THIERRY MUGLER WOMANITY Eau pour Elles

Ich frage immer mich wieder wie diese schräge Mischung aus wunderbaren Flakon und Kettchen und Ring im Konzept des Erfinders miteinander harmoniert bzw. wie es das begründet. Eine Gallionsfigur, Ketten – mich erinnert es gerade heute als Weltfrauentag dass es zwei Dinge gibt: Die gläserne Decke, die so tief hängt dass die meisten Frauen kriechen statt gehen, und die ungleichen Gehälter, wo es offenbar immer einen Schwanz-Bonus gibt.

Vielleicht will man uns mit dem Flakon sagen, dass wir diese Ketten selbst abnehmen können und müssen? Das Konzept ist wohl eher dass Frauen sich untereinander stärken und sich vernetzen, eine Kette bilden, die man nicht durchschlagen kann. Das würde auch funktionieren, leider ist es bei vielen Frauen nicht angekommen. Bei den meisten!
…ich gehöre zu denen, die einer Frau immer schon mal einen Frau-Sein-Vorschuss geben – bislang wurde ich zu 80% enttäuscht oder gar beschissen.

Harte Worte? Nun ja.

Doch widmen wir uns den schönen Dingen zu – und zwar meinen im Winter und Frühjahr dringend benötigten olfaktorischen Anti-Depressiva. Ob es eine Duftkerze ist oder aber ein guter Duft – mich kriegt man gerade im Winter mit Feige, Citrus und Gras- und Blätternoten.

Zum Frühling lanciert wurde leichte und spritzige Version von Womanity, und der von Christine Nagel (hier ihr Oeuvre) und Serge Majoulier für Mane zusammengezauberte Flanker ist gut. Ja wirklich!

Die unglaubliche Haltbarkeit muss ich nicht erwähnen, die ist den Düften aus dem Hause Thierry Mugler wirklich eigen. Der fruchtig-beerige-leicht spritzige Kopfton bleibt eine Weile erhalten, allerdings würde ich im Leben keine Feige dort herausriechen. Es soll sich dabei um weiße Feige handeln, die ich als Phantasieprodukt abtäte, wenn es nicht die Möglichkeit gäbe, dass eine als „weiß“ bezeichnete Feige existiert. Man weiss ja nie.

Die Topnote ist Erdbeere – ich liebe Erdbeeren, und diese hier ist keine klebrige sondern die Daiquiri Variante – wer das Coktail kennt, wird sich sicher etwas drunter vorstellen können. Das nachgebaute Molekül ist aber sicher das, was den Duft irgendwie frech, sexy und lecker macht, aber eben auch mainstreamig gefällig.

Der Kaviarakkord, der im Original mit Salzmandeln einher geht, ist hier bestenfalls auf der Liste, jedoch nicht zu erschnuppern. Das wird sicher vielen gar nicht erst fehlen!

Ich finde den Duft gut, Mr Mybeautyblog war nicht dafür zu haben. Er macht gute Laune, ist nicht synthetisch, und hebt sich aus dem Mainstream definitv ab.

Das Konzept von Thierry Mugler ist ohnehin top – die Flakons sind nachfüllbar. Dieser Flakon wurde sogar überarbeitet, er war ja ein wenig spitzig an der Nase der Gallionsfigur. Finde ich gut, dass man Qualitätsmanagement betreibt!

P.S. Das Bild ist von Ellen von Unwerth!

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6 Gedanken zu „THIERRY MUGLER WOMANITY Eau pour Elles

  1. Der Duft ist wirklich sehr speziell – und wegen seiner Intentistät in der Dosierung etwas heikel, finde ich.
    Für mich perfekt ist daher die Bodylotion: Unglaublich leicht, zieht sehr schnell ein und duftet wirklich angenehm, ohne „zuviel“ zu werden. Die ersten Tage saß ich im Büro und habe immer wieder an meinen Unterarmen geschnuppert!

    1. Lucy – der hielt an meinem Ärmel etwa eine Woche *lol* allerdings frisst meine Haut momentan alles, Extrait oder echte Stinker, länger als ein paar Stunden hält kein Duft mehr.

  2. Für den ersten Absatz sollte man Dich mindestens umarmen. 🙂
    Das mit der gläsernen Decke und dem Bonus hat leider einen nicht zu vernachlässigbaren Wahrheitsgehalt.

    In diesem Sinne: alles Gute zum Frauentag uns allen, Mädels! 🙂

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