicher Konzern konnte ich ansprechen. Alles vorhanden!

Letzteres kann man gut belegen – wie jedes Unternehmen investiert Shiseido kräftig in F&E (Forschungs und Entwicklung) und arbeitet mit den üblichen Verdächtigen zusammen (Hallo Drittmittel! Hallo Harvard!) – arbeitet aber auch in Deutschland im Bereich Hautkrebsprävention. Davon abgesehen bekam ich eine fachkundige Hautanalyse und wurde gelobt, als ich erzählte dass ich Sonne meide. Fachkundige Kompetenz konnte jedenfalls überzeugend vermittelt werden, keine Frage.

Zum Thema Verpackungen, ein bei mir sehr beliebtes Thema – da ist Shiseido ja nun ein guter Vorreiter. Alle Pumpspender lassen sich öffnen und somit restlos entleeren, die meisten Produkte sind sparsam und puristisch verpackt und man arbeitet daran, weiter Verpackungen zu reduzieren. Natürlich ist das nicht nur der Umwelt zuliebe – es spart Geld. Mir fiel zudem sehr auf, was eine gemeinhin japanische Unternehmenstradition ist und in Deutschland wohl nicht sehr verbreitet – Verantwortungsgefühl. Gegenüber Mitarbeitern, gegenüber Kunden. Ein subjektives Gefühl?

Nun – mein Fazit ist nach all diesen Lobeshymnen klar: Shiseido war vorher toll, jetzt erst recht, und angesichts des Pflegekonzepts und der Beratungsstärke wundert es mich nicht, dass sehr viele Shiseido Pflege benutzen und drauf schwören. Da wären bloß die INCI! …allerdings gehört Shiseido zu den wenigen konventionellen Kosmetikfirmen, die mich in Versuchung führen. Ich glaube, es ist der Duft der Produkte. Dem kann ich einfach nicht widerstehen.

Übrigens war Shiseido mein erstes teures Make-up Produkt – eine Foundation. Ich hatte auch das erste ZEN Parfum – ein perlmuttfarbener Flakon mit einem wundervollen Duft, der mir leider so gar nicht stand (naja, da war ich 20).

Völlig unterschätzt wird bei Shiseido das Make-up – das Farbkonzept ist zwar schwierig, aber die Qualität ist einfach unerreicht, was Lidschattentextur betrifft. Hinzu kommen die Foundations und meine neueste Entdeckung: Das lose Puder. Ich kann es zwar aufgrund meiner Talkum-Unverträglichkeit nicht verwenden, aber so was feines und glattes kannte ich bis dato nicht.

Weiteres Highlight meiner Ausflugs in die japanisch-deutsche Shiseido Welt waren die überall aufgestellten Serge Lutens Düfte. Endlich konnte ich den neuen Vitriol d’Oeillet schnuppern und verfiel dem Duft – instant love.

So – und weil ich keine Bilder habe, müsst Ihr warten bis die Bloggerkolleginnen damit rausrücken, genauso wie ihren persönlichen Eindruck der Veranstaltung. Was mich betrifft – erster Teil. Ich hätte nämlich noch ein paar sehr wertvolle Schönheits/Gesundheitstipp von der wunderbar sympathischen Trainingsmanagerin – und glaubt mir, so gut wie die aussah, muss sie es wissen.

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12 Gedanken zu „SHISEIDO – Firmenporträt oder: Zu Besuch bei…

  1. teil 1 war schon mal sehr gut! Firmenkultur in Japan ist tatsächlich anders, wenn ich mich nicht täusche wird dort doch of sogar die Beerdigung von der Firma ‚ gesponsort‘.

    Her mit den tipps der Trainingsmanagerin :) LG liv

    1. Danke schön! War ein sehr netter und sehr informativer Tag – das Make-up kenne ich zwar, aber man entdeckt ja immer neues, und die Hautpflege hat konzeptionell auch gutes. Wer KK nimmt/mag ist da sicher happy, und sicher auch der Grund warum Shiseido so erfolgreich als Pflegemarke ist.

  2. Ich war mal mit einer Freundin im urlaub und wir hatten vorher abgesprochen wer welche kosmetik mitnimmt, unwissend worauf ich mich einlassen hatte: 1 woche lang ihre shiseido Gesichtspflege benutzen zu dürfen *jackpot* Der Duft ist wirklich hammer lecker! Wenn ich kein NK Freak geworden wäre dann würde ich jetzt bestimmt blumig frisch nach Shiseido duften. LG liv

  3. Vielen Dank, das ermutigt mich, meine Entdeckung weiter auszutesten. Ich benutze erst seit einigen Monaten Shisido, nachdem ich mich lange von Namen wie Chanel etc. habe verführen lassen. Die Foundation ist ein Traum, ich werde wohl dabei bleiben. Schätze dein kritisches Urteil sehr und lese hier sehr gerne mit! Grade schon woanders geschrieben: Ich bin froh, dass es auch „erwachsene Blogs“ gibt- für uns, die wir arbeiten und gut Geld verdienen und es einfach genießen, sich nun auch gute Produkte leisten zu können.
    Liebe Grüße!
    Mara

    1. mara – danke :-) ja, ich bin doch auch ein wenig älter und spreche eben „uns“ erwachsene Frauen an – aber ist doch schön dass alle was finden! welche foundation hast du denn? ich bin ja mit der refining bislang von allen Herstellern, Farbe usw etc am besten gefahren.

  4. ich hab mir eine anti-aging pflege weiß ich nicht wie es heißt geleistet und ich muß sagen einfach top !!! gefällt mir 😉 werde dabei auch bleiben kann noch nachschauen wie diese superduper Pflege heißt benutze ganz ganz wenig vorm schlafengehen

  5. ja ich habe es prima vertragen, aber damals war ich auch noch nicht so empfindlich…. allerdings fand ich dass ich nach der woche schon mehr Mitesser hatte, aber ich hatte auch ’nur‘ ihre waschgel/creme/schaum (?) und eine lichte creme probiert. also kein Gesichtswasser und auch nicht die serie die wahrscheinlich für mich besser gewesen wäre. aber sanft war ’s allemaal :) LG liv

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