DR. HAUSCHKA neue Bäder, neue Preise

Ich bin und bleibe der größte Dr. Hauschka Fan. Kritisch, wie frau eine Beziehung sein sollte, nicht wahr?

Es gibt neue Badezusätze!
(Ich liebe sie, die Hauschka Badezusätze, Citrone zuerst, dann Lavendel, sogar Fichte besitze ich. Das Salbeibad war die Rettung im Sommer, es hilft gegen das fiese Schwitzen. Es hilft auch gegen Käsefüße, aber damit kann ich leider nicht dienen.)

Nun ist es ja so, dass ökologisch leben total in ist. Es wird mehr nachgefragt, es schnellen also die Preise in die Höhe; einmal für die Ressourcen, einmal für das Endprodukt – denn es gibt im so ziemlich reichsten Land der Welt (ja, genau, hier!) genug Euronen.

Es gibt endlich ein Rosenbad als Cremebad! Unendlich luxuriös… mit dem Öl, dem Deo und der Gesichtscreme dazu bin ich bereits immer ausgestattet, das wird einfach nachgekauft und nachgekauft und nachgekauft.

ABER.

Die Bäder beinhalten nun 100 ml statt 150. Und sie sind teurer geworden.
Statt 12 Euro kosten die Schätzelein nun 15 Euro – Rosenbad und Moor-Lavendel Bad, ebenfalls neu.
Eine Preiserhöhung von fast 100%!!

Die ebenfalls neuen Bäder Mandel, das sehr marzipanig duftet, Zitronen-Lemongrass sowie Salbei kosten 13 Euro.

Nicht ganz klar ist mir ob die Klassiker bleiben und die neuen Bäder ergänzend sind (macht ja kein Sinn, oder?) oder ob Fichte, Citrone und Lavendel Aufnimmerwiedersehen sagen müssen.

Mein Rat: Wer die Bäder so liebt wie ich, hortet jetzt mal spontan ein paar Flaschen. Das Citronenbad zumindest.

Und meine Frage: Wie weit geht Eure Liebe? Die konventionellen Lippenstifte kosten mittlerweile nicht mehr 25 Euro, sondern 33 – gut, das ist auch Luxus, aber seid Ihr bereit eine fast 100%ige Preiserhöhung für ein Badezusatz hinzunehmen?

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28 Gedanken zu „DR. HAUSCHKA neue Bäder, neue Preise

  1. Da komme ich mir als Kunde echt v…….. vor. Na klar gehen die alle aus dem Programm(hier sind sie schon mit rotem Punkt versehen d.h. sie werden ausgelistet),das mit der Preissteigerung ist doch alles Kalkül und dieses Mal liegt das leider nicht an der Nachfrage was ja dem Verbraucher oft suggeriert wird.
    Ich liebe Dr.Hauschka aber muss das wirklich sein? Dieses Unternehmen stand für mich immer für Luxus,Exklusivität und Einzigartigkeit.

  2. Hmm. Das lief vor einigen Monaten bei den Duschgels ja sehr ähnlich. Und ich konnte keine qualitative Verbesserung gegenüber den „alten“ Produkten ausmachen. Mir gehts genauso. Ich kaufe Hauschka nach und liebe fast alles. Aber die Chuzpe bei der Preisgestaltung geht mir gewaltig gegen den Strich. Übrigens sind die Sachen international (USA!!!)
    noch viel teurer.

  3. Ganz ehrlich, ich finde, das ist unter aller S..!
    Ja richtig, Dr. Hauschka hat schon immer Wert auf gute Rohstoffe gelegt, alles wird fein säuberlich von Hand und im Rhythmus der Natur gepflückt sozusagen, aber das ist eindeutig zuviel des Guten. Wenn man sich überlegt, dass Wala seit 2000 eine Verdoppelung des Umsatzes hatte (für diese Kosmetiksparte also ein echter Erfolg), frage ich mich schon, was nun mit dieser 100%igen Preiserhöhung gemacht wird. Neue Arbeitsplätze? Mehr Forschung? Ich wage es gerade etwas zu bezweifeln. Fakt ist, dass ich die Preise schon immer als sehr hoch betrachtet habe für das Produkt an sich, auch wenn ich sie gut fand. Aber keines war dabei, was trotz Heilpflanzenwissen etc. so unglaublich gut war, dass es unersetzbar blieb. Bisher war der einzige Grund, dennoch das Geld in Dr. Hauschka zu investieren, die „social and ecological responsibility“, die sich die Firma wohl zu Recht auf die Fahnen schreibt. Viele der Kunden von Dr. Hauschka sind übrigens „alternativ angehauchte“ Frauen im mittleren Alter und drüber, die jährlich unter (!) 35000 € besitzen, die allerdings wegen der Firmenphilosophie und natürlich wegen der anthroposophischen Gesinnung, lieber ein Dr. Hauschka Produkt kaufen als zwei einer anderen Marke. Selbstlimitierung für ein in der Wahrnehmung hochwertiger empfundenes Produkt als z.B: ein anderes von einer anderen Marke, welches sogar günstiger wäre und im harten wissenschaftlichen Test den gleichen Effekt hätte.
    Zu diesen gehöre ich nicht. Mich bringt es rein von der Gesinnung her nicht um, keine mondphasengepflückte Rosenmilch zu besitzen. Bei denen ist das etwas anders. Aber den doppelten Preis dafür hin zu legen, das wird diesen Damen dann vielleicht schon schwerer fallen.
    Was bringt ihnen ein 33€-Lippenstift, wenn sie danach nicht mehr das Geld übrig haben, um es mal plakativ zu sagen, diesen zum nächsten Ökoweingut auszuführen und dort genüsslich eine Dinkelquiche zu verspeisen?
    Ich werde sicher nicht die einzige sein, die daher als Kunde abspringt und ob das dann den gewünschten Effekt hat für Wala, wage ich zu bezweifeln, da zwar trotz preislich erhöhter Produkte vermutlich weniger Einnahmen gemacht werden, die man dann nachhaltig in Mensch und Natur firmenseitig investieren könnte. Wala ist somit ganz eindeutig in das Luxussegment eingestiegen und ich denke, das beisst sich ganz immens mit dem Kaufgrund des harten Kundenkerns. Da aber Öko und im „Einklang mit der Natur“ ein stärker werdender Trend ist, wird es sicher bald eine andere Firma geben, die diese frei gewordene Nische der hochwertigen Ökokosmetik für den unteren Mittelstand einnehmen wird. Insofern, was schert mich Wala?

  4. Ich kann Salsa nur beipflichten – Hauschka positioniert sich im Luxussegment. Vom Produkt her gehören sie da zwar auch hin – aber preislich wird es sicher untragbar für eine Menge Anwenderinnen. Ich komme beruflich aus der anthroposophisch angehauchten Ecke und weiß, dass dort manche lieber auf Wein oder Schokolade verzichten als auf die geliebte Rosencreme.

    Ich verwende gern die Lippenstifte und Kajals von Hauschka und hatte schon ein paar reinigende bzw. pflegende Produkte – aber hey, Weleda rhythmisiert auch, und Martina Gebhardt hat sogar eine Demeter-Zertifizierung. Zu niedrigeren Preisen für die Mengen, wohlgemerkt.
    Und fairer Handel sowie menschliche Firmenpolitik wird bei einigen Firmen betrieben, Hauschka ist nur eine davon. Weleda hat z.B. einen Kindergarten für die Mitarbeiterkids. Sowas unterstütze ich auch gern – Hauschka hat keine Monopolstellung für mich und viele Produkte werden wahrscheinlich nicht mehr nachgekauft. Meinen lieblingslippenstift haben sie eh schon aus dem Programm genommen und eine horrorartige Mascarabürste eingeführt…diese Verschlimmbesserungen nerven mich immernoch, wie ich gerade bemerke. Schade, liebe Wala.

    1. Sophie: Ja, ich weiche auch aus auf Weleda und MG wo immer es geht, aber die Rosencreme, das Rosenöl undvor allem das Rosendeo… das sind einfach gute Dinge. Richtig gut. Ich weiss wie der Ehemann immer schimpft wenn er einkauft, weil er die letzten und häufigen Preissteigerungen mitbekommt; dabei geht es ihm auch ums Prinzip, und er nutzt ja auch Hauschka. Tja…

  5. Ich habe jetzt noch etwas nachgesinnt – die letzten LEs fand ich ehrlich gesagt grottig in der Qualität, also auch in meinem Hauschka-Lieblingsbereich hat sich etwas verschoben… vielleicht benutze ich meine Produkte zu Ende und schaue dann, was wirklich nötig ist und was ich weglassen oder ersetzen kann. Ich bin allerdings nicht soooo sehr an Hauschka gebunden, da ich den Zauber der Rosencreme nie verstanden habe – mein Gesicht mag sie nicht.

    1. Sophie – na gut, die Rosencreme ist ja auch noch „günstig“. Die letzte LE ist aber super, die Lippis sind schön und meiner fast alle. Gut, Dear Eyes war ein Satz mit X aber das kann passieren…

  6. Ich hatte große Erwartungen an die jetzige LE, aber irgendwie ist es nicht mein Ding. Sehen auf meinen Lippen alle sehr ähnlich aus… das Geld habe ich mir dann gespart. Ich mochte Slow Mood und Lavender Dreams und Natural Glamour und habe noch ordentlich Schminke aus dem festen Sortiment, so dass ich erstmal eingedeckt bin.
    Die Rosencreme wird von mir leider nicht mehr genutzt, dafür ist sie dann definitiv zu teuer 😉 ich habe dafür die Coldcream von Weleda wieder hervorgekramt, die ich hervorragend vertrage – und dufttechnisch lieber mag. Irgendwie wehre ich mich gegen den Hauschka-Glamour 😉

  7. Oh, man… Lavendel, Citrus und Fichte scheinen wirklich rauszugehen, da sie auch nicht mehr auf der Dr. Hauschka Seite unter Produkte gelistet sind. Wobei Fichte wohl anscheinend nicht wirklich rausgeht, aber als Wind und Wetter Bad für sage und schreibe 5,50 € für 30 ml (!) wiederkommt. Habe noch schnell je eine Flasche Lavendel und FIchte geordert und überlege bei Citrus gerade noch (mag diese Duftrichtung nur zurzeit nicht riechen – blöd, wenn man aber z.B. CItrus Duschgel und Bodylotion von Weleda im Bad stehen hat.

    Es ist übrigens mal wieder einiges teurer geworden, u.a. mein geliebtes loses Puder 🙁 Martina Gebhardt muss wohl ihr Sortiment mal stark vergrößern *g* (ich könnte sowieso alles von ihr kaufen – außer Gesichtsmilch…)

  8. Ich kann den Unmut zur Preiserhöhung ja irgendwie verstehen. Aber? Ja: aber!

    Zunächst einmal sei gesagt, dass ich sehr traurig bin, dass lieb gewonnene Klassiker aus dem Sortiment gehen. Das Rosmarin Bad ist einfach super schön. Aber es nutzt nichts, wenn es sich nicht verkauft.

    Man muss der Tatsache ins Auge sehen: die Bäder laufen (im Verhältnis zu den anderen Hauschka-Produkten) richtig schlecht. Da hilft auch kein Schönreden. Und ich weiß, dass die Verkaufszahlen nicht nur bei uns sie Jahren bescheiden ausfallen.

    Da hat es auch nichts genutzt, dass sie bisher recht günstig angeboten wurden. Man vergleiche mal mit anderen NK-Herstellern, die auch Ölbäder (in ähnlicher Qualität) anbieten: Primavera verlangt seit längerer Zeit zwischen 12 und 16 Euro – für 100 ml! Oder Martina Gebhardt: über 17 Euro! Nicht gerade Kampfpreise, ne?

    Der Preis der Hauschka-Bäder wurde seit 2000 relativ stabil gehalten. Meine Einschätzung: da wurde versucht den Abverkauf durch einen relativ guten Preis nicht weiter sinken zu lassen (oder anzukurbeln). Man könnte es auch Quersubventionierung nennen. Was tun, wenn das aber nichts nutzt und der Verkauf trotzdem noch bescheiden ist? (Die Wirtschaftler können hier jetzt gerne den Begriff der „Question Marks“ einwerfen.) Hauschka hat sich für eine Neupositionierung der Bäder entschieden. Das kann man mögen oder auch nicht. Die Alternative wäre wohl gewesen einfach keine Bäder mehr anzubieten.

    Aber gut: eigentlich finde ich es müssig über Preise zu diskutieren und finde auch, wenn es einem nicht passt, sollte man sich eher direkt an Wala wenden. Ansonsten gibt es da eine ganz simple Lösung: einfach nicht kaufen. (Ja, das hat sie gerade wirklich geschrieben!)

    Dann muss man auch nicht über-dramatisieren. (Und nein, die Welt geht nicht davon unter, wenn Hauschka-Bäder jetzt teurer sind und/oder man sie einfach nicht kauft.)

    Ich finde die neuen Bäder jedenfalls traumhaft schön (Roooooose 🙂 ) und freue mich schon auf die Lieferung.

    Herzliche Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    PS: Der Endzeit-Oh-mein-Gott-die-alten-Bäder-verschwinden-aus-dem-Sortiment-Kaufansturm ist irgendwie ausgeblieben. Die Bäder stehen hier noch wie eh und je friedlich im Regal und verkaufen sich nach wie vor genauso schleppend. 😉

    PPS: Die Hauschka-Lippenstifte sind übrigens seit mindestens 9(!) Jahren nicht im Preis gestiegen.

    PPPS: Wie sich Preise von Kosmetikprodukten zusammensetzen ist ein spannendes und höchst komplexes Thema. Wer sich wirklich dafür interessiert wie man sich dem Thema Preisfindung annähert, sollte sich intensiv damit beschäftigen. Das ist auch der Grund wieso ich sehr ungern über Preise diskutiere. Was auf dem Preisschild steht ist nur das Resultat einer langen Kette von Überlegungen und Ereignissen und erzählt nicht mal einen Bruchteil davon.

    1. Natürlich ist Preis nicht einfach Preis, zumal in der Branche… wie bei jedem Ding bzw Produkt muss man sagen: Ich will es, ich kann es mir leisten, ich kaufe es – oder NICHT. ICh persönlich denke dass die Rosencreme noch günstig ist, und andere Produkte wiederum zu teuer (Duschgel). Aber es belibt jedem überlassen zu konsumieren… Trotzdem, eine Erhöhunh von 100% ist krass. Gut, die konventionelle Kosmetik erhöht jedes Jahr ein bisschen die Preise, das merkt man natürlich nicht gleich.
      Luxus ist eben teuer, darüber definiert es sich leider auch…

  9. Also ich komme da nicht auf 100%? Es sind 62,5%, wenn man das Salbei Bad nimmt. Es ist das einzige der Bäder, das ohne eine Rezepturänderung auskommt (Fichtennadel bzw Wind und Wetter Bad mal ausgenommen – dazu gleich).

    Jetzt lässt sich der Preis aber nicht 1:1 umrechnen. Die Verkleinerung der Flasche hat zur Folge, dass die Verpackung (und der Transport) einen größeren Anteil am Preis haben. Ich tippe auf eine (immer noch große) Steigerung von ca. 30-40%, wenn man nur den Inhalt betrachtet. Und da bin ich wie bereits geschrieben der Meinung, dass die Preise zuvor „dauerrabattiert“ bzw. quersubventioniert waren.

    Das Wind und Wetter Bad habe ich aus dem selben Grund bei diesem Vergleich ausgeklammert. Bei dieser kleinen Menge (im Verhältnis zu vorher) ist es unmöglich eine Schätzung abzugeben wie sich der Preis der Inhalts geändert haben könnte. Die Kosten drum herum steigen einfach immens bei einer Mengenschrupfung auf 30 oder 50 ml (sorry – habe ich gerade nicht genau im Kopf).

    Und die Duschgels? Entschuldigung, aber da hat sich nicht wirklich etwas am Preis getan. 150 auf 200 ml – das ist die ganze Erklärung. Die Zitrone-Dusche kostet ziemlich genauso viel wie vorher (ich glaube es sind ein paar Cent Unterschied auf 100 ml). Und das bezieht nicht einmal mit ein, dass die Preise der Duschen wohl auch ohne Relaunch angezogen wären.

    Wie gesagt: ich diskutiere sehr sehr ungern über Preise. Außer dem Hersteller wird niemand die Preisstruktur exakt kennen. Ich wage zu behaupten, dass ich hier und da ein wenig Einblick habe, der dem Endverbraucher nicht gegeben ist. Aber das war es auch schon.

    Ich finde auch, dass die Diskussion von der falschen Seite aus geführt wird. Man sollte lieber sehen wieso Frauen nach wie vor weniger verdienen als Männer mit gleichem Ausbildungsgrad/Berufserfahrung/was-auch-immer und wieso die Reallöhne in Deutschland auf breiter Front sinken; und das obwohl es der Wirtschaft insgesamt gut geht. Kleiner Tipp: sinkende Produktpreise sind meiner Meinung nach keine Lösung.

    So wie die Diskussion hier angestoßen wurde, führt das nur zu falschem Neid. „Wala verdient doch schon genug Geld!“ „Denen geht’s doch gut genug. Sollen lieber mal die Preise senken.“ Meine Damen: das ist viel zu kurz gedacht.

    Der Geschäftsführer von Wala hat es schön auf den Punkt gebracht: „Wir lieben Gewinn! Nicht des Gewinns wegen. Aber ohne Gewinn können wir morgen nichts mehr investieren und sind übermorgen nicht mehr da. Das bringt auch keinem etwas.“ Im Gegensatz zu anderen Unternehmen ist das Geschäftsführergehalt übrigens gedeckelt und wird meines Wissens auch nicht durch irgendwelche Boni aufgeweicht. Der Gewinn dient also nicht der Bereicherung einzelner Personen in hoher Stellung. Die gemeinte Investition ist vor allem eine solche in die vielen Menschen bei Wala und drum herum; hier und anderswo auf der Welt.

    Das ist dann aber auch mein Schlusswort zu dem Thema. Denn ich kann es nur immer wieder sagen: man muss es nicht kaufen. Und in anderen Ecken der Welt staunt man wohl über den Luxus den wir hier genießen. Wir können und dürfen uns regelmäßig eine volle (!) Wanne mit feinstem Trinkwasser (!) gönnen; mit oder ohne Badezusatz.

    Liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    PS: Das soll nicht heißen, dass man in Deutschland Wassersparen müsste. Im Gegenteil: die Deutschen verbrauchen im Schnitt zu wenig Wasser. Aber anderswo ist es eine extreme Mangelware.

    PPS: Puh. Das klingt ganz schön moralisch und melodramatisch. Man denke sich einfach den erhobenen Zeigefinger weg. Man (frau) macht sich halt auch so seine Gedanken …

  10. Schön gesagt und auch zu recht, natürlich ist das, was wir hier beklagen ein First-World-Problem. Dennoch ist dies ein kritischer Beauty-Blog und nicht ein Feuilleton der Taz. Man darf sich, auch wenn es ein Luxusproblem ist, kritisch über eine derat massive Preisveränderung äußern, ohne dass man die Keule der Weltverbesserung schwingt, um die Diskussion darüber obsolet zu machen.
    Ja, verdiene ich weniger als Männer bei höherem Bildungsstand. Ungerecht. Ich wünsche sehr, dass sich das die nächsten Jahre ändert.
    Es ist auch ungerecht, dass man statistisch signifikant nachweisen kann, dass pro cm mehr an Körpergröße man etwa 1000 € im Jahr mehr verdient und das bei einem Alpha von 0,05 (Stichprobengröße weiss ich leider nicht mehr), auch so eine Studie, die mal durch die Gegend kursierte. Bei einer Körpergröße von 1,60, was darf ich dann also erwarten?
    Dennoch, diese Preisveränderung ist eine Entscheidung der Geschäftsführung, die ich persönlich als Kunde nicht mehr tragen mag und auch nicht sollte, weil dies ansonsten als Referenz für andere Firmen dient, eben das selbe zu machen. Weil man es ja offensichtlich mit uns machen kann und wir dennoch schön brav wie Schafe unsere Rosencreme etc kaufen.
    Egal welche Gründe sie bringen, seien es 62,5% oder 100%, es ist einfach zu viel und sowas darf man meines Erachtens nicht unterstützen, indem man weiter Produkte von Ihnen kauft.

  11. @Salsa: Über den letzten Satz bin ich jetzt doch gestolpert. „Ihnen“ groß geschrieben? Nur zur Klarstellung: ich bin nicht Wala und bin auch nicht in die Preisgestaltung der Hauschka-Produkte involviert. Ich wollte nur ein paar der Dinge die hier genannt wurden in Relation setzen. In Relation zu vergleichbaren Produkten anderer Marken, in Relation zu anderen „Problemen“.

    Für mein Sortiment bin ich bemüht echte Naturkosmetik aus verschiedenen Preisbereichen anzubieten und gleichzeitig nicht unter einen gewissen „Mindeststandard“ zu gehen. Gute Produkte müssen nicht unbedingt teuer sein, aber unter einem gewissen Preis leidet immer mindestens ein Aspekt. (Hauschka gehört übrigens nicht mal annähernd zu den teuren Marken; und das bei einer Highend-Qualität.)

    Wie ich ja auch schon geschrieben habe, klangen ein paar meiner Äußerungen ziemlich melodramatisch. Das war so nicht beabsichtigt. Ich wollte einfach nur mal die Perspektive erweitern. Und ich finde Kritik immer gut (wenn sie sachlich ist). Aber sie muss auch bei demjenigen ankommen an den sie sich richtet. Daher: direkt an Wala wenden oder eben nicht kaufen (was dann ja auch ein deutliches Signal ist).

    Ich stehe der Preisänderung ambivalent gegenüber. Wie bereits gesagt, waren die Bäder nicht gerade der Bestseller im Hauschka-Sortiment. Ich könnte mir also vorstellen, dass es hohe Abschreibungen auf Lagerbestände o.ä. gab, die in den alten Preisen nicht einkalkuliert waren (noch mal: ich rate hier auch nur – kein Insiderwissen!). Die massive Steigerung finde ich … unglücklich geraten. Was auch immer die Gründe sind, kann man dies natürlich einfach nicht gescheit argumentieren.

    Daher liegt es mir auch fern die Preiserhöhung zu verteidigen (und noch mal: ich diskutiere nicht gern über Preise … und man sieht ja leider auch wie es wieder falsch ankommt). Mein Ansinnen war nur ein paar der Kritikpunkte aufzunehmen und die Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten. Und ich fand eben die Stimmung etwas „überdramatisierend“.

    In diesem Sinne warte ich einfach was die Zukunft bringt. Die neuen Bäder sind ja wie gesagt schon bestellt (da ich unabhängig vom Preis einfach begeistert bin) und man wird sehen, ob sie sich besser oder schlechter verkaufen.

    Viele Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie (nicht Wala!)

    PS: Meine Wenigkeit ist übrigens 1,54 m „groß“ und ich weiß aus persönlicher Erfahrung wie es auf dem Arbeitsmarkt zugeht und wie man als kleiner Mensch teilweise diskriminiert wird.

  12. (@Naturdrogerie: Interessant, dass sie über das „Ihnen“ gestolpert sind, da es kontextbezogen eindeutig keine Höflichkeitsanrede an Wala war sondern ein eindeutiger Tippfehler. So was passiert mir manchmal, zumal ich meine Texte nicht gegenlese. Ich hoffe, wir konnten damit schnell diese Unklarheit Ihrerseits beseitigen?)

    Ich denke schon, dass es wichtig ist, solche Preisentwicklungen ernst zu nehmen, auch wenn es in dieser Diskussion „nur“ um den Bereich eines Luxusgutes geht. Ich betrachte so etwas allerdings exemplarisch: Wenn man bedenkt, dass die Löhne im Schnitt seit der Euro-Einführung etwa nur um 0,79% gestiegen sind, die Verbraucherpreise im Mittel um 50% hat man als Verbraucher durchaus das Recht, hart auf solche Preisentwicklungen zu reagieren und nicht nur das, ich halte es auch für extrem sinnvoll. Eine andere Möglichkeit, den Markt zu regulieren, steht mir als Bürger eigentlich fast nicht zu Verfügung –
    und sparen wir uns doch einfach eine politische Debatte, was wir mit der Abgabe unserer Stimme bei den nächsten Wahlen diesbezüglich bewirken könnten…

    Meine Quintessenz:
    Ich denke nicht, dass Wala ein ausbeuterischer Verein ist, wie es andere große und weltweit bekannte Kosmetikkonzerne in der Tendenz sind, aber ich sehe keinen offensichtlichen Grund, eine derart massive Verteuerung hinzunehmen, zumal die Produkte eh schon in Anbetracht dessen, was sie beinhalten, teuer sind – trotz aller netten Features der Produkte und Sonderbehandlungen, die Wala seinen Rohstoffen und Mitarbeitern zukommen lässt.
    Wala ist ein Konzern, der überwiegend „alternative“ Peers bedient. Diese lassen dafür gerne etwas Geld liegen, auch wenn sich hart wissenschaftlich keine Beweise finden lassen, dass diese Produkte besser wirken als vergleichbare andere ohne anthroposophische Verfahren produzierte.
    Aber hier kommen wir in einen Glaubensbereich und das darf jeder halten, wie er will. Ich selbst glaube nur einer Studie, die ich selbst gefälscht habe. (Alter „Lehrsatz“ der Empirie) 😉

    Aber Wala ist meines Erachtens nun da angekommen, wo andere Konzerne seit längerer Zeit sind, man zahlt nun ein nicht mehr zu vernachlässigendes Plus für den Lifestyle: Man trägt „Peridot“ von Cha..l, nicht „Genie in a Bottle“ einem ebensoguten günstigeren Hersteller. Iphone statt normalem Smartphone… man trägt nun Dr. Hauschkas „rhythmisierte Rosencreme“ – die, die übrigens auch Stars aus Hollywood verwenden….lautes OOH und AAAH.

    Und ich weiss nicht, wie ihr es haltet, aber wenn man schon so eine starke Firmenphilosophie hat, von der wir es hier nun schon ein paar Mal hatten, dann kann ich als Kunde schon im Gegenzug auch hinterfragen, warum diese Produkte dann plötzlich so viel teurer sein müssen. Ich würde dann gerne wissen, für was genau mein Mehrgeld verwendet wird.
    Quid pro quo.

    Aber wenn da nichts kommt ausser den üblichen Gemeinplätzen(Reinvestition in Firma und Forschung, Nachhaltigkeit, was übrigens auch bei geringeren Preisen möglich war anscheinend), dann ist und bleibt eine solch immense Preiserhöhung einfach untragbar.

    Und damit wird es die die letzte Quitten-Körpermilch gewesen sein, die in mein Bad gewandert ist, auch wenn wir es hier jetzt eigentlich von Badezusätzen haben.
    Einfach weil ich es nicht in Ordnung finde, dass Wala damit einfach durchkommt, ohne dass es Konsequenzen für sie hat und sie wohlmöglich auch noch Referenzcharakter für andere Firmen bekommen.

    Ich befürchte nur, dass andere Kundinnen lieber in den sauren Apfel beissen werden und einfach jeglicher Protest aufgrund von zu geringer Masse einfach im Sande verläuft. 🙁

    Wie sagt man so schön hier im Süden?
    „Jaja, so isch’s Läbe!“

  13. @Salsa: Unklarheiten beseitigt. 😉

    Unsere Positionen sind gar nicht so weit auseinander. Besonders der Punkt mit Lohnentwicklung versus Verbraucherpreise. Und das Hauschka inzwischen einen Haben-Will-Reflex bei manchen auslöst, will ich gar nicht bestreiten. 🙂 (Dieses Haben-Wollen hat dann aber eher weniger mit der nachhaltigen Firmenkultur zu tun …)

    Hauschka ist ja meine persönliche „Einstiegsdroge“ in die Naturkosmetik gewesen. Daher verbinde ich sehr viele positive Dinge damit. (Meine Haut war seinerzeit ziemlich kaputt und ich habe sie mit Hauschka wieder hinbekommen.) Ich finde es daher natürlich schade, wenn sich jemand komplett gegen die Marke sperrt; auch wenn ich den Beweggrund nachvollziehen kann.

    Um jetzt mal vom globalen Rundumblick wieder runter zu kommen. Die Kritik nehme ich mit und schaue mal wen ich bei Wala erwischen kann, um diese an geeigneter Stelle vorzubringen. Allen anderen denen die Preissteigerung sauer aufstößt empfehle ich direkt an die Hauschka-Facebook-Pinnwand zu posten. Das provoziert eine schnelle Reaktion. Und vielleicht klärt sich so, ob die Mehrkosten nur dem Marketing geschuldet sind oder es doch andere Gründe gibt.

    Ja, ich glaube an die Macht der Kunden. 🙂

    Viele liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

  14. @Naturkosmetik

    Vielen Dank für ihr Engagement, vielleicht bewirkt es ja tatsächlich irgendetwas, möglicherweise kann Wala ja plausibel aufschlüsseln, warum die Produkte teuer sein müssen. Wozu haben Sie eine Internetpräsenz?

    Lush hat dies übrigens gemacht, als sie ihre damals schon teuerste Creme einige Euronen teurer machen mussten und haben genau aufgelistet, welche Rohstoffe teurer geworden sind im Einkauf und wie sie die Creme dann neu kalkulieren mussten, damit sie mit ihr keine Nullrunde machen. Mit einem entschuldigen Wort, dass es leider nicht anders ging, es Ihnen schwer gefallen sei und einem Dankeschön für die bisherige Treue.

    Lush ist zwar olfaktorisch nicht jedermans Sache, aber damit haben sie bei mir definitiv Pluspunkte gesammelt. So geht es auch.

  15. Wala hat (wie wir auch) noch eine steile Lernkurve vor sich was Kundenkommunikation (oder Neudeutsch: community management) anbelangt. Es ist für uns nicht immer ganz einfach Kritikpunkte an der richtigen Stelle bei Wala vorzubringen. Daher kann es etwas dauern ehedem ich eine ordentliche Rückmeldung dazu habe. Es geht tatsächlich meistens schneller, wenn man als Kundin über die Facebook-Präsenz geht, da diese öffentlich ist. Man erzwingt also eine Reaktion.

    Ich versuche auf jeden Fall eine zufriedenstellende Antwort zum Preisanstieg zu erhalten. Mal sehen, was sich ergibt. 😉

    Viele liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

  16. @Mills: Ich finde ja das wurde ziemlich hoch gekocht. Wir haben den Depotvertrag seinerzeit auch unterschrieben und hatten auch kein Problem mit der Preisbindung. Klar hätte der Vertrag theoretisch auch Sonderangebote unterbunden. Praktisch wurde das aber nicht verfolgt und tatsächlich hat es auch die Dumping-Preis-Anbieter nicht zurückgehalten. (Leider.)

    Es gibt meiner Meinung nach weder weniger noch mehr Preiswettbewerb am Markt. Und das wollte das Bundeskartellamt ja angeblich erreichen. Ich kann dazu nur sagen: man muss als Einzelhändler auch kostendeckend arbeiten! Ladenmiete und Co. wollen jeden Monat bezahlt werden. (Und hier in Mainz sind die Preisvorstellungen mancher Vermieter nicht mal mehr lustig.)

    Wala hat den Fehler bereits vor dem Urteilsspruch eingesehen und ist zurückgerudert. Schon lange vor der Bußgeldzahlung war die Preisbindung komplett vom Tisch. (Ich weiß das zumindest schon seit Mai.)

    Irrwitzig daran finde ich, dass es in Deutschland eine Buchpreisbindung gibt, die scheinbar jeder für „normal“ hält. Aber ein Hersteller anderer Produkte darf nicht entscheiden zu welchen Preisen diese angeboten werden. Irgendwie wird hier mit zweierlei Maß gemessen …

    Wochenendliche Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

  17. Mir kommt gerade eine Idee, die als Erklärung für die Preiserhöhungen passen könnte: Hauschka muss über 6 Millionen Geldstrafe zahlen, wegen der erwähnten Verstöße gegen das Kartellgesetz. Wenn sie das auf die Produkte umlegen, wird erstmal alles teurer – und teurere Rohstoffpreise kommen vielleicht noch obendrauf.

    Ich bleibe bei den Lippenstiften, denn die sind wirklich genial (und halten noch eine Weile vor). Alles andere ist nicht essentiell für meine Pflegebedürfnisse bzw. ich habe bessere Produkte von anderen Herstellern.

  18. Aaaaaalso: wie versprochen gibt es jetzt (endlich) die Rückmeldung zur Preisanhebung. Die eine oder andere wird es vielleicht enttäuschen, aber die Erklärung, die ich erhalten habe ist einfach: höhere Rohstoffpreise sind verantwortlich.

    Ich weiß schon, dass jetzt einige skeptisch kucken werden. Daher hole ich ein wenig weiter aus. Hauptbestandteil der Bäder ist sulfatiertes Rizinusöl (bei den Balsamen ist es etwas komplexer, läuft aber auf das gleiche hinaus). Dieses Rizinusöl kommt bei Wala schon von Anfang an aus Bioanbau. Um genau zu sein gäbe es ohne Wala gar kein Bio-Rizinusöl.

    Aber genau dieser Stoff ist (neben anderen) zur Zeit richtig teuer; im Vergleich zu vorher. Man addiere noch die relativ gesehen höheren Kosten der Verpackung im Vergleich zu vorher: et voilà.

    Die Erklärung ist auch deshalb plausibel, weil es in letzter Zeit auch bei einigen anderen Rohstoffen – insbesondere Ölen – starke Preisanstiege gab. Man kann sich dazu die Preisentwicklung von Jojobaöl im letzten Jahr anschauen. Da ging es auch mal eben so um ca. 50% hoch. Bei Primavera hat sich das auch gleich mal auf die Körperöle durchgeschlagen (bestehen aus ziemlich viel Jojobalöl).

    Ich gebe zu, dass einige der hier genannten Verschwörungstheorien auch ihren Charme haben. Andererseits tendiere ich persönlich lieber zu schlüssigen Erklärungen.

    Viele liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

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