ETRO ManRose Eau de Parfum


It is a man’s world… but it would be nothing, nothing without a woman ROSE…

Der Mann. Die Rose. Die Frau.

Nein, ich werde die Duftbeschreibung nicht daran aufhängen. Es ist sehr verwirrend heutzutage Mann oder Frau zu sein, oder sich gar völlig gesellschaftsUNkonform sich irgendwo dazwischen zu fühlen. Nein, lasst uns über Rosen sprechen.

Türkische Rosen, genauer gesagt. Überhaupt ist der Trend in der Parfümerie derzeit Rose, Rose, Rose. Ich liebe Rosendüfte und kenne entsprechend einige Exemplare. EINIGE.

Dieser Duft ist jedenfalls mutig. Und es passt zu einer Modelinie, deren Herrenmode so herrlich extrovertiert ist im Rahmen völlig klassischer Schnitte.

Zunächst die offizielle Beschreibung:
Kopfnote: Kalabrische Bergamotte, Szechuan-Pfeffer, Kardamom und Elemi
Herznote: Türkische Rose, Geranium und Weihrauch
Basisnote: Patchouli, Vetiver, Moschus, Leder, Amber, Edelhölzer

Ich sage Rose! Herrliche, dornige Rose, begleitet von Pfeffer und einem Hauch Gewürz. Die Rosennote ist konsistent vom Anfang bis Ende und der Duft ist wahrlich nicht zart. Er hält ewig auf der Haut und ist präsent. Hier bin ICH und ich bin HIER.

Mann oder Frau, diese Zuschreibung ist ein Spiel, und damit spielt der Parfumeur sehr raffiniert. So viel Rose, eigentlich eher was für Damendüfte, und dann Leder, und dann die rauchigen Hölzer. Patchouli, die Remineszenz der siebziger Jahre, gesellt sich recht schnell dazu, wenn es auch ein eher saubere und zahme Version ist.

Ganz so harmlos kommt der Duft aber in der Summe nicht daher – insgesamt eine starke Aussage und ein selbstbewusster Auftritt.
Interessanterweise kann ich mir den Duft nicht an einem Mann vorstellen, werde ihn aber gerne selbst tragen, weil es sehr zu meinem Stil passt. Rahmengenähte Lederschuhe, Hemd, roter Lippenstift – Mann, Frau, oder einfach ICH.

Eine Rose mit Dornen.

Für Fans von Serge Lutens‘ Sa Majeste la Rose, NICHT für Fans von La Rosine. Für Fans von Frederic Malles Portrait of a Lady, NICHT für Fans von Kelly Caleche und Rose Ikebana.

Ab sofort erhältlich, als Eau de Parfum 100ml für 130 Euro.

EDIT: Übrigens hat ETRO jetzt auch online die Home Collection und ich finde die toll! Kissen, Decken, alles was man braucht um den Ikea Möbeln ein wenig italienisches Luxus-Flair einzuhauchen. 🙂

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TOM FORD Orchid Soleil

Oh. mein. Gott. Ich habe schon Black Orchid besessen und einen Flanker davon, nun traf Orchid Soleil ein und erinnerte mich an die Quintessenz von Tom Fords Marketing.

Sex.

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Der Duft ist wie Rihanna und sie hätte als Gesicht dazu wudnerbar gepasst: Irre, aufdringlich, sexy aber immer an der Grenze zu billig. Wie sie es schafft, viel nackter und aufdringlicher als ein Sexworker rumzulaufen und dabei völlig abgeklärt wirkt, ist mir ein Rästel. In ihrer Filterblase geht einiges?! Rihanna hat der ganzen Welt ihren nackten Arsch gezeigt (und das meine ich nicht sinnbildlich!) und wurde dafür abgefeiert wie nix! Das muss man erst schaffen und das ringt mir Respekt ab.
Mit zwei erhobenen Mittelfingern läuft sie also durch die Welt, behütet durch das viele Geld, die viele Arbeit ergo ihrer künstlerischen Tätigkeit, und wenn sie ein Parfum tragen würde, dann wäre Orchid Soleil ihr Ding.
Der Flakon inszeniert in BLING BLING Roségold, der Duft schwulstig und floral-feminin, kurz davor ins billig-vanillige zu kippen, und jede Menge wabbernde Erotik.

Wie der Duft als Sommerduft lanciert wurde ist mir schleierhaft, denn er ist schwer. Und süß. Ich mag das in sehr warmen Wetter und benutze da gerne würzige Orientalen, die dann ganz anders als im Winter zur Geltung kommen, jedoch fehlen mir hier einfach die Gewürze und die Raffinesse…
Das hier ist eher Sex on the Beach: Schmeckt fruchtig, knallt auch ordentlich. Allerdings kein Coktail mit Klasse.
Einzelne Duftnoten kann ich nicht ausmachen, es ist eine recht diffuse „blurry“ Komposition – frisch aufgesprüht auf Papier dominiert eine holzige Veilchen-Note, angeblich Tuberose und Lilie, die einigermaßen an den Originalduft erinnert. Der Duft entwickelt sich kaum und wird nur noch flacher und süßer, wie my little pony in einer Dessert – Theke.

Insgesamt kann der Duft dem Original nicht das Wasser reichen, und das ist auch okay, Fans wird es trotzdem finden. Die hard Fans von Süßkram werden hier auf alle Fälle glücklich, da ich mich nicht entsinne so eine blumig-süße Bombe auf den Mainstream-Markt in letzter Zeit gerochen zu haben.

Von mir diesmal keine Begeisterung. Und das obwohl ich derzeit Serge Lutens‘ Bois Vanillé verwende, das Zuckerwasser schlechthin!

Um die 70 Euro – und Achtung: Tom Fords VELVET ORCHID Flanker ist jetzt erhältlich und klingt interessant!

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MONTBLANC Emblem EdT – ein Herrenduft…

Eigentlich sollte dies so ein „Zum Vatertag“ Dingsi werden, aber ehrlich – ich habe den blöden Vatertag auch vergessen. Warum gibt es denn überhaupt? Was haben die meisten Väter denn schon getan, um einen Feiertag zu bekommen? Sich vor Elternzeit gedrückt? Ihre Hobbies nicht sausen lassen? Jeden Besprechungstermin angenommen? Die Wäsche nicht zusammengelegt? Auf den Spielplatz/Kindergeburtstag/Arzt- und Impftermin nicht erschienen?
Nicht witzig – solche Typen gibt es viele. Die haben so eine Flasche höchstens über den Kopf gezogen verdient, und den Frauen, die da mitspielen, kann man nur gratulieren (Ironie! Vorsicht!)

Ähm – zurück zum Thema.

Der Duft ist eine gute und recht getreue Kopie von Chanel Egoiste Platinum. Etwas süßer, etwas dunkler und herber, ansonsten die gleiche Autobahn.

Jedoch besticht der dunkle Flakon durch wunderbare schwere, schöne Proportionen sowie das weitbekannte Emblem des Hauses. Sonst nichts. Stylish!

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Auf der Suche nach einem neuen Duft?

Ich liebe es fast noch mehr als Shopping – Parfumblogs. Ich ver-folge die guten und großen Blogs schon lange, auch auf Twitter, was etwas persönlicher ist, und bin immer wieder begeistert und fasziniert von dieser Community, die so viel Spaß und Freude an Düften hat, dazu reif, unzickig und ohne jegliche Allüren ist.

Durch Teddy am heimischen Herd erratum Kinderbett gefesselt, nutzte ich seine vielen Schlafpausen, in denen ich ihm beim Schlafen natürlich zugucken musste, um einige neue Düfte zu suchen. Dazu war ich jüngst in einer Parfümerie, die immerhin stolze drei Nischenmarken führt, und konnte mich ein wenig umschnuppern.

Ich empfehle daher ein paar Dinge, die man schnuppern sollte – ich würde sie alle sofort nehmen.

Bottega Veneta KNOT. Der erste Duft war schon erfolgreich, der zweite ist besser und passt wunderbar zur unaufgeregten Mode der Linie (ist das immer noch Thomas Maier? Ich liebe ihn!). Mit sanften und blassen Orangenblüten, einem milden Lavendel und einem hautnahen Moschus-Tonka-Abgang mal was anderes. Der Flakon ist ebenfalls wunderschön, das Design haben wir ähnlich bei Hermès Un Jour d’Hermès gesehen. Eigentümer der Parfummarke ist übrigens Coty.

Atelier Cologne Orange Sanguine. Das Wort Cologne macht mich nervös, aber können sich die Bloggerinnen alle irren? Eine geballte Ladung Orangen, Freude, und noch mehr Orangen, für erfreuliche 60 Euro (30ml). Wer drankommt, probieren!

Tom Ford Fleur de Chine. Einhellig als bester Duft der Linie empfunden, erinnere ich mich vage an den Duft (leider kommt man nicht an anständige Proben ran, die Plastikdinger kann und sollte man nur als ersten Indikator nehmen) – ich war beeindruckt. Mehr in der Richtung „ich bin für diesen Duft noch nicht so weit“ – Respekt vor Schönheit und Klassizität hat TF hier defintiv verdient. Absolut tragbar, keinerlei versteckten Zibet- oder Aldehydemonster. Leider kostet er 190 Euro, etwas riskant für einen Spontankauf.

– Nicht neu, aber unterschätzt: ETRO Via Verri und Etra. Via Verri ist ein launiger Zitruscoktail mit leider geringen Haltbarkeit und steht ewig auf meiner Wunschliste; Etra ist etwas schwieriger. Pudrig und würzig, mit guter Sillage für Etro, hat es reichlich Piment, Eleganz und Finesse im Angebot. Ich verehre von Etro Jaquard, und würde sofort die anderen dazu nehmen! Das Konzept des Layerings wäre mit diesen dreien allerdings nicht machbar…

– Weitestgehend vom deutschen Markt verschwunden, doch hier und da noch zu bekommen ist Parfume d’Empire. Nebst Eau Suave ist Equistrius wirklich… wow.
Ich habe nix mit Pferden am Hut, und der Name ist mehr als irreführend, es sei denn das Konzept der Symbiose beim Reiten würde als Bild herangezogen werden: Sanftheit, Vertrauen, Wärme, Weichheit, Stärke. Iris und Gourmandnoten, niemals süß, mit einem Hauch süßer und orangiger Frische in der Mitte, ein absolutes Kunstwerk. Niemals parfümig und synthetisch, eine wundervolle Komposition von Duftnoten, die nebeneinander und miteinander stehen.

– Rose und Patchouli? Wer Frederic Malles Portrait of a Lady mag, aber nicht tragen kann (also ich!) kann sich ja mal Lady Vengeance von Juliet has a Gun angucken. Die Rose ist rosig, der Patchouli sauber und tragbar, ein junger und spritziger Patchouli fast. Zu modern vielleicht, aber eben tragbar.

Ihr dürft gerne die Liste ergänzen…

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