Rote Lidschatten – ein Trend, der weg kann

Zugegeben, es kann sehr tragbar gemacht werden, es kann gut aussehen, es ist interessant und was anderes als tausend braune Töne oder Taupe, die Eierlegendewollmilchsau-Farbe, die alles sein kann.

Ich komme derzeit ja nicht so viel rum, zugegeben, aber: Habt ihr irgend jemand damit auf der Straße gesehen?
Es werden Paletten verkauft und gekauft, die als schimmriger Abfall ins Waschbecken landen. Schminken für ein Video, für ein Bild, aber welche Frau geht damit auch raus?
Die militanten Make-up Nerds ausgenommen, zu denen ich auch zähle, sehe ich nie Frauen, die aussehen wie ihr Instagram Ebenbild.
Ebenso war ich sehr verwundert, als im hiesigen türkisen Riesen der rote Chanel Lippenstift der derzeitigen limitierten Kollektion komplett ausverkauft war!
Wer hat ihn gekauft? …aber viel wichtiger – wer trägt ihn denn?

Warum der Trend weg kann? Weil er nur Marketing ist. Schminkaffine Frauen kaufen sich nun mal einiges, auch Dinge, die sie nicht tragen können (Hallo! Ich!) und niemand, aber auch niemand wird dem langanhaltenden Hype widerstehen können. Eine weitere Palette in der Schublade, weitere fünfzig Euro die irgendwo rumgammeln.

Es gibt allerdings jemand, der das tragen kann und es sicher auch im Alltag tut: Shenja/Eugenia von INCIPEDIA.DE kann es, tut es und es ist schön! Einige Bloggerinnen fallen mir da ein, sogar zwei, aber ich sage es mal so: Grundsätzlich sollte man tief in sich gehen, ob man auch diesen Trend mitmachen muss.

Die 80er sind auch wieder da und ihr tragt nicht alle weiße Tennissocken, oder? ODER??

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3 Gedanken zu „Rote Lidschatten – ein Trend, der weg kann

  1. schuldig – ich trage weisse tennissocken, wenn ich schon mal socken trage, dann die, weil sie wenigstens warm halten. morgen zum beispiel – das erste mal in diesem februar!

    und ich habe nix gegen rote lidschatten (bei anderen) und habe es in den späten 80er und frühen 90er bei annie lennox immer bewundert.

  2. Ich wohne in Berlin und sehe täglich Frauen mit rotem/pinkem Lidschatten, gerne metallisch. Ich mag den Look nicht besonders und finde, dass viele Frauen damit verheult oder krank aussehen. An dunkelhäutigen Frauen sieht das super aus, aber die meisten Opfer der Modern-Renaissance-Ästhetik (ich HASSE Anastasia Beverly Hills für diese Rotschwemme) sind doch hellhäutig.

    Es ist für mich wie mit den zu starken Highlightern, supetrockenen matten Lippenstiften in Flüssigform und dem ganzen Einhornmist: Ich bin dankbar über meine innere Distanz dazu, die vor allem mit meinem Alter zu tun hat. Ich trage inzwischen trendunabhängig nur noch, was ich mag – und das bedeutet z.B. Lipgloss, auch wenn in Berlin irgendwie seit Jahren roter Lippenstift Pflicht ist… ich mag kein zusätzliches Rotsignal im Gesicht bei mir, meine sensible Haut kann das auch ohne Hilfe.

    P.S.: keine Tennissocken. uargh

  3. Ürgs, Tennissocken … Neinnein, da bevorzuge ich meine quietschbunten Sportsocken, die auch wirklich für den angepriesenen Sport taugen.

    Aber rote oder pinkfarbene Lidschatten? – Oh ja, immer her damit! Ich besitze und benutze regelmäßig einen sehr kräftigen Pinkton (irgendwas von MAC) und zwei oder drei Rottöne (die ich allerdings zugegebenermaßen deutlich seltener verwende, aber das liegt an der krümeligen bzw. staubenden Konsistenz). Die trage ich aber nicht solo, sondern als Akzent des Lidstrichs. Sieht bei meiner Augenfarbe (Grün mit ein bisschen Hasel) hammergeil aus, weil es das Grün richtig knallen lässt. Ich zieh einen dicken Lidstrich mit ordentlich Wings und trage darüber ab der Mitte der Pupille und bis knapp über den äußeren Augenwinkel hinaus einen dünnen, knallfarbigen Lidstrich auf. Die verwendete Farbe findet sich dann in der Kleidung oder in Accessoires oder auf den Nägeln wieder. Funktioniert bei mir phantastisch.

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