HERMÈS Hermessence Iris Ukioyé

Das Besondere an diesem Duft? Für mich persönlich weil es der Ehemann verschenkt hat, aus Paris eingeflogen (per FedEx;-) und weil es großartig ist. Es ist nicht schön-fröhlich-lebenslustig wie Rose Ikebana, was mir ein Lächeln entlockt, es ist großartig, mit einer Leichtigkeit und Finesse, die ihresgleichen sucht.

Angefangen von der wundervollen Farbe des Flakons (genauer: Ausschließlich der Boden ist eingefärbt, so dass es einen leichten Schimmer verbreitet), bis hin zur absoluten Schlichtheit der Verpackung, ist auch dieser Duft eine typische Kreation des Parfumeurs Jean-Claude Ellena.

Während andere Düfte dieses Parfumeurs sich keineswegs leise heranschleichen, wie in der Kollektion Les Jardins, bei welcher jeder Duft eine besondere und überraschende Komponente hat, beweist dieses fragile Kunststück eine Kunstfertigkeit der Parfumeurskunst, die mich gerade aufgrund ihrer Schlichtheit und Qualität zutiefst beeindruckt.

Ganz klar bleibt Rose Ikebana “mein” Duft – wenn ich mich jedoch weiterentwickle von der Rose, dann hin zur Iris.

Die Iris ist für mich besonders, weil ich im Kindergarten bereits den Wunsch hegte, Malerin zu werden, nachdem ich einigen Aquarellen eines skandinavischen Künstlers begegnete (der Name ist mir gerade entfallen, sonst erinnere ich mich ganz genau daran!). Mit der Entdeckung der Schrift (kleine Anspielung für Sprachphilosophen!) wandelte sich der Wunsch dahingehend ab, dass ich nun den ebenos brotlosen Beruf des Schriftstellers nachgehen wollte. Das hat sich bis heute nicht geändert… Doch wie Dorothy Parker fehlt es mir hier an Geduld und Ausdauer – oder ich fange wie selbige oder Hemingway auch an zu saufen. Ha!

Auch für Aquarelle braucht man Geduld – es ist eine höchst mdeitative Art des Malens, in welcher man einen Zusammenspiel mit den unterschiedlichen Texturen eingehen muss – das Papier, der Fluss des Wassers, die Farbpigmente.

Die für Düfte verwendete Iris-Essenz kommt allerdings üblicherweise aus der Wurzel. Hier ist es tatsächlich die Blüte, die mitschwingt, der leicht verrottete Duft von Botanik, den sonst duftlose Blüten an sich haften haben. Vergänglichkeit wird olfaktorisch dargestellt, genauso wie die Kraft, die aus der Wurzel kommt, die in der Kopfnote erkennbar, aber sehr leicht mitschwingt.

Gar nicht fröhlich beschwingt, sondern eher ernsthaft wandelt sich der Duft in Zitrusnoten ab – man munkelt Grapefruit, was gut zum OEuvre des Parfumeurs Ellena passen dürfte. Ich erahne darin eine eindeutige Referenz und Anknüpfung an Rose Ikebana – die Rose ist auch hier präsent, und auch eine milde Zitrone.

Die Haltbarkeit ist wieder typisch – der Duft ist sofort weg, um immer wieder als Hauch unerwartet wiederzuerscheinen. Ausnahmsweise möchte ich diesen Duft nicht zu einem besonderen Anlass empfehlen wie Job oder Date. Dieser Duft ist auch kein Statement, zumindest wenn man bei Statements gerne auf den Tisch haut wie ich.

Vielmehr ist das ein Signaturduft, etwas, was wie die zweite Haut zur Person gehört.

Und weil Hermès nun mal das ist, was es ist – es gibt auch einen 4er Set für knapp 100 Euro, in welchen frau mittlerweile selbst die Düfte zusammenstellen kann.

Und weil Ehemann der ist, was er ist, gab es auch noch dieses Kunstwerk dazu, der allerdings das genaue Gegenteil des Duftes ist. Eine Farbbombe, die zu allem passt und vor allem ein wunderschöner Schmuckersatz ist.

flattr this!

Category: Duft, Stil 5 Kommentare »

5 Kommentare to “HERMÈS Hermessence Iris Ukioyé”

  1. lilalauraNo Gravatar

    deine Duftbeschreibungen sind einfach die besten, sie sind immer so treffend. Am schönsten ist jedoch dass du wieder zurück bist und jetzt hoffentlich wieder häufiger schreibst ;-) Die netten Herrschaften von Dr.H. haben kräftig an den Inhaltsstoffen rumgerührt und nun vertrage ich die creme nicht mehr große klasse bin am verzweifeln osddfsavc wenn irgendwo neue formel drauf gedruckt steht heißt dies für mich schon immer “verschlechterte” Formel aaaaber es wurde klammheimlich gemacht und nicht mal angekündigt das finde ich das fiese daran .

  2. lilalauraNo Gravatar

    deine Duftbeschreibungen sind einfach die besten, sie sind immer so treffend. Am schönsten ist jedoch dass du wieder zurück bist und jetzt hoffentlich wieder häufiger schreibst ;-) Die netten Herrschaften von Dr.H. haben kräftig an den Inhaltsstoffen rumgerührt und nun vertrage ich die creme nicht mehr große klasse bin am verzweifeln osddfsavc wenn irgendwo neue formel drauf gedruckt steht heißt dies für mich schon immer “verschlechterte” Formel aaaaber es wurde klammheimlich gemacht und nicht mal angekündigt das finde ich das fiese daran

  3. MartinaNo Gravatar

    Das Seidentuch ist wunderschön!!! Ob es den neuen Hermessence schon in den deutschen HermesNiederlassungen gibt?

  4. andreeaNo Gravatar

    Müsste-ich hatte den Santal Massoia im Päckchen und wollte ihn nicht haben… Ist gar nicht meins aber Ehemann hat sich vertan. Ich wollte den Samarcande Pfeffer haben ;-) also ich verkaufe oder Tausche gerne,ist ja nun wirklich neu!

  5. HERMÈS Jour d’Hermès Absolu – absolut schön — mybeautyblog

    […] vor allem süße helle Blüten, Jasmin, Wisteria, Iris definitiv (eine minimale Anlehnung an Iris Ukiyoe – steht hier… herrlich zart und hell!), eine transparente Form von Üppigkeit und […]


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