CHANEL – neuer Duft Gabrielle ab September 2017

Wie wunderbar – Olivier Polge hat nach dem letzten sehr erfolgreichen Duft Flanker von No. 5 einen neuen Duft gezaubert, der ab September in den Handel kommen wird: Gabrielle.

So viel steht schon fest:

Ylang-Ylang, Tuberose, Jasmin und Orangenblüte

Das klingt so ganz und gar nach meinem Gusto und darauf freue ich mich dann doch ein wenig 🙂

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VAN CLEEF & ARPELS California Rêverie Eau de Parfum

Von Kalifornien habe ich nie geträumt, aber von Sonne träume ich derzeit sehr viel. Auf der Suche nach zumindest einer olfaktorischen Entsprechung gibt es viele Möglichkeiten, von „cheap thrills“ wie ein Duschgel über ein Guerlain Aqua D’Allegoria wie Mandarin Basilic bis hin zu den durchdachten Kompositionen von Cartiers Eau der Cartier Zeste de Soleil oder diesem hier.

Ich liebe diesen Duft! Weiterlesen…

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ETRO ManRose Eau de Parfum


It is a man’s world… but it would be nothing, nothing without a woman ROSE…

Der Mann. Die Rose. Die Frau.

Nein, ich werde die Duftbeschreibung nicht daran aufhängen. Es ist sehr verwirrend heutzutage Mann oder Frau zu sein, oder sich gar völlig gesellschaftsUNkonform sich irgendwo dazwischen zu fühlen. Nein, lasst uns über Rosen sprechen.

Türkische Rosen, genauer gesagt. Überhaupt ist der Trend in der Parfümerie derzeit Rose, Rose, Rose. Ich liebe Rosendüfte und kenne entsprechend einige Exemplare. EINIGE.

Dieser Duft ist jedenfalls mutig. Und es passt zu einer Modelinie, deren Herrenmode so herrlich extrovertiert ist im Rahmen völlig klassischer Schnitte.

Zunächst die offizielle Beschreibung:
Kopfnote: Kalabrische Bergamotte, Szechuan-Pfeffer, Kardamom und Elemi
Herznote: Türkische Rose, Geranium und Weihrauch
Basisnote: Patchouli, Vetiver, Moschus, Leder, Amber, Edelhölzer

Ich sage Rose! Herrliche, dornige Rose, begleitet von Pfeffer und einem Hauch Gewürz. Die Rosennote ist konsistent vom Anfang bis Ende und der Duft ist wahrlich nicht zart. Er hält ewig auf der Haut und ist präsent. Hier bin ICH und ich bin HIER.

Mann oder Frau, diese Zuschreibung ist ein Spiel, und damit spielt der Parfumeur sehr raffiniert. So viel Rose, eigentlich eher was für Damendüfte, und dann Leder, und dann die rauchigen Hölzer. Patchouli, die Remineszenz der siebziger Jahre, gesellt sich recht schnell dazu, wenn es auch ein eher saubere und zahme Version ist.

Ganz so harmlos kommt der Duft aber in der Summe nicht daher – insgesamt eine starke Aussage und ein selbstbewusster Auftritt.
Interessanterweise kann ich mir den Duft nicht an einem Mann vorstellen, werde ihn aber gerne selbst tragen, weil es sehr zu meinem Stil passt. Rahmengenähte Lederschuhe, Hemd, roter Lippenstift – Mann, Frau, oder einfach ICH.

Eine Rose mit Dornen.

Für Fans von Serge Lutens‘ Sa Majeste la Rose, NICHT für Fans von La Rosine. Für Fans von Frederic Malles Portrait of a Lady, NICHT für Fans von Kelly Caleche und Rose Ikebana.

Ab sofort erhältlich, als Eau de Parfum 100ml für 130 Euro.

EDIT: Übrigens hat ETRO jetzt auch online die Home Collection und ich finde die toll! Kissen, Decken, alles was man braucht um den Ikea Möbeln ein wenig italienisches Luxus-Flair einzuhauchen. 🙂

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GUERLAIN Mon Guerlain – neuer Duft

Starring Angelina Jolie!

Eine völlig unpassende Besetzung für Guerlain meines Erachtens, aber nicht unbedingt eine schlechte.
Die Noten sind etwas mit Lavendel und Vanille. Hm hm.
Ihre Gage soll Jolie gespendet haben – thumbs up! Wäre nicht das erste Mal.

EDIT:
Noten:
Carla Lavendel, Arabischer Jasmin, Album Sandelholz, Tahitensis Vanille

Sehr schönes Visual, muss ich sagen! Den Duft gab es bereits schon mal in der Les Exclusifs Reihe, ich kenne ihn leider nicht.

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The damage so far

…leider schaffe ich es nicht, meine Beautyausbeute der letzten Wochen zu zeigen, daher gibt es jetzt einfach mal eine Liste mit Bewertung.
Online einkaufen ist vielleicht nicht sexy, aber ich komme ja nicht mehr raus und so kann ich mir einiges budgettechnisch schön reden 😉 und erst die Geschenke!

EDWARD BESS Earth Tone Palette.
Es handelt sich dabei um stolze 10g Lidschatten mit Mauve- und Brauntönen. Alles fein schimmernd, sehr gute Qualität und vor allem: Oh mein Gott, die geilsten Farben dieser Welt! Sehr zart, kann aber auch etwas betonter aufgetragen werden, ist das der perfekte Lidschatten um geschminkt aber unbunt auszusehen. Die Farbauswahl dürfte jeder Frau stehen und erinnert sehr an meine geliebte Armani Palette, die es leider nicht mehr gibt. Für knapp 50 Tacken inkl Versand nicht mal überteuert.
Manko: Die Farben sind zusammengepresst, es ist also ein Tiegel, ein riesiger Multi-Lidschatten. Erweist sich in der Praxis trotz minimalem Krümeln als unproblematisch.

SISLEY Pflegeset gegen unreine Haut, was ich unbedingt etwas ausführlicher vorstellen werde. Zusammengefasst mit „leider geil“ und vor allem mit: Wirkung! Reinigung, Serum und Tagescreme (Serie Résines Tropicales) haben meinen gruseligen Akne-Teint beruhigt und abgeheilt, ohne die Haut auszutrocknen, was jenseits von 25 gerne geschieht. Bei Pflege bin ich ja grundsätzlich eher geizig, bei Sisley muss ich allerdings sagen, dass sämtliche Produkte überzeugt haben. Ich muss mich nur überwinden.

– Zwei Pullen Chanel No. 5 – als Eau de Parfum und als Parfum. Es gab Rabatt und über die Auswahl schweige ich still…!

– Den Tom Ford Pinsel. DEN. Den Bronzer Pinsel, den ich zwar toll finde, aber ehrlich nicht verwende! Der ist viel zu groß und taugt höchstens für losen Puder, den ich wiederum selten verwende. Kann man haben, muss man aber nicht.

– Ein Anastasia Augenbrauenstift. Völlig überbewertet, braucht sich sofort auf, das Bürstchen am anderen Ende ist mega kratzig, und auch sonst einfach zu teuer. Sensai/Kanebo bleibt mein Favorit!

Sensai Bronzer auf gut Glück und was soll ich sagen – Volltreffer. Trotz einiger grober Schimmerpartikel ist der Bronzer von der Farbe einfach perfekt für meinen sehr unruhigen, gelblich, braunen und roten Teint und auch gut verträglich. Nicht sexy verpackt, nicht allzu teuer, und jetzt schon ein Alltagsheld.

– Einen MAC Lippenstift! Tipp von einer lieben Leserin und ein Volltreffer: Dubonnet. Ein dunkler Kirschton, sehr winterlich, tolle Konsistenz, und schöne wenn auch nicht so besondere Farbe.

SHISEIDO Rouge Rouge ist einfach toll! Goßartige Textur und schöne Farben. Toffee Apple ist ein züchtiges, liebes Rot und mein Favorit, und ich hoffe sehr die Farbpalette wird erweitert, besonders um die für Shiseido typischen Mauve-Töne. Da könnte ich noch einen netten Rosenholz brauchen.

BOBBI BROWN darf nicht fehlen! Party to Go war ein Geschenk, zähle ich aber mit auf: sehr warme Palette, die man mit dem Espresso-Lidschatten aber in Zaum halten kann, dazu ein Lippenstift-Mini in einem sehr schönen, dunklen Rosenholz. Die Kollektionen haben immer mehr Anlehnungen an Tom Ford (übrigens verlässt Bobbi Brown endgültig die Marke) und haben auch preislich angezogen.

VBxEstéeLauder und mehr muss ich nicht sagen. Es ist ein Geschenk gewesen (bin fast in Ohnmacht gefallen!) und hat neben dem zurecht gehypten Highlighter meine Kollektion um DEN roten Lippenstift ergänzt: CHILEAN SUNSET. Der matte, orangerote Lippenstift der Kollektion wurde weder gehypt noch groß gezeigt, dabei ist das ein total krasses Teil! Die Farbe ist unglaublich und die Textur erst recht. Die Verpackung ist golden und nix klappert, sehr schlank dazu – insgesamt ein perfekter Lippenstift. Mit so einer Farbe auf den Lippen kann Frau die Welt erobern! Auftragen und sich sofort GEIL fühlen.
Sorry, das Zeug ist ausverkauft!

An Neuigkeiten für den Frühling happert es derzeit – der Winter kommt ja erst.

Ich will mich ja auch frisch fühlen und vor allem etwas frischer aussehen, aber momentan ist Hopfen und Malz verloren. Einzige Allzweckwaffe ist mein geliebter Sisley Concealer und der cremige VBxEstéeLauder Highlighter samt Lippenpflege. Die nächste Zeit wird es wohl auch dabei bleiben; aber oh! Wenn erst roter Lippenstift wieder ausgeführt wird!

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CHANEL No 5 L’Eau – Eau de Toilette

EDIT: Jetzt auch ohne Tippfehler!
Meine Schwangerschaft entschuldigt hoffentlich alle Fehlkäufe der nächsten Zeit und sämtliche Geschmacksverirrungen, hier jedoch war ich mir sehr sicher und griff beherzt zu. Mit einem fetten Rabatt bei Dougi, denn Chanel bepreist diesen Weichspüler mit stolzen 70 Euro für 35 ml Eau de Klo.

Im Ernst – ich liebe den Duft. Er ist wirklich gut gemacht und gefällt mir wesentlich besser als Eau Première, wo die Herznote plastik-vanillig wurde und so flach verblieb wie eine flatline beim EKG.

Kopfnote: Zitrone, Mandarine, Orange, Limette, Bergamotte, Aldehyde, Neroli
Herznote: Rose, Jasmin, Ylang-Ylang
Basisnote: Vetiver, Zeder, Moschus, Iriswurzel, Vanille

Nach dem schnellen Abflauen der Aldehyde in der Kopfnote entwickelt sich der Duft zu einem kuscheligen und sanften Begleiter, der stets dezent im Hintergrund verbleibt. Wie eine warme, weiche Kaschmirstrickhülle ist man leicht beduftet in „lecker“ und „schön“ – die moderne Diffusion der weißen Blüten mitsamt dem Hauch Vanille und Moschus (vergeßt Hölzer…) und somit sehr zugänglich für jede junge und auch mittelalte Nase. Der Duft ist nahezu blumig, sehr transparent, und hält auch gut bis zum nächsten morgen auf der Kleidung; im dry down erinnert er sehr entfernt aber auch deutlich an Allure, einer meiner Faves von Chanel. Genauer an einem der Flanker von Allure, Eau Sensuelle.

Wer noch alte Chanel No 5 EdT Flaschen hat (ich kenne es von meine Mutter…) wird hier absolut nichts wiedererkennen. Das ist auch gut so – das ist kein Flanker zu No 5, sondern ein komplette neuer Duft, bestenfalls eine Reminiszenz. Alles poliert und warm, strahlend, leuchtend, modern sanft.

Der Duft hat keine besondere Aussage und das trifft leider auch auf die Zielgruppe zu – die Millenials.
Frontfrau ist die Tochter von… und ungefähr hier wird alles klar: Wir leben in der Generation der vererbten Namen und Vermögen. Was mich erheblich stört ist, dass das arme Mädchen mit 14 bereits schon in der Öffentlichkeit stand und nun, nicht mal zwei Jahre später, latent magersüchtig vom Plakat herunter ruft: Füttert mich! Diese Familie hat viel Geld, da kann man seine Kinder noch eine Weile das Leben genießen lassen. Aber das ist wohl auch nur meine Sicht als spießige Frau, die als Mutterschiff hormonell gestört ist. ODER?

Mit diesem Duft wird man so gut wie nichts falsch machen – perfekt für’s Büro, perfekt für’s Kopfkissen, perfekt für empfindliche Nasen, da sehr leicht. Well done, Monsieur Polge.

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HERMÉS Galop d’Hermés ab heute erhältlich

…allerdings nur als Parfum?! im nachfüllbaren Flakon für 50ml jeweils 250 Euro.

Damit ist der Duft etwas exklusiver angedacht und wird entsprechend vermarktet: Im Boutique und ein paar Luxus-Kaufhäusern/Parfümerien.

Ich hoffe ich komme bald mal nach Hamburg! Wenn ich meine Kalorien nicht bei Juwelenshopping verbrate, ist ein Ausflug in die Hermés Boutique sicher. Und die Frage ob ich 150 Euro für Tom Ford Fleur de Chine ausgebe oder 210 für eine sichere Bank namens Rose Ikebana. Oder doch lieber ein neues Tuch?

Wie ich mich kenne, versuche ich vernünftig zu sein und gehe mit leeren Händen und frustriert nach Hause. Der Ehemann rollt jetzt schon mit den Augen…

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TOM FORD Orchid Soleil

Oh. mein. Gott. Ich habe schon Black Orchid besessen und einen Flanker davon, nun traf Orchid Soleil ein und erinnerte mich an die Quintessenz von Tom Fords Marketing.

Sex.

tom-ford-soleil-orchid-review

Der Duft ist wie Rihanna und sie hätte als Gesicht dazu wudnerbar gepasst: Irre, aufdringlich, sexy aber immer an der Grenze zu billig. Wie sie es schafft, viel nackter und aufdringlicher als ein Sexworker rumzulaufen und dabei völlig abgeklärt wirkt, ist mir ein Rästel. In ihrer Filterblase geht einiges?! Rihanna hat der ganzen Welt ihren nackten Arsch gezeigt (und das meine ich nicht sinnbildlich!) und wurde dafür abgefeiert wie nix! Das muss man erst schaffen und das ringt mir Respekt ab.
Mit zwei erhobenen Mittelfingern läuft sie also durch die Welt, behütet durch das viele Geld, die viele Arbeit ergo ihrer künstlerischen Tätigkeit, und wenn sie ein Parfum tragen würde, dann wäre Orchid Soleil ihr Ding.
Der Flakon inszeniert in BLING BLING Roségold, der Duft schwulstig und floral-feminin, kurz davor ins billig-vanillige zu kippen, und jede Menge wabbernde Erotik.

Wie der Duft als Sommerduft lanciert wurde ist mir schleierhaft, denn er ist schwer. Und süß. Ich mag das in sehr warmen Wetter und benutze da gerne würzige Orientalen, die dann ganz anders als im Winter zur Geltung kommen, jedoch fehlen mir hier einfach die Gewürze und die Raffinesse…
Das hier ist eher Sex on the Beach: Schmeckt fruchtig, knallt auch ordentlich. Allerdings kein Coktail mit Klasse.
Einzelne Duftnoten kann ich nicht ausmachen, es ist eine recht diffuse „blurry“ Komposition – frisch aufgesprüht auf Papier dominiert eine holzige Veilchen-Note, angeblich Tuberose und Lilie, die einigermaßen an den Originalduft erinnert. Der Duft entwickelt sich kaum und wird nur noch flacher und süßer, wie my little pony in einer Dessert – Theke.

Insgesamt kann der Duft dem Original nicht das Wasser reichen, und das ist auch okay, Fans wird es trotzdem finden. Die hard Fans von Süßkram werden hier auf alle Fälle glücklich, da ich mich nicht entsinne so eine blumig-süße Bombe auf den Mainstream-Markt in letzter Zeit gerochen zu haben.

Von mir diesmal keine Begeisterung. Und das obwohl ich derzeit Serge Lutens‘ Bois Vanillé verwende, das Zuckerwasser schlechthin!

Um die 70 Euro – und Achtung: Tom Fords VELVET ORCHID Flanker ist jetzt erhältlich und klingt interessant!

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