Ohne Titel, weil…

Das sitzen sie, in ihrem trauten Heim. Die Kinder spielen fröhlich während sie, ganz die studentische Trophy-Wife, in ihren öko-trutschen Outfit mit orthopädisch korrekten Bär-Schuhen bauchfrei den Frühstückstisch begutachtet.

Die gepunktete Kaffeekanne paßt gut zu ihrem Ikea Becher, ein Zufallsfund in diesem unglaublich tollen Laden an der Ecke, der lauter so heimelige und skandinavische Accessoires anbietet. Vielleicht macht sie sowas auch mal auf, sie häkelt auch total gerne, und nähen läuft auch ganz gut. Heute erstmal nicht, heute wird die Sonne genossen… es sind sowieso Semesterferien und sie muss jetzt mal ein bisschen Zeit für sich haben. Und mit ihrem Gatten.

Er ist Beamter. Das sieht man nicht an den Bart, beileibe nicht, okay, er ist Lehrer – sondern an der Brille. Weiterlesen…

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Das erste Mal: Mutter allein‘ zuhaus‘!

Es geschah durch Zufall, und ich bin im nachhinein auch dankbar darüber: Der Ehemann musste dienstlich ausrücken und nahm kurzentschlossen unseren Teddy mit, um ihn und sich selbst bei den Groß/Eltern abzuladen.

Ganze vier Tage lang!!

Ich konnte wieder in meinem gewohnten Rhythmus leben – morgens spät raus, lange arbeiten, abends was unternehmen, und dann: Nicht schlafen. Ich konnte nachts nicht schlafen. Mir war nicht kalt, ich hatte keine Angst, habe nix und niemand vermisst, und trotzdem.

Es war ein Stück altes Leben, das ich früher so selbstverständlich hatte. Und es war geil!
Ich habe abends noch per Skype versucht meinen Nachwuchs zu sehen, der war aber total busy, gab am Bildschirm Küsschen und war wieder weg. Es fühlt sich komisch an, nicht „gebraucht“ zu werden, aber es ist gut für das Kind, und es war gut für mein Gewissen. Ich ging essen, ratschte mit Freundinnen, und arbeitete zu der Uhrzeit, wo ich am meisten Output habe. Ich räumte vier Tage nicht auf, aß fast nix Zuhause, ich hatte nicht mal schmutziges Geschirr bis auf meine Teetassen.
Und: Ich war danach total ausgeruht. Trotz Arbeit und Insomnia habe ich wieder Kraft getankt – keine Hektik, keine panischen Blicke auf die Uhr, ein Leben im Biorhythmus des Körpers.

Sagte ich schon, es war geil?
Ich beneide alle Familien, die die Möglichkeit haben, so etwas gelegentlich zu machen, die Großeltern in der Nähe haben; die vielleicht sogar zu zweit eine Auszeit nehmen können. Die, und die mit den Au-Pair-Mädchen, sind die, die ganz viele Kinder kriegen. Klar, die haben überhaupt mal Gelegenheit zu vögeln!

Natürlich war ich erst einmal total dagegen – und nur diversen Müttern im Freundeskreis ist es zu verdanken, dass ich mich dazu durchgerungen habe. Ich fand es wirklich befremdlich, mein Kind so lange weg zu wissen. Nicht seinetwegen, sondern meinetwegen – ja, so viel Egoismus sollte jede Frau ruhig mal zugeben.

Danke Mädels! Ihr hattet echt recht. mache ich wieder. Vielleicht.

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Das erste Mal: BADASS BITCH

Die Liebe ist schon eine seltsame Sache. Mein Ehemann ist ein wundervoller Mensch, dessen schlimme Fehler auf dem Niveau „Leere Tuben im Bad hinterlassen“ sowie „Alles auf dem letzten Drücker und es klappt trotzdem“ sind. Ergo keine wirklich schlimmen Fehler…
Er erträgt mich und er sieht Dinge in mir, die ich erst noch lernen muss. Ich bewundere ihn als Mensch, denn er ist ein guter Mensch. [Der Rest ist privat, in etwa hier ist meine Grenze. Denkt Euch die fetteste Liebeserklärung einfach selbst aus.]

Das krasseste Kompliment, und ich finde es ist eines, bekam ich jüngst. Wir unterhielten uns darüber, was für eine Gravur ich in meinem neuen Ring machen lassen könnte. Wir alberten herum und dachten uns lustige Sachen aus, und dann meinte er breit grinsend: Wie wäre es mit BADASS BITCH? Weiterlesen…

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Silvester!

Das war ein tolles Jahresende: Ich konnte wieder essen, wir wurden bei Freunden verwöhnt mit Whisky, bestem Essen und tolle Gespräche. Ruhig war es, und glücklicherweise schlief der kleine Teddy trotz Silvesterfeuerwerk (und das satte zwei Stunden länger als sonst…). Den ersten Tag des Jahres verbrachten wir mit Resteessen und einem endlich vernünftig gekühlten Champagner (meine persönliche Empfehlung: Ruinart Blanc de Blancs, der reguläre ist aber auch geil).

Natürlich habe ich mich ein wenig schick gemacht – wobei wir mit Hunden und Kindern gefeiert haben, also ein Anlass der Jeans mit Stretchanteil erfoderte, sowie Kleidung die nicht so empfindlich ist… falls einer raufkotzt.

Mit einer Perlenkette lässt sich jedoch selbst ein Frotteepyjama aufwerten, das glaubt mir mal!

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Diesen Herbst trage ich…

…total ausgelatschte Stiefel vom letzten Jahr. Ich weigere mich standhaft neue Schuhe zu kaufen, weil ich es nicht fassen kann, dass die derben, robusten und nicht billigen Panama Jack Stiefel schon wieder hinüber sind. Ich lebe in einer Stadt mit Pflastersteinen, ich arbeite auf einem Campus mit Geröll, okay – aber fuck. Ich will nicht jedes Jahr ein paar Hundert Euro Scheine in den Müll tun. Das ist nicht nachhaltig!

…total ausgeleierte Jeans. Dank Magen-Darm Grippe und allgemeinen Ekel vor tierischen Produkten habe ich abgenommen und passe in meine alten Sachen. Derzeit. Ausgeleierte Hosen sehen nicht gut aus, aber jede Frau weiß wie gut sich das anfühlt… guck mal, die Hose ist mir zu groß! Hach! Kein Grund für mich übrigens eine neue Jeans zu kaufen, das ist eh eine Momentaufnahme. Die ersten Weihnachtssüßigkeiten stehen schon am Start – die Zuckerhölle fängt einen im hiesigen Bio-Laden gleich am Eingang ab, so dass der hungrige Kunde den wahnwitzig teuren Süßigkeiten nicht widerstehen kann. Pfui. (Es funktioniert.)

…schwarz. Zum einen eine Art Stimmungstief, zum anderen eine Art Stimmungshoch: Schwarz ist sophisticated und depressiv gleichzeitig, mutig und einfach. Mein Traum derzeit? Den Inhalt meines Kleiderschranks gegen 10 weiße Blusen und zehn schwarze Kaschmirpullover und/oder Strickjacken auszutauschen. Einstein hatte ein einziges Outfit (war zu der Zeit jedoch nicht soo ungewöhnlich). Accessoires hätte ich immer noch ausreichend, wenn mich die Lust auf buntiges packt. Kostenfaktor: 3000 Euro. Ach nö.

…dunkle Augen und sonst wenig Make-up. Nach der Testreihe mit Ibuki hoppte ich noch zu… was war das?! Living Nature und dann züruck zu Martina Gebhardt und dann sah ich irgendwie nicht so toll aus. Back to the roots hieß es also sicherheitshalber – zurück zu Dr. Hauschka, und siehe da, langsam geht es wieder.

Meine Schminksachen sind reduzierter, aber dafür sehr auserlesen: Ein Monolidschatten, Kajal, ein superduper Blush, den es sehr ähnlich bald in Naturkosmetik Qualität geben wird und den ich schon habe, nutze und liebe aber nicht zeigen darf… und die wieder entdeckte Lippenpflege von Dr. Hauschka. Wurde sie reformuliert? Ich habe sie früher nicht vertragen und furchtbares Halskratzen bekommen, jetzt aber ist das kein Thema. Im Winter besser als der Weleda Everon… kaum zu glauben!

Fabelhaft: Camouflage von Dermablend aus dem Hause KRYOLAN. Stinkt leider süßlich nach Paföng, aber der Effekt ist wunderbar. Ich trage einen Mix aus D62 und D64 – einfach mit dem Finger abwechselnd in die Pöttchen, leicht einklopfen, abpudern, hält. Und zwar bombenfest und den ganzen Tag ohne dass die Haut darunter schlecht wird…

Fabelhafter: Weiche Kajalstifte als Lidschattenersatz. Schmieren, mischen – und ich habe für diesen Schmink-Unfall sogar Komplimente bekommen!

Damit sollte der Herbst aber auch abgearbeitet sein – der Winter naht. Ich rieche ihn. Und sprühe mit meinem neuen Duft kräftig gegen an. Hallo Sommer, hallo Firenze, hallo Bergamotte! Ich träume von Dir…

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