Capsule Wardrobe – Nachhaltigkeit aus meiner Praxis

Ich lese derzeit überall von Capsule Wardrobe und Minimalismus. Reduktion auf das Wesentliche, Stil, bla bla bla.
Der Trend wurde ausgerufen um – eben – einen neuen Trend auszurufen. Denn selbst so ein kleine, feine Garderobe benötigt Ergänzung. Zumal sich viele nach einer Weile an den gleichen fünf Pullovern satt sehen und dann doch shoppen gehen.

Ich habe das bereits schon länger in der Praxis angewendet und sage: Ja, es ist nachhaltig und es hat etwas mit Stil zu tun. Man muss sich aber vorab ehrlich fragen, ob man der Typ dafür ist. Ist man ein Impulskäufer? Vergiß es. Liebt man die InStyle und kleidet sich gerne modisch? Vergiß es. Ist man bereit, ein sehr teures Kleidungsstück zu kaufen und danach nichts mehr? Eben.

Ich habe es mal ausprobiert. Aus Faulheit… und weil ich ein Luxus-Öko bin. Weiterlesen…

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TOD’S Cape Bag Orange

Das erste Mal sah ich die Tasche in der VOGUE. Tolles Teil! Ich wusste sofort, das ist meine Tasche – und das mir das Ganze schon mal passiert ist. Ich sah „die“ Tasche, betrieb einen irren Aufstand um sie zu bekommen, und habe sie fast ein Jahrzehnt später immer noch im Schrank als
Keypiece meiner Accessoires.

Dieses Mal war es ganz anders. Nicht.
Lediglich die Ausrede war eine bessere, denn eine echte Bürotasche habe ich nicht. Ich stehe absolut zu meinem Faible für schöne Dinge! Gerade im Alltag.

Diesmal habe ich beschlossen die Tasche zu tragen, also immer zu tragen, mit Trekkingschuhen, mit Kinderwagen, mit Nudelsalat drin, mit Hygienetüchern, oder eben mit iPad und Notizbuch. Ich bin nicht Amal Alamuddin (edit:natürlich nicht Alma, liebe Rechtschreibekorrektur^^), sondern ein berufstätiges Elternteil mit zu viel zu tun und zu wenig Personal.

Farblich ein echter Chamäleon, ist sie leicht und praktisch.
Die Verarbeitung ist wahrlich tadellos, und mich zufriedenzustellen ist wahrlich schwer.

Kommen wir zum Clou der Cape Bag: Die seitlichen Magnete verschließen und verkleinern die Tasche. Ist sie voll, klappt sie auf und es passt der halbe Kleiderschrank herein.

Ein Keypiece und ein tolles Geschenk meiner Familie an mich. Ohne Anlass, falls es jemand wissen will.

Klicken zum vergrößern.

Und, ganz wichtige Frage: Was haltet ihr von der Farbe?

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Ootd – Happy Hare!

Hier passieren Dinge… Mein Business Outfit ist Turnschuhen, Shirt und Sportjacke gewichen. Das Make-up reduzierter.
Ich habe aufgeräumt, ich habe umgeräumt, ich habe aufgeschobenes erledigt. Doch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, und so muss ich Geduld mit mir selbst lernen.
Dabei habe ich auch zeitlich einige neue Prioritäten gesetzt. Ich verbringe mehr Zeit mit meinem Sohn und verzichte dafür auf Einkommen, gleichzeitig konzentriere ich mich auf die Dissertationsschrift. Im Hintergrund läuft die Zeit ab, und ich versuche nicht in Panik zu geraten. Jeden Tag ein bisschen ist in der Summe mehr, als alles auf einmal und zum Ende der Kollaps.

Ich bin also ein happy hare irgendwie, und mit diesem Aufzug/Make-up bekam ich satte zehn Jahre Altersabzug. Vielleicht ist doch alles eine Frage der inneren Einstellung? Natürlich nicht – es ist auch eine Frage der Strukturen. Und für die müssen wir immer noch kämpfen!

Derweil mein ganz schön eng gewordenes Lieblingsshirt. Das Make-up ist ein Hauch Dr. Hauschka Wimperntusche und Kajal, CHORUS Rouge und der beerenfarbene Novum Lippenstift.

Übrigens habe ich tatsächlich meinen Kleiderschrank in #brotjob und Rest aufgeteilt, sogar meine Accessoires. Hilft ungemein, und spart auf Dauer Klamotten.

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Style Evolution – Hipster?!

Mist, es ist doch passiert! Ich wollte etwas cooler und cleaner, und überhaupt, aber es übersteigt mein Budget mich komplett neu einzukleiden. Und dann kaufte ich diese Strickjacke, weil sie grau ist und aus Kaschmir, und den Schal bekam ich geschenkt, und dann… sah ich aus wie ein Hipster.
Dazu ungekämmte Haare und roter Lippenstift, der von meiner allergiegeplagten Person ablenken soll…

Skinny Jeans, schmale Schuhe, kurze, untaillierte Jacke, Rucksack oder Umhängetasche. Schal. Hipster?

Eher nicht; der Hipster hat keine Aussage, außer dass er sich selbst negiert. Die einzige Unterscheidung zwischen Mann und Frau ist das eventuelle Vorhandensein eines Bartes. Ansonsten verschwindet das Geschlecht, ob gut oder schlecht mag es dahingestellt sein. Das ist ein immer wieder aufkommender „Trend“ bzw. ein regelrechter gesellschaftlicher Diskurs, und ich finde es bezeichnend, dass es aus der Jugend aufkommt und bis zu den Kleiderschränken der Nicht-Erwachsen-Werden-Wollenden 40+ Einzug gehalten hat.

Für mich persönlich? Gemütlich und undefiniert, aber dann doch zu unisex und blass, was natürlich knalligen Lippenstift bedeuten muss. Ich trage Military Red Velvet von Burberry und dazu den MAC Lipliner Kiss me Quick, eine todsichere Kombi.
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Auf der Suche nach einem neuen Duft?

Ich liebe es fast noch mehr als Shopping – Parfumblogs. Ich ver-folge die guten und großen Blogs schon lange, auch auf Twitter, was etwas persönlicher ist, und bin immer wieder begeistert und fasziniert von dieser Community, die so viel Spaß und Freude an Düften hat, dazu reif, unzickig und ohne jegliche Allüren ist.

Durch Teddy am heimischen Herd erratum Kinderbett gefesselt, nutzte ich seine vielen Schlafpausen, in denen ich ihm beim Schlafen natürlich zugucken musste, um einige neue Düfte zu suchen. Dazu war ich jüngst in einer Parfümerie, die immerhin stolze drei Nischenmarken führt, und konnte mich ein wenig umschnuppern.

Ich empfehle daher ein paar Dinge, die man schnuppern sollte – ich würde sie alle sofort nehmen.

Bottega Veneta KNOT. Der erste Duft war schon erfolgreich, der zweite ist besser und passt wunderbar zur unaufgeregten Mode der Linie (ist das immer noch Thomas Maier? Ich liebe ihn!). Mit sanften und blassen Orangenblüten, einem milden Lavendel und einem hautnahen Moschus-Tonka-Abgang mal was anderes. Der Flakon ist ebenfalls wunderschön, das Design haben wir ähnlich bei Hermès Un Jour d’Hermès gesehen. Eigentümer der Parfummarke ist übrigens Coty.

Atelier Cologne Orange Sanguine. Das Wort Cologne macht mich nervös, aber können sich die Bloggerinnen alle irren? Eine geballte Ladung Orangen, Freude, und noch mehr Orangen, für erfreuliche 60 Euro (30ml). Wer drankommt, probieren!

Tom Ford Fleur de Chine. Einhellig als bester Duft der Linie empfunden, erinnere ich mich vage an den Duft (leider kommt man nicht an anständige Proben ran, die Plastikdinger kann und sollte man nur als ersten Indikator nehmen) – ich war beeindruckt. Mehr in der Richtung „ich bin für diesen Duft noch nicht so weit“ – Respekt vor Schönheit und Klassizität hat TF hier defintiv verdient. Absolut tragbar, keinerlei versteckten Zibet- oder Aldehydemonster. Leider kostet er 190 Euro, etwas riskant für einen Spontankauf.

– Nicht neu, aber unterschätzt: ETRO Via Verri und Etra. Via Verri ist ein launiger Zitruscoktail mit leider geringen Haltbarkeit und steht ewig auf meiner Wunschliste; Etra ist etwas schwieriger. Pudrig und würzig, mit guter Sillage für Etro, hat es reichlich Piment, Eleganz und Finesse im Angebot. Ich verehre von Etro Jaquard, und würde sofort die anderen dazu nehmen! Das Konzept des Layerings wäre mit diesen dreien allerdings nicht machbar…

– Weitestgehend vom deutschen Markt verschwunden, doch hier und da noch zu bekommen ist Parfume d’Empire. Nebst Eau Suave ist Equistrius wirklich… wow.
Ich habe nix mit Pferden am Hut, und der Name ist mehr als irreführend, es sei denn das Konzept der Symbiose beim Reiten würde als Bild herangezogen werden: Sanftheit, Vertrauen, Wärme, Weichheit, Stärke. Iris und Gourmandnoten, niemals süß, mit einem Hauch süßer und orangiger Frische in der Mitte, ein absolutes Kunstwerk. Niemals parfümig und synthetisch, eine wundervolle Komposition von Duftnoten, die nebeneinander und miteinander stehen.

– Rose und Patchouli? Wer Frederic Malles Portrait of a Lady mag, aber nicht tragen kann (also ich!) kann sich ja mal Lady Vengeance von Juliet has a Gun angucken. Die Rose ist rosig, der Patchouli sauber und tragbar, ein junger und spritziger Patchouli fast. Zu modern vielleicht, aber eben tragbar.

Ihr dürft gerne die Liste ergänzen…

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And the Oscar goes…

…to Lupita Nyong’o!

Ich habe die Oscar Verleihung zwar nicht gesehen, aber als allererstes die Kleider fix durchgezappt. Viele schöne Sachen dabei, im Bereich Schmuck natürlich auch allerlei Hingucker. Das schönste Kleid ist tatsächlich von Calvin Klein, ein Label, das ich nicht als Couture auf den Plan habe. Das wird sich nun endgültig geändert haben, das Kleid schießt den Vogel ab, zumal es bei Lupita Nyong’o wundervoll zur Geltung kommt.
Bei CK zeichnet sich derzeit Francisco Costa verantwortlich, der vorher bei Tom Ford war. In letzter Zeit sehr präsent, sehr gefällig.

Was ich getragen hätte? Das Outfit von Cate Blanchett oder von Margot Robbie. Schwarz, schlicht, aber Holladiewaldfee!!!Schmuck.

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Ich hab‘ die Hose schön!

Ich besitze eine einzige Stoffhose. Die ist von Petit Bateau und war Liebe auf den ersten Blick! Das Teil ist krass und passt dennoch aus irgeneinem Grund zu 60% meines Kleiderschrankinhalts. Ich habe zwei passende Jackets, mehrere Pullover, Shirts, Cardigans und sogar ein Halstuch, das dazu passt. Erschreckend…

Übrigens werde ich beizeiten zu Stilberaterin umsatteln – nicht so sehr welcher Farbtyp, sondern eher in Richtung Persönlichkeits-Selbst-Erkenntnis. Lacht nur!

Natürlich werde ich auf diese Hose immer angesprochen… Kombinieren kann man so ein steiles Teil mit dezenten, einfarbigen Oberteilen, aber auch mit bunten und gemusterten Sweat-Shirts. Ich habe heute nur ein Bürooutfit.
Dazu habe ich aber noch ein Outfit vom Wochenende – der Pulli und die Hose würden glaube ich gut zusammen rocken. Oder bin ich farbenblind?

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